The Day After Tomorrow (VHS) Testbericht

The-day-after-tomorrow-vhs-science-fiction-film
ab 36,15
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Erfahrungsbericht von StarlightII

-° It's cold today °-

Pro:

Thema, Effekte

Kontra:

Story

Empfehlung:

Ja

Hallöchen ihr Lieben!
Heute möchte ich mich einmal an einen Kino-Bericht wagen, es ist das aller erste Mal im Laufe meiner Ciao- und Yopi-Karriere *g*, dass ich mich an solch eine „große“ Kategorie heranwagen. Allen Respekt denjenigen, die hier öfter ihrer Meinung kundtun!!

Mein Filmbericht soll heute dabei von dem Film „The Day After Tomorrow“ handeln, dem neuen Effekte-Epos, wie er genannt wird, den ich gestern im doch relativ leereichen Kino gesehen habe, obwohl der Film gestern erst anlief.
Meine Erwartungen waren dabei relativ hoch, denn der Trailer machte mich neugierig und die doch recht viele Werbung sollten dies noch bestätigen.


-° Die Story °-
Hauptthema dieses Katastrophenfilmes ist die Globale Erderwärmung und die daraus resultierenden Klimaveränderungen. Die ganze Geschichte spielt sich dabei in Amerika ab, doch wird die einbrechende Eiszeit ganz Nordeuropa betreffen.

Um dem Film einen Sinn zu geben handelt die Geschichte von einer jungen Familie aus Amerika: Jack Hall (Dennis Quaid) ist ein anerkannter Klimaforscher, der die Theorie der Klimaveränderung für die nächsten 1000 Jahre heraufbeschört, seine Frau Dr. Lucy Hall (Sela Ward) eine Ärztin und deren Sohn Sam Hall (Jake Gyllenhaal), der sich mit seinen Freunden in New York aufhält, um an einer Wissensolympiade teilzunehmen.

Der Film beginnt damit, dass Jack beobachtet, wie ein Eisberg von der Größe Rhode Islands vom antarktischen Eis abbricht. Die daraufhin angestellten Untersuchungen ergeben, dass
die globale Erwärmung einen plötzlichen und katastrophalen Umschwung des Klima auf dem Planeten auslösen könnte.
Plötzlich spielt das Wetter auf dem gesamten Globus verrückt: tennisballgroße Hagelkörper prasseln auf Tokio nieder, riesige Wirbelstürme fegen über Hawaii, Neu-Delhi ist plötzlich mit Schnee bedeckt und Tornados ziehen über Los Angeles hinweg.

Jack verständigt sich mit seinen schottischen Kollegen Professor Rapson (Ian Holm), der Jacks schlimme Befürchtungen nur noch bestätigen kann: die Unwetter sind die Vorboten für einen katastrophalen Klimawandel.
Der Grund: Durch die globale Erwärmung beginnen die Polarkappen zu schmelzen, sodass zu viel Süßwasser in die Ozeane gelaufen ist und die Meeresströmungen unterbrochen hat, welche normalerweise das Klima stabilisieren sollen.
Die entstandene Erderwärmung wird eine zweite Eiszeit in nur wenigen Wochen auslösen...- Doch kaum einer scheint Jacks Befürchtungen zu glauben. Er versucht, den amerikanischen Präsidenten zu überzeugen, doch dies gelingt ihm vorerst nicht.

Jacks Sohn Sam sitzt währenddessen mit seinen Freunden Laura Chapman (Emmy Rossum) und Jason Evans (Dash Mihok) in New York fest. Bereits auf dem Hinflug bemerkten die Drei das Wetter-Chaos, doch ein Umkehren war schon allein wegen der Teilnahme an dem Wissens-Contest nicht möglich.

Währenddessen ist in Washington die Hölle los – Jack muss versuchen, dass die amerikanischen Regierung schnellstmöglich die Evakuierung des südlichen Teils von Amerika anordnet, denn die Eis –und Schneemassen haben mittlerweile den Norden Amerikas erreicht, der nicht mehr zu retten ist. Viele „Flüchtlinge“ versuchen dabei das rettende Mexiko zu erreichen.

In New York herrscht währenddessen eine Eiseskälte: die Temperaturen fallen dabei rapide ab, es kommt zu einer heftigen Überflutung der gesamten Stadt.... Jack und seine Freunde retten sich dabei gerade noch rechtzeitig in die Bibliothek von Manhattan, wo Sam endlich Kontakt zu seinen Vater ausnehmen kann....Dieser beschließt kurzerhand, seinen Sohn zu retten und begibt sich mit zwei seiner Mitarbeiter auf eine gefährliche Tour...


-° Der Regisseur °-

Roland Emmerich wurde am 10.11.1955 in Stuttgart geboren
„Auf den Berliner Filmfestspielen sorgte er 1984 wegen seiner perfekten Machart und seinen gelungenen Tricks für viel Aufsehen. Der Film „Das Arche Noah Prinzip“ wurde ein großer Erfolg und in mehr als 20 Länder verkauft. [...] Für Emmerich war Moon 44 das Sprungbrett nach Hollywood. Der Grund: Terminator II - Produzent Mario Kassar bekam den Film zu Gesicht und entschloss sich, den begabten deutschen Regisseur in die Traumfabrik zu holen.“ [http://www.djfl.de/entertainment/stars/r/roland_emmerich.html]

Weitere sehr berühmte und ruhmbringenden Filme waren u.a. Independence Day (1996), Godzilla (1998) und Der Patriot (2000)
Mit „The Day After Tomorrow“ muss nun New York zum dritten Mal dran glauben, doch fast wäre das über 100 Millionen Dollar teure Projekt nach 2 Jahren Produktionszeit noch gescheitert.

-° Die Schauspieler °-

Dennis Quaid alias “Jack Hall”:

Geboren am 9. April 1954 in Houston erreichte der mir bis dahin unbekannte Schauspieler
Er spielte u.a. in dem eher enttäuschenden Film „Dragonheart“ mit und ist wohl eher als Ex-Ehemann von Meg Ryan bekannt. Quaid spielte ansonsten eher Nebenrollen und spielte in dem Thriller „Frequency“ einen verstorbene Mann.

Ich denke, dass Quaid sich gut für die Rolle des Jack Halls eignet, denn er spiegelt den Typ Mann wieder, der als Klimaforscher in der Antarktis seine Forschungen betreibt. Sein Äußeres, dieser leichte raue, sehr männliche Charakter, verstärkt die Ernsthaftigkeit des Jack Hall und verdeutlicht die Willenstärke und den Realismus.
Alles in allem ist seine schauspielerische Leistung sehr gut und überzeugend, er geht in seiner zugewiesenen Rolle gelungen auf.


Sela Ann Ward alias "Lucy Hall":

Ihren Durchbruch schaffte die am 11.07. 1956 in Meridian geborene Schauspielerin mit dem Film „Auf der Flucht“ an der Seite von Harrison Ford. Weiterhin wurde sie durch Filme wie "Dirty Dancing 2" und "Studio 54" bekannt.

Ward verkörpert die Rolle der fürsorglichen Mutter, die stets um ihres Sohnes Wohl bemüht ist. Dies gelingt ihr als Lucy Hall sehr gut. Auch wenn sie nicht häufig auftritt, verspürt man, dass sich Ward gut in die Rolle der Lucy hineinversetzt und gedacht hat, denn ihrer Emotionen Sam und den kranken Jungen betreffend bringen dies sehr realistisch zum Vorschein. Auch sie war mir vorher unbekannt, doch strahlt ihre Person etwas natürliches und mutterähnliches aus, das eben perfekt zu dieser ihr zugewiesenen Rolle passt.


Jacob Benjamin Gyllenhaal alias "Sam Hall":

Auch er ist für mich ein unbekannter Schauspieler gewesen, auch wenn der am 19.12.1980 in Los Angeles geborene Schauspieler bereits seinen Durchbruch geschafft haben soll. Er spielte eher in kleineren Filme mit und zeigte dort sein Talent.
Die Allegra beschreibt ihn wie folgt:
„Schon mit elf stand Jacob Benjamin vor der Kamera ("City Slickers - Die Großstadthelden"). Nicht unbedingt verwunderlich, wenn man bedenkt, dass die ganze Familie Gyllenhaal im Filmgeschäft mitmischt. Mutter Naomi ist Drehbuchautorin, Vater Richard führt Regie und Schwester Maggie sahen wir zuletzt in "Mona Lisas Lächeln" auf der Leinwand.“
[http://www.allegra.de/index.php/article_49159/contractor_2]


Da wäre dann zunächst mal sein Aussehen, was mich sehr ansprach *g* Ich fand ihn von Anfang an süß, sodass mir „Sam“ sofort sehr sympathisch war. Gyllenhaal bringt den Charakter Sams, die Verlegen- und Schüchternheit, aber auch die Überzeugung zu seinem Vater sehr gut herüber. Er gibt seinen Emotionen eher frei, erscheint aber doch als ein kleiner Held relativ am Ende des Films. Zu dem verkörpert Gyllenhaal die Natürlichkeit, aber auch etwas die Naivität eines Teenagers... Er spielt seine Rolle sehr überzeugend und ich bin der Meinung, dass sie gut zu ihm passt.


Emmy Rossum alias"Laura Chapman" :

Die gerade mal 17-jährige Schauspielerin (geb. 12.09.1986) spielte bereits in „Mystic River“ eine Rolle.
„Auch Hauptrollen in Kinofilmen kann die aparte Jungdarstellerin vorweisen. Allerdings in Filmen, die in Deutschland nicht im Kino zu sehen waren. So zum Beispiel "Passionada" mit Jason Isaacs und Theresa Russell oder "Nola".“
[http://spezial.cinema.msn.de/archiv/themen/0403/aftertomorrow/index.php?satz=1&link=k]

Trotz ihres Alters wirkt sie verblüffend realistisch und sehr erwachsen, sie verkörpert die Rolle der ehrgeizigen und schlauen Laura mehr als gut und bringt ihrer Emotionen relativ gut herüber. Ihre Art wirkt keines Falls aufgesetzt, so erscheint die Hilfsszene vor der Bibliothek mehr als realistisch und zeigt ihre Sensibilität und ihr Mitgefühl. Sie ist eine gute.
Auch sie war mit vorher unbekannt, dich denke ich, dass sie noch einen steile Karriere nach oben einschlagen wird....


-° Meine Bewertung °-
Nun ja, womit fange ich an...
Zunächst einmal war ich sehr von den Special-Effects überrascht und beeindruckt. Zwar hatte ich Independence Day gesehen, doch hatte dieser Film eine ganz andere Dimension. Gut, vorweg bringe ich die Kritik an, dass die Ereignisse in diesem Ausmaß sehr unrealistisch und schon leicht übertrieben waren, trotzdem war ich eben von diesem Ausmaß auch beeindruckt.
Leicht schmunzeln musste ich allerdings schon zu Beginn des Filmes, als die riesengroße Eisplatte in der Mitte zerbracht, denn dort dachte ich nur.. „Wie unrealistisch...das kann ja was werden!“
Doch schon allein die riesigen Hagelkörper, die auf Tokio niederprasselten, beeindruckten mich, wobei ich mich hier ertappte und darüber nachdachte, wie es wohl wäre, wenn solche Hagelkörper auch hier einmal herunterkommen würden... Diese Gedanken wurden aber jäh von dem Ausmaß der Tornados übertroffen. Ich meine klar hatte ich schon „realistische“ Bilder im Fernsehen gesehen, doch waren diese hier viel extremer und angsteinflößender.
Weiterhin ergriffen mich die Bilder der Menschenströme, die vor dem Eis Richtung Mexiko flüchteten...Irgendwie erschien mir das alles sehr heftig mit dem Hintergedanken, dass die Klimaforscher heutzutage auch von Klimaerwärmung sprechen...Würde es dann auch zu solchen Menschenströmen kommen?!
Die meterhohe Flutwelle, die über New York hereinbrach war sicherlich sehr gut animiert, doch irgendwie bewegte sie sich viel zu schnell und unrealistisch. Trotzdem war es ein gigantisches Ereignis, das mit dem schneebedeckten Manhattan seinen Höhepunkt ereichte. Irgendwie strahlte dies ja auch eine gewisse Schönheit und Ruhe aus. Richtig fasziniert war ich von der Darstellung des „Einfrierens“ der Stadt und der Häuser, denn dies war zwar viel zu rasant, aber sah trotzdem sehr realistisch aus.
Alles in allem geben dieses Effekte dem Film doch einen relativ realistischen Charakter.

Die Story an sich ist dabei ziemlich platt, es geht eben um einen Vater, der seinen Sohn aus einer misslichen Lage befreien will und alles versucht, um die Welt zu retten.
Ohne diese Story würde aber auch der logische Schluss des Filme fehlen. Schließlich wartet man ja immer auf ein Happy End. Trotzdem war ich etwas enttäuscht vom Schluss, denn ich hätte mir ein Wiedersehen mit der ganzen Familie gewünscht bzw. das Heimkehren von Jack und Sam. Ansonsten passiert ja reichlich wenig, die kleine Liebesbeziehung zwischen Laura und Sam ist nicht wirklich überzeugend...Warum versucht sie nicht, ihn zu retten, als er im Wasser untergetaucht ist? Nachdem Sam ihr endlich seine Liebe gestanden hat küssen sich die beiden sofort, ohne dass man vorher die Vorahnung haben könnte, Laura empfinde dasselbe für Sam. Nicht wirklich überzeugend und emotionsgeladen. Die Story hätte wirklich etwas anspruchsvoller sein können!!

Alles in allem erzeugte der Film bei mir nicht die riesengroße Gefühlsregung, ich konnte irgendwie kaum eine Emotionalität zu den Hauptcharakteren aufbauen, auch wenn sie ihre Rolle perfekt spielten! Allerdings war ich von der Katastrophe an sich sehr beeindruckt und geschockt, sodass sich hier eher Faszination als das Mitgefühl für die amerikanischen Bürger unter der Katastrophe verspürte. Schade, dass die Emotion auf der Strecke bleibt- aber das liegt eben an der Story selbst.

Mit dem Hintergrund der Aktualität des Klimaproblems ist der Film aber absolut sehenswert. Ich glaube zwar nicht wirklich, dass dieser Film die Staaten zum Handeln gegen die Klimaerwärmung bewegen kann, doch erzeugt er sicherlich Nachdenken bei den Zuschauern – so auch bei mir. Wie oben schon erwähnt habe ich mich während des Filmes öfter gefragt, wie es nun wäre, wenn hier und heute so eine Katastrophe passieren würde...Denn heftige Regenfälle und Schneechaos haben in den letzen Jahren ja beträchtlich zugenommen. Es wäre wichtig, am CO2-Ausstoss etwas zu ändern, um die Klimaerwärmung stoppen zu können....Doch die Wichtigkeit dieses Erkenntnis ist noch nicht zu allen durchgesickert... vor allem nicht zu Amerika, wenn ich das hier als Kritik anbringen darf...
Dafür, dass sich der Film auf eine realistische Tatsache stützt, wurden die Szenarien zwar übertrieben, aber durchaus nachvollziehbar und erschreckend dargestellt.

Natürlich gibt es auch in diesem Film einige Fehler und Unstimmigkeiten wie das Ausmaß und die Schnelligkeit des Wassers, doch denke ich, ist es nicht nötig, hier alle Fehlerquellen aufzuzeigen, denn jeder (Katastrophen-)Film kann irgendwie bemängelt werden.

-° Fazit °-
Joa, etwas enttäuscht war ich dann schon von der Handlung des Filmes, nachdem er doch so sehr angepriesen wurden. Ihn als neuen „Effekte-Epos“ zu bezeichnen kann ich eigentlich nur bestätigen, denn die Special-Effects waren wirklich beeindrucken. Ich kann den Film schon als empfehlenswert bezeichnen bei Betrachtung der Themenaktualität, und ihn folglich mit 4 Sternen bewerten.
Leute, die hier auf eine emotionsreiche Geschichte hoffen, werden enttäuscht und bräuchten sich in der Hinsicht den Film nicht anschauen. Fans von Special-Effects kommen natürlich auf ihre Kosten und selbst die, die einfach mal wieder so ohne große Ansprüche ins Kino gehen wollen.
Zur Alterfreigabe habe ich zwei Versionen gesehen, einmal ab 0 und einmal ab 12, wobei ich denke, dass es sehr sinnvoll ist, die auf 12 hoch zusetzen, denn das Ausmaß der Tornados und die „Brutalität“ der Natur sowie das Verständnis für die Problematik fehlen einfach bei jüngeren Zuschauern!!

Ich würde diesen Film in ein paar Jahren (im TV) sicher noch einmal anschauen, allein der Effekte wegen, sodass ich eigentlich etwas aufgewühlt aus dem Kino herauskam und nur vor der Story enttäuscht wurde.

Länge: 124 Minuten
Produktion: USA
Regisseur und Drehbuch: Roland Emmerich
FSK: 12
Schauspieler: Dennis Quaid, Jake, Gyllenhaal, Emmy Rossum, Sela Ward, Tamlyn Tomita


So, damit wäre ich nun am Ende meines Kinoberichtes, ich hoffe, ich konnte euch damit weiterhelfen, auch wenn es erst mein erster Bericht in dieser Kategorie war :o)



Danke fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren!

StarlightII am 28.o5.2oo4 für Ciao und Yopi

23 Bewertungen, 2 Kommentare

  • catmother

    10.06.2004, 19:14 Uhr von catmother
    Bewertung: sehr hilfreich

    Dann wäre das Ende ja noch schmalziger und unrealistischer gewesen. Heimkehr? Ins Eis? Ich fand das Ende viel zu zahm, aber ansonsten war ich schwer beeindruckt.

  • DessiTramp

    29.05.2004, 16:19 Uhr von DessiTramp
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ui, faszinierend! Da hast du dich ja richtig ins Zeug gelegt --> sehr gelungen! LG, Dessi