The Green Mile (VHS) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 10/2004
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Erfahrungsbericht von Malde23
The Green Mile - Meisterwerk!!!
Pro:
spannend und rührende story tom hanks
Kontra:
etwas zuviel kitsch
Empfehlung:
Ja
Die Story:
Da den meisten die Story im groben bekannt sein wird, gehe ich nur kurz darauf ein. Ich möchte hier nicht jedes Detail beschreiben (was bei so einem langen Film auch nicht ganz einfach wäre). Ich hoffe, ihr seht mir nach, dass ich mich relativ kurz halte, denn die Handlung lässt sich in jeder Videothek oder in anderen Berichten nachlesen. Es geht mir heute in erster Linie um meine eigenen Gedanken und ich möchte beschreiben, warum ich den Film für ein absolutes Meisterwerk halte, das sich jeder ansehen sollte:
Der alte Paul Edgecomb lebt seit 6 Jahrzehnten in einem Seniorenheim. Eines Tages werden seine allgegenwärtigen Erinnerungen an die Vergangenheit durch eine Filmschnulze besonders emotional zum Vorschein gebracht. Er erzählt seiner Freundin Elaine von seiner Arbeit als leitender Wärter für den Todestrakt der Strafanstalt Cold Mountain im Süden der USA. Es war Mitte der 1930er Jahre, Paul war glücklich verheiratet, hatte einen erwachsenen Sohn und ging seiner täglichen Arbeit nach: zum Tode verurteilte Häftlinge entlang der \"grünen Meile\" auf ihrem letzten Weg zu begleiten und die Hinrichtungen auf dem elektrischen Stuhl zu leiten.
Die \"grüne Meile\" verdankt ihren Namen dem mit grünen Linoleum ausgelegten Flur, über den sie von ihren Zellen zum Hinrichtungsraum geführt werden.
Als eines Tages der schwarze Hühne John Coffey eingeliefert wird, verändert sich Paul Edgecombs Leben für immer. Coffey soll zwei kleine Mädchen getötet haben.
Nie zuvor haben Edgecomb und seine Kollegen solch einen Menschen getroffen. Er ist riesengroß und kräftig, aber zugleich ängstlich und naiv wie ein Kind. Und dann geschehen seltsame Dinge im Todestrakt und Edgecomb stellt sich zunehmend die Frage, ob Coffey wirklich ein Mörder ist.
Der Alltag im Todestrakt:
Die zum Tode Verurteilten werden von den Wärtern menschlich und respektvoll behandelt.
Meistens beruht der Respekt auf Gegenseitigkeit. Man könnte meinen, dass das Leben im Gefängnis gar nicht so schlimm sein kann, aber damals war auch eine andere Zeit. Der Todestrakt erscheint nicht überdurchschnittlich gut gesichert, die Gefangenentransporte werden in klapprigen Automobilen durchgeführt, die Gummizelle dieht als Abstellkammer und der elektrische Stuhl steht in einer Scheune, die vor Hinrichtungen ebenfalls ausgeräumt und mit Sitzgelegenheiten für die Zeugen ausgestattet werden muss.
Einige der Verurteilten (allen voran Eduard Delacroix) erscheinen nicht wie blutrünstige Monster. Sie bereuen ihre Taten, und können sie nicht mehr rückgängig machen. Kurz vor seiner Hinrichtung nimmt Delacroix Abschied von den Wärtern und sagt, dass er sie gerne unter anderen Umständen kennen gelernt hätte. Gerade bei solchen Menschen stellt man sich die Frage, ob es nicht eine andere Lösung gibt als die Todesstrafe. Ist es richtig, ein Verbrechen mit Mord zu bestrafen?
Der \"alte Blitz\" und der Horror:
Das ist der Spitzname für den elektrischen Stuhl, der mittlerweile auch in die Jahre gekommen ist.
Im Film werden die letzten Stunden der Gefangenen und deren Hinrichtung in allen Details gezeigt. Natürlich ist das der blanke Horror, aber es ist nicht Steven Kings typischer Horror, sondern ein von Menschen gemachter, der im Namen des Gesetzes praktiziert wird. Als bei Delacroixs Hinrichtung so einiges schief geht und der Tote am Ende in Flammen steht, waren auch hier keine bösen Geister am Werk. Es war ein von Menschenhand ausgehendes Leid. Auch der Anblick der zwei toten, kleinen Mädchen mit ihren blutverschmierten, blonden Haaren ist auf ein menschliches Verbrechen zurückzuführen. Hier braucht man keinen übernatürlichen Horror, denn die Wirklichkeit ist schon schrecklich genug.
Wärter Percy:
Während sich alle Wärter wie echte Gentleman benehmen, ist der junge Percy Wetmore ein wahres Ekelpaket. Ausgestattet mit besten Beziehungen zu wichtigen Persönlichkeiten erlaubt er sich Sonderrechte und Fehltritte ohne Ende. Er verachtet die Gefangenen, lässt keine Chance aus, um sie zu demütigen, droht mit seinen Beziehungen und versagt gleichzeitig jämmerlich, als ein junger Kollege von einem neuen Gefangenen fast getötet wird. Er macht sich in die Hose wie ein Kleinkind und droht damit, dass alle ihren Job verlieren, wenn jemals etwas davon nach außen dringt. Mit seiner Art geht er besonders Edgecomb gehörig auf die Nerven, bis er mit Percy einen Deal abschließt: er darf bei einer Hinrichtung das Kommando haben, wenn er sich im Gegenzug um seine Versetzung kümmert. Percy möchte gern in die Verwaltung einer Nervenanstalt wechseln. Dort kommt er auch hin, jedoch anders als geplant. Und als er endlich das Kommando bei Delacroix\'s Hinrichtung hat, nutzt er dieses schamlos und sensationsgeil aus, indem er sich nicht an die Vorschriften hält und Delacroix\'s Leiden unerträglich verlängert.
Percy ist auch heutzutage leider kein Einzelfall. Noch immer gibt es Menschen, die sich auf ihre Beziehungen verlassen, andere damit bedrohen und erpressen und selbst kein bisschen Ehrgefühl in sich tragen.
Mr Jingles:
Eines Tages taucht ein vorwitziges Mäuschen im Todestrakt auf, das alle sofort in ihr Herz schließen. Es erhält den Namen Mr Jingles und Delacroix erhält die Erlaubnis, die Maus als Haustier in seiner Zelle zu halten. Somit wird die Maus zu einem Symbol der Menschlichkeit. Delacroix blüht in seinen letzten Tagen noch einmal richtig auf und ist fruchtbar glücklich über seinen kleinen Freund, der so manches Kunststück kann und deshalb für eine Zirkusmaus gehalten wird. Als Delacroix\'s Hinrichtung ansteht, macht dieser sich die meisten Sorgen darüber, wer sich in Zukunft um Mr Jingles kümmern soll. Edgecomb und seine Kollegen versprechen ihm, dass sie das Mäuschen in die Mäusestadt bringen werden, und Delacroix ist überglücklich. Percy lässt es sich jedoch nicht nehmen, Delacriox im letzten Moment seines Lebens mitzuteilen, dass die Mäusestadt nur eine Lüge war, um ihn ruhig zu stellen. Der Schmerz des Todgeweihten ist für den Zuschauer spürbar und man muss sich hier die Frage stellen, wer den Tod eher verdient hat. Der Verurteilte, der gern seine Verbrechen rückgängig machen würde, oder der junge Wärter, der den meisten Häftlingen an Grausamkeit in nichts nachsteht. Zu einem früheren Zeitpunkt zertritt er die Maus in voller Absicht, weil er sie hasst, weil er keinen Respekt vor dem Leben hat und Delacriox wehtun möchte - oder einfach nur zum Spaß.
John Coffey:
Als Edgecomb an einer sehr schmerzhaften Blasenentzündung leidet, kann Coffey ihn alleine durch Handauflegen innerhalb weniger Augenblicke heilen. Der Riese hat zweifellos übersinnliche Kräfte. Er vermag es, die zertretene Maus ins Leben zurückzuholen und er kann auch eine sterbenskranke Frau von einem unheilbaren Gehirntumor befreien. Er vermag es, Edgecomb an seinen Erinnerungen teilhaben zu lassen und ihm so zu zeigen, wer die kleinen Mädchen wirklich auf dem Gewissen hat. Für Edgecomb und seine Kollegen steht bald fest, dass John Coffey unschuldig ist, doch wie kann man ihn vor der Todesstrafe retten? Edgecomb gerät in einen schweren Gewissenskonflikt, und nur John Coffey allein kann ihm da heraushelfen.
Das Übersinnliche:
John Coffey vermag es, durch seine übersinnlichen Kräfte, Menschen mit Leben oder Tod zu infizieren. Wie er das tut, wird in etwas kitschigen Szenen dargestellt. Einige werden der Meinung sein, dass diese Szenen dem Film schaden, dass sie ihn abwerten. Andere bezeichnen dies als Edelkitsch. Aber gerade durch das Übersinnliche wird ein Großteil der Handlung getragen, dadurch werden Konflikte gelöst und erzeugt. Dadurch geraten Edgecomb und seine Kollegen in den Gewissenskonflikt, ob sie es wirklich zulassen können, dass ein unschuldiges Wunder Gottes auf dem elektrischen Stuhl stirbt, gehasst von den Eltern der toten Mädchen und sämtlicher anderer Zeugen im Raum. Als Coffey hingerichtet wird, versagt Edgecomb bei der Urteilsverkündung die Stimme, seinen Kollegen laufen die Tränen übers Gesicht. Es ist die emotionalste Szene im Film und schwer zu ertragen.
Ich selbst finde die übersinnlichen Aspekte spannend, denn schließlich soll es kein realistischer Film sein. Und das Übersinnliche ist wichtig für die Gesamtaussage des Films.
Last but not least das Fazit:
Eigentlich ist dieser ca. 3 Stunden lange Film schwer in Worte zu fassen. Er ist so vielschichtig, spricht so viele Dinge an und verflechtet sie miteinander. Und er lässt uns dabei soviele Freiräume, über das Gesehene und über sich selbst nachzudenken. Der Film ist ein Abenteuer, eine Reise durch die Menschlichkeit, das Gute besiegt das Böse und dennoch gibt es kein Happy end.
Nach dieser langen Reise kehrt der Zuschauer wieder zum alten Paul Edgecomb zurück, der zusammen mit seiner Freundin den alten Mr Jingles besucht und wenig später der Beerdigung von Elaine beiwohnt. Er ist ein uralter Mann, der seine Familie längst verloren hat. Er ist dazu verdammt, immer weiter zu leben.
Ich finde, \"the Green Mile\" ist ein absolutes Meisterwerk, dem man seine kleinen Schwächen leicht nachsehen kann.
Da den meisten die Story im groben bekannt sein wird, gehe ich nur kurz darauf ein. Ich möchte hier nicht jedes Detail beschreiben (was bei so einem langen Film auch nicht ganz einfach wäre). Ich hoffe, ihr seht mir nach, dass ich mich relativ kurz halte, denn die Handlung lässt sich in jeder Videothek oder in anderen Berichten nachlesen. Es geht mir heute in erster Linie um meine eigenen Gedanken und ich möchte beschreiben, warum ich den Film für ein absolutes Meisterwerk halte, das sich jeder ansehen sollte:
Der alte Paul Edgecomb lebt seit 6 Jahrzehnten in einem Seniorenheim. Eines Tages werden seine allgegenwärtigen Erinnerungen an die Vergangenheit durch eine Filmschnulze besonders emotional zum Vorschein gebracht. Er erzählt seiner Freundin Elaine von seiner Arbeit als leitender Wärter für den Todestrakt der Strafanstalt Cold Mountain im Süden der USA. Es war Mitte der 1930er Jahre, Paul war glücklich verheiratet, hatte einen erwachsenen Sohn und ging seiner täglichen Arbeit nach: zum Tode verurteilte Häftlinge entlang der \"grünen Meile\" auf ihrem letzten Weg zu begleiten und die Hinrichtungen auf dem elektrischen Stuhl zu leiten.
Die \"grüne Meile\" verdankt ihren Namen dem mit grünen Linoleum ausgelegten Flur, über den sie von ihren Zellen zum Hinrichtungsraum geführt werden.
Als eines Tages der schwarze Hühne John Coffey eingeliefert wird, verändert sich Paul Edgecombs Leben für immer. Coffey soll zwei kleine Mädchen getötet haben.
Nie zuvor haben Edgecomb und seine Kollegen solch einen Menschen getroffen. Er ist riesengroß und kräftig, aber zugleich ängstlich und naiv wie ein Kind. Und dann geschehen seltsame Dinge im Todestrakt und Edgecomb stellt sich zunehmend die Frage, ob Coffey wirklich ein Mörder ist.
Der Alltag im Todestrakt:
Die zum Tode Verurteilten werden von den Wärtern menschlich und respektvoll behandelt.
Meistens beruht der Respekt auf Gegenseitigkeit. Man könnte meinen, dass das Leben im Gefängnis gar nicht so schlimm sein kann, aber damals war auch eine andere Zeit. Der Todestrakt erscheint nicht überdurchschnittlich gut gesichert, die Gefangenentransporte werden in klapprigen Automobilen durchgeführt, die Gummizelle dieht als Abstellkammer und der elektrische Stuhl steht in einer Scheune, die vor Hinrichtungen ebenfalls ausgeräumt und mit Sitzgelegenheiten für die Zeugen ausgestattet werden muss.
Einige der Verurteilten (allen voran Eduard Delacroix) erscheinen nicht wie blutrünstige Monster. Sie bereuen ihre Taten, und können sie nicht mehr rückgängig machen. Kurz vor seiner Hinrichtung nimmt Delacroix Abschied von den Wärtern und sagt, dass er sie gerne unter anderen Umständen kennen gelernt hätte. Gerade bei solchen Menschen stellt man sich die Frage, ob es nicht eine andere Lösung gibt als die Todesstrafe. Ist es richtig, ein Verbrechen mit Mord zu bestrafen?
Der \"alte Blitz\" und der Horror:
Das ist der Spitzname für den elektrischen Stuhl, der mittlerweile auch in die Jahre gekommen ist.
Im Film werden die letzten Stunden der Gefangenen und deren Hinrichtung in allen Details gezeigt. Natürlich ist das der blanke Horror, aber es ist nicht Steven Kings typischer Horror, sondern ein von Menschen gemachter, der im Namen des Gesetzes praktiziert wird. Als bei Delacroixs Hinrichtung so einiges schief geht und der Tote am Ende in Flammen steht, waren auch hier keine bösen Geister am Werk. Es war ein von Menschenhand ausgehendes Leid. Auch der Anblick der zwei toten, kleinen Mädchen mit ihren blutverschmierten, blonden Haaren ist auf ein menschliches Verbrechen zurückzuführen. Hier braucht man keinen übernatürlichen Horror, denn die Wirklichkeit ist schon schrecklich genug.
Wärter Percy:
Während sich alle Wärter wie echte Gentleman benehmen, ist der junge Percy Wetmore ein wahres Ekelpaket. Ausgestattet mit besten Beziehungen zu wichtigen Persönlichkeiten erlaubt er sich Sonderrechte und Fehltritte ohne Ende. Er verachtet die Gefangenen, lässt keine Chance aus, um sie zu demütigen, droht mit seinen Beziehungen und versagt gleichzeitig jämmerlich, als ein junger Kollege von einem neuen Gefangenen fast getötet wird. Er macht sich in die Hose wie ein Kleinkind und droht damit, dass alle ihren Job verlieren, wenn jemals etwas davon nach außen dringt. Mit seiner Art geht er besonders Edgecomb gehörig auf die Nerven, bis er mit Percy einen Deal abschließt: er darf bei einer Hinrichtung das Kommando haben, wenn er sich im Gegenzug um seine Versetzung kümmert. Percy möchte gern in die Verwaltung einer Nervenanstalt wechseln. Dort kommt er auch hin, jedoch anders als geplant. Und als er endlich das Kommando bei Delacroix\'s Hinrichtung hat, nutzt er dieses schamlos und sensationsgeil aus, indem er sich nicht an die Vorschriften hält und Delacroix\'s Leiden unerträglich verlängert.
Percy ist auch heutzutage leider kein Einzelfall. Noch immer gibt es Menschen, die sich auf ihre Beziehungen verlassen, andere damit bedrohen und erpressen und selbst kein bisschen Ehrgefühl in sich tragen.
Mr Jingles:
Eines Tages taucht ein vorwitziges Mäuschen im Todestrakt auf, das alle sofort in ihr Herz schließen. Es erhält den Namen Mr Jingles und Delacroix erhält die Erlaubnis, die Maus als Haustier in seiner Zelle zu halten. Somit wird die Maus zu einem Symbol der Menschlichkeit. Delacroix blüht in seinen letzten Tagen noch einmal richtig auf und ist fruchtbar glücklich über seinen kleinen Freund, der so manches Kunststück kann und deshalb für eine Zirkusmaus gehalten wird. Als Delacroix\'s Hinrichtung ansteht, macht dieser sich die meisten Sorgen darüber, wer sich in Zukunft um Mr Jingles kümmern soll. Edgecomb und seine Kollegen versprechen ihm, dass sie das Mäuschen in die Mäusestadt bringen werden, und Delacroix ist überglücklich. Percy lässt es sich jedoch nicht nehmen, Delacriox im letzten Moment seines Lebens mitzuteilen, dass die Mäusestadt nur eine Lüge war, um ihn ruhig zu stellen. Der Schmerz des Todgeweihten ist für den Zuschauer spürbar und man muss sich hier die Frage stellen, wer den Tod eher verdient hat. Der Verurteilte, der gern seine Verbrechen rückgängig machen würde, oder der junge Wärter, der den meisten Häftlingen an Grausamkeit in nichts nachsteht. Zu einem früheren Zeitpunkt zertritt er die Maus in voller Absicht, weil er sie hasst, weil er keinen Respekt vor dem Leben hat und Delacriox wehtun möchte - oder einfach nur zum Spaß.
John Coffey:
Als Edgecomb an einer sehr schmerzhaften Blasenentzündung leidet, kann Coffey ihn alleine durch Handauflegen innerhalb weniger Augenblicke heilen. Der Riese hat zweifellos übersinnliche Kräfte. Er vermag es, die zertretene Maus ins Leben zurückzuholen und er kann auch eine sterbenskranke Frau von einem unheilbaren Gehirntumor befreien. Er vermag es, Edgecomb an seinen Erinnerungen teilhaben zu lassen und ihm so zu zeigen, wer die kleinen Mädchen wirklich auf dem Gewissen hat. Für Edgecomb und seine Kollegen steht bald fest, dass John Coffey unschuldig ist, doch wie kann man ihn vor der Todesstrafe retten? Edgecomb gerät in einen schweren Gewissenskonflikt, und nur John Coffey allein kann ihm da heraushelfen.
Das Übersinnliche:
John Coffey vermag es, durch seine übersinnlichen Kräfte, Menschen mit Leben oder Tod zu infizieren. Wie er das tut, wird in etwas kitschigen Szenen dargestellt. Einige werden der Meinung sein, dass diese Szenen dem Film schaden, dass sie ihn abwerten. Andere bezeichnen dies als Edelkitsch. Aber gerade durch das Übersinnliche wird ein Großteil der Handlung getragen, dadurch werden Konflikte gelöst und erzeugt. Dadurch geraten Edgecomb und seine Kollegen in den Gewissenskonflikt, ob sie es wirklich zulassen können, dass ein unschuldiges Wunder Gottes auf dem elektrischen Stuhl stirbt, gehasst von den Eltern der toten Mädchen und sämtlicher anderer Zeugen im Raum. Als Coffey hingerichtet wird, versagt Edgecomb bei der Urteilsverkündung die Stimme, seinen Kollegen laufen die Tränen übers Gesicht. Es ist die emotionalste Szene im Film und schwer zu ertragen.
Ich selbst finde die übersinnlichen Aspekte spannend, denn schließlich soll es kein realistischer Film sein. Und das Übersinnliche ist wichtig für die Gesamtaussage des Films.
Last but not least das Fazit:
Eigentlich ist dieser ca. 3 Stunden lange Film schwer in Worte zu fassen. Er ist so vielschichtig, spricht so viele Dinge an und verflechtet sie miteinander. Und er lässt uns dabei soviele Freiräume, über das Gesehene und über sich selbst nachzudenken. Der Film ist ein Abenteuer, eine Reise durch die Menschlichkeit, das Gute besiegt das Böse und dennoch gibt es kein Happy end.
Nach dieser langen Reise kehrt der Zuschauer wieder zum alten Paul Edgecomb zurück, der zusammen mit seiner Freundin den alten Mr Jingles besucht und wenig später der Beerdigung von Elaine beiwohnt. Er ist ein uralter Mann, der seine Familie längst verloren hat. Er ist dazu verdammt, immer weiter zu leben.
Ich finde, \"the Green Mile\" ist ein absolutes Meisterwerk, dem man seine kleinen Schwächen leicht nachsehen kann.
21 Bewertungen, 2 Kommentare
-
04.03.2005, 14:13 Uhr von Demir
Bewertung: sehr hilfreichIch habe den Film schon 3mal (1XEnglisch und 2X Deutsch) angeschaut. ICh kann nur sagen, der beste Film, den ich je gesehen habe....
-
20.02.2005, 21:17 Uhr von Allisander
Bewertung: sehr hilfreichGut beschrieben
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