The Deep End - Trügerische Stille (DVD) Testbericht

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Erfahrungsbericht von LilithIbi

Gebt Schauspielern keine Drogen!

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Gestern Nachmittag war es mal wieder so weit ~ nachdem ich mir ein ausgiebiges Bad gegönnt habe hab ich mir vorgenommen, den Tag mal wieder so richtig zu verschlumpern ~ und es mir eben mit einer Kanne Tee auf der Couch gemütlich zu machen. Erst Zeitschriften, dann eine DVD..... so was braucht die Frau von heute!!!


//WAS DIE FRAU ABER NICHT BRAUCHT//

.... der Filminhalt hörte sich noch so richtig gut an. Margaret Hall findet die Leiche des Liebhabers ihres Sohnes am Bootssteg und lässt diese verschwinden. Einen Tag später taucht ein Epresser mit einem Video auf ~ entweder zahlt Margaret 50.000 Dollar oder aber das Video, was ihren Sohn Beau mit dessen (nun toten) Liebhaber beim Geschlechtsverkehr zeigt, wird der Polizei zugespielt.
Was hier ncoh als „Strudel der Erpressung und Mord, aus dem es kein Entrinnen gibt“ beworben wird, entwickelt sich im Laufe des Filmgeschehens mehr und mehr zu einem lächerlichen Geplänkel.

Nicht genug damit, dass Margaret ihrem Erpresser absolut nicht ernst nimmt und ihm patzig anfährt, er solle sich nicht in die Nähe ihrer Familie begeben und ihm bei der geplanten Geldübergabe versetzt ~ nein, der Erpresser rettet nebenbei noch das Leben ihres Vaters, verzichtet sogar auf seinen Erpresseranteil und bietet Margaret, als selbst das nicht zu klappen scheint an, dass ganze auf sich beruhen zu lassen.

Nun taucht Erpresser Nr. 2 auf ~ und dieser scheint das ganze als einziger in dem ganzen Film überhaupt ernst zu nehmen. Doch als Erpresser Nr. 2 mit Erpresser Nr. 1 kämpft und die Frage stellt, die auch mir die ganze Zeit durch den Kopf ging (so in etwa: „was ist los? Hast du sie gefickt? Dann könnte ich das ganze noch verstehen!“), wird das ganze noch grotesker.
Margaret sitzt teilnahmslos am Boden und beobachtet, wie ihre Erpresser wohl versuchen, sich gegenseitig umzubringen.....


~ Meiner Meinung nach strotzt dieses „Wunderwerk“ voller offenen Fragen, Ungereimtheiten und einfachem Schwachfug.
Ich frage mich nicht nur, welcher Erpresser sich eigentlich derart von seinem „Opfer“ behandeln lässt; sondern frage mich zudem, welche Wirkung eigentlich die beiden Kinder bzw. der Ehemann oder gar Vater (sofern er es überhaupt ist; irgendwie wurde nichtmal das geklärt) in dem gesamten Film überhaupt haben.
Das man ab und zu Zeuge werden darf, wie „begabt“ die Kinder doch sind (Sohn Beau spielt ein Instrument, die Tochter ist Ballerina und der jüngste interessiert sich für Aquaristik) wertet die Story eben auch nicht auf.
Die Mutter wirkt so, als würde sie überhaupt nicht mitbekommen, was da überhaupt passiert ~ und ähnlich wirkte sich das ganze Desaster eben auch auf mich aus.

Der ein oder andere Schauspieler mag zwar überzeugend spielen WOLLEN ~ doch spätestens als man allzu deutlich sehen kann, dass die Schläge nur angedeutet werden fragte ich mich, warum das ganze als „Psychothriller“ verpackt wird. Allenfalls „Krimi“ hätte gepasst ~ wenn überhaupt.
Denn ganz ehrlich gesagt kam es mir vor, als hätten die Darsteller entweder alle nächtelang nicht geschlafen; oder aber wären mit Drogen zugepumpt gewesen. Die Texte wurden ohne Mimik runtergeleiert, die Blicke waren teilnahmslos... wer da überhaupt was wollte, blieb unklar.
Das Ende an sich ein Knaller De Luxe.

Ich habe im Laufe meiner Jahre schon so einigen Schund gesehen ~ und „The deep end“ reiht sich dem, der eigentlich guten Story-Idee zum Trotz, nahtlos ein.

8 Bewertungen, 2 Kommentare

  • panico

    03.08.2006, 22:23 Uhr von panico
    Bewertung: sehr hilfreich

    lg panico :-)

  • ManoK

    03.08.2006, 18:13 Uhr von ManoK
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh, Gruß Manoratte