Erfahrungsbericht von eightball
provozierend, unterhaltend, Emmerich!
Pro:
Tolle Effekte, öffentliche Aufmerksamkeit
Kontra:
flach, vorhersehbar, klischeebelastet
Empfehlung:
Ja
Mit der im Film widergegebenen Thematik sollte man sich ein wenig vertraut gemacht haben um auch den Hintergrund zu verstehen.
Ansonsten bekommt man aber auch gute Unterhaltung geboten, die, bedingt durch die Effekte, zwei Stunden lang keine Langeweile aufkommen lässt.
Der Hintergrund ist das durch globale Klimaerwärmung verursachte Schmelzen der Polkappen und das daraus resultierende zum Erliegen kommen des Golfstroms der das Weltklima maßgeblich beeinflusst. Unwetter ziehen über die Welt, natürlich wird besonders Amerika hart getroffen, das Hollywood Warzeichen wird effektvoll von einem Tornado zerstört etc. Und dann kommt das Eis, verursacht durch eine Art gigantische Wirbelstürme, die an drei Stellen auf der Nordhalbkugel toben. Kurioserweise wird die Südhalbkugel davon vollkommen verschont (also nur die umweltverschmutzenden Industrieländer der tragen die Folgen der Umweltverschmutzung und werden für die verschwenderische Umgehensweise mit fossilen Brennstoffen bestraft).
Natürlich steht Amerika im Mittelpunkt der Ereignisse, das Europa und Asien ebenfalls betroffen sind und das dort auch Menschen leben, die Erwähnung finden könnten wird anscheind vergessen - schade dass soetwas ausgerechnet von einem deutschen Landsmann vergessen wird, von einem Amerikaner hätte ich es nicht anders erwartet.
Inmitten dessen steht eine Familientragödie, ohne die dem Film anscheinend der Hollywood-Kitsch-Charakter fehlen würde, die aber zur Intention des Filmes nichts beiträgt, abgesehen davon dass der Familienvater der entscheidende geniale Klimaforscher ist, der alles vorausgesehen hat.
So entwickelt sich der Film mit und mit immer mehr weg vom Katasrophenfilm hin zur Moralpredigt über Solidarität, Zusammenhalt und Nächstenliebe. Beispiele hierfür sind:
- die Mutter, die beim krebskranken Kind inmitten der Gefahrenzone ausharrt und aus die ( natürlich auch eintreffende) Hilfe wartet
- der todesmutige Vater samt Kollegen, die heroisch aufbrechen, um Sohnemann aus der Gefahrenzone zu holen
- Sohnemann selbst, der sich aus der sicheren Bibliothek herauswagt, um für seine kranke Freundin Medikamente zu besorgen
- die Integration der Randgruppen wie z.B. den Obdachlosen, der sich bei der Gruppe Überlebender befindet, der auch der Sohn und dessen Freunde angehören sowie das schon erwähnte krebskranke Kind
- die 3.Welt-Länder, die den Flüchtlingen bereitwillig Asyl gewähren
Natürlich gipfelt alles in einem Happy-End.
Die eigentliche Aussage des Films, die Kritik an der Umweltproblematik und vor allem an der in dieser Hinsicht ignoranten Bush-Regierung bleibt lobenswert, die Familientragödie und die damit verknüpte Moralpredigt sind meiner Ansicht nach überflüssig. Es bleibt ein sehenswerter Film, nicht zuletzt wegen der Effekte, mit einer interessanten Aussage, welche ihren Zweck erfüllt hat und die Öffentlichkeit zum Nachdenken angeregt hat.
(dieser Testbericht wurde von mir auch auf ciao.de veröffentlicht)
Ansonsten bekommt man aber auch gute Unterhaltung geboten, die, bedingt durch die Effekte, zwei Stunden lang keine Langeweile aufkommen lässt.
Der Hintergrund ist das durch globale Klimaerwärmung verursachte Schmelzen der Polkappen und das daraus resultierende zum Erliegen kommen des Golfstroms der das Weltklima maßgeblich beeinflusst. Unwetter ziehen über die Welt, natürlich wird besonders Amerika hart getroffen, das Hollywood Warzeichen wird effektvoll von einem Tornado zerstört etc. Und dann kommt das Eis, verursacht durch eine Art gigantische Wirbelstürme, die an drei Stellen auf der Nordhalbkugel toben. Kurioserweise wird die Südhalbkugel davon vollkommen verschont (also nur die umweltverschmutzenden Industrieländer der tragen die Folgen der Umweltverschmutzung und werden für die verschwenderische Umgehensweise mit fossilen Brennstoffen bestraft).
Natürlich steht Amerika im Mittelpunkt der Ereignisse, das Europa und Asien ebenfalls betroffen sind und das dort auch Menschen leben, die Erwähnung finden könnten wird anscheind vergessen - schade dass soetwas ausgerechnet von einem deutschen Landsmann vergessen wird, von einem Amerikaner hätte ich es nicht anders erwartet.
Inmitten dessen steht eine Familientragödie, ohne die dem Film anscheinend der Hollywood-Kitsch-Charakter fehlen würde, die aber zur Intention des Filmes nichts beiträgt, abgesehen davon dass der Familienvater der entscheidende geniale Klimaforscher ist, der alles vorausgesehen hat.
So entwickelt sich der Film mit und mit immer mehr weg vom Katasrophenfilm hin zur Moralpredigt über Solidarität, Zusammenhalt und Nächstenliebe. Beispiele hierfür sind:
- die Mutter, die beim krebskranken Kind inmitten der Gefahrenzone ausharrt und aus die ( natürlich auch eintreffende) Hilfe wartet
- der todesmutige Vater samt Kollegen, die heroisch aufbrechen, um Sohnemann aus der Gefahrenzone zu holen
- Sohnemann selbst, der sich aus der sicheren Bibliothek herauswagt, um für seine kranke Freundin Medikamente zu besorgen
- die Integration der Randgruppen wie z.B. den Obdachlosen, der sich bei der Gruppe Überlebender befindet, der auch der Sohn und dessen Freunde angehören sowie das schon erwähnte krebskranke Kind
- die 3.Welt-Länder, die den Flüchtlingen bereitwillig Asyl gewähren
Natürlich gipfelt alles in einem Happy-End.
Die eigentliche Aussage des Films, die Kritik an der Umweltproblematik und vor allem an der in dieser Hinsicht ignoranten Bush-Regierung bleibt lobenswert, die Familientragödie und die damit verknüpte Moralpredigt sind meiner Ansicht nach überflüssig. Es bleibt ein sehenswerter Film, nicht zuletzt wegen der Effekte, mit einer interessanten Aussage, welche ihren Zweck erfüllt hat und die Öffentlichkeit zum Nachdenken angeregt hat.
(dieser Testbericht wurde von mir auch auf ciao.de veröffentlicht)
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