The Green Mile (VHS) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 10/2004
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Erfahrungsbericht von P.Nibel
Blasenschwäche, Maus und elektrischer Stuhl
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
...sind, neben den Protagonisten Edgecomb (Tom Hanks) und Coffey (Michael Duncan), die wichtigsten Merkmale dieses unspektakulären Streifens aus dem Jahre 1999. In der Hoffnung, einen tiefgehenden und vielleicht ergreifenden Film über die Schicksale zum Tode Verurteilter zu sehen, bestellte ich mir eben diesen Streifen im Cinedom von Premiere World.
Doch meine Erwartungen sollten sich nicht erfüllen. Geblendet von der verhältnismäßig langen Spielzeit (181 Minuten) verharrte ich vor dem Fernseher, um eine Erfahrungen reicher zu werden.
Die Story
~~~~~~~~~
1935, die Vereinigten Staaten von Amerika, Gefängnisanstalt Cold Mountain in Georgia, Block E: herzensguter Oberaufseher Edgecomb (Tom Hanks) verrichtet Tag für Tag mit seinen liebenswerten Kollegen einfühlsame Arbeit. Er ist dafür zuständig, die hier einsitzenden Genossen ruhig zu stellen und bevorstehende Hinrichtungen mit dem elektrischen Stuhl vorzubereiten.
Ein Neuzugang schwarzer Hautfarbe bringt Leben in den Block. Maße des Neuen, 2 x 2 Meter, Name John Coffey (Michael Duncan). Obgleich Coffey wie ein brutaler Fleischberg anmutet, wird allen im Trakt E schnell klar, dass hinter der immensen Größe und Breite des Gefangenen ein butterweiches Herz und © 15.03.01 P.Nibel zartes Gemüt steckt. Noch dazu verfügt der nicht gerade Schmächtige über die mysteriöse Gabe und Kraft, Krankheiten und damit verbundene Leiden und Schmerzen durch bloßes Handauflegen verschwinden zu lassen.
Gefühle
~~~~~~~
Mit Spannung habe ich auf diesen Film gewartet. Immerhin erhielt The Green Mile beste Kritiken und Lobeshymnen zuhauf. Und so war ich doch sehr überrascht zu sehen, wie die Protagonisten so gänzlich anders agierten, wie man das – hollywoodverwöhnt – gewohnt ist. Hauptsächlich weiche und höchst menschliche Charaktere findet man in diesem sonderlichen Film. Ungewohnt auch deswegen, da man das gerade in diesem Milieu nicht erwartet.
So saß ich vor der Flimmerkiste und meinte, von Elektroschlägen geschüttelte Körper, rauchende Köpfe und psychische Achterbahnfahrten zu erblicken. Doch weit gefehlt - Regisseur Frank Darabont müht sich redlich vielfarbiges Gefühl zu vermitteln und dabei so wenig wie möglich in die Schublade bekannter Knastfilme zu rutschen. Dabei scheint es jedoch, dass eben dieser Fakt dem Film das Genick bricht.
Zwar handelt es sich hier um eine King-Verfilmung, aber immer wieder beschleicht einen das Gefühl, dass sich The Green Mile zwanghaft versucht, in möglichst allen Genres aufzuhalten. Dadurch verliert der überlange Film leider ungemein an Farbe und wirkt stets flach und aufgesetzt. Schade eigentlich, denn dieses vermeintliche Meisterwerk verspielt somit sehr den notwendigen Ernst und wirkt teilweise eher komisch als dramatisch.
Zur Entkräftung meiner Kritik ist hinzuzufügen, dass eine Inszinierung auf engstem Raum, nämlich überwiegend im Gefängnistrakt E, sicher regietechnisch ein Problem darstellt. Regisseur Darabont hat in Anbetracht der Umstände recht solide Arbeit geleistet. Meine Vorwürfe gelten somit eher der Vorlage des Filmes, einer sechsteilige Romanreihe von Stephen King, die von 04-09 1996 erschien.
Und so wende ich mich zum Abschluss an Stephen King und sage: „Schuster, bleib bei Deinen Leisten.“ und nicke den Produzenten des Filmes zu: „Gut gemeint aber das nächste mal lieber ein anderes Thema wählen.“
Nur bedingt empfehlenswert!
faltenwerfen P.Nibel
Doch meine Erwartungen sollten sich nicht erfüllen. Geblendet von der verhältnismäßig langen Spielzeit (181 Minuten) verharrte ich vor dem Fernseher, um eine Erfahrungen reicher zu werden.
Die Story
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1935, die Vereinigten Staaten von Amerika, Gefängnisanstalt Cold Mountain in Georgia, Block E: herzensguter Oberaufseher Edgecomb (Tom Hanks) verrichtet Tag für Tag mit seinen liebenswerten Kollegen einfühlsame Arbeit. Er ist dafür zuständig, die hier einsitzenden Genossen ruhig zu stellen und bevorstehende Hinrichtungen mit dem elektrischen Stuhl vorzubereiten.
Ein Neuzugang schwarzer Hautfarbe bringt Leben in den Block. Maße des Neuen, 2 x 2 Meter, Name John Coffey (Michael Duncan). Obgleich Coffey wie ein brutaler Fleischberg anmutet, wird allen im Trakt E schnell klar, dass hinter der immensen Größe und Breite des Gefangenen ein butterweiches Herz und © 15.03.01 P.Nibel zartes Gemüt steckt. Noch dazu verfügt der nicht gerade Schmächtige über die mysteriöse Gabe und Kraft, Krankheiten und damit verbundene Leiden und Schmerzen durch bloßes Handauflegen verschwinden zu lassen.
Gefühle
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Mit Spannung habe ich auf diesen Film gewartet. Immerhin erhielt The Green Mile beste Kritiken und Lobeshymnen zuhauf. Und so war ich doch sehr überrascht zu sehen, wie die Protagonisten so gänzlich anders agierten, wie man das – hollywoodverwöhnt – gewohnt ist. Hauptsächlich weiche und höchst menschliche Charaktere findet man in diesem sonderlichen Film. Ungewohnt auch deswegen, da man das gerade in diesem Milieu nicht erwartet.
So saß ich vor der Flimmerkiste und meinte, von Elektroschlägen geschüttelte Körper, rauchende Köpfe und psychische Achterbahnfahrten zu erblicken. Doch weit gefehlt - Regisseur Frank Darabont müht sich redlich vielfarbiges Gefühl zu vermitteln und dabei so wenig wie möglich in die Schublade bekannter Knastfilme zu rutschen. Dabei scheint es jedoch, dass eben dieser Fakt dem Film das Genick bricht.
Zwar handelt es sich hier um eine King-Verfilmung, aber immer wieder beschleicht einen das Gefühl, dass sich The Green Mile zwanghaft versucht, in möglichst allen Genres aufzuhalten. Dadurch verliert der überlange Film leider ungemein an Farbe und wirkt stets flach und aufgesetzt. Schade eigentlich, denn dieses vermeintliche Meisterwerk verspielt somit sehr den notwendigen Ernst und wirkt teilweise eher komisch als dramatisch.
Zur Entkräftung meiner Kritik ist hinzuzufügen, dass eine Inszinierung auf engstem Raum, nämlich überwiegend im Gefängnistrakt E, sicher regietechnisch ein Problem darstellt. Regisseur Darabont hat in Anbetracht der Umstände recht solide Arbeit geleistet. Meine Vorwürfe gelten somit eher der Vorlage des Filmes, einer sechsteilige Romanreihe von Stephen King, die von 04-09 1996 erschien.
Und so wende ich mich zum Abschluss an Stephen King und sage: „Schuster, bleib bei Deinen Leisten.“ und nicke den Produzenten des Filmes zu: „Gut gemeint aber das nächste mal lieber ein anderes Thema wählen.“
Nur bedingt empfehlenswert!
faltenwerfen P.Nibel
9 Bewertungen, 3 Kommentare
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31.08.2002, 22:50 Uhr von FreddiePrince
Bewertung: sehr hilfreichAlso wenn Du viel "rauchende Koerper und brennend e Koepfe" erwartest, denk bitte daran, dass "The Green Mile" ein Drama darstellt und bleib dann doch lieber bei "Braindead". Trotzdem keine schlechte Meinung, denn immerhin kan
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28.02.2002, 15:00 Uhr von owesen
Bewertung: sehr hilfreichGuter Film !!! Gruß, Sönke ( owi13 )
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28.02.2002, 14:57 Uhr von TorbenStruck
Bewertung: sehr hilfreichMoin ! Mir hat der Film "damals" im Kino ganz gut gefallen. Aber trotzdem ein sehr schöner und informativer Bericht...MfG Torben
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