Sleepy Hollow (VHS) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 10/2004
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Erfahrungsbericht von tobberich
Kopfloses Vergnügen!
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Ich hab ihn im Kino vorheriges Jahr gesehen und fand ihn einfach genial. Ich hab ihn bei mir auf Video gesehen und fand ihn immer noch einfach genial. Sleepy Hollow ist halt einfach einer dieser Filme die durch Atmosphäre und Schauspielerische Leistung fesseln und einen so schnell nicht mehr loslassen . Deshalb wollte ich andere an meinen Erfahrungen teil haben lassen und schrieb diesen Bericht...
Grundlage
Die Story basiert auf der Erzählung „Die Sage von der schläfrigen Schlucht“ von Washington Irving ( 1783-1859). Diese wurde um 1820 auf der Europareise Irvings geschrieben. Als Hauptquelle diente ihm dabei „Der wilde Jäger“ von G.A.Bürger. In der Originalgeschichte war der Hauptprotagonist Ichabod Crane, jedoch noch ein Schulmeister. Dieser futtert sich bei einheimischen Farmern durch und hält um die Hand der reichen Wirtstochter Katrina an, allerdings nur um an das Erbe des Vaters zu kommen. Doch der Bauernsohn Brom van Brunt ist ebenfalls hinter Katrina her und macht sich die Geschichte des kopflosen Reiters zu nutze. Er erscheint verkleidet als dieser vor Ichabod und verjagt ihn damit aus dem Lande ...
Story
Wir schreiben das Jahr 1799. Ichabod Crane ist so etwas wie eine Mischung aus Sherlock Holmes und Gerichtsmediziner. Er vertritt die Ansicht bei Todesfällen genauere Untersuchungen durchzuführen, mit Hilfe der neusten technischen Errungenschaften, um so die Ursache des Todes genau aufzuklären. Zu dieser Zeit war es nämlich noch Mode relativ wahllos zu urteilen, nach dem Motto der Richter hat immer recht.
Crane stößt mit seinen Ansichten aber auf wenig Gegenliebe und wird von New York in das Kaff Sleepy Hollow zwangsversetzt. Dort sind vor kurzem drei schreckliche Morde passiert. Ichabod sieht das als seine Chance sein Können unter Beweis zu stellen.
Die Befragung der „Dorf Ältesten“ sowie der restlichen Bevölkerung des Dorfes scheint nicht viel zu ergeben , denn sie nennen als Täter alle den „Hessen“ einen kopflosen Reiter der allen die ihm in die Quere kommen den Kopf abschlägt. Der Hesse war zu Lebzeiten ein wahrer Schlächter bis er im Wald von Sleepy Hollow zur Strecke gebracht wurde.
Kopfmensch Crane hält das für absoluten Quatsch und will den Täter aus Fleisch und Blut mit Hilfe seiner Methoden überführen. Als Städter hält er den Hessen für ein Hirngespenst und belächelt die „Dörfler“ für ihre Ansichten.
Doch seine Ansichten über den Reiter ändern sich in dem Moment wo er ihm Angesicht zu Angesicht gegenübersteht. Er kommt der Verschwörung immer näher und entdeckt ein Komplott der Dörfler in das unter anderem der Notar und der Bürgermeister sowie andere „hochrangige“ Einwohner verwickelt sind. Er findet heraus warum der Hesse so scharf auf Köpfe ist und ausserdem entdeckt er das Portal zur Totenwelt.
Währendessen lernt er auch die Tochter des Gutsherrn immer näher kennen und zwischen beiden entsteht eine innige Verbindung. Desweiteren hilft sie ihm auch bei seinen Nachforschungen. Im Laufe der Geschichte erweist sich bloß ihr Drang zum Okkulten als Problem, den sie wird verdächtigt mit dem Hessen in Zusammenhang zu stehen.
Ich möchte hier aber nicht näher auf den Schluss des Filmes sowie die Details eingehen da sonst das Erlebnis des Guckens erheblich geschmälert wird. Die die den Film kennen werden mir hoffentlich zustimmen.
Es erwartet sie auf jeden Fall ein „Kopf“-Raubendes atmosphärisch dichtes Märchen im Stile von Tim Burton, soviel sei verraten.
Darsteller
Jonny Depp welcher den anfangs streng rationalen Stadtmensch Ichabod Crane darstellt wandelt sich im Laufe der Geschichte immer mehr zur Mimose die leicht einzuschüchtern ist. Er bewältigt diese Gratwanderung Bravourös und fügt sich dank der blassen Maske perfekt in die düstere Atmosphäre des Schauplatzes ein.
Christina Ricci spielt die Tochter des reichen Gutsherrn und ist bis zum Schluss eine eher mysteriöse Figur die ein Hang zum Übernatürlichen hat. Durch ihre Blondgefärbten Haare stellt sie einen (engelsgleichen) Farbtupfer in der dunklen Ortschaft Sleepy Hollow dar.
Altmeister Christopher Walken der den Hessen spielt wirkt durch seine gelungene Maske ( spitze bleckende Zähne, zerzaustes wirres Haar, totenbleiche) extrem furchteinflößend und setzt Ichabod bis zum Schluss stark zu.
Er ist ein absolutes Monster welches nicht mal vor Mord an kleinen Kindern halt macht und somit den Hass des Zuschauers auf sich zieht.
Regisseur
Tim Burton seines Zeichens einer der kreativsten und unkonventionellsten Regisseure Hollywoods schließt nach einer längeren Flopserie ( Mars Attacks und Ed Wood wurden vom Kinopublikum nicht wie erwartet angenommen) wieder an frühere Erfolge wie „Batman“ oder „Edward mit den Scherenhänden“ an. Er setzt die Geschichte von Irving gekonnt um und motzt sie Storytechnisch noch um einiges auf.
Special-Effects/Ausstattung
Die Nebelmaschine leistet in Sleepy Hollow erstklassigen Dienst den sie verleiht der ganzen Szenerie einen mystischen und Atmosphärisch dichten Touch. Doch auch die Schauspieler sind alle recht bleich und wirken dadurch etwas unnatürllcih und Weltfremd.
Innerhalb der Häuser überwiegen aber vornehmlich warme Farben welche Sicherheit vermitteln und so einen gelungenen Kontrast zur „Außenwelt“ darstellen.
Wirkliche Special-Effects halten sich zwar in Grenzen wirken aber z.B beim „Portal-Baum“ sehr furchteinflössend und unterstützen die Atmosphäre nochmals ! Diese wird durch die Einstreuung von Traumsequenzartigen Rückblenden, welche Ichabod mehr über seine Vergangenheit verraten, von Zeit zu Zeit etwas aufgelockert.
Musik
Die Musik ist im Gothic Stile gehalten und unterstützt mit Geigern , sowie Orgeln und anderen Orchesterelementen den Spannungsaufbau und fesselt den Zuschauer noch ein bisschen fester an das Geschehen.
Anmerkung
Der Film wurde im Kino zuerst ab zwölf freigegeben. Die FSK begründete es damit das die Geschichte sehr Märchenartig ist und man sich als Zuschauer nicht mit den Gräueltaten des Hessen identifizieren kann. Desweiteren wirkt das mehrfache Aufeinanderfolgen des Kopfabschlagens nach ein paar mal nicht mehr furchteinflössend und passt sich dem Märchen--Stile der Geschichte an .
Doch nach massiven Protesten durch besorgte Eltern und anderen revidierte Sie ihre Entscheinung nochmals und setzte das Alter auf 16 Jahre herauf.
Fazit
Meine Empfehlung an alle die einen Grusel-Komödien-Märchenfilm nicht verschmähen kann nur lauten: unbedingt ansehen ! Was Burton hier abliefert ist einfach genial und zieht den Zuschauer von Anfang in seinen Bann und lässt ihn zwischen Grauen und Humor schwanken. Dieses Wechselbad der Gefühle zieht sich durch den Film und stellt in Zusammenarbeit mit der extrem dichten Atmosphäre eine unschlagbare Mischung da !
PS: Die Szenen in denen Köpfe rollen wirken anfangs zwar noch etwas schockierend doch dieser Effekt lässt nach und dürfte kein Grund sein sich den Film nicht anzuschauen.
Zusätzliche Informationen
Titel:
„Sleepy Hollow – Köpfe werden rollen“
Genre:
Gruselmärchen
Darsteller:
Johnny Depp, Christina Ricci, Christopher Walken, Miranda Richardson, Christopher Lee
Regie:
Tim Burton
Länge: ca. 100 Minuten
Vorlage:
Washington Irving
USA1999/FSK ab 16 Jahren
Grundlage
Die Story basiert auf der Erzählung „Die Sage von der schläfrigen Schlucht“ von Washington Irving ( 1783-1859). Diese wurde um 1820 auf der Europareise Irvings geschrieben. Als Hauptquelle diente ihm dabei „Der wilde Jäger“ von G.A.Bürger. In der Originalgeschichte war der Hauptprotagonist Ichabod Crane, jedoch noch ein Schulmeister. Dieser futtert sich bei einheimischen Farmern durch und hält um die Hand der reichen Wirtstochter Katrina an, allerdings nur um an das Erbe des Vaters zu kommen. Doch der Bauernsohn Brom van Brunt ist ebenfalls hinter Katrina her und macht sich die Geschichte des kopflosen Reiters zu nutze. Er erscheint verkleidet als dieser vor Ichabod und verjagt ihn damit aus dem Lande ...
Story
Wir schreiben das Jahr 1799. Ichabod Crane ist so etwas wie eine Mischung aus Sherlock Holmes und Gerichtsmediziner. Er vertritt die Ansicht bei Todesfällen genauere Untersuchungen durchzuführen, mit Hilfe der neusten technischen Errungenschaften, um so die Ursache des Todes genau aufzuklären. Zu dieser Zeit war es nämlich noch Mode relativ wahllos zu urteilen, nach dem Motto der Richter hat immer recht.
Crane stößt mit seinen Ansichten aber auf wenig Gegenliebe und wird von New York in das Kaff Sleepy Hollow zwangsversetzt. Dort sind vor kurzem drei schreckliche Morde passiert. Ichabod sieht das als seine Chance sein Können unter Beweis zu stellen.
Die Befragung der „Dorf Ältesten“ sowie der restlichen Bevölkerung des Dorfes scheint nicht viel zu ergeben , denn sie nennen als Täter alle den „Hessen“ einen kopflosen Reiter der allen die ihm in die Quere kommen den Kopf abschlägt. Der Hesse war zu Lebzeiten ein wahrer Schlächter bis er im Wald von Sleepy Hollow zur Strecke gebracht wurde.
Kopfmensch Crane hält das für absoluten Quatsch und will den Täter aus Fleisch und Blut mit Hilfe seiner Methoden überführen. Als Städter hält er den Hessen für ein Hirngespenst und belächelt die „Dörfler“ für ihre Ansichten.
Doch seine Ansichten über den Reiter ändern sich in dem Moment wo er ihm Angesicht zu Angesicht gegenübersteht. Er kommt der Verschwörung immer näher und entdeckt ein Komplott der Dörfler in das unter anderem der Notar und der Bürgermeister sowie andere „hochrangige“ Einwohner verwickelt sind. Er findet heraus warum der Hesse so scharf auf Köpfe ist und ausserdem entdeckt er das Portal zur Totenwelt.
Währendessen lernt er auch die Tochter des Gutsherrn immer näher kennen und zwischen beiden entsteht eine innige Verbindung. Desweiteren hilft sie ihm auch bei seinen Nachforschungen. Im Laufe der Geschichte erweist sich bloß ihr Drang zum Okkulten als Problem, den sie wird verdächtigt mit dem Hessen in Zusammenhang zu stehen.
Ich möchte hier aber nicht näher auf den Schluss des Filmes sowie die Details eingehen da sonst das Erlebnis des Guckens erheblich geschmälert wird. Die die den Film kennen werden mir hoffentlich zustimmen.
Es erwartet sie auf jeden Fall ein „Kopf“-Raubendes atmosphärisch dichtes Märchen im Stile von Tim Burton, soviel sei verraten.
Darsteller
Jonny Depp welcher den anfangs streng rationalen Stadtmensch Ichabod Crane darstellt wandelt sich im Laufe der Geschichte immer mehr zur Mimose die leicht einzuschüchtern ist. Er bewältigt diese Gratwanderung Bravourös und fügt sich dank der blassen Maske perfekt in die düstere Atmosphäre des Schauplatzes ein.
Christina Ricci spielt die Tochter des reichen Gutsherrn und ist bis zum Schluss eine eher mysteriöse Figur die ein Hang zum Übernatürlichen hat. Durch ihre Blondgefärbten Haare stellt sie einen (engelsgleichen) Farbtupfer in der dunklen Ortschaft Sleepy Hollow dar.
Altmeister Christopher Walken der den Hessen spielt wirkt durch seine gelungene Maske ( spitze bleckende Zähne, zerzaustes wirres Haar, totenbleiche) extrem furchteinflößend und setzt Ichabod bis zum Schluss stark zu.
Er ist ein absolutes Monster welches nicht mal vor Mord an kleinen Kindern halt macht und somit den Hass des Zuschauers auf sich zieht.
Regisseur
Tim Burton seines Zeichens einer der kreativsten und unkonventionellsten Regisseure Hollywoods schließt nach einer längeren Flopserie ( Mars Attacks und Ed Wood wurden vom Kinopublikum nicht wie erwartet angenommen) wieder an frühere Erfolge wie „Batman“ oder „Edward mit den Scherenhänden“ an. Er setzt die Geschichte von Irving gekonnt um und motzt sie Storytechnisch noch um einiges auf.
Special-Effects/Ausstattung
Die Nebelmaschine leistet in Sleepy Hollow erstklassigen Dienst den sie verleiht der ganzen Szenerie einen mystischen und Atmosphärisch dichten Touch. Doch auch die Schauspieler sind alle recht bleich und wirken dadurch etwas unnatürllcih und Weltfremd.
Innerhalb der Häuser überwiegen aber vornehmlich warme Farben welche Sicherheit vermitteln und so einen gelungenen Kontrast zur „Außenwelt“ darstellen.
Wirkliche Special-Effects halten sich zwar in Grenzen wirken aber z.B beim „Portal-Baum“ sehr furchteinflössend und unterstützen die Atmosphäre nochmals ! Diese wird durch die Einstreuung von Traumsequenzartigen Rückblenden, welche Ichabod mehr über seine Vergangenheit verraten, von Zeit zu Zeit etwas aufgelockert.
Musik
Die Musik ist im Gothic Stile gehalten und unterstützt mit Geigern , sowie Orgeln und anderen Orchesterelementen den Spannungsaufbau und fesselt den Zuschauer noch ein bisschen fester an das Geschehen.
Anmerkung
Der Film wurde im Kino zuerst ab zwölf freigegeben. Die FSK begründete es damit das die Geschichte sehr Märchenartig ist und man sich als Zuschauer nicht mit den Gräueltaten des Hessen identifizieren kann. Desweiteren wirkt das mehrfache Aufeinanderfolgen des Kopfabschlagens nach ein paar mal nicht mehr furchteinflössend und passt sich dem Märchen--Stile der Geschichte an .
Doch nach massiven Protesten durch besorgte Eltern und anderen revidierte Sie ihre Entscheinung nochmals und setzte das Alter auf 16 Jahre herauf.
Fazit
Meine Empfehlung an alle die einen Grusel-Komödien-Märchenfilm nicht verschmähen kann nur lauten: unbedingt ansehen ! Was Burton hier abliefert ist einfach genial und zieht den Zuschauer von Anfang in seinen Bann und lässt ihn zwischen Grauen und Humor schwanken. Dieses Wechselbad der Gefühle zieht sich durch den Film und stellt in Zusammenarbeit mit der extrem dichten Atmosphäre eine unschlagbare Mischung da !
PS: Die Szenen in denen Köpfe rollen wirken anfangs zwar noch etwas schockierend doch dieser Effekt lässt nach und dürfte kein Grund sein sich den Film nicht anzuschauen.
Zusätzliche Informationen
Titel:
„Sleepy Hollow – Köpfe werden rollen“
Genre:
Gruselmärchen
Darsteller:
Johnny Depp, Christina Ricci, Christopher Walken, Miranda Richardson, Christopher Lee
Regie:
Tim Burton
Länge: ca. 100 Minuten
Vorlage:
Washington Irving
USA1999/FSK ab 16 Jahren
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