The Sixth Sense (VHS) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 10/2004
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Erfahrungsbericht von Prisca
ZWEImal Ansehen ist Pflicht!
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Ich bin beeindruckt! Eigentlich bin ich mehr als beeindruckt – und das von einem Film, den ich mir NIE gekauft hätte, wenn es Ciao (sorry, war nun mal Ciao **gg**) nicht gäbe.
Bruce Willis gehört nämlich nicht unbedingt zu meinen bevorzugten Schauspielern. OK – es gibt Filme mit ihm, die muss man wohl einfach mal gesehen haben ( Stirb langsam – das ist KULT!!!). Aber eigentlich liegen mir diese raubeinigen Superhelden nicht so, die er meist darstellt.
Als ist zum ersten Mal eine Meinung über
THE SIXTH SENSE
gelesen habe, war ich mehr als skeptisch. Seltsames Thema ( ein kleiner Junge sieht Tote – hm – hört sich an wie ein schlechter Horrorfilm) – und dann auch noch Bruce Willis als einfühlsamer Kinderpsychologe – na, was soll das denn?
Im Laufe der Zeit bin ich dann aber doch auf weitere, überwiegend positive Meinungen gestoßen und langsam wurde meine Neugier geweckt. Also, um es kurz zu machen: Ich konnte den Video günstig bei Ebay ersteigern und habe ihn vor einer Woche zum ersten Mal gesehen – und gestern gleich noch einmal!
Es passiert mir eigentlich nur sehr selten, das mich ein Film so fesselt, das ich gleich nach dem ersten Sehen das Bedürfnis habe, ihn noch einmal anzuschauen. Dieser Film fordert das zweite Sehen geradezu heraus!
Von der ersten Minute an ist man einfach von dem Film gefangen. Man mag nicht aufstehen und sich mal kurz was zu trinken holen – man mag auch nicht nebenher seine Bügelwäsche erledigen – man sitzt nur da, starrt auf den Bildschirm und vermag sich vor Spannung kaum zu bewegen.
Dabei hat er noch nicht einmal eine große, actiongeladene Atmosphäre, wie man sie von Bruce Willis erwarten würde. In diesem Film wird einfach die Geschichte eines kleinen, verängstigten Jungen erzählt – und die eines Kinderpsychologen, der ihm um jeden Preis helfen will.
Dieser Kinderpsychologe wird dargestellt von einem Bruce Willis, den ich so noch nie erlebt habe. Erst jetzt ist mir klar, wie viel schauspielerisches Talent wirklich in diesem „Raubein Willis“ steckt. Man nimmt ihm jede Geste, jede Mimik, jede Gefühlsregung ab.
Trotzdem wird die Handlung des Films nicht bestimmt von dem „großen“ Bruce Wills, sondern von einem kleinen, unbekannten Schauspieler – Haley Joel Osmond. Dieser Junge schafft es nicht nur, neben Bruce Willis zu bestehen – nein –stellenweise reißt er den Film förmlich an sich – er spielt alle anderen an die Wand. Wie dieser kleine Junge Angst, Verzweifelung, Hoffnung spielt – wie da einfach jeder Gesichtsausdruck passt, jedes Zusammenzucken, jedes Weinen und jedes kleine Lächeln – das ist schon beeindruckend. Wenn ich was zu sagen hätte: Haley Joel Osmond hat für diese Rolle einen Oskar verdient – mancher große Schauspieler würde neben ihm verblassen.
Die dritte Hauptrolle im Film wird gespielt von Toni Colette. Als Mutter von Haley Joel Osmond tritt sie allerdings eher selten in Erscheinung. Sicher macht sie ihre Sache sehr gut – auch sie scheint die Rolle der verzweifelten Mutter zu leben und nicht nur zu spielen – trotzdem wirkt sie neben den beiden männlichen Stars dieses Films manchmal ein wenig blass und ich würde sagen: Sie ist von allen dreien die schwächste Darstellerin.
Jetzt möchte ich euch aber kurz in die Handlung des Films einführen – kurz deshalb, weil ich wirklich nicht zuviel vorweg nehmen möchte.
Dr. Malcolm Crowe ist ein anerkannter Kinderpsychologe. Am Tag seines größten Triumphes ( er bekommt eine hohe Auszeichnung) geschieht schreckliches: Ein Man dringt in sein Haus ein – verängstigt, verzweifelt. „Sie haben mich im Stich gelassen,“ wirft er Crowe vor. „Sie wollten mir helfen – aber sie haben es nicht getan! Ich habe Angst, immer noch Angst!“ Crowe erinnert sich: Da war ein kleiner Junge – schizophren?! – er hatte ihm geholfen – oder etwa nicht? Ehe Crowe weiter darüber nachdenken kann, zieht der Mann eine Pistole, schießt auf Crowe und dann sich selbst in den Kopf.
Später. Der nächste Fall ( wie uns eine Einblendung im Film anzeigt). Crowe ist verzweifelt, weil er dem Jungen damals nicht wirklich helfen konnte. Da erfährt er von einem ähnlichen Fall. Cole Sear – 8 Jahre – leidet unter ähnlichen Problemen. Angstzustände – ein Außenseiter – ein ernster, kleiner Junge. Crowe versucht, sein Vertrauen zu gewinnen. Er weiß: Wenn es mir gelingt, Cole zu helfen, helfe ich damit auch dem anderen Jungen und damit mir selbst!
Besessen stürzt er sich in seine Arbeit. Er hat kein Privatleben mehr. Seine Frau spricht nicht mehr mit ihm. Aber Cole braucht ihn. Langsam nähern sich die beiden an. Es dauert lange, bis Cole soviel Vertrauen fasst und ihn gesteht: „ Ich habe ein Geheimnis. Ich sehe tote Menschen! Immer! Überall! Sie wollen was von mir! Aber ich weiß nicht, was! Ich habe Angst!“
Im ersten Moment reagiert Crowe völlig normal: Jugendschizofrenie – behandlungswürdig – Medikamente – vielleicht ein Klinikaufenthalt! Aber dann beginnt er zu verstehen, das mehr dahinter steckt.....
So, das soll´s zum Inhalt gewesen sein. Ich möchte euch wirklich nicht zuviel verraten. Denn diesen Film sollet ihr euch unbedingt einmal ansehen. Ich möchte nur all diejenigen warnen, die vom Inhalt des Films her auf einen Horrorfilm schließen. Lasst die Finger davon! Ihr werdet enttäuscht sein!
Es ist ein trauriger, nachdenklich machender Film – einige Elemente mögen dem Horrorfilm entnommen sein ( ich denke da an Szenen, in denen Cole – und der Zuschauer – die Toten wirklich sieht) – aber sie tauchen in einem ganz anderen Zusammenhang auf und wirken deshalb auch ganz anders.
Das beste an dem Film ( nein, das ist falsch ausgedrückt, denn der ganze Film ist das Beste, was ich seit langem gesehen habe) – der absolute Höhepunkt des Films ist für mich das Ende. Ungewöhnlich eigentlich – meist findet man den Höhepunkt der Spannung in einem Film so nach ca. 2/3 der Gesamtlänge und danach flacht es dann zum Ende hin wieder langsam ab. Hier läuft das eigentlich ähnlich ab – man denkt, so, jetzt ist also der Film zu Ende... und dann... BOOOMMM ( nehmt das jetzt einfach mal so hin – nicht wörtlich – einfach als große Überraschung. Alle, die den Film gesehen haben, werden wissen, was ich meine – und diejenigen, die ihn noch nicht kennen, werden es – zum Glück – nicht mal erahnen können.)
Ich kann euch nur raten, diesen Film zu kaufen ( auf Video für 10,99 Euro – oder auf einer Versteigerung wesentlich billiger – um 3,-- Euro rum *** oder auch auf DVD - Doppel DVD 27,99 Euro ). Die Anschaffung lohnt sich, denn The sixth sense ist kein „Einmalfilm“. Zweimal sehen ist Pflicht – und ich verspreche euch – wenn ihr den Film kennt und zum zweiten Mal seht, ihr werdet euch nicht eine Minuten langweilen. Denn ihr werdet den Film plötzlich mit ganz anderen Augen sehen und viele Kleinigkeiten entdecken, die euch beim ersten Mal sehen entgangen sind.
Noch ein paar allgemeine Informationen zum Video:
Bildformat: breit
Ton: Dolby surround
Lauflänge: 103 Minuten
Genre: Thriller (aber ein ganz leiser, erwartet keine Ballerei, keine Explosionen...)
FSK: 16 Jahre
Drehbuch & Regie: Manoj Night Shyalaman
Produktion: Frank Marshall
Und zum Schluss – MEIN FAZIT:
Kaufen – Klingel abstellen – Bier und Erdnüsse bereitstellen ( oder auch nicht, ihr werdet wahrscheinlich vergessen, das so da stehen) – sich aufs Sofa kuscheln – Videorecorder anstellen – und einfach nur genießen! Solche Filme sind selten!
Bruce Willis gehört nämlich nicht unbedingt zu meinen bevorzugten Schauspielern. OK – es gibt Filme mit ihm, die muss man wohl einfach mal gesehen haben ( Stirb langsam – das ist KULT!!!). Aber eigentlich liegen mir diese raubeinigen Superhelden nicht so, die er meist darstellt.
Als ist zum ersten Mal eine Meinung über
THE SIXTH SENSE
gelesen habe, war ich mehr als skeptisch. Seltsames Thema ( ein kleiner Junge sieht Tote – hm – hört sich an wie ein schlechter Horrorfilm) – und dann auch noch Bruce Willis als einfühlsamer Kinderpsychologe – na, was soll das denn?
Im Laufe der Zeit bin ich dann aber doch auf weitere, überwiegend positive Meinungen gestoßen und langsam wurde meine Neugier geweckt. Also, um es kurz zu machen: Ich konnte den Video günstig bei Ebay ersteigern und habe ihn vor einer Woche zum ersten Mal gesehen – und gestern gleich noch einmal!
Es passiert mir eigentlich nur sehr selten, das mich ein Film so fesselt, das ich gleich nach dem ersten Sehen das Bedürfnis habe, ihn noch einmal anzuschauen. Dieser Film fordert das zweite Sehen geradezu heraus!
Von der ersten Minute an ist man einfach von dem Film gefangen. Man mag nicht aufstehen und sich mal kurz was zu trinken holen – man mag auch nicht nebenher seine Bügelwäsche erledigen – man sitzt nur da, starrt auf den Bildschirm und vermag sich vor Spannung kaum zu bewegen.
Dabei hat er noch nicht einmal eine große, actiongeladene Atmosphäre, wie man sie von Bruce Willis erwarten würde. In diesem Film wird einfach die Geschichte eines kleinen, verängstigten Jungen erzählt – und die eines Kinderpsychologen, der ihm um jeden Preis helfen will.
Dieser Kinderpsychologe wird dargestellt von einem Bruce Willis, den ich so noch nie erlebt habe. Erst jetzt ist mir klar, wie viel schauspielerisches Talent wirklich in diesem „Raubein Willis“ steckt. Man nimmt ihm jede Geste, jede Mimik, jede Gefühlsregung ab.
Trotzdem wird die Handlung des Films nicht bestimmt von dem „großen“ Bruce Wills, sondern von einem kleinen, unbekannten Schauspieler – Haley Joel Osmond. Dieser Junge schafft es nicht nur, neben Bruce Willis zu bestehen – nein –stellenweise reißt er den Film förmlich an sich – er spielt alle anderen an die Wand. Wie dieser kleine Junge Angst, Verzweifelung, Hoffnung spielt – wie da einfach jeder Gesichtsausdruck passt, jedes Zusammenzucken, jedes Weinen und jedes kleine Lächeln – das ist schon beeindruckend. Wenn ich was zu sagen hätte: Haley Joel Osmond hat für diese Rolle einen Oskar verdient – mancher große Schauspieler würde neben ihm verblassen.
Die dritte Hauptrolle im Film wird gespielt von Toni Colette. Als Mutter von Haley Joel Osmond tritt sie allerdings eher selten in Erscheinung. Sicher macht sie ihre Sache sehr gut – auch sie scheint die Rolle der verzweifelten Mutter zu leben und nicht nur zu spielen – trotzdem wirkt sie neben den beiden männlichen Stars dieses Films manchmal ein wenig blass und ich würde sagen: Sie ist von allen dreien die schwächste Darstellerin.
Jetzt möchte ich euch aber kurz in die Handlung des Films einführen – kurz deshalb, weil ich wirklich nicht zuviel vorweg nehmen möchte.
Dr. Malcolm Crowe ist ein anerkannter Kinderpsychologe. Am Tag seines größten Triumphes ( er bekommt eine hohe Auszeichnung) geschieht schreckliches: Ein Man dringt in sein Haus ein – verängstigt, verzweifelt. „Sie haben mich im Stich gelassen,“ wirft er Crowe vor. „Sie wollten mir helfen – aber sie haben es nicht getan! Ich habe Angst, immer noch Angst!“ Crowe erinnert sich: Da war ein kleiner Junge – schizophren?! – er hatte ihm geholfen – oder etwa nicht? Ehe Crowe weiter darüber nachdenken kann, zieht der Mann eine Pistole, schießt auf Crowe und dann sich selbst in den Kopf.
Später. Der nächste Fall ( wie uns eine Einblendung im Film anzeigt). Crowe ist verzweifelt, weil er dem Jungen damals nicht wirklich helfen konnte. Da erfährt er von einem ähnlichen Fall. Cole Sear – 8 Jahre – leidet unter ähnlichen Problemen. Angstzustände – ein Außenseiter – ein ernster, kleiner Junge. Crowe versucht, sein Vertrauen zu gewinnen. Er weiß: Wenn es mir gelingt, Cole zu helfen, helfe ich damit auch dem anderen Jungen und damit mir selbst!
Besessen stürzt er sich in seine Arbeit. Er hat kein Privatleben mehr. Seine Frau spricht nicht mehr mit ihm. Aber Cole braucht ihn. Langsam nähern sich die beiden an. Es dauert lange, bis Cole soviel Vertrauen fasst und ihn gesteht: „ Ich habe ein Geheimnis. Ich sehe tote Menschen! Immer! Überall! Sie wollen was von mir! Aber ich weiß nicht, was! Ich habe Angst!“
Im ersten Moment reagiert Crowe völlig normal: Jugendschizofrenie – behandlungswürdig – Medikamente – vielleicht ein Klinikaufenthalt! Aber dann beginnt er zu verstehen, das mehr dahinter steckt.....
So, das soll´s zum Inhalt gewesen sein. Ich möchte euch wirklich nicht zuviel verraten. Denn diesen Film sollet ihr euch unbedingt einmal ansehen. Ich möchte nur all diejenigen warnen, die vom Inhalt des Films her auf einen Horrorfilm schließen. Lasst die Finger davon! Ihr werdet enttäuscht sein!
Es ist ein trauriger, nachdenklich machender Film – einige Elemente mögen dem Horrorfilm entnommen sein ( ich denke da an Szenen, in denen Cole – und der Zuschauer – die Toten wirklich sieht) – aber sie tauchen in einem ganz anderen Zusammenhang auf und wirken deshalb auch ganz anders.
Das beste an dem Film ( nein, das ist falsch ausgedrückt, denn der ganze Film ist das Beste, was ich seit langem gesehen habe) – der absolute Höhepunkt des Films ist für mich das Ende. Ungewöhnlich eigentlich – meist findet man den Höhepunkt der Spannung in einem Film so nach ca. 2/3 der Gesamtlänge und danach flacht es dann zum Ende hin wieder langsam ab. Hier läuft das eigentlich ähnlich ab – man denkt, so, jetzt ist also der Film zu Ende... und dann... BOOOMMM ( nehmt das jetzt einfach mal so hin – nicht wörtlich – einfach als große Überraschung. Alle, die den Film gesehen haben, werden wissen, was ich meine – und diejenigen, die ihn noch nicht kennen, werden es – zum Glück – nicht mal erahnen können.)
Ich kann euch nur raten, diesen Film zu kaufen ( auf Video für 10,99 Euro – oder auf einer Versteigerung wesentlich billiger – um 3,-- Euro rum *** oder auch auf DVD - Doppel DVD 27,99 Euro ). Die Anschaffung lohnt sich, denn The sixth sense ist kein „Einmalfilm“. Zweimal sehen ist Pflicht – und ich verspreche euch – wenn ihr den Film kennt und zum zweiten Mal seht, ihr werdet euch nicht eine Minuten langweilen. Denn ihr werdet den Film plötzlich mit ganz anderen Augen sehen und viele Kleinigkeiten entdecken, die euch beim ersten Mal sehen entgangen sind.
Noch ein paar allgemeine Informationen zum Video:
Bildformat: breit
Ton: Dolby surround
Lauflänge: 103 Minuten
Genre: Thriller (aber ein ganz leiser, erwartet keine Ballerei, keine Explosionen...)
FSK: 16 Jahre
Drehbuch & Regie: Manoj Night Shyalaman
Produktion: Frank Marshall
Und zum Schluss – MEIN FAZIT:
Kaufen – Klingel abstellen – Bier und Erdnüsse bereitstellen ( oder auch nicht, ihr werdet wahrscheinlich vergessen, das so da stehen) – sich aufs Sofa kuscheln – Videorecorder anstellen – und einfach nur genießen! Solche Filme sind selten!
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