Erfahrungsbericht von DukeNukem
Die Rache der Natur
Pro:
Special Effects, Schauspieler, Realismus
Kontra:
Story, Nebenhandlungen, erinnert mich an Independence Day
Empfehlung:
Ja
Als ich vor ungefähr zwei Jahren im Internet las, dass Roland Emmerich einen neuen Katastrophenfilm dreht, war ich sehr erfreut über diese Nachricht. Als dann im nächsten Jahr, also dieses, im Internet und auch im Kino schon die Teaser und Trailer liefen war ich überglücklich und konnte es kaum erwarten, dieses wahrscheinlich neue Meisterwerk des begabtesten Hollywood-Regisseurs aus Deutschland endlich mit eigenen Augen zu sehen.
Am Pfingstmontag hab ich ihn mir dann angesehen und war eher etwas enttäuscht, als ich aus dem Kino kam. Versteht mich jetzt nicht falsch, ich finde der Film ist sehr gut, er ist einfach nur kein Meisterwerk des Katastrophenfilms. Vieles in diesem Film hat mich sehr an Emmerichs letzten Blockbuster „Independence Day“ erinnert, ganz besonders was den Rhythmus betrifft.
Vergleicht doch mal beide Filme. Zuerst einmal werden alle Haupt- und Nebenrollen vorgestellt, dazwischen erhält man dann ein neues Statement des Ausmaßes der drohenden Katastrophe. Nachdem dann alle Darsteller vorgestellt wurden und alle die Auswirkungen dieser Ereignisse verstanden haben, ist es leider schon zu spät. Die Naturkatastrophen beginnen und viele Menschen müssen ihr leben lassen, weil die amerikanische Regierung, wie es auch meiner Meinung nach im realen Leben ist, nichts von diesem Blödsinn eines Klimatologen hören wollte, der dass Armageddon durch Wetterkatastrophen voraussagt.
In diesem Film geht es nämlich um den schon oben erwähnten Klimatologen Jack Hall, gespielt von Randy Quaid, der endlich ein respektables Comeback geschaffen hat. Jack Hall erzählt der ganzen Welt, dass wahrscheinlich in einigen Monaten die Welt in einer neuen Eiszeit enden wird, doch davon will der US-Präsident nichts hören. Er ignoriert dies einfach und erklärt den Klimatologen für verrückt.
Als man dann endlich doch auf die vielen Unwetterkatastrophen wie zum Beispiel Tennisballgroße Hagelkörner in Japan, Wirbelstürme in Los Angeles und ununterbrochener Regen reagieren möchte, ist es leider schon zu spät. Eine riesengroße Flutwelle bricht über New York ein und vernichtet zahlreiche Menschenleben, nur Jacks Sohn (gespielt von Jake Gyllenhaal, bekannt aus dem genialen Donnie Darko) und einige seiner Freunde konnten sich in einer Bibliothek verstecken und schützen. Als dann die Flutwelle vorübergegangen ist, glauben alle, dass die Gefahr jetzt zu Ende ist, doch da irrt sich die Menschheit ganz gewaltig, denn plötzlich fängt auf einmal alles an zu Eis zu erstarren und wer sich in dieser Eiseskälte draußen befindet und die kalte Luft einatmet, wird sofort erfrieren und sterben. Für Jack und seine zwei Kollegen beginnt ein erbitterter Kampf, denn sie machen sich, zu Fuß, auf den weiten Weg, um seinen Sohn und dessen Freunde zu retten.
Wie ich schon vorher erwähnte, finde ich den Film gar nicht so schlecht, wenn er mich nicht an „Independence Day“ erinnern würde. Schon beim Trailer fiel mir sofort auf, dass die Flutwelle aus „The Day After Tomorrow“ der Feuerwelle aus „ID4“ gleicht.
Was mir und einigen meiner Freunde auch noch aufgefallen ist, ist diese Art von Patriotismus. Wie kann es nämlich geschehen, dass eine riesengroße Flutwelle auf die Freiheitsstatue losstürzt und diese dann trotzdem noch als einzige Statue aus dem Schnee herausragt?
Nachdem ich mir den Katastrophenfilm ansah, schaute ich mir zuhause auf DVD, als Vergleich, den Sci-Fi-Film von Roland Emmerich an. Ich fand „Independence Day“ noch immer besser als „The Day After Tomorrow“, denn bei dem Sci-Fi-Film gab es nämlich mehr Action und weniger Gefühle und meiner Meinung nach hat Roland Emmerich nur Ahnung von Action und Special Effects und nicht von Gefühlen. Hier geht es nämlich den ganzen Film über eher emotional zu, was auf die Dauer langweilig wird und man sich nur noch die nächste Katastrophe herbeiwünscht.
So, genug von all dem Negativen, kommen wir nun zu den positiven Dingen, denn auch davon hat dieser Film einiges zu bieten.
Alle Unwetter sind sehr gut gemacht, ganz besonders die Wirbelstürme, die sehen sehr realistisch aus.
Obwohl sich Emmerich, wie oben schon erwähnt, sich mit Gefühlen nicht gut auskennt, können doch die Darsteller einiges davon wettmachen. Allen voran Dennis Quaid, der nach all seinen erfolgreichen Filmen in den 80ern und Anfang der 90er Jahre hatte, gelang ein sensationelles Comeback. (Hier gibt es auch wieder eine Verbindung zu „ID4“: Dort spielt nämlich Randy Quaid eine der Hauptrollen, der ja, ich glaube, Dennis älterer Bruder ist).
Ein weiterer guter Schauspieler in diesem Film ist Jake Gyllenhaal. Er macht seine Sache sehr gut und das, obwohl dies sein erster Actionfilm ist. Schon als ich mir „Donnie Darko“ ansah, wünschte ich mir, mehr von ihm zu sehen, denn er ist einfach ein echt genialer Schauspiel-Newcomer.
Was weiters sehr SEHR positiv aus diesem Film heraussticht ist die Kritik von Emmerich an Bushs Umweltpolitik. Endlich mal hat sich jemand getraut zu zeigen, was wir doch schon immer alle wussten bzw. uns immer gedacht hatten. Ich hoffe, dass dieser Film die Menschen und ganz besonders die Politiker auf der ganzen Welt wachgerüttelt hat und endlich etwas unternimmt, damit dieses Film-Endzeit-Szenario nicht auch auf uns trifft. Ich bin mir nämlich ziemlich sicher, dass dieser Film unter der Leitung eines echten amerikanischen Regisseurs nicht so viel Kritik ausgeübt hätte.
Am besten gefiel mir außerdem noch die kurze Szene, in der ein Reporter den Fernsehzuschauern mitteilt, dass tausende Amerikaner illegal nach Mexiko einwandern. Echt witzig!
Fazit: Ich bin froh, dass es endlich einen Film gibt, der auch die Umweltpolitik von Bush angreift (Um den Rest kümmert sich ja schon Michael Moore), weiters freue ich mich, aus der Sicht eines Filmfans gesehen, darüber, dass es endlich mal wieder einen ordentlichen Emmerich-Film gibt, denn „Der Patriot“ war ja überhaupt nichts und Godzilla kam leider auch nicht so gut rüber.
Diesen Film muss man sich auf jeden Fall ansehen, auch wenn er sehr einem anderen, sehr erfolgreichen, Roland Emmerich Film gleicht. Hier gibt es nämlich einen ganz dicken Pluspunkt für den Realismus, da ja, wenn wir so weitermachen, auch uns dies eines Tages zustoßen kann.
Am Pfingstmontag hab ich ihn mir dann angesehen und war eher etwas enttäuscht, als ich aus dem Kino kam. Versteht mich jetzt nicht falsch, ich finde der Film ist sehr gut, er ist einfach nur kein Meisterwerk des Katastrophenfilms. Vieles in diesem Film hat mich sehr an Emmerichs letzten Blockbuster „Independence Day“ erinnert, ganz besonders was den Rhythmus betrifft.
Vergleicht doch mal beide Filme. Zuerst einmal werden alle Haupt- und Nebenrollen vorgestellt, dazwischen erhält man dann ein neues Statement des Ausmaßes der drohenden Katastrophe. Nachdem dann alle Darsteller vorgestellt wurden und alle die Auswirkungen dieser Ereignisse verstanden haben, ist es leider schon zu spät. Die Naturkatastrophen beginnen und viele Menschen müssen ihr leben lassen, weil die amerikanische Regierung, wie es auch meiner Meinung nach im realen Leben ist, nichts von diesem Blödsinn eines Klimatologen hören wollte, der dass Armageddon durch Wetterkatastrophen voraussagt.
In diesem Film geht es nämlich um den schon oben erwähnten Klimatologen Jack Hall, gespielt von Randy Quaid, der endlich ein respektables Comeback geschaffen hat. Jack Hall erzählt der ganzen Welt, dass wahrscheinlich in einigen Monaten die Welt in einer neuen Eiszeit enden wird, doch davon will der US-Präsident nichts hören. Er ignoriert dies einfach und erklärt den Klimatologen für verrückt.
Als man dann endlich doch auf die vielen Unwetterkatastrophen wie zum Beispiel Tennisballgroße Hagelkörner in Japan, Wirbelstürme in Los Angeles und ununterbrochener Regen reagieren möchte, ist es leider schon zu spät. Eine riesengroße Flutwelle bricht über New York ein und vernichtet zahlreiche Menschenleben, nur Jacks Sohn (gespielt von Jake Gyllenhaal, bekannt aus dem genialen Donnie Darko) und einige seiner Freunde konnten sich in einer Bibliothek verstecken und schützen. Als dann die Flutwelle vorübergegangen ist, glauben alle, dass die Gefahr jetzt zu Ende ist, doch da irrt sich die Menschheit ganz gewaltig, denn plötzlich fängt auf einmal alles an zu Eis zu erstarren und wer sich in dieser Eiseskälte draußen befindet und die kalte Luft einatmet, wird sofort erfrieren und sterben. Für Jack und seine zwei Kollegen beginnt ein erbitterter Kampf, denn sie machen sich, zu Fuß, auf den weiten Weg, um seinen Sohn und dessen Freunde zu retten.
Wie ich schon vorher erwähnte, finde ich den Film gar nicht so schlecht, wenn er mich nicht an „Independence Day“ erinnern würde. Schon beim Trailer fiel mir sofort auf, dass die Flutwelle aus „The Day After Tomorrow“ der Feuerwelle aus „ID4“ gleicht.
Was mir und einigen meiner Freunde auch noch aufgefallen ist, ist diese Art von Patriotismus. Wie kann es nämlich geschehen, dass eine riesengroße Flutwelle auf die Freiheitsstatue losstürzt und diese dann trotzdem noch als einzige Statue aus dem Schnee herausragt?
Nachdem ich mir den Katastrophenfilm ansah, schaute ich mir zuhause auf DVD, als Vergleich, den Sci-Fi-Film von Roland Emmerich an. Ich fand „Independence Day“ noch immer besser als „The Day After Tomorrow“, denn bei dem Sci-Fi-Film gab es nämlich mehr Action und weniger Gefühle und meiner Meinung nach hat Roland Emmerich nur Ahnung von Action und Special Effects und nicht von Gefühlen. Hier geht es nämlich den ganzen Film über eher emotional zu, was auf die Dauer langweilig wird und man sich nur noch die nächste Katastrophe herbeiwünscht.
So, genug von all dem Negativen, kommen wir nun zu den positiven Dingen, denn auch davon hat dieser Film einiges zu bieten.
Alle Unwetter sind sehr gut gemacht, ganz besonders die Wirbelstürme, die sehen sehr realistisch aus.
Obwohl sich Emmerich, wie oben schon erwähnt, sich mit Gefühlen nicht gut auskennt, können doch die Darsteller einiges davon wettmachen. Allen voran Dennis Quaid, der nach all seinen erfolgreichen Filmen in den 80ern und Anfang der 90er Jahre hatte, gelang ein sensationelles Comeback. (Hier gibt es auch wieder eine Verbindung zu „ID4“: Dort spielt nämlich Randy Quaid eine der Hauptrollen, der ja, ich glaube, Dennis älterer Bruder ist).
Ein weiterer guter Schauspieler in diesem Film ist Jake Gyllenhaal. Er macht seine Sache sehr gut und das, obwohl dies sein erster Actionfilm ist. Schon als ich mir „Donnie Darko“ ansah, wünschte ich mir, mehr von ihm zu sehen, denn er ist einfach ein echt genialer Schauspiel-Newcomer.
Was weiters sehr SEHR positiv aus diesem Film heraussticht ist die Kritik von Emmerich an Bushs Umweltpolitik. Endlich mal hat sich jemand getraut zu zeigen, was wir doch schon immer alle wussten bzw. uns immer gedacht hatten. Ich hoffe, dass dieser Film die Menschen und ganz besonders die Politiker auf der ganzen Welt wachgerüttelt hat und endlich etwas unternimmt, damit dieses Film-Endzeit-Szenario nicht auch auf uns trifft. Ich bin mir nämlich ziemlich sicher, dass dieser Film unter der Leitung eines echten amerikanischen Regisseurs nicht so viel Kritik ausgeübt hätte.
Am besten gefiel mir außerdem noch die kurze Szene, in der ein Reporter den Fernsehzuschauern mitteilt, dass tausende Amerikaner illegal nach Mexiko einwandern. Echt witzig!
Fazit: Ich bin froh, dass es endlich einen Film gibt, der auch die Umweltpolitik von Bush angreift (Um den Rest kümmert sich ja schon Michael Moore), weiters freue ich mich, aus der Sicht eines Filmfans gesehen, darüber, dass es endlich mal wieder einen ordentlichen Emmerich-Film gibt, denn „Der Patriot“ war ja überhaupt nichts und Godzilla kam leider auch nicht so gut rüber.
Diesen Film muss man sich auf jeden Fall ansehen, auch wenn er sehr einem anderen, sehr erfolgreichen, Roland Emmerich Film gleicht. Hier gibt es nämlich einen ganz dicken Pluspunkt für den Realismus, da ja, wenn wir so weitermachen, auch uns dies eines Tages zustoßen kann.
11 Bewertungen, 1 Kommentar
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19.04.2010, 10:22 Uhr von cleo1
Bewertung: sehr hilfreichDanke für Deine Lesungen bei mir. Du warst bei mir, ich komm zu Dir. Einen schönen Wochenstart und LG claudia
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