The Sixth Sense (VHS) Testbericht

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ab 5,56
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Erfahrungsbericht von Bjoern.Becher

Bruce Willis ist kein stumpfer Actionheld!

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Bruce Willis hat viele Filme gedreht. Darunter war viel Schrott, aber auch sehr viele gute Filme. Viele halten dabei den Film, den ich heute besprechen werde, für seinen besten, zumindest ist es seiner erfolgreichster. Der Name des Films ist \"The Sixth Sense\" und ohne lange Vorrede werde ich mich jetzt gleich mal inmitten in den Bericht stürzen.

Der Inhalt
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Malcom Crowe (Bruce Willis) ist Kinderpsychologe, ein sehr guter sogar. Eines Abends feiert er gerade mit seiner Frau Anna (Olivia Williams) den Erhalt einer Auszeichnung, welche er für seine hervorragende Arbeit bekommen hat, als ein Mann in sein Haus eindringt. Der Mann heißt Vincent Gray (Donnie Wahlberg) und ist ein ehemaliger Patient von Crowe. Er wirft Crowe vor, dass dieser ihm nicht geholfen hat, und schießt ihn nieder und richtet dann sich selbst.

Im folgenden Herbst: Crowe beobachtet einen Jungen namens Cole Sear (Haley Joel Osment), er hat ähnliche Symptome wie Vincent Gray hatte. Cole will dem Jungen helfen, u. a. um seinen Fehler von damals wieder gutzumachen. Doch Crowe findet nur sehr schwer Zugang zu dem Jungen. Erst mit der Zeit fängt Cole an Crowe zu vertrauen und offenbart ihm sein Geheimnis. Cole kann tote Menschen sehen. Diese wissen gar nicht, dass sie tot sind und nehmen auch die anderen Toten rund um Cole nicht wahr. Cole lebt in ständiger Angst vor den ganzen Toten, die um ihn rumlaufen.
Crowe steigert sich immer mehr in die Arbeit mit Cole herein, mit seiner eigenen Frau spricht er dagegen gar nicht mehr. Sie entfremden sich immer mehr. Mit der Zeit fängt Crowe auch an der abenteuerlichen Geschichte zu glauben und muss immer mehr feststellen, dass die Wirklichkeit, welche er entdecken wird, schlimmer sein wird, als er sich vorstellen kann.

Meine Meinung
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\"Das überraschendste Filmende des Jahres\" schrieb die, von mir nicht unbedingt geschätzte Zeitschrift CINEMA in ihrer Ausgabe 01/2000. Na ja, das Ende des Films, dass ich hier auf keinen Fall verraten will, ist wirklich grandios gemacht, aber wirklich so überraschend. Ich kann nur von mir sprechen, und ich habe ab ca. der Mitte des Films dieses Ende vermutet und ich war schon oft von Ende überrascht, also gab es sicher überraschendere, auch sicher im Kinojahr von The Sixth Sense. Aber der zentrale Punkt meines Berichtes soll ja nicht eine Auseinandersetzung mit den Berichten der Zeitschrift CINEMA sein, sondern der Film.

Und diesen kann man als sehr gelungen bezeichnen (wobei dies eine Untertreibung ist). The Sixth Sense ist ein sehr ungewöhnlicher Genre-Mix. Zum einen ist der Film ein äußerst spannender Thriller, benutzt aber viele Elemente des Horror-Genre, aber am besten trifft es doch die Bezeichnung Drama.

Und dieses Drama hat eine meisterhaft dramatische Story und diese ist meisterhaft inszeniert. Ohne jegliche Hektik, in einem ganz ruhigen Erzählfluss präsentiert Regisseur M. Night Shyalaman dem Zuschauer den Film, benutzt dabei bewegende Bilder und hat 2 hervorragende Darsteller in den Hauptrollen.

Bruce Willis zeigt mit dem Film wieder einmal, dass er kein stumpfer Action-Held ist, sondern das er es fertig bringt auch große Charakterrollen zu spielen. Die Hilflosigkeit in seinen Blicken, wenn er es nicht schafft eine Kommunikation mit seiner Frau anzufangen, ist einfach sehenswerten.

Das ist aber bei weitem nicht der einzige Darsteller, der hier groß aufspielt. Willis wird nämlich deutlich in den Schatten gestellt, von dem kleinen Schauspieler-Wunderkind Haley Joel Osment, der mich in diesem Film wieder einmal beeindruckt hat. Die Rolle, die er zu spielen hat, verlangt sehr viel von einem Schauspieler und Osment ist dieser hohen Anforderung gerecht geworden. Man merkt ihm den ganzen Film an, wie bedrückt und verängstigt er ist, selbst in den wenigen Szenen in denen er lacht und dies ist, denke ich, eine sehr gute, da sehr schwierige, Leistung.

Die Story ist aber nicht nur grandios, sie behandelt auch ganz zentrale Themen. Der Film setzt sich sehr eingängig und vor allem eindringlich mit dem Thema \"Tod\" und vor allem der Angst der Menschen vor diesem und der Verdrängung dieses Themas in den meisten Köpfen auseinander.

Was man dem Film auch zu gute halten muss, ist dass das schon oben erwähnt ungewöhnliche Ende nicht einfach aus dem Hut gezaubert wird. Es gibt den ganzen Film deutliche Zeichen darauf (sonst hätte ich auch nicht das Ende schon vorher vermutet), aber das Ende widerspricht vor allem auch nicht dem restlichen Film, sondern reiht sich in den Film ein und ist nachvollziehbar. Es gibt wirklich keine Widersprüche zum Geschehnissen des Films und wenn man welche entdeckt oder besser glaubt welche entdeckt zu haben, dann lösen sich diese Widersprüche bei einem genauen erneuten Schauen des Films auf.

Der Film The Sixth Sense ist eine absolute Meisterleistung und hat jedes Wort voll Lob, das über den Film ergossen wurde, verdient. 2 brillante Darsteller an der Spitze, ein außergewöhnliche und äußerst intelligente Geschichte, die gefühlvoll inszeniert wurde, dabei aber fast dauerhaft beim Zuschauer richtige Furcht erzeugt, und das nur über die psychologische Schiene, ohne jegliche Splattereffekte, dies alles macht diesen Film zu einem wirklich sehenswerten Film, den man kennen sollte.

Vor kurzem kam der Film auch auf Pro7, dort wurde er leider, für mich unverständlich, aber nur in einer leicht gekürzten Fassung gezeigt.

The Sixth Sense bekommt von mir 10 von 10 möglichen Punkten!

Titel Deutschland: The Sixth Sense
Originaltitel: The Sixth Sense
Genre: Drama
USA 1999, FSK 16, Laufzeit: 115 Minuten

Darsteller: Bruce Willis (Dr. Malcolm Crowe), Haley Joel Osment (Cole Sear), Toni Collette (Lynn Sear), Olivia Williams (Anna Crowe), Donnie Wahlberg (Vincent Gray), Glenn Fitzgerald (Sean), Mischa Barton (Kyra Collins), Trevor Morgan (Tommy Tammisimo), Bruce Norris (Stanley Cunningham)

Regie: M. Night Shyamalan
Produzenten: Frank Marshall, Kathleen Kennedy, Barry Mendel für Spyglass Entertainment
Drehbuch: M. Night Shyamalan
Musik: James Newton Howard
Kamera: Tak Fujimoto
Spezialeffekte: Dream Quest Images
Ausstattung: Larry Fulton
Schnitt: Andrew Mondshein
Kostüme: Joanna Johnston
Make Up: Stan Winston


© Björn Becher 2002

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