The Skulls - Alle Macht der Welt (VHS) Testbericht

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ab 12,83
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Erfahrungsbericht von catmother

Ein Skull über allen anderen!

Pro:

umstrittenes Thema

Kontra:

zu oberflächlich

Empfehlung:

Ja

Heute mal wieder ein Filmtip von mir für einen interessanten Fernsehabend. Der Film beschäftigt sich mit einem umstrittenen Thema in den USA, nämlich mit den Verbindungen an Universitäten, ihren Machenschaften und ihren dunklen Intentionen.


** Die Story **
Luke McNamara (Joshua Jackson) stammt aus bescheidenen Verhältnissen und hat den Eintritt in das renommierte Collge in New Haven nur durch viel Arbeit und ein Stipendium geschafft. Immerhin kann er hier durch einige Erfolge im Ruderteam des College glänzen.
Der Traum vom Jurastudium an einer ebenso renommierten Uni steht jedoch noch in weiter Ferne, sollte sich an seiner finanziellen Situation nichts ändern. Umso interessanter scheint für Luke die Organisation der Skulls, angeblich ein Geheimbund, deren Mitglieder sich unterstützen und finanziell fördern. Es sollen die einflußreichsten Männer darin sitzen. Nur Lukes Freunde Will (Hill Harper), ein Journalistikstudent, und Chloe (Leslie Bibb) haben Bedenken gegen den Bund.
Als Luke mal wieder einen Pokal für das College Ruderteam holt, bekommt er eine Einladung von den Skulls. Gemeinsam mit einigen anderen Jungs durchläuft er das Aufnahmeritual und wird nach einer Mutprobe Mitglied.

Leider darf er seinen Freunden nichts davon sagen, denn die Skulls unterliegen strengster Geheimhaltung. Doch Will ahnt bereits von dem Geheimnis seines Freundes und meint, was so elitär und geheim ist, könne nichts Gutes sein.

Von nun an beherrschen Besitz und Regeln das Leben von Luke. Zur Weihe bekommt er einen Sportwagen, eine teure Uhr und Geld auf sein Konto, lässt sich einen Totenkopf in die Haut brennen und muß mit den anderen schwören, dass die Regeln der Skulls höher stehen als alles staatlichen Gesetze. Gleichzeitig bekommt jeder der Neulinge einen Gefährten aus den Reihen der Debütanten; Lukes „Seelenfreund“ ist Caleb Mandrake (Paul Walker), der Sohn des Richters Mandrake, der der Ratsvorsitzende des Bundes ist.

Kurze Zeit später findet er seinen Freund Will erhängt in dessen Zimmer. Der angehende Journalist hatte an einer Story über die Skulls gearbeitet, dazu Calebs Porsche aufgebrochen und war mit dessen geklauten Schlüsseln in das Allerheiligste der Verbindung eingedrungen. Dort wurde er von Caleb erwischt. Alles deutet auf Selbstmord. Nur Luke und Chloe glauben nicht daran. Als sie in Wills Zimmer das Regelbuch der Skulls finden und es sich als das von Caleb herausstellt, ahnen die beiden die Zusammenhänge und beginnen ihrerseits zu recherchieren.
Als Richter Mandrake sich plötzlich Lukes Schweigen mit einer Zulassung zu einer Uni seiner Wahl erkaufen will, ist er um so entschlossener, den wahren Mörder zu finden. Unter Lebensgefahr kommen die beiden an Beweismaterial, das den Rektor des Collegs dabei zeigt, wie er dem verletzten Will das Genick bricht. Damit wollen Luke und Chloe zur Polizei, doch die scheint mit den Skulls gemeinsame Sache zu machen. Nun beginnt ein Wettlauf um Lukes Leben, und die Skulls wissen immer, was der Abtrünnige gerade tut...


** Filmkritik **
Zuerst dachte ich, dieser Film wäre die Verfilmung eines Buches zum gleichen Thema, das ich vor etlicher Zeit mal gelesen hatte. „Die Auserwählten“ von Rob Kean behandelt ebenfalls die dunklen Machenschaften in einer Bruderschaft. Allerdings war dort der Plot ungleich spannender.

Der Beginn des Films ist eigentlich vielversprechend: man bekommt man einen guten Einblick in die sozialen Verhältnisse der Studenten, in ihre Wünsche und Träume und wie weit sie davon entfernt sind. Insofern ist der Reiz dieser geheimnisvollen und mächtigen Verbindung für den Filmhelden nachvollziehbar. Wer wünscht sich nicht Protektion und Geld, wenn die Ziele hochgesteckt sind?
Bis zum Tod von Lukes Freund ist die Geschichte auch noch spannend, obwohl man doch zu wissen glaubt, was passiert ist.

Doch dann wird es öfter unlogisch und unglaubwürdig – aus der Sicht des krimierfahrenen Zuschauers: wer übergibt ein Beweisvideo an die Polizei, die einen sowieso schon verdächtigt und macht davon keine Kopie? Wieso begibt sich der Held ständig ohne irgendwelche Sicherheitsvorkehrungen in die Höhle des Löwen, wo er doch weiß, dass die ihn auf dem Kieker haben? Bei der Verfolgungsjagt wacht Luke innerhalb einer halben Stunde aus dem Medikamentenkoma auf, das sie ihm über Tage verabreicht haben. Alles ziemlich unvorstellbar und fragwürdig für einen guten Plot. Und so ist die Story zwar gut gemeint, aber irgendwie nicht bis zu Ende gedacht.

Die jungen Schauspieler kannte ich nicht (obwohl Joshua Jackson den Teens aus Dawson’s Creek bekannt sein soll, aber ich bin ja kein Teen mehr). Ihr Spiel zeugt in meinen Augen nicht sehr viel von Überzeugungskraft und Vielschichtigkeit der Charaktere. Sie sind einfach nur gutaussehend und sollen wohl gerade das junge Publikum vor die Leinwand locken. Bleibt zu hoffen, dass sie im Laufe ihrer Karriere einiges an Ausdrucksstärke dazugewinnen.
Von den älteren Darstellern waren mir einige dem Gesicht nach bekannt. Vor allem Craig T. Nelson als Richter Mandrake spielt die Rolle des machtbesessenen, korrupten Politikers mit viel Überzeugungskraft und Bösartigkeit.

Positiv zu bemerken ist noch die frische moderne Musik, die dem Film einen jugendlichen Anstrich gibt. Neben den emotionalen Stücken von Komponist Randy Edelmann gibt es einige schöne Songs u.a. von Collective Soul, Cree und Fatboy Slim.


** Mein Fazit **
Mittelmäßig für Anspruchsvolle, ansonsten netter Film für das eher jugendliche Publikum um Geld, Erfolg, Loyalität und die Fragwürdigkeit von Geheimbünden. Schade eigentlich, gerade letzteres Thema hätte man spannender und hintergründiger umsetzen können.


** Daten **
USA 2000
Genre: Thriller
Regie: Rob Cohen
FSK 12

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