Silent Hill 4 - The Room (PS2 Spiel) Testbericht
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Erfahrungsbericht von fuertherbube
Silent Hill 4 ist zum fürchten
Pro:
Sound, Grafik, Grusel, Story
Kontra:
Steuerung, Gegnerdesign, Leveldesign
Empfehlung:
Ja
Genre: Survival Horror
Zur Story:
Henry Townshend, ein normaler Mann Ende zwanzig zog vor zwei Jahren in Apartment 302 in einen Wohnblock in South Ashfield Heights ein. Er lebte seither glücklich. Doch seit fünf Tagen plagen ihn fürchterliche Albträume: Er erwacht in seinem Schlafzimmer und muss feststellen, dass sich seine gesamte Wohnung bizarr verändert hat. Alles ist mit Rost und Blut bedeckt und scheint nicht ihm zu gehören. Alles steht zwar an gewohnter Stelle, aber nichtmal die Schuhe an seiner Wohnungstür haben seine Größe. Türen und Fenster scheinen Attrappen zu sein, denn sie lassen sich nicht öffnen.
Plötzlich schält sich eine abartig, menschlich wirkende Gestalt aus der Wand im Wohnzimmer und greift ihn an. Henry wird bewustlos.
Als er erwacht, befindet er sich auf seinem Bett und alles ist wieder normal. Oder doch nicht? Er kann zwar durch die Fenster nach draussen sehen, sie scheinen aber bruchsicher und schalldicht zu sein. Seine Wohnungstür ist mit schweren Ketten und Schlössern verriegelt und die Leitung des Telefons durchgeschnitten. Er ist gefangen und niemand hört ihn. Plötzlich, ein dumpfes poltern aus dem Badezimmer. Dort klafft zwischen Waschbecken und Toilette ein großes Loch das ins Dunkel führt. Henry hofft, dass er dadurch einen schnellen Ausweg findet, wird aber jäh enttäuscht...
Grafik:
Wie man es von der Silent Hill-Reihe gewohnt ist, wurde in punkto Grafik nicht gegeizt. Glasklare Texturen, und Detailverliebtheit stechen stark hervor, was man ganz besonders an den liebevoll gestalteten Charaktären erkennt. Sogar einzelne Bartstoppeln sind zu sehen! Risse in den Wänden und Blätter an den Bäumen sind deutlich erkennbar. Der bekannte Grieselfilter ist auch wieder dabei, lässt sich aber bei Bedarf abstellen. Oberflächen reflektieren Licht, wie man es realistischer nicht darstellen könnte. Das Spiel läuft angesichts solcher Grafikleistung stehts flüssig. Ich persönlich spiele mit einem RGB-Kabel, wobei mir die Möglichkeit, die Bildschrimposition nachjustieren zu können, sehr entgegen kommt. Äusserst lobenswert!
Helligkeit, Kontrast und Blutfarbe lassen sich ebenfalls einstellen.
Sound:
Musikstücke findet man eher wenig. Dafür aber sehr stimmungsvolle Soundeffekte wie unheimliches poltern, markerschütternde Schreie, flüsternde Stimmen aus dem Nichts usw. die einem das Blut in den Adern gefrieren lassen und Gänsehaut erzeugen. Lediglich die Geräusche mancher Gegner wirken etwas einfallslos. Die Lautstärken von Musik und Soundeffekten, lassen sich getrennt einstellen.
Gameplay:
Den Umgebungen fehlen stellenweise die guten Ideen und sind manchmal recht eintönig. Da boten sie Vorgänger etwas mehr Innovation.
Auch durch die Tatsache, dass nun im gesamten Spiel keine Taschenlampe benötigt wird, verlieren die Levels dramatisch an Atmosphäre. Wärend man in den Vorgängern panisch auf der Suche nach Gegnern war die aus der Dunkelheit im Schein der Lampe auftauchten, so sind diese bei 'Silent Hill 4: The Room' oft schon von weitem erkennbar. Die Szenarien sind gut genug erleuchtet, um Feinde rechtzeitig erkennen zu können. Hätte man allerdings wieder die Taschenlampe integriert, würde man sich wohl andererseits dem Vorwurf aussetzten müssen, man habe zu viel übernommen. Manche Ideen lutschen sich eben irgendwann aus.
Henry wird auch kein Radio mehr finden, welches ihm Gegner ankündigt. Stattdessen kann er deren Gegenwart durch Kopfschmerzen fühlen, was sich für den Spieler sowohl optisch als auch akkustisch bemerkbar macht.
Durch das betreten der verschiedenen Welten, durch die Löcher in Henrys Wohnung kommt Abwechslung in die ganze Reihe. Leider wirkt es aber gerade dadurch etwas Linear, da man das Gefühl hat, man würde Level für Level abarbeiten, was bei genauer Betrachtung auch so ist.
Die Steuerung orientiert sich größtenteils an den Vorgängern. Allerdings kann man die Wucht eines Angriffs nun durch längeres gedrückthalten der X-Taste bewusst beeinflussen. Henry bewegt sich im Umgang mit den Waffen teilweise etwas unbeholfen, was ihm so machen Gegentreffer einstecken lässt. Besonders bei schweren Waffen ist das der Fall. An der manchmal recht trägen Steuerung hätte man vielleicht noch ein wenig feilen sollen.
Neu ist, dass man nun in seiner Wohnung, das Geschehen aus der Ego-Perpektive sieht. Der linke Analogstick bewegt Henry dabei vor und zurück bzw seitwärts. Der Rechte Analogstick neigt die Sicht bzw dreht seinen ganzen Körper.
Gegenstände kann er nun bis zu zehn bei sich tragen, was die häufige Rückkehr in seine Wohnung unabdingbar macht. Dort steht nämlich eine Truhe, in die er überflüssige Items ablegen kann. Im gesamten Spiel gibt es nur eine Speichermöglichkeit, und diese befindet sich in Henrys Wohnung in die er aber sehr oft durch die großzügig verteilten 'Dimensionslöcher' wieder zurückkehren kann. Seine Energie wird in Henrys Schlafzimmer automatisch wiederhergestellt, zumindest bis zu einem gewissen Punkt im Spiel. Dann findet er aber zum Ausgleich ebenso großzügig verteilte Heilutensilien, die bis dahin eher Mangelware waren. Der Schwierigkeitsgrad lässt sich in drei Stufen voreinstellen. Auf die Schwierigkeit der Rätsel hat man jedoch nun keinen Einfluss mehr. De Fakto wird das Spiel zwar im Verlauf immer schwerer, aber niemals unfair.
Was die Gegner betrifft, bin ich persönlich etwas enttäuscht. Zwar sind diese immernoch abartig grotesk und bizarr, haben aber irgendwie nicht den Reiz wie in den vorherigen Teilen. Auch die Abwechslung fehlt mir hier ein wenig. Grundsätzlich lässt es sich aber verschmerzen.
Ab einem gewissen Zeitpunkt wird Henry von seiner Nachbarin Eileen Galvin begleitet. Das wird aber aufgrund der oft schlechten KI für den Spieler zu einer Nervenprobe. Nicht nur dass Eileen wegen ihres Handicaps um einiges langsamer ist als Henry, sie verfängt sich manchmal auch an Geländern oder beschäftigt sich mit Gegnern, die momentan ausser Gefecht sind. Man ist gezwungen zu warten, bis sie erledigt hat, was sie für nötig hält (oft aber völlig unnötig ist). So könnte man eigentlich schon längst in Sicherheit vor Feinden sein, wenn die Dame nicht noch sinnloser Weise auf einen am Boden liegenden Gegner einschlagen würde. Obwohl sie Henry im Kampf tatkräftig unterstützt, ist sie doch zu oft ein Klotz am Bein.
Das Spiel motiviert durchaus zum mehrmaligen durchspielen, da auch diesmal wieder einige, geheime Extras freigespielt werden können. Die alternativen Endsequenzen (mindestens vier), bilden dabei nur einen kleinen Teil...
Mein persönliches Fazit:
Insgesamt bringt das Zusammenspiel aller Faktoren ein fast (!) perfektes Horror-feeling, das kaum auszuhalten ist und zeigt einmal mehr, welch kranke Fantasien in den Köpfen der Macher herumspuken. Obwohl 'Silent Hill 4: The Room' meiner eigenen Ansicht nach nicht ganz die Klasse der Vorgänger erreicht hat, gehört es definitiv in die Sammlung eines jeden, der sich gerne gruselt.
Zartbesaitete sollten aber lieber die Finger davon lassen.
Wegen des relativ hohen Gewaltfaktors und der Tatsache dass mit dem vergießen des roten Lebenssaftes nicht gerade zimperlich umgegangen wird, ist das Spiel keinesfalls für Kinder geeignet! Der Index wetzt die Messer...
Letztes Update: 11. Mai 2005
- Preis: Unterschiedlich (Vollpreis bei Release ca. 60,- Euro)
- 1 Spieler
- Spiel benötigt mindestens 781 KB freien Speicherplatz auf der Memory Card
- Kompatibel nur mit Analogsticks !
- Kompatibel mit Vibrationsfunktion
Zur Story:
Henry Townshend, ein normaler Mann Ende zwanzig zog vor zwei Jahren in Apartment 302 in einen Wohnblock in South Ashfield Heights ein. Er lebte seither glücklich. Doch seit fünf Tagen plagen ihn fürchterliche Albträume: Er erwacht in seinem Schlafzimmer und muss feststellen, dass sich seine gesamte Wohnung bizarr verändert hat. Alles ist mit Rost und Blut bedeckt und scheint nicht ihm zu gehören. Alles steht zwar an gewohnter Stelle, aber nichtmal die Schuhe an seiner Wohnungstür haben seine Größe. Türen und Fenster scheinen Attrappen zu sein, denn sie lassen sich nicht öffnen.
Plötzlich schält sich eine abartig, menschlich wirkende Gestalt aus der Wand im Wohnzimmer und greift ihn an. Henry wird bewustlos.
Als er erwacht, befindet er sich auf seinem Bett und alles ist wieder normal. Oder doch nicht? Er kann zwar durch die Fenster nach draussen sehen, sie scheinen aber bruchsicher und schalldicht zu sein. Seine Wohnungstür ist mit schweren Ketten und Schlössern verriegelt und die Leitung des Telefons durchgeschnitten. Er ist gefangen und niemand hört ihn. Plötzlich, ein dumpfes poltern aus dem Badezimmer. Dort klafft zwischen Waschbecken und Toilette ein großes Loch das ins Dunkel führt. Henry hofft, dass er dadurch einen schnellen Ausweg findet, wird aber jäh enttäuscht...
Grafik:
Wie man es von der Silent Hill-Reihe gewohnt ist, wurde in punkto Grafik nicht gegeizt. Glasklare Texturen, und Detailverliebtheit stechen stark hervor, was man ganz besonders an den liebevoll gestalteten Charaktären erkennt. Sogar einzelne Bartstoppeln sind zu sehen! Risse in den Wänden und Blätter an den Bäumen sind deutlich erkennbar. Der bekannte Grieselfilter ist auch wieder dabei, lässt sich aber bei Bedarf abstellen. Oberflächen reflektieren Licht, wie man es realistischer nicht darstellen könnte. Das Spiel läuft angesichts solcher Grafikleistung stehts flüssig. Ich persönlich spiele mit einem RGB-Kabel, wobei mir die Möglichkeit, die Bildschrimposition nachjustieren zu können, sehr entgegen kommt. Äusserst lobenswert!
Helligkeit, Kontrast und Blutfarbe lassen sich ebenfalls einstellen.
Sound:
Musikstücke findet man eher wenig. Dafür aber sehr stimmungsvolle Soundeffekte wie unheimliches poltern, markerschütternde Schreie, flüsternde Stimmen aus dem Nichts usw. die einem das Blut in den Adern gefrieren lassen und Gänsehaut erzeugen. Lediglich die Geräusche mancher Gegner wirken etwas einfallslos. Die Lautstärken von Musik und Soundeffekten, lassen sich getrennt einstellen.
Gameplay:
Den Umgebungen fehlen stellenweise die guten Ideen und sind manchmal recht eintönig. Da boten sie Vorgänger etwas mehr Innovation.
Auch durch die Tatsache, dass nun im gesamten Spiel keine Taschenlampe benötigt wird, verlieren die Levels dramatisch an Atmosphäre. Wärend man in den Vorgängern panisch auf der Suche nach Gegnern war die aus der Dunkelheit im Schein der Lampe auftauchten, so sind diese bei 'Silent Hill 4: The Room' oft schon von weitem erkennbar. Die Szenarien sind gut genug erleuchtet, um Feinde rechtzeitig erkennen zu können. Hätte man allerdings wieder die Taschenlampe integriert, würde man sich wohl andererseits dem Vorwurf aussetzten müssen, man habe zu viel übernommen. Manche Ideen lutschen sich eben irgendwann aus.
Henry wird auch kein Radio mehr finden, welches ihm Gegner ankündigt. Stattdessen kann er deren Gegenwart durch Kopfschmerzen fühlen, was sich für den Spieler sowohl optisch als auch akkustisch bemerkbar macht.
Durch das betreten der verschiedenen Welten, durch die Löcher in Henrys Wohnung kommt Abwechslung in die ganze Reihe. Leider wirkt es aber gerade dadurch etwas Linear, da man das Gefühl hat, man würde Level für Level abarbeiten, was bei genauer Betrachtung auch so ist.
Die Steuerung orientiert sich größtenteils an den Vorgängern. Allerdings kann man die Wucht eines Angriffs nun durch längeres gedrückthalten der X-Taste bewusst beeinflussen. Henry bewegt sich im Umgang mit den Waffen teilweise etwas unbeholfen, was ihm so machen Gegentreffer einstecken lässt. Besonders bei schweren Waffen ist das der Fall. An der manchmal recht trägen Steuerung hätte man vielleicht noch ein wenig feilen sollen.
Neu ist, dass man nun in seiner Wohnung, das Geschehen aus der Ego-Perpektive sieht. Der linke Analogstick bewegt Henry dabei vor und zurück bzw seitwärts. Der Rechte Analogstick neigt die Sicht bzw dreht seinen ganzen Körper.
Gegenstände kann er nun bis zu zehn bei sich tragen, was die häufige Rückkehr in seine Wohnung unabdingbar macht. Dort steht nämlich eine Truhe, in die er überflüssige Items ablegen kann. Im gesamten Spiel gibt es nur eine Speichermöglichkeit, und diese befindet sich in Henrys Wohnung in die er aber sehr oft durch die großzügig verteilten 'Dimensionslöcher' wieder zurückkehren kann. Seine Energie wird in Henrys Schlafzimmer automatisch wiederhergestellt, zumindest bis zu einem gewissen Punkt im Spiel. Dann findet er aber zum Ausgleich ebenso großzügig verteilte Heilutensilien, die bis dahin eher Mangelware waren. Der Schwierigkeitsgrad lässt sich in drei Stufen voreinstellen. Auf die Schwierigkeit der Rätsel hat man jedoch nun keinen Einfluss mehr. De Fakto wird das Spiel zwar im Verlauf immer schwerer, aber niemals unfair.
Was die Gegner betrifft, bin ich persönlich etwas enttäuscht. Zwar sind diese immernoch abartig grotesk und bizarr, haben aber irgendwie nicht den Reiz wie in den vorherigen Teilen. Auch die Abwechslung fehlt mir hier ein wenig. Grundsätzlich lässt es sich aber verschmerzen.
Ab einem gewissen Zeitpunkt wird Henry von seiner Nachbarin Eileen Galvin begleitet. Das wird aber aufgrund der oft schlechten KI für den Spieler zu einer Nervenprobe. Nicht nur dass Eileen wegen ihres Handicaps um einiges langsamer ist als Henry, sie verfängt sich manchmal auch an Geländern oder beschäftigt sich mit Gegnern, die momentan ausser Gefecht sind. Man ist gezwungen zu warten, bis sie erledigt hat, was sie für nötig hält (oft aber völlig unnötig ist). So könnte man eigentlich schon längst in Sicherheit vor Feinden sein, wenn die Dame nicht noch sinnloser Weise auf einen am Boden liegenden Gegner einschlagen würde. Obwohl sie Henry im Kampf tatkräftig unterstützt, ist sie doch zu oft ein Klotz am Bein.
Das Spiel motiviert durchaus zum mehrmaligen durchspielen, da auch diesmal wieder einige, geheime Extras freigespielt werden können. Die alternativen Endsequenzen (mindestens vier), bilden dabei nur einen kleinen Teil...
Mein persönliches Fazit:
Insgesamt bringt das Zusammenspiel aller Faktoren ein fast (!) perfektes Horror-feeling, das kaum auszuhalten ist und zeigt einmal mehr, welch kranke Fantasien in den Köpfen der Macher herumspuken. Obwohl 'Silent Hill 4: The Room' meiner eigenen Ansicht nach nicht ganz die Klasse der Vorgänger erreicht hat, gehört es definitiv in die Sammlung eines jeden, der sich gerne gruselt.
Zartbesaitete sollten aber lieber die Finger davon lassen.
Wegen des relativ hohen Gewaltfaktors und der Tatsache dass mit dem vergießen des roten Lebenssaftes nicht gerade zimperlich umgegangen wird, ist das Spiel keinesfalls für Kinder geeignet! Der Index wetzt die Messer...
Letztes Update: 11. Mai 2005
12 Bewertungen, 1 Kommentar
-
11.05.2005, 19:18 Uhr von hoink123
Bewertung: sehr hilfreichfinde ich super, habe alles erfahren, was ich wissen wollte. werde mich mal bei dir umsehen. man liest sich, lg hoink123
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