The Green Mile (DVD) Testbericht

ab 6,21
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 06/2010

5 Sterne
(21)
4 Sterne
(1)
3 Sterne
(2)
2 Sterne
(0)
1 Stern
(0)
0 Sterne
(0)

Erfahrungsbericht von Dialya

Der erste Film, bei dem ich weinen musste

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Gestern habe ich mir den Film auf DVD angesehen und ich bin heute noch ziemlich aufgewühlt wegen dem Film. Green Mile war der erste Film, bei dem ich weinte. Normalerweise muss ich ja bei Filmen nicht weinen, aber dieses Mal konnte ich die Tränen einfach nicht mehr zurückhalten.


Die Handlung
Anfang der 30er Jahre, Paul Edgecomb (Tom Hanks) ist Oberaufseher im Block E des Gefängnis Could Mountain im Bundesstaat Georgia. Der Block E ist der Todesblock dieses Gefängnises und Paul und seine Wächter (bis auf Percy) versuchen den Gefangenen ihre letzten Tage so angenehm als möglich zu machen.

Paul und seine Wächter scheinen ihren Job zu mögen. Sie sind ein sehr gutes Team, was sich auch auf die Gefangenen auswirkt, denn im Block E herrschen richtig menschliche Bedingungen, womit den Gefangenen der Gang über die „Last Mile“, welche im Block E wegen dem grünen Linoleum „Green Mile“ genannt wird, sicherlich um einiges erleichtert wird.

Zu dieser Zeit wird jedoch auch der schwarze Hüne John Coffey eingeliefert. Zuerst haben alle Angst vor ihm, wegen seiner Körpergrösse, doch John Coffey ist selber verängstigt. So hat er z.B. Angst im Dunkeln. Auch ist er ziemlich geheimnisvoll. Er kann andere durch seine Geisteskraft heilen und kann in die Herzen von anderen sehen.


So, mehr möchte ich jetzt zur Handlung nicht mehr sagen, denn sonst nehme ich Euch jede Spannung auf den Film. Ich selber wusste auch nicht mehr (sondern weniger) von der Handlung und ich hätte mich sicherlich aufgeregt, wenn ich mehr gewusst hätte.


Die Schauspieler
Tom Hanks
Tom Hanks verbrachte seine Kindheit im kalifornischen Oakland. Als er 5 Jahre alt war, liessen sich seine Eltern scheiden und er wurde dem Vater zugesprochen. Seine ersten Erfahrungen als Schauspieler sammelte er auf der Highschool in Oakland im Schultheater. Nach seiner Schulzeit studierte er Drama an der California State University.

Bald erlange er einen guten Ruf als Schauspieler weit über die Universität hinaus. Er spielte in Tschechows Komödie „Der Kirschgarten“ mit und lernete Vincent Dowling, einen Regisseur, der das Great Lakes Shakespeare Festival leitete. Tom Hanks bekam nun eine Einladung für eine Rolle in „Der Widerspenstigen Zähmungen“ sowie auch allen ander Great Lakes-Inszenierunge. Unter andere auch „Zwei Herren aus Verona“, die ihm den Kritikerpreis als bester Schauspieler einbrachten.

Drei Jahre lang spielte dort das ganze klassische Repertoire, bis er dann nach New York ging und beim Riverside Theater anfing. 1980 bekam er seine erste Fernsehrolle in Bosom Buddies. Dies sollte vorläufig sein fast einziger Ausflug auf den Bildschirm sein.

Mit dem Film „Splash – Jungfrau am Haken“ gelangte Hanks zu Starruhm, womit ihm die Tür zum Hollywood-Star weit aufgestossen wurde. Von da an ging seine Karriere steil bergauf. 1988 erhielt er seine erste Oscar-Nominierung für die Rolle in der Fantasy-Komödie Big

Seine bekanntesten Filme sind jedoch „Schlaflos in Seattle“, „Forrest Gump“ und „Philadelphia“ . Für seine Rollen in Philadelphia und Forrest Gump erhielt Hanks auch einen Oscar für den besten Hauptdarsteller.


Michael Clarke Duncan
Er spielt in diesem Film den John Coffey, wofür er für den Oscar und Golden Globe nominiert wurde.

Michael Clarke Duncan war schon bei seiner Geburt 1963 ungewöhnlich gross. Seine Mutter Jean Duncan war alleinerziehend und hatte bereits eine 11 Jahre alte Tochter. Er wächst als Farbiger in einem Armenviertel auf, wodurch er es natürlich nicht leicht hat und schon bald in das Alkohol- und Drogenmilieu abrutscht.

Duncan war in der Highschool ein guter Footballspieler und möchte dies zu seinem Beruf machen. Seine Mutter ist allerdings dagegen, das sie möchte, dass ihr Sohn Schauspieler wird.

Als seine Mutter schwer krank wird, muss Duncan, mittlerweile auf der Universität, seine Ausbildung abbrechen und zusammen mit seiner Schwester den Lebensunterhalt verdienen. Zuerst arbeitet er bei einer Sicherheit-Firma, dann als Bauarbeiter. Er träumt inzwischen allerdings von einer Karriere als Schauspieler.

Bald kündigt Duncan seinen Job und zieht nach Hollywood, um seinen Traum umzusetzen. Er findet jedoch keine der begehrten Rollen und muss sich als Arbeiter des Security Service durchschlagen. Immerhin lernt er durch seinen Job bekannte Kunden, wie Martin Lawrence (Big Mama’s Haus) und Will Smith kennen. Bei letzterem bettelt er immer um eine Rolle, bis er ihm den Wunsch erfüllt. Duncan kann nun in „Fresh Prince of Bel Air“ auftreten. Nach einigen Gastauftritten und die für ihn typischen, aber ungeliebten Rollen als Schläger, Bodyguard etc. kommt 1998 endlich der Durchbruch mit Armaggedon.

Er kann es immer noch nicht ganz fassen, dass er nun so berühmt ist, so dass er jedem Passanten, der ihn mit seinem vollen Namen anspricht, 5 Dollar schenkt.

Ach ja, er selbst sagt über sein Äusseres: „IF they saw me coming in a dark alley, they’d probably run the other way and fear for their life.“


Die anderen Schauspieler
David Morse (Brutus "Brutal" Howell), Bonnie Hunt (Jan Edgecomb), James Cromwell (Direktor Hal Moores), Michael Jeter (Eduard Delacroix), Graham Greene (Arlen Bitterbuck), Doug Hutchison (Percy Wetmore), Sam Rockwell ("Wild Bill" Wharton), Barry Pepper (Dean Stanton), Jeffrey Demunn (Harry Terwilliger), Patricia Clarkson (Melinda Moores), Harry Dean Stanton (Toot-Toot), Dabbs Greer (Paul Edgecomb, alt), Eve Brent (Elaine Connelly), Brent Briscoe (Bill Dodge), Gary Sinise (Burt Hammersmith)


Der Regisseur
Frank Darabont (bereits bekannt von „Die Verurteilten“) führte in diesem Film Regie.


Filmkritiken
Ich habe auf dem Web noch ein paar Kritiken zu dem Film gefunden, die ich jetzt hier noch einstellen möchte.

TV Movie 2000-04
„Ein Drei-Stunden-Drama - das wird viele Kinogänger abschrecken. Wer sich aber darauf einlässt und
keinen typischen Stephen King-Horror erwartet, der wird vom Mikrokosmos in diesem Knast gefesselt sein: Schauspielerisch bieten Hanks& Co. Meisterleistungen. Die Hinrichtungsszenen verlangen jedoch starke Nerven.“


film-dienst 2000-03
„Der extrem breit angelegte Film widersetzt sich zwar erfolgreich der hektischen Dramaturgie des heutigen Hollywood, versteht die metaphysische Komponente jedoch nicht zu mehr als emotionaler Ergriffenheit zu nutzen. Nach einem Fortsetzungsroman von Stephen King.“


Cinema 2000-02
„Das Leben in der Todeszelle ist ja nur halb so schlimm - glaubt man dem unterhaltsamen Edelkitsch, den Frank Darabont (Die Verurteilten) aus Stephen Kings Roman gemacht hat.“


TV Today 2000-04
„Anders als alle anderen King-Verfilmungen: poetisch, rührend, märchenhaft. Ein echtes Erlebnis!“


Oscar
Oscar-Nominierung für 1999 für "The Green Mile"
Oscar-Nominierung für 1999 für Michael Clarke Duncan (Nebendarsteller)
Oscar-Nominierung für 1999 für Frank Darabont (Drehbuch-Adaption)
Oscar-Nominierung für 1999 für Robert J. Litt (Ton)


Inhalt der DVD
Interaktive Menüs, Szenenauswahl, Trailer, Original-Dokumentation „Walking the Mile“
Sprachen: Englisch, Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Englisch, Arabisch, Rumänisch, Bulgarisch, Deutsch, Holländisch, Schwedisch, Norwegisch, Dänisch, Finnisch, Isländisch, Italienisch, Englisch für Hörgeschädigte, Deutsch für Hörgeschädigte


Ach ja, auf meiner DVD steht nicht Trailer, sondern Tralier auf dem Umschlag. Ist wohl ein kleiner Druckfehler passiert. Peinlich, peinlich!



Fazit
Auch wenn die Kritiken teilweise negativ sind, ist Frank Darabont mit diesem Film trotzdem ein Meisterwerk gelungen. Mir wurde während den 181 Minuten, die der Film dauert, nie langweilig, obwohl ich sonst eher Mühe habe, einen Film von dieser Dauer zu sehen.

Die Leistung der Schauspieler fand ich einfach überragend, und ich kann nicht begreifen, warum der Film keinen Oscar bekam und Tom Hanks nicht einmal nominiert wurde.

Allerdings sollte man diesem Film auch ein wenig kritisch gegenüber stehen. So wird zum Beispiel das Leben im Todestrakt doch sehr schön dargestellt. Ich glaube kaum, dass es in Wirklichkeit auch so abläuft. Viel eher werden die Menschen im Todestrakt doch wie die letzten Schweine behandelt. Auch müssen die Menschen in Wirklichkeit ein paar Jahre in ihren Zellen absitzen, bevor sie auf den Stuhl müssen. Gut, vielleicht war das ja in den 30er Jahren noch anders, so dass die zum Tode Verurteilten wirklich nur ein paar Tage im Todestrakt sassen und warteten.

Auch über den Titel könnte man streiten. Grün ist nämlich die Farbe der Hoffnung. Bedeutet das jetzt, die Hoffnung auf die Freilassung? Wenn dies der Fall sein soll (ich interpretierte den Titel auch zuerst auf diese Art), dann ist der Titel einfach voll daneben. Denn wenn man den Todestrakt betritt, wurde das Urteil sowieso meistens schon gefällt und man kann nur noch warten.

Aber wahrscheinlich bedeutet grün in diesem Fall die Hoffnung auf ein besseres Leben nach dem Tod und dass Gott einem vergibt.

40 Bewertungen, 11 Kommentare

  • microcosm

    14.02.2003, 03:31 Uhr von microcosm
    Bewertung: sehr hilfreich

    Für eine King-Umsetzung wirklich brilliant...aber ich mochte sowieso keinen seiner ECHTEN Romane (nur die Kurzgeschichten) in Filmform!

  • Anderas73

    05.08.2002, 19:04 Uhr von Anderas73
    Bewertung: sehr hilfreich

    das buch ist noch besser!

  • Talidea

    18.06.2002, 21:52 Uhr von Talidea
    Bewertung: sehr hilfreich

    einer meiner lieblingsfilme

  • Bunny83

    10.06.2002, 11:40 Uhr von Bunny83
    Bewertung: sehr hilfreich

    Habe den Film auch auf DVD und finde ihn einfach klasse, wenn er nur nicht so lang wäre, aber für die Thematik hat er schon die perfekte Länge, Gruß Bunny

  • Mybaby

    10.05.2002, 22:57 Uhr von Mybaby
    Bewertung: sehr hilfreich

    klasse Film

  • Jarco

    05.05.2002, 01:09 Uhr von Jarco
    Bewertung: sehr hilfreich

    Nach deiner Beschreibung werd ich mir den Film wohl mal antun - hört sich ja interessant an. Ciao Enrico

  • blokk

    23.04.2002, 22:20 Uhr von blokk
    Bewertung: sehr hilfreich

    Der Aufbau deiner Filmkritik ist dir gut gelungen

  • Volker111

    23.04.2002, 22:04 Uhr von Volker111
    Bewertung: sehr hilfreich

    Hast deinen CIAO-Bericht sehr schön durch die Schriftattribute aufgewertet. Gefällt mir.

  • dalia

    23.04.2002, 20:25 Uhr von dalia
    Bewertung: sehr hilfreich

    verdammt den film kenn ich noch gar nicht +schäm* werde es aber bestimmt bald nachholen und mit sicherheit bestätigen können dass er klasse ist - greetz

  • Wolfsfrau41

    23.04.2002, 20:11 Uhr von Wolfsfrau41
    Bewertung: sehr hilfreich

    Mir gehts ganz genauso, ich hab ganz schön geheult als John Coffey auf den Stuhl kam. Egal, ob der Film nun realistisch ist oder nicht, ich war jedenfalls total ergriffen. Gruß Andi

  • PSXEliteForce

    23.04.2002, 19:59 Uhr von PSXEliteForce
    Bewertung: sehr hilfreich

    schöner Bericht