The Sixth Sense (VHS) Testbericht

The-sixth-sense-vhs-thriller
ab 5,56
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Auf yopi.de gelistet seit 10/2004

5 Sterne
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Erfahrungsbericht von myra-belle

Eine oscarreife Leistung

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Der kleine Haley Joel Osment hätte sich auf alle Fälle den Award als bester Nebendarsteller verdient, hat ihn aber nicht bekommen. Dies schmälert aber auf keinster Weise seine Leistung in diesem Film. Er spielt den kleinen schmächtigen blaßen Cole Sear, der aus zuerst unerfindlichen Gründen ständig unter Angst lebt und sich nicht traut, irgendjemanden sein Geheimnis anzuvertrauen. Er ist damit ein Fall für den Psychiater Malcom Crowe (Bruce Willis).
Crowe hatte eine Auszeichnung von der Stadt Philadelphia für seine herausragenden Verdienste als Kinderpsychiater, der schon unzählige Kinder und ihre Familien gerettet hat, erhalten. Als er diese Auszeichnung mit seiner Frau Anna (Olivia Williams) feiern will, wird er von einem ehemaligen Patienten aufgesucht, der ihm vorwirft, versagt zu haben. Crowe muß auf schmerzhafte Weise erkennen, dass er nicht so gut ist, wie er immer gedacht hat. Seit diesem Tag steht es auch mit seiner Ehe nicht mehr zum Besten. Seine Frau redet nicht mehr mit ihm und will auch seine Entschuldigungen nicht hören.
Hinzu kommt, dass er überzeugt davon ist, dass Cole halluziniert und unter extremer Paranoia leidet, da der Junge ihm offenbart, dass er tote Menschen sehen kann und diese immer und überall vorhanden sind. Am tiefsten Punkt angelangt, entdeckt Crowe, dass Coles Behauptung stimmt.
Sobald Cole sich ihm anvertraut hat, bekommt auch der Zuschauer die Geister zu sehen, um verstehen zu können, was einen kleinen Jungen halbwahnsinnig vor Angst bibbern lassen kann. Er wird von Selbstmördern, Mordopfern und Unfallopfern heimgesucht. Diese Angst und die Angst, dass die Menschen um ihn, vor allen Dingen seine geschiedene Mutter (Toni Collette), schlecht von ihm denken könnten, macht Cole sehr zu schaffen. Er traut sich noch nicht einmal, wann immer er will, auf die Toilette zu gehen. Die Geister gehen in ihrer Wohnung umher und seine Mutter glaubt, dass er ein pathologischer Lügner ist, da Dinge von ihrem Platz verschwinden und die Schränke und Schubladen in Sekundenschnelle aufgerissen werden, sobald sie nicht hinguckt.

Ich möchte nicht zu viel verraten, daher höre ich hier auf, die Story zu erzählen. Ich gehe aber nun auf die Schauspieler ein.

Osment sieht einfach erbärmlich aus, ist aber in jeder Hinsicht die Idealbesetzung für diese Rolle. Er scheint mit jeder Faser seines Leibes und seines Geistes Cole zu sein.
Damit hat er klar Willis an die Wand gespielt. Dazu muß ich aber auch bemerken, dass es überhaupt das 1. Mal war, dass ich erkannt habe, dass Willis nicht nur der Hau-drauf-Actionheld, sondern wirklich gelernter Schauspieler ist, der auch leise Töne im Repertoire hat. Im Gegensatz zu den anderen Filmen konnte er zeigen, dass er auch im nicht verschwitzten Hemd überzeugen kann. Es wurde auch nicht für nötig befunden, dass seine Frisur sitzt. Die Geheimratsecken wurden ausnahmsweise mal nicht von einem Toupet verdeckt. Plus seinem traurigen Blick konnte man so erkennen, dass solche Kleinigkeiten für Malcom Crowe nicht mehr wichtig sind.
Toni Collette stellt auf überzeugende Weise eine Mutter dar, die versucht, trotz zweier Jobs, um den Lebensunterhalt bestreiten zu können, für ihren Sohn da zu sein. Sie ringt verzweifelt mit sich, um dem Jungen nicht zu zeigen, dass sie wütend und enttäuscht ist, da er ihrer Meinung nach lügt, um sein Fehlverhalten zu vertuschen, da sie denkt, dass er das tut, weil er unter der Scheidung leidet.
Annas Verhalten erklärt sich aus der Tatsache, dass nichts so ist, wie es auf den 1. oder 2. Blick erscheint.

Nun möchte ich die Kameraführung loben. Während des \"Spiels\" zwischen Cole und Crowe versucht Letzterer den Jungen zu ergründen und dazu zu bringen, auf den Sessel zuzugehen und sich zu einem Gespräch niederzulassen. Liegt Crowe richtig, soll Cole näher kommen, hat er falsch geraten, darf Cole einen Schritt auf die Tür zu machen. Die Bewegungen des Jungen, das Näherkommen und das Zurückweichen, werden von der Kamera mit dem Blick auf Crowe dem Zuschauer nähergebracht.
Auch in jeder anderen Szene wurde darauf hin gearbeitet, dass der Zuschauer mit integriert wird und alles aus nächster Nähe verfolgt.

Zusammenfassend läßt sich sagen, dass Regisseur Shyamalan eine geniale Leistung erbracht hat.

FAZIT

Wer Wert auf gepflegten Grusel und nervenzerreißenden Thrill legt, muß diesen Film gesehen haben.

PS : Die Signalfarbe rot hat eine große Bedeutung. Welche, wird auch nach und nach aufgehen.

20 Bewertungen