Sleepy Hollow (VHS) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 10/2004
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Erfahrungsbericht von Prisca
Wo ist mein Kopf?!
Pro:
ein ausgefallener, aber interessanter Horrorfilm
Kontra:
.
Empfehlung:
Ja
Und heute schreibe ich mal von einer DVD zu der ich wirklich eher durch Zufall gekommen bin.
SLEEPY HOLLOW
Ein Horrorfilm – ein Genre, das mich noch nie wirklich gereizt hat. Nachdem ich dann aber den Namen Johnny Depp lesen durfte (und den finde ich seit „Fluch der Karibik“ einfach Klasse .... diese Augen .. aber das gehört nicht hierher, sorry!) war es um mich gesehen und ich wollte diesen Film unbedingt wenigstens mal ansehen.
Der Zufall half nach, die DVD ist als Sonder DVD in der Zeitung „Audio – Video – Foto Bild“ erschienen – das Heft kostet mit der DVD zusammen sage und schreibe nur 3,30 Euro. Da hab´ich einfach mal auf gut Glück zugeschlagen. Und was habe ich vorgefunden?
Nun, die Story ist nicht mehr als eine 08/15 Horror-Kriminal-Story. Im Jahre 1799 geschehen nahe dem Städchen Sleepy Hollow ein paar unheimliche Morde. Der Polizist Ichabod Crane (gespielt von Johnny Depp) aus New York wird losgeschickt, um die Morde aufzuklären.
Er stößt auf eine unheimliche Geschichte: der kopflose Reiter soll die drei Menschen ermordert haben. Crane will es nicht glauben – solche Spukgeschichten entspringen doch nur der Phanasie, oder etwa nicht?! Nachdem er weitere Morde miterleben muss und schließlich sogar die Gestalt eines Reiters ohne Kopf erkennt, beginnt er aber doch zu zweifeln.
Auf der Suche nach der Wahrheit stößt er bei den Dorfbewohnern schnell auf Widerstand – nur ein kleiner Junge (der Sohn eines der Ermordeten) und die hübsche Catriona sind bereit, ihn zu unterstützen ...
Tcha, das ist eigentlich schon die ganze Geschichte. Langweilig, oder? Oh nein, weit gefehlt. Ich bin praktisch unwissend in diesen Film hineingestolpert – und war von ersten Augenblick an begeistert.
Die ganze Atmosphäre stimmt einfach. Dabei arbeitet Regisseur Tim Burton hier eigentlich nur mit einfachen „Horrormitteln“: Nebel, unheimliche Wälder, verlassene Städte, skurrile Gestalten und dazu die passende Musik. Aber das Ganze bildet eine durchaus fesselnde Mischung.
Die Bilder im Film sind „farblos“ – grau in grau. Als Crane zum ersten Mal in das Städchen Sleepy Hollow kommt trifft er beinahe auf eine Geisterstadt. Alles ist verlassen – bis er in der Haus eines angesehenen Gemeindemitglieds kommt. Hier wird gerade ein Fest gefeiert – die Fröhlichkeit wirkt irgendwie aufgesetzt – fast so, als hätten sich die Bewohner der Stadt hier verschanzt und versuchten nun krampfhaft, normales Leben vorzutäuschen.
Und dann Crane selber. Ein skurriler Gerichtsmediziner mit selbst erfundenen „Instrumenten“, die er zum obduzieren derLleichen nutzt – ein Mann, der mit dem Tod umgehen muss, der aber beim Anblick irgendwelcher Grausamkeiten (und einer Spinne!) auch schnell mal in Ohnmacht fällt. Alles wirkt irgendwie überzogen, abstrakt, unwirklich ... und fesselt gerade dadurch.
Der Film spart, wie es sich für einen Horrorfilm gehört, nicht mit Schockelementen. Den Anblick von abgehauen Köpfen und spritzendem Blut muss man schon ertragen können (dabei habe ich nur die 16er Version gesehen – es soll auch eine 18er davon geben) – aber ich habe es eigentlich nie als absolut abstoßend empfunden.
Die Story an sich ist recht einfach gestrickt – ein wenig Horror, ein wenig altertümlicher Krimi. Das Ende ist fast ein „Super Happy end“ – was dann auch durch die Farben im Film demonstriert wird. Hier findet man endlich mal helle, freundliche, natürliche Farben. Ein wenig übertrieben vielleicht (wie der ganze Film) – aber irgendwie passt es und es gefällt mir sehr gut.
Ob der Film spannend ist? Hm – dann kann ich garnicht mal behaupten – er ist anders, er ist interessant, er ist fesselnd ... was will man mehr?
Die Schauspieler haben mir sehr gut gefallen, allen voran natürlich Johnny Depp – der in diesem Film irgendwie garnicht an den Piraten Jack Sparrow erinnert, den man zur Zeit wohl immer vor Augen hat, wenn sein Name fällt. Hier wirkt er viel jünger, unbeholfener – aber trotzdem überzeugend. Ebenso Christina Ricci, die an seiner Seite die Rolle der Catriona spielt. Ein weiterer großer Name ist Christopher Walken, der übernimmt den Part des kopflosen Reiters. Selbst Christopher Lee, einer der ganze Großen im Filmgeschäft, war froh, in diesem Film eine winzig kleine Rolle übernehmen zu dürfen – ich denke, das spricht für die Qualität des Films!
Der Film wurde 1999 gedreht und hat eine Altersfreigabe von 16 Jahren (obwohl es, wie schon erwähnt auch eine 18er Version geben soll, in der es wohl einige noch heftigere Szenen gibt). Meine Version hat eine Lauflänge von 101 Minuten.
Zur DVD will ich hier garnicht viele Worte verlieren (darum schreibe ich auch in der Filmkategorie) – diese Sonder - DVD´s aus der Zeitung erhalten keinerlei Extras, nicht einmal Untertitel. Es sind zwei Sprachen vorhanden: deutsch und englisch – das war´s. Aber mal ehrlich – für 3,30 Euro diesen Film ohne Werbung sehen zu können und wann immer ich mag – mehr kann man doch wohl nicht verlangen!
Wer auf Extras großen Wert legt, der muss dann wohl mal bei Ebay gucken, im Handel z.B. bei Amazon ist die normale Kauf-DVD neu jedenfalls nicht mehr erhältlich.
Mein Fazit:
Ein Horrorfilm, der das Angucken wert ist – es ist schon ein etwas außergewöhnlicher, abstrakter Film – aber die Handlung ist leicht verständlich und wenn man erst einmal von dem Film gefangen ist, dann wird man den Fernseher nicht wieder verlassen, bevor der letzte Ton verklungen ist.
@ Prisca – Februar 2004 – ich schreibe für Yopi und Ciao, manchmal auch für Dooyoo
SLEEPY HOLLOW
Ein Horrorfilm – ein Genre, das mich noch nie wirklich gereizt hat. Nachdem ich dann aber den Namen Johnny Depp lesen durfte (und den finde ich seit „Fluch der Karibik“ einfach Klasse .... diese Augen .. aber das gehört nicht hierher, sorry!) war es um mich gesehen und ich wollte diesen Film unbedingt wenigstens mal ansehen.
Der Zufall half nach, die DVD ist als Sonder DVD in der Zeitung „Audio – Video – Foto Bild“ erschienen – das Heft kostet mit der DVD zusammen sage und schreibe nur 3,30 Euro. Da hab´ich einfach mal auf gut Glück zugeschlagen. Und was habe ich vorgefunden?
Nun, die Story ist nicht mehr als eine 08/15 Horror-Kriminal-Story. Im Jahre 1799 geschehen nahe dem Städchen Sleepy Hollow ein paar unheimliche Morde. Der Polizist Ichabod Crane (gespielt von Johnny Depp) aus New York wird losgeschickt, um die Morde aufzuklären.
Er stößt auf eine unheimliche Geschichte: der kopflose Reiter soll die drei Menschen ermordert haben. Crane will es nicht glauben – solche Spukgeschichten entspringen doch nur der Phanasie, oder etwa nicht?! Nachdem er weitere Morde miterleben muss und schließlich sogar die Gestalt eines Reiters ohne Kopf erkennt, beginnt er aber doch zu zweifeln.
Auf der Suche nach der Wahrheit stößt er bei den Dorfbewohnern schnell auf Widerstand – nur ein kleiner Junge (der Sohn eines der Ermordeten) und die hübsche Catriona sind bereit, ihn zu unterstützen ...
Tcha, das ist eigentlich schon die ganze Geschichte. Langweilig, oder? Oh nein, weit gefehlt. Ich bin praktisch unwissend in diesen Film hineingestolpert – und war von ersten Augenblick an begeistert.
Die ganze Atmosphäre stimmt einfach. Dabei arbeitet Regisseur Tim Burton hier eigentlich nur mit einfachen „Horrormitteln“: Nebel, unheimliche Wälder, verlassene Städte, skurrile Gestalten und dazu die passende Musik. Aber das Ganze bildet eine durchaus fesselnde Mischung.
Die Bilder im Film sind „farblos“ – grau in grau. Als Crane zum ersten Mal in das Städchen Sleepy Hollow kommt trifft er beinahe auf eine Geisterstadt. Alles ist verlassen – bis er in der Haus eines angesehenen Gemeindemitglieds kommt. Hier wird gerade ein Fest gefeiert – die Fröhlichkeit wirkt irgendwie aufgesetzt – fast so, als hätten sich die Bewohner der Stadt hier verschanzt und versuchten nun krampfhaft, normales Leben vorzutäuschen.
Und dann Crane selber. Ein skurriler Gerichtsmediziner mit selbst erfundenen „Instrumenten“, die er zum obduzieren derLleichen nutzt – ein Mann, der mit dem Tod umgehen muss, der aber beim Anblick irgendwelcher Grausamkeiten (und einer Spinne!) auch schnell mal in Ohnmacht fällt. Alles wirkt irgendwie überzogen, abstrakt, unwirklich ... und fesselt gerade dadurch.
Der Film spart, wie es sich für einen Horrorfilm gehört, nicht mit Schockelementen. Den Anblick von abgehauen Köpfen und spritzendem Blut muss man schon ertragen können (dabei habe ich nur die 16er Version gesehen – es soll auch eine 18er davon geben) – aber ich habe es eigentlich nie als absolut abstoßend empfunden.
Die Story an sich ist recht einfach gestrickt – ein wenig Horror, ein wenig altertümlicher Krimi. Das Ende ist fast ein „Super Happy end“ – was dann auch durch die Farben im Film demonstriert wird. Hier findet man endlich mal helle, freundliche, natürliche Farben. Ein wenig übertrieben vielleicht (wie der ganze Film) – aber irgendwie passt es und es gefällt mir sehr gut.
Ob der Film spannend ist? Hm – dann kann ich garnicht mal behaupten – er ist anders, er ist interessant, er ist fesselnd ... was will man mehr?
Die Schauspieler haben mir sehr gut gefallen, allen voran natürlich Johnny Depp – der in diesem Film irgendwie garnicht an den Piraten Jack Sparrow erinnert, den man zur Zeit wohl immer vor Augen hat, wenn sein Name fällt. Hier wirkt er viel jünger, unbeholfener – aber trotzdem überzeugend. Ebenso Christina Ricci, die an seiner Seite die Rolle der Catriona spielt. Ein weiterer großer Name ist Christopher Walken, der übernimmt den Part des kopflosen Reiters. Selbst Christopher Lee, einer der ganze Großen im Filmgeschäft, war froh, in diesem Film eine winzig kleine Rolle übernehmen zu dürfen – ich denke, das spricht für die Qualität des Films!
Der Film wurde 1999 gedreht und hat eine Altersfreigabe von 16 Jahren (obwohl es, wie schon erwähnt auch eine 18er Version geben soll, in der es wohl einige noch heftigere Szenen gibt). Meine Version hat eine Lauflänge von 101 Minuten.
Zur DVD will ich hier garnicht viele Worte verlieren (darum schreibe ich auch in der Filmkategorie) – diese Sonder - DVD´s aus der Zeitung erhalten keinerlei Extras, nicht einmal Untertitel. Es sind zwei Sprachen vorhanden: deutsch und englisch – das war´s. Aber mal ehrlich – für 3,30 Euro diesen Film ohne Werbung sehen zu können und wann immer ich mag – mehr kann man doch wohl nicht verlangen!
Wer auf Extras großen Wert legt, der muss dann wohl mal bei Ebay gucken, im Handel z.B. bei Amazon ist die normale Kauf-DVD neu jedenfalls nicht mehr erhältlich.
Mein Fazit:
Ein Horrorfilm, der das Angucken wert ist – es ist schon ein etwas außergewöhnlicher, abstrakter Film – aber die Handlung ist leicht verständlich und wenn man erst einmal von dem Film gefangen ist, dann wird man den Fernseher nicht wieder verlassen, bevor der letzte Ton verklungen ist.
@ Prisca – Februar 2004 – ich schreibe für Yopi und Ciao, manchmal auch für Dooyoo
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