The Green Mile (VHS) Testbericht

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ab 9,95
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Erfahrungsbericht von liskailonka

Über die grüne Meile in den Himmel.

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Am Anfang gab es ein Büchlein von Stephen King. Dann folgte ein zweites Büchlein und aus der kleinen Geschichte wurden 6 dünne Bücher die sich in den Todestrakt, auch \"The green Mile\" genannt, abspielen. King meinte zuerst, einen riesigen Fehler gemacht zu haben mit seinem Fortsetzungsroman und wollte schon das Handtuch werfen. Tatsächlich wurden diese 6, zusammhängende, Romane zu einem echten Kassenknüller. Alle 6 Teile standen sogar in den Bestsellerlisten.

***** KURZES ZUM FILMINHALT *****
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Paul Edgecomb ist der leitende Wächter im Todestrakt vom Gefängnis Cold Mountain und hat schon viele Gefangene an sich vorbei gehen sehen auf ihrem letzten Weg; der Weg zum elektrischen Stuhl - man nennt den Stuhl dort \"Old Sparky\".

Eines Tages wird ein neuer Todeskandidat eingeliefert; John Coffey und Paul Edgecomb denkt sich zuerst nichts über diesen neuen Gefangenen. Er denkt daß John Coffey nur einer von den Vielen ist, die er bereits gesehen hat in \"seinem\" Todestrakt.

John Coffey soll zwei 9-jährige Mädchen auf bestialische Art und Weise ermordet haben und natürlich hat der schwarze Riese alles gegen sich in einer Zeit wo Rassentrennung noch per Gesetz geregelt wurde. Man hat ihn angetroffen mit den zwei toten Mädchen im Arm und das reichte bereits für seine Verurteilung.

Paul Edgecomb stellt aber schon ganz schnell fest, daß sich hinter John Coffeys finstere Mine eine ganz andere Person versteckt, als wie es vorher den Anschein hatte. John ist sanft und gutmütig und hat Angst im Dunkeln. Außerdem gehen so seltsame Sachen vor im Todestrakt, seit John eingetroffen ist und Paul fängt langsam an zu zweifeln an die Schuld von John.

**** AUFBAU DES FILMS *****
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Der Film ist ein Blick in die Vergangenheit von Paul Edgecomb. Anfänglich sieht man ein alter Mann einem Seniorenheim, der eine zarte Freundschaft beginnt mit einer alten Lady. Sie kommen sich näher und näher und eines Tages setzen sie sich an einem Tisch und Paul erzählt der Lady aus seiner Vergangenheit; lange Minuten sieht der Zuschauer wie sich die Geschichte aus Paul´s Vergangenheit sich abgespielt hat und wir werden zurückgeführt in die Zeit um die große Depression, 1935, in den USA.

Der Film springt nicht hin und her zwischen Heute und damals, sondern läßt uns einfach teilhaben an das Geschehen aus der Vergangenheit; nur ab und zu hört man die Stimme des alten Mannes etwas zur Geschichte erzählen und nur ganz wenige Momente werden wir wieder zurückgeführt in das Heute.

***** DARSTELLER *****
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PAUL EDGECOMB:
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Tom Hanks legt hier eine Glanzleistung aufs Parkett und ich habe noch nie jemand so überzeugend die Schmerzen beim Pinkeln (mit Blasenentzündung) spielen sehen als er. Tom Hanks spielt die Rolle wirklich sehr überzeugend; mal kindlich naiv und mal der \"harte\" Gefängniswärter und man nimmt ihn jedes Wort ab.

BRUTUS:
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Gespielt durch David Morse. Hmmmm, den kenne ich doch irgendwo her, dachte ich die ganze Zeit und erst gegen Ende des Filmes fiel es mir ein; diesen Schauspieler kenne ich aus der Krankenhausserie Dr. Westphall (St. Elsewhere), die vor 20 Jahren mal lief. ich habe ihn schon mal öfters in einem Film( 12 Monkeys, Langoliers)gesehen, aber keiner blieb mir davon in positiver Erinnerung. Morse spielt seine Rolle, meiner Meinung nach, schwach. Er wird hingestellt als Harte Schale mit weichem Kern, spielt mir diese Rolle aber entschieden zu zögerlich; als hätte er irgendwie Angst aus seiner Haut zu gehen. Nicht schlecht gespielt, aber nicht überzeugend genug.

JOHN COFFEY:
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Michael Clarke Duncan spielte die Rolle des sanftmütigen Riesen überzeugend und konnte mich in manchen Szenen zu Tränen berühren; seine Angst im Dunkeln, seine Freude über ein Stück Kuchen, seine Liebe zu der Gefängnismaus und sein Verlangen Gutes zu tun und endlich diese Welt verlassen zu dürfen. Seine Rolle ist sehr leise und trotzdem beherrscht sie den ganzen Film und man findet diesen Menschen einfach nur sympathisch.

SONSTIGE DARSTELLER:
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Bonnie Hunt (Jan Edgecomb),James Cromwell (Direktor Hal Moores), Michael Jeter (Eduard Delacroix), Graham Greene (Arlen Bitterbuck), Doug Hutchison (Percy Wetmore), Sam Rockwell (\"Wild Bill\" Wharton), Barry Pepper (Dean Stanton), Jeffrey Demunn (Harry Terwilliger), Patricia Clarkson (Melinda Moores), Harry Dean Stanton (Toot-Toot), Dabbs Greer (Paul Edgecomb, alt), Eve Brent (Elaine Connelly), Brent Briscoe (Bill Dodge), Gary Sinise (Burt Hammersmith)

***** MEINE MEINUNG *****
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Was mir an diesem Film aufgefallen ist, ist die Mühe die man sich gegeben hat bei der Ausarbeitung der einzelnen Charaktäre; direkt wenn man eine Person etwas näher kennenlernt, weiß man was man da vor sich hat - ein echtes Ekelpaket oder nur ein armes Würstchen. Auch die Rolle des Möchtegerns Percy Wetmore der einen Gefangenen sogar noch auf \"Old Sparky\" quält, besorgt einem Gänsehaut und Ekelgefühle. Und man nimmt ihnen die Rolle ab; sowohl äußerlich als auch schauspielerisch kann man sich keine andere Bestezung für die jeweiligen Rollen vorstellen.

Hanks spielt den unauffälligen Biedermann mit einer Blasenentzündung bis in die Perfektion und wenn man Duncan sieht, stellt man sich eine Mischung aus Jesus, Heiler und Engel vor. Ich war wirklich fasziniert von der Tiefe die einzelne Charaktäre in diesem Film zeigten.

Der Film ist komisch, rührend, angsteinflößend und läßt einem an Wunder glauben. Das der Film sich zufällig in einem Todestrakt abspielt, wird komplett zur Nebensache; hier geht es nicht um die Todesstrafe, hier geht es um die Wunder die wir alle gerne begegnen würden und die wir dann in freudigem Dank annehmen, wenn sie uns begegnen.

***** FILMVORLAGE *****
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King ist ein Fan von Charles Dickens, dessen literarischen Leistungen er bewundert. Der Erfinder der Weihnachtsgeschichte um den geizigen Scrooge hat einen Großteil seiner Romane in Form von Fortsetzungen, die in Zeitungen erschienen, geschrieben. Dies fällt einem beim Lesen auch auf, denn gerade noch ausführlich beschriebenen, wichtige Charaktere verlassen plötzlich die Bühne. Dickens wollte der Geschichte eine Wendung geben, mußte aber auf dem vorhandenen Aufbauen, ohne es noch ändern zu können.

An diese Tradition wollte King anknüpfen, was ihm meisterlich gelungen ist! Von März bis August 1996 veröffentlichte er in sechs, je 128 Seitigen Bänden, den Roman \"The green Mile\".

* Der Tod der jungen Mädchen
* Die Maus im Todesblock
* Coffey’s Hände
* Der qualvolle Tod
* Reise in die Nacht
* Coffey’s Vermächtnis

Alle sechs Bände standen gleichzeitig in den Bestellerlisten und haben die Rekordauflage von 700000 Büchern. King erhält den “Bram Stoker” Award für dieses Werk. Später würde er diese sechs Romane noch umschreiben zu einem Gesamtwerk von über 1000 Seiten.

**** FAZIT ****
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Wer diesen Film sieht, wird ganz schnell vergessen daß es sich hier um ein Werk aus der Feder von Stephen King handelt und einfach nur noch sprachlos staunen. Ein Drama das den Zuschauer drei Stunden in seinem Sessel fesselt und teilwerden läßt von dieser kleinen Welt im Todestrakt.

***** QUELLENANGABE *****
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http://home.tiscalinet.de/stephen-king/Green_Mile/green_mile.html

http://movies.uip.de/thegreenmile/default.htm

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