Tatsächlich ... Liebe (DVD) Testbericht

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ab 4,33
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Erfahrungsbericht von myra-belle

Liebe findet immer ihren Weg, auch wenn es manchmal etwas länger dauert

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Ich muss gestehen, dass ich die DVD nur ausgeliehen habe, weil sie nun mal im Regal der öffentlichen Bücherei stand und meine Schwester doch ganz gerne Komödien anschaut. Ich bin ja für Dramen und härteren Stoff. Bei dem Titel ging ich davon aus, dass es sich um eine endlose Aneinanderreihung von Schnulzen handelt. Ich hatte den ganzen Trouble wegen "Vier Hochzeiten und ein Todesfall", "Notting Hill" und "Bridget Jones - Schokolade zum Frühstück" noch nie nachvollziehen können. Diese genannten Filme stammen nämlich vom selben Produzenten. Doch wurde ich aufs angenehmste überrascht! Natürlich siegt am Ende die Liebe, doch die Wege dahin sind mit Steinen, Dornen und viel überzeugend dargestelltem Leid geplastert.
Wie man schon am Cover sieht, haben sich eine ganze Reihe illuster Filmstars die Ehre gegeben. Das allein ist kein Garant für hochwertige Unterhaltung, doch hier hat alles gepaßt. (Einige der geschnittenen Szenen hätten vielleicht den einen oder anderen genaueren Einblick in die einzelnen Figuren gegeben, sind aber meiner Meinung nach zu verschmerzen. Was bleibt, ist ein wahres Filmjuwel. Wenn man bereit ist, noch etwas über die Liebe zu lernen.)

Laut Rückentext handelt es sich um 10 miteinander verwobene Geschichten. Mal schauen, ob ich die alle zusammenbekomme. Entschuldigt, aber ich werde im Großen und Ganzen den ganzen Inhalt preisgeben. Ist ja schließlich kein Film, bei dem die Spannung die tragende Rolle spielt.

Die Geschichten fangen 5 Wochen vor Weihnachten an und enden 1 Monat danach.

Daniel (Liam Neeson) hat seine geliebte Frau Joanna verloren und befürchtet zudem, dass er auch seinen 11jährigen Stiefsohn Samuel zumindest emotional verliert. Der hat mit seiner ersten Liebe zu "coolsten Mädchen der Schule" zu kämpfen.

Seine Sorgen teilt er Karen (Emma Thompson) mit. (Ich habe leider deren Verhältnis zueinander nicht ganz durchschaut. Ich glaube, dass sie ganz einfach gute Freunde sind.) Fast zu spät merkt Karen, dass sich die junge hübsche Angestellte Mia (dunkelhaarige Heike Makatsch) ihren Boss Harry (Alan Rickman), Karens Mann, an Land zieht. Bestimmt nicht aus Liebe. So lapidar sie das Wort Affäre in den Mund nimmt und ihr Vorhaben auch unverblümt ausführt.

Karens großer Bruder (Hugh Grant) hat es geschafft, Premierminister zu werden. (Alle Geschichten nehmen ihren Anfang in England, einige führen im Verlauf ins Ausland.) Da merkt er beim Einzug ins Quartier, wie einsam er ist. Er findet Gefallen an der etwas schüsseligen Natalie, die eigentlich nur den Tee servieren sollte. Für meinen Geschmack guckt das Mädel ziemlich stier. Na ja, vielleicht ist dieser Eindruck ja gewollt.

Der Schriftsteller Jamie (Colin Firth) erwischt seine Freundin mit seinem jüngeren Bruder. Darum flüchtet er nach Südfrankreich. Die neue Haushälterin Aurelia erscheint auf dem ersten Blick als hagere, altmodisch gekleidete, nicht mehr ganz junge Frau, die zum allem Überfluss auch noch Portugiesin ist. Im Laufe der Zeit erscheint sie immer attraktiver und das Sprachproblem wird nebensächlich.

Schüchternheit ist Sarahs (Laura Linney) großes Problem. Sie arbeitet seit über 2 Jahren in Harrys Firma (Um was es sich für eine Firma genau handelt, habe ich nicht so ganz deuten können. Ist aber auch gar nicht wichtig.) Und fast genau so lange ist sie in ihren Kollegen Karl verliebt. Harry fordert sie auf, sich endlich ein Herz zu fassen. Nur blöd, dass sie einen ältern Bruder in der Psychatrie sitzen hat, den sie liebt, obwohl er immer auf dem Handy anruft.

Juliet (Keira Knightley) und Peter haben ihre Liebe bereits mit einer rauschenden Hochzeit besiegelt. Wenn da nur nicht Peters bester Freund Mark wäre.

Ein Pärchen kommt sich bei der Arbeit näher. Sie sind Körperdouble bei Sexszenen. So täuschen sie nackt diverse Positionen vor. Da ja im fertigen Film die Gesichter von den prominenten Schauspielern zu sehen sind, unterhalten sie sich und kommen sich auch auf mentaler Ebene näher.

Der höfliche Farbige, der am Filmset dem obigen Pärchen die Anweisungen bittend vorträgt, hat einen weißen Kumpel namens Colin, der als Bote, Kellner usw. jobbt und dabei alles anzubaggern versucht, das weiblich ist. Da keine auf seine blöden Sprüche reinfällt, setzt er sich in den Kopf, dass er nur nach Amerika zu gehen braucht, um gleich in der ersten Bar ein hübsches, geiles Luder aufzugabeln.

Ziemlich obskur ist die Geschichte um den gealterten, abgehalfterten ehemaligen Rockstar Billy Mack (Bill Nighy), der es gerade durch seine Verachtung für die bescheuerten Plattenkäufer schaft, mit einer gewollt sexistisch aufgemotzten Coverversion von "Love is all around" ein sensationelles Comeback zu schaffen. (Das Original von WetWetWet war das Titellied von "Vier Hochzeiten und ein Todesfall". Eine wirklich schöne Ballade.) Der neue Titel heißt sinnigerweise "Christmas is all around". Das Musikvideo gibt es als Bonus.

Hm, sind ja wirklich 10!

Rowan Atkinson, besser bekannt als Mr. Bean, hat zwei kurze Auftritte, die liebenswert kauzig sind. Ansonsten schauen auch Claudia Schiffer und Denise Richards vorbei. Und Billy Bob Thornton ist glaube ich auch dabei.
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Der Film ist sehr romantisch, die Gefühle spielen verrückt. Die traurigen, komischen und freudigen Elemente sind meinem Empfinden nach sehr gut verteilt.

5 Bewertungen