The Sixth Sense (VHS) Testbericht
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Erfahrungsbericht von catmother
Ich sehe tote Menschen...
Pro:
intelligent, subtil, schaurig, grandiose Darsteller
Kontra:
nichts
Empfehlung:
Ja
Nun zur x-ten Wiederholung im Fernsehen heute abend will ich ihn euch mal ans Herz legen.
** Die Story **
Dr. Malcolm Crowe (Bruce Willis) feiert mit seiner Frau Anna (Olivia Williams) eine Auszeichnung, die er gerade von der Stadt Pittsburgh für seine außerordentlichen Leistungen auf dem Gebiet der Kinderpsychologie erhielt. Später im Schlafzimmer finden sie einen halbnackten Mann in ihrem Badezimmer, der einer Pistole auf Crowe zielt, "Sie haben versagt!" schreit, auf Crowe schießt und sich anschließend selbst hinrichtet.
Ein Jahr später: Crowe, obwohl körperlich wieder auf dem Damm, leidet immer noch an dem Gefühl, bei der Therapie seines ehemaligen Patienten Vincent Gray versagt zu haben. Auch seine Ehe leidet offenbar darunter. Seine Frau zieht sich enttäuscht zurück und ignoriert ihn immer mehr.
Der Psychiater hat gegenwärtig einen einzigen Patienten: den kleinen Cole Sear (Haley Joel Osment), der scheinbar unter den gleichen paranoiden Symptomen leidet wie einst Vincent Gray. Cole ist völlig in sich zurückgezogen und wird von irrationalen Ängsten getrieben, die nur er kennt.
Crowes vorsichtige Annäherung schlägt zunächst fehl; der Junge weigert sich, mit ihm zu sprechen. Auch Coles alleinerziehende Mutter Lynn Sear (Toni Collette) steht zunehmend vor einem Rätsel: immer öfter hat der Junge Verletzungen und blaue Flecken an seinem Körper, ohne daß er eine Erklärung dazu geben kann und will. So wie auch niemand eine Begründung dafür hat, daß Cole Dinge über andere Menschen weiß, die er einfach nicht wissen dürfte – über das jugendliche Stottern seines Lehrers, oder daß die Schule früher kein Gerichtsgebäude, sondern eine
Hinrichtungsstätte gewesen war.
Nach einem schrecklichen Vorfall während eines Kindergeburtstags, bei dem Cole hinter einer verschlossenen Tür offenbar mißhandelt wurde, gesteht ihm Cole endlich sein Geheimnis: "Ich sehe tote Menschen." Sie sind überall, sagt er und sie wissen nicht, daß sie tot sind. Crowe ist sprachlos und ungläubig und überlegt, ob er die Therapie abbrechen und den Jungen einweisen lassen soll. Zudem steht bei ihm die Rettung seiner Ehe an erster Stelle, denn er hat festgestellt, daß seine Frau offenbar eine Affäre mit einem Kollegen begonnen hat.
Dennoch, ganz kann er Coles Schicksal nicht ignorieren, schließlich will er an ihm sein Versagen bei Gray wiedergutmachen. Eines Abends hört er noch einmal die alten Bänder seiner Therapiesitzungen mit Vincent Gray ab - und macht eine unheimliche Entdeckung: In dem Moment, als er Vincent einmal für kurze Zeit allein im Zimmer läßt, ist auf dem Band plötzlich eine zweite, undeutlich verzerrte, aber eindeutig fremde Stimme zu hören, die mit Vincent redet! Er weiß nun, daß Cole ihm die Wahrheit gesagt hat.
Doch die Wahrheit ist noch erschreckender, als er jetzt zu wissen glaubt...
** Darsteller **
Bruce Willis zählt heute zu den absoluten Publikumslieblingen. Der vielseitig talentierte Darsteller hatte seinen Durchbruch in der TV-Serie „Das Model und der Schnüffler“, nach der er jede Menge Angebote bekam und schließlich in Hollywood sein Debüt mit „Blind Date“ neben Kim Basinger gab. Seit „Stirb langsam“ ist er ein Weltstar.
Wirklich gut fand ich ihn in „Twelve Monkeys“, „Das fünfte Element“ und „Armageddon“, auch wenn die Filme nicht gerade als Kunst zu bezeichnen sind.
Toni Colette hatte in "Muriels Hochzeit" (1994) ihre erste große Rolle und erntete als pummelige und hoffnungslose Muriel Heslop die Anerkennung Hollywoods. 1995 war sie erneut an der Seite von Rachel Griffiths in der Komödie "Cosi" zu sehen. Danach stand die Australierin erst einmal auf der Bühne des Broadway neben Mandy Patinkin und Eartha Kitt.
In den folgenden Jahren war sie sowohl in australischen ("Diana & Ich" (1997), "Velvet Goldmine" (1998)) als auch in amerikanischen Produktionen zu sehen. Die Rolle als Mutter eines Jungen mit paranormalen Kräften in „The Sixth Sense“ brachte ihr eine Oscar-Nominierung ein. Außerdem spielte sie mit in "About A Boy" (2002), "The Hours", "Japanese Story" (2003) und "In den Schuhen meiner Schwester" (2005)
Hayley Joel Osment ist inzwischen fast schon ein alter Hase im Filmgeschäft trotz seiner Jugend. Das erste Mal zu sehen war er neben Tom Hanks als dessen Sohn in „Forrest Gump“. Danach folgten u. a. „Bogus“ (1996), „Das Glücksprinzip“ (2000) und „A. I. – Künstliche Intelligenz“ (2001). 2006 wird er nach dreijähriger Filmpause in „Home of the Giants“ zu sehen sein.
** Filmkritik **
Bis zu den letzten drei Minuten des Films dachte ich noch: netter Film, sensibler Willis, aber überhaupt nichts Besonderes. Zwar der hundertunddritte Geisterfilm, weil es gerade so in ist, aber nett. Wozu hat man den Film so hoch gelobt in den Medien? ... Dann das Ende, und ich war völlig verblüfft, sprachlos (und das will bei mir was heißen).
Einfach unglaublich, wie Shyamalan auf einfache und logische Weise den ganzen Film auf den Kopf stellt. Dumm ist nur, daß man danach versucht, rückwärts zu denken, ob auch alles Geschehene zu dieser Lösung paßt. Und dazu muß man ihn sich noch mal ansehen. (Auch eine Möglichkeit, die Leute in die Kinos zu holen ;-) )
Dabei ist der Streifen nicht wirklich ein Horrorfilm. Er ist unglaublich ruhig und getragen in seiner Erzählweise. Eine Art Grusel wird zwar durch die für den Zuschauer geradezu spürbaren Ängste des kleinen Cole ganz allmählich aufgebaut und durch die Erscheinung der Toten noch verstärkt, aber hier überwiegt für mich eindeutig die psychologische Komponente im Umgang mit dem Unerklärbaren, Unfaßbaren.
Bruce Willis als Psychiater, das haben wir ja schon mal gehabt. Reihte sich der Film damals aber eher in die Sparte “Selbstdarstellung” ein, zeigt er hier eine erstaunliche Sensibilität und vor allem Schwäche. Eine Figur, die Hilfe bei einem Kind sucht, muß man erst einmal spielen können. Ob er ein wirklich guter Schauspieler ist, darüber kann man sich streiten, aber ich finde ihn nach seiner Rolle in “Unbreakable” wieder richtig gut.
Die Krönung ist jedoch der kleine Haley Joel Osment, der Bruce Willis mit seinem unglaublichen subtilen Spiel, seiner Verletzlichkeit, ja fast Zerbrechlichkeit die Show stiehlt. Ich halte Osment für eine absolute Entdeckung. Der Moment, wo er mit seinem entsetztem Gesicht mit riesigen furchterfüllten Augen flüstert “Ich sehe tote Menschen.” – das geht einem einfach durch und durch. Er personifiziert mit seinem Spiel die Angst geradezu für den Zuschauer.
Überzeugend auch Toni Colette in ihrer Hilflosigkeit, jedoch mit bedingungsloser Liebe zu ihrem Kind.
** Mein Fazit **
Ein trauriger, schauriger Film aus der Welt des Übersinnlichen – gut durchdacht bis zum Ende, und sehr subtil erzählt! Die Darsteller, allen voran der kleine Haley Joel Osment, zeigen Sensibilität und überzeugen auf ganzer Linie. Auf jeden Fall ansehenswert.
** Daten **
USA 1999
Genre: Mystery
Originaltitel: The Sixth Sense
Regie: M. Night Shyamalan
Musik: James Newton Howard
FSK 16
36 Bewertungen, 19 Kommentare
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27.05.2006, 22:02 Uhr von jockel2001
Bewertung: sehr hilfreichGuter Bericht, dich behalt ich im Auge :) ciao Jo
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19.05.2006, 14:42 Uhr von IQIQIQ
Bewertung: sehr hilfreichIch find den auch toll. Beim zweiten, dritten, vierten Sehen wird der immer besser! ;-)
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19.05.2006, 13:39 Uhr von 2Bee
Bewertung: sehr hilfreich>((((((((((((( ` > Japanfish
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17.05.2006, 21:20 Uhr von blackangel63
Bewertung: sehr hilfreich°°°°SEHR HILFREICH°°°°LG°°°°ANJA°°°°
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17.05.2006, 19:14 Uhr von Mogry1987
Bewertung: sehr hilfreichDen FIlm habe ich beim ersten Sehen überhaupt nicht verstanden, aber beim zweiten sehen hats dann endlich *klick* gemacht^^
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17.05.2006, 17:13 Uhr von topfmops
Bewertung: sehr hilfreichDass der ganze Film zusammenpasst, merkt man erst beim zweiten Sehen. Beim erstenmal bin ich erst in der so ziemlich letzten Einstellung dahinter gekommen. Einer der wenigen Filme, die zweimal gesehen werden müssen.
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17.05.2006, 16:54 Uhr von Sayenna
Bewertung: sehr hilfreichDer war wirklich heftig der Film........vor allem der Schluß.......LG Ela
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17.05.2006, 16:46 Uhr von topware2002
Bewertung: sehr hilfreichSH-------oOO--(_)--OOo----------
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17.05.2006, 16:42 Uhr von Praetorianerin
Bewertung: sehr hilfreichsuper bericht, daher sehr hilfreich
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17.05.2006, 16:39 Uhr von morla
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreich
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17.05.2006, 16:32 Uhr von superlativ
Bewertung: sehr hilfreichDa hast du ja einen schönen Bericht geschrieben! Viele Grüße Superlativ
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17.05.2006, 16:30 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreich°*+´*< SH >*´+*° .. Lieben Gruss, Manuela :o))
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17.05.2006, 16:25 Uhr von mausi1
Bewertung: sehr hilfreichsehr guter Bericht, LG Manu
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17.05.2006, 16:25 Uhr von bea47
Bewertung: sehr hilfreichsuper Bericht wenn ich den Film nicht schon gesehen hätte würde ich ihn anschauen LG bea
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17.05.2006, 16:18 Uhr von iii
Bewertung: sehr hilfreich+++ sehr hilfreich +++
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17.05.2006, 16:17 Uhr von godjul
Bewertung: sehr hilfreich"sh" LG Sylvia
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17.05.2006, 16:17 Uhr von sun1979
Bewertung: sehr hilfreichToller Bericht, ich habe den Film auch 2 x gesehen! Sehr hilfreich, LG sun1979
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17.05.2006, 16:17 Uhr von Estha
Bewertung: sehr hilfreichklasse geschrieben --- sh --- :-) ... lg susi ----->----->-----@
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17.05.2006, 16:13 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreich***SH und LG***
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