The Sixth Sense (VHS) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 10/2004
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Erfahrungsbericht von alteSchwedin
"Ich will keine Angst mehr haben!"
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Vielen von euch werde ich, wenn ich euch bekannt sein sollte, als Leseratte bekannt sein. Doch seit einiger Zeit, genauer gesagt, seit wir einen Videorecorder besitzen, sehe ich mir auch gern mal einen Film an. Meist lasse ich mir welche empfehlen, aber manchmal bin ich einfach auch neugierig. Diesen Film jedoch habe ich mir von meinem Bibliothekar empfehlen lassen. Der war total begeistert und da kann der Film ja so schlecht nicht sein. Also sah ich ihn mir gestern abend an und gerade eben habe ich ihn noch einmal gesehen. Und ich bin begeistert. Ich rede die ganze Zeit von „The Sixth Sense“, einem Film, der Bruce Willis mal ganz anders zeigt. Doch erstmal sollt ihr etwas zur Story erfahren.
Malcolm Crowe ist ein hochdekorierter Kinderpsychologe in Philadelphia. Er erhielt sogar eine Auszeichnung der Stadt für seine besonderen Leistungen. Er führt eine glückliche Ehe und lebt in dem Bewusstsein, schon vielen Kindern ein besseres Leben ermöglicht zu haben. Doch einem Jungen konnte er nicht helfen.
Dieser dringt, jetzt erwachsen, in Crowes Haus ein, schießt ihn an und tötet sich dann selbst. Nach Crowes Genesung hat er einen neuen Fall: Der 8jährige Cole Sear leidet unter Angstzuständen. Die Symptome sind ähnlich denen, die der Schütze hatte, als er ein Kind war und von Crowe behandelt wurde. Crowe konnte ihm damals nicht helfen, doch in Cole sieht er seine zweite Chance. Dadurch, dass er Cole hilft, würde er auch dem toten Jungen irgendwie helfen. Zwischen dem Kinderpsychologen und Cole, der von sich selbst sagt, dass er ein „Psycho“ sei, baut sich langsam eine Freundschaft auf. Und schließlich verrät Cole sein Geheimnis: Er sieht tote Menschen. Immer. Überall. Diese Verstorbenen wissen nicht, dass sie tot sind und nehmen einander auch nicht wahr. Cole hat Angst vor ihnen, denn diese Geister quälen ihn permanent. Crowe versucht Cole zu helfen und dringt dabei immer weiter in diese beängstigende Welt vor. Doch damit nähert er sich auch einer schrecklichen Wahrheit...
Nicht alles, was ich jetzt beschrieben habe, wird sich am Ende als so herausstellen, wie ich es dargestellt habe. Der Schein trügt halt manchmal...
Die Story an sich ist eigentlich sehr einfach. Es kommen nicht viele Leute vor und der Aufwand ist sehr gering. Und doch wirkt das alles sehr tief und einfach besonders. Ich finde gar nicht die richtigen Worte, aber dieser Thriller „The Sixth Sense“ setzt in jeder Hinsicht auf Qualität statt auf Quantität. Obwohl die Geschichte sehr einfach und ohne Nebenhandlungen gestrickt ist, wird es nie langweilig. Der Zuschauer taucht immer tiefer in die Handlung ein, jedoch kommt er dabei der Auflösung des Rätsels nie wirklich näher. Diese Auflösung kommt erst ganz am Ende und ist so überraschend, wie ich es noch in keinem Film gesehen habe. Meist kann man ja einzelnes schon vorausahnen und sehr oft weiß man auch, wie der Film nun endet. Doch mit dieser Erklärung am Ende des Filmes hätte ich nie gerechnet und doch wirkt dann alles plötzlich absolut stimmig. Plötzlich passen diese vielen kleinen Details, denen man während des ersten Sehens kaum Beachtung geschenkt hatte, völlig ins Bild. Beim zweiten Sehen wundert man sich dann, warum man die Lösung bei all diesen Vorausdeutungen nicht gleich erkannte. Aber ich werde euch das Ende nicht verraten. Lasst euch überraschen, wie auch ich es getan habe.
Qualität statt Quantität war auch bei den Schauspielern das Motto. Ich möchte hier nur näher auf Bruce Willis, Haley Joel Osment und Toni Colette eingehen.
Bruce Willis spielt den Kinderpsychologen Malcolm Crowe. Er, der ja eher für seine Actionfilme wie „Stirb langsam 1-3“ und „Das fünfte Element“ bekannt ist, ist hier mal in einer für ihn gänzlich ungewohnten Rolle zu sehen. Doch er beweist, dass er auch in solchen Rollen brilliert. Einfühlsam tastet er sich an den kleinen Cole heran. Und man spürt genau seine Verzweiflung darüber, dass er nicht mehr mit seiner Frau reden kann. Auch die Mimik, als er bemerkt, wie schrecklich die Wahrheit ist, ist einfach grandios. Einfach eine brillante Vorstellung!
Haley Joel Osment als Cole Sear ist der Star des Films. Er spielt den oft verängstigten Jungen genauso grandios wie den Lachenden. Doch bei all dem wirkt er immer nachdenklich und man spürt immer, dass ihn etwas belastet. Er wirkt einfach immer irgendwie glaubhaft in dieser Rolle, nichts wird übertrieben. Sein schauspielerisches Talent begeistert und macht „The Sixth Sense“ zu etwas ganz besonderem! Anrührend, echt und grandios!!
Toni Colette, einigen vielleicht aus „Die Hochzeit meines besten Freundes“ oder „Jane Austens Emma“ bekannt, stellt Lynn Sear, Coles alleinerziehende Mutter dar. Man fühlt über weite Strecken des Filmes ihre Verzweiflung, weil sie weiß, dass es ihrem Sohn schlecht geht, und weil sie ihm nicht helfen kann. Natürlich ist sie nicht die Hauptperson, aber als Nebendarstellerin füllt sie ihre Rolle völlig aus!
Zu Ton Kamera und Schnitt möchte ich auch noch ein paar Worte verlieren. Tak Fujimoto an der Kamera zeigt nur langsame Bilder, die jedoch allesamt sehr ausdrucksvoll sind. Die Farben sind sehr dunkel, fast alles ist in Braun- oder Schwarztönen gehalten. Eine stillstehende Kamera mit nur langsamen Zooms oder ganz behutsamen Bewegungen bestimmt den Film. Genau darauf abgestimmt ist auch der Schnitt von Andrew Mondshein. Dieser Hatte nicht viel zu tun, denn schnelle Schnitte kommen nicht vor, alles passt sich genau an die Kamera an.
Der Ton – dafür ist James Newton Howard verantwortlich – ist natürlich wieder total passend. Es ist genauso stimmig wie der gesamte Film. Ob nun durch das leise Jaulen eines Hundes oder das Klappen einer Tür, durch solch subtile Dinge wird in diesem Thriller der Schrecken verbreitet. Ingesamt ist die Musik jedoch sehr unaufdringlich, doch es lohnt sich, auch mal darauf zu achten.
FSK 16 ist dann auch völlig angemessen. Denn manche Bilder sind ziemlich grausam. Und auch insgesamt wird ein ziemlicher Schrecken suggeriert.
Unter der Regie von M. Night Shyamalan, der auch das Drehbuch verfasste, entstand ein durch und durch grandioser Film. Er ist spannend, unvorhersehbar und enthält viel Überraschendes. Ich bin eigentlich kein sehr schreckhafter Mensch, aber hier erschrak selbst ich, trotz der reichlich einfachen Mittel.
Ich glaube, jetzt ist alles gesagt. Nur noch eins: Schaut euch diesen Film unbedingt an!
Malcolm Crowe ist ein hochdekorierter Kinderpsychologe in Philadelphia. Er erhielt sogar eine Auszeichnung der Stadt für seine besonderen Leistungen. Er führt eine glückliche Ehe und lebt in dem Bewusstsein, schon vielen Kindern ein besseres Leben ermöglicht zu haben. Doch einem Jungen konnte er nicht helfen.
Dieser dringt, jetzt erwachsen, in Crowes Haus ein, schießt ihn an und tötet sich dann selbst. Nach Crowes Genesung hat er einen neuen Fall: Der 8jährige Cole Sear leidet unter Angstzuständen. Die Symptome sind ähnlich denen, die der Schütze hatte, als er ein Kind war und von Crowe behandelt wurde. Crowe konnte ihm damals nicht helfen, doch in Cole sieht er seine zweite Chance. Dadurch, dass er Cole hilft, würde er auch dem toten Jungen irgendwie helfen. Zwischen dem Kinderpsychologen und Cole, der von sich selbst sagt, dass er ein „Psycho“ sei, baut sich langsam eine Freundschaft auf. Und schließlich verrät Cole sein Geheimnis: Er sieht tote Menschen. Immer. Überall. Diese Verstorbenen wissen nicht, dass sie tot sind und nehmen einander auch nicht wahr. Cole hat Angst vor ihnen, denn diese Geister quälen ihn permanent. Crowe versucht Cole zu helfen und dringt dabei immer weiter in diese beängstigende Welt vor. Doch damit nähert er sich auch einer schrecklichen Wahrheit...
Nicht alles, was ich jetzt beschrieben habe, wird sich am Ende als so herausstellen, wie ich es dargestellt habe. Der Schein trügt halt manchmal...
Die Story an sich ist eigentlich sehr einfach. Es kommen nicht viele Leute vor und der Aufwand ist sehr gering. Und doch wirkt das alles sehr tief und einfach besonders. Ich finde gar nicht die richtigen Worte, aber dieser Thriller „The Sixth Sense“ setzt in jeder Hinsicht auf Qualität statt auf Quantität. Obwohl die Geschichte sehr einfach und ohne Nebenhandlungen gestrickt ist, wird es nie langweilig. Der Zuschauer taucht immer tiefer in die Handlung ein, jedoch kommt er dabei der Auflösung des Rätsels nie wirklich näher. Diese Auflösung kommt erst ganz am Ende und ist so überraschend, wie ich es noch in keinem Film gesehen habe. Meist kann man ja einzelnes schon vorausahnen und sehr oft weiß man auch, wie der Film nun endet. Doch mit dieser Erklärung am Ende des Filmes hätte ich nie gerechnet und doch wirkt dann alles plötzlich absolut stimmig. Plötzlich passen diese vielen kleinen Details, denen man während des ersten Sehens kaum Beachtung geschenkt hatte, völlig ins Bild. Beim zweiten Sehen wundert man sich dann, warum man die Lösung bei all diesen Vorausdeutungen nicht gleich erkannte. Aber ich werde euch das Ende nicht verraten. Lasst euch überraschen, wie auch ich es getan habe.
Qualität statt Quantität war auch bei den Schauspielern das Motto. Ich möchte hier nur näher auf Bruce Willis, Haley Joel Osment und Toni Colette eingehen.
Bruce Willis spielt den Kinderpsychologen Malcolm Crowe. Er, der ja eher für seine Actionfilme wie „Stirb langsam 1-3“ und „Das fünfte Element“ bekannt ist, ist hier mal in einer für ihn gänzlich ungewohnten Rolle zu sehen. Doch er beweist, dass er auch in solchen Rollen brilliert. Einfühlsam tastet er sich an den kleinen Cole heran. Und man spürt genau seine Verzweiflung darüber, dass er nicht mehr mit seiner Frau reden kann. Auch die Mimik, als er bemerkt, wie schrecklich die Wahrheit ist, ist einfach grandios. Einfach eine brillante Vorstellung!
Haley Joel Osment als Cole Sear ist der Star des Films. Er spielt den oft verängstigten Jungen genauso grandios wie den Lachenden. Doch bei all dem wirkt er immer nachdenklich und man spürt immer, dass ihn etwas belastet. Er wirkt einfach immer irgendwie glaubhaft in dieser Rolle, nichts wird übertrieben. Sein schauspielerisches Talent begeistert und macht „The Sixth Sense“ zu etwas ganz besonderem! Anrührend, echt und grandios!!
Toni Colette, einigen vielleicht aus „Die Hochzeit meines besten Freundes“ oder „Jane Austens Emma“ bekannt, stellt Lynn Sear, Coles alleinerziehende Mutter dar. Man fühlt über weite Strecken des Filmes ihre Verzweiflung, weil sie weiß, dass es ihrem Sohn schlecht geht, und weil sie ihm nicht helfen kann. Natürlich ist sie nicht die Hauptperson, aber als Nebendarstellerin füllt sie ihre Rolle völlig aus!
Zu Ton Kamera und Schnitt möchte ich auch noch ein paar Worte verlieren. Tak Fujimoto an der Kamera zeigt nur langsame Bilder, die jedoch allesamt sehr ausdrucksvoll sind. Die Farben sind sehr dunkel, fast alles ist in Braun- oder Schwarztönen gehalten. Eine stillstehende Kamera mit nur langsamen Zooms oder ganz behutsamen Bewegungen bestimmt den Film. Genau darauf abgestimmt ist auch der Schnitt von Andrew Mondshein. Dieser Hatte nicht viel zu tun, denn schnelle Schnitte kommen nicht vor, alles passt sich genau an die Kamera an.
Der Ton – dafür ist James Newton Howard verantwortlich – ist natürlich wieder total passend. Es ist genauso stimmig wie der gesamte Film. Ob nun durch das leise Jaulen eines Hundes oder das Klappen einer Tür, durch solch subtile Dinge wird in diesem Thriller der Schrecken verbreitet. Ingesamt ist die Musik jedoch sehr unaufdringlich, doch es lohnt sich, auch mal darauf zu achten.
FSK 16 ist dann auch völlig angemessen. Denn manche Bilder sind ziemlich grausam. Und auch insgesamt wird ein ziemlicher Schrecken suggeriert.
Unter der Regie von M. Night Shyamalan, der auch das Drehbuch verfasste, entstand ein durch und durch grandioser Film. Er ist spannend, unvorhersehbar und enthält viel Überraschendes. Ich bin eigentlich kein sehr schreckhafter Mensch, aber hier erschrak selbst ich, trotz der reichlich einfachen Mittel.
Ich glaube, jetzt ist alles gesagt. Nur noch eins: Schaut euch diesen Film unbedingt an!
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