Swimfan (DVD) Testbericht

Swimfan-dvd-thriller
ab 9,40
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Erfahrungsbericht von trampastheo

Die eine Intrige nach der anderen

Pro:

Recht spannender Thriller, Darsteller sind überzeugend

Kontra:

Es fehlt etwas der Überraschungseffekt bei den geplanten Intrigen-Aktionen von Madison, nur 81 Minuten Laufzeit

Empfehlung:

Ja

Diese Meinung bezieht sich auf die Videoverleih-Version des Films Swimfan.

Handlung
Benjamin (gespielt von Jesse Bradford) ist auf der Highschool ein recht erfolgreicher Student. Vor allem aus sportlicher Sicht ist er überragend. Seine Spezialität ist das Schwimmen. Für seine Leistungen wurde er oftmals ausgezeichnet und jetzt hofft er auf ein Stipendium, was ihm später sogar zu einer Teilnahme an den Olympischen Spielen verhelfen könnte. Während er sich für ein großes Turnier vorbereiten muss, bei dem aus Stanford Scouts Ausschau auf ihn halten werden, hat er auch noch seinen Nebenjob im Krankenhaus auszuführen, wo auch seine Mutter arbeitet. Gleichzeitig hat er auch eine sehr nette Freundin namens Amy (gespielt von Shiri Appleby), mit der er viel Zeit verbringen möchte. Zu jenem Zeitpunkt kommt eine neue Studentin namens Madison (gespielt von Erika Christensen) auf die Schule von Benjamin. Vom ersten Moment scheint sie von Ben beeindruckt zu sein und versucht an ihn ranzukommen. Alles beginnt mit einer Autofahrt, geht weiter mit einem Schwimmunterricht und endet dann mit einem sexuellen Akt im Swimmingpool der Schule. Während Ben jedoch das ganze für einen Ausrutscher hält, ist Madison vernarrt ihn den Athleten und will alles versuchen um ihn für sich zu gewinnen. Dabei benutzt sie jedoch Mittel, die kriminell sind. Sie schreckt sogar vor Mord nicht zurück!

Filmkritik
Zu was eine abgewiesene Liebe führen kann, wissen wir spätestens nach den großen Skandalen in Politik und Gesellschaft. Meistens sind es die Frauen, die es nicht verkraften können, wenn ein Mann sie ablehnt. Ein „Racheakt“ seitens der Frau (es kann auch umgekehrt passieren), kann dann schon einmal vorkommen. So auch in der Story von „Swimfan“, wo Madison mit Ben im Swimmingpool den Liebesakt genießt, aber von Ben danach abgewiesen wird, da der ja mit Amy eine feste Beziehung hat. Der Racheakt ist hier anfangs der, der auch im wahren Leben hätte passieren können: Madison „verpetzt“ den Seitensprung von Ben bei seiner Freundin Amy, was das Ende der Beziehung, zumindest vorläufig, mit sich bringt. Damit wäre die Sache gegessen, denkt man sich als Zuschauer. Doch was gerade noch akzeptabel klingt, wird kurz danach krankhaft, als Madison weitere Intrigen gegen ihren Ex-Liebhaber plant. Sie schafft es, dass er für den Unfall seiner Freundin Amy verantwortlich gemacht wird, er wird vom Schwimmturnier eliminiert, da sie anscheinend etwas anabolisches in sein Getränk geschüttet hat und letztendlich wird auch noch sein Antagonist im Schwimmen Josh von ihr umgebracht. Eine sehr spannende Geschichte, die sich in den 81. Minuten der Laufzeit des Films ergreifend entwickelt. Der für uns zumindest unbekannte Regisseur John Polson inszeniert den Film nicht auf der Basis eines Teenie-Thrillers, wie man aufgrund des jungen Alters der Darsteller glauben sollte. Dia Dialoge sind anspruchsvoll, die Entwicklung der Handlung auf logischer Basis fungierend und der Spannungsgrad steigert sich gegen Ende des Films wie es bei einem guten Thriller sein sollte.

Für die Rolle des Protagonisten wurde der junge Jesse Bradford ausgewählt, der natürlich für diese Rolle wegen des sportlichen Aussehens her gewählt wurde. Man weiß, dass Schwimmer gut trainiert sein müssen und einen guten Körper vorweisen können, deshalb auch die Wahl von Jesse. Er spielt seine Rolle überzeugend. Man kann verstehen, wie er von Madison überlistet wurde und so den Seitensprung nicht vermeiden konnte. Madison jedoch, findet, dass sie und Ben füreinander geschaffen sind. Erika Christensen, die natürlich eine absolut erotische Frau darstellt, ist die Hassperson im Film. Für sie entwickelt der Zuschauer ein Gefühl der Abscheu, denn ihre Methoden Ben für sich zu gewinnen, sind einfach krank. Erika schafft es innerhalb weniger Minuten im Film die Ungunst des Zuschauers auf sich zu lenken, was schon von alleine von ihrem darstellerischen Können spricht. Was eigentlich einzig und allein als Nachteil im Film zu erwähnen ist, sind die etwas vorhersehbaren Aktionen von Madison (keine besonderen überraschenden Momente im Film), aber auch die kurze Laufzeit. Man hätte den Film mit weiteren Intrigen seitens Madison in die 100er Zone bringen können. Da im Film keine Gewalt (geschweige denn Blutvergießen) und einzig und allein eine Erotikszene im Swimmingpool zu sehen ist, wurde Swimfan auch zurecht ab 12 Jahren freigegeben.

Fazit
Ich werde „Swimfan“ mit vier von fünf Sternen bewerten, denn ich fand die dargebotene Spannung und die Story des Films recht gut. Sicherlich wäre der Film noch besser geworden, wenn man etwas mehr den Überraschungseffekt eingebaut hätte, was mit weiteren Aktionen-Intrigen von Madison hätte gemacht werden können. So wäre auch der Film etwas länger geworden und die Spannung hätte länger angehalten. Aber ansonsten bin ich mit Swimfan zufrieden gewesen und habe einen recht spannenden Videoabend verbracht.

35 Bewertungen