Timeline - Bald wirst du Geschichte sein (VHS) Testbericht

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ab 7,98
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Erfahrungsbericht von brainbug1602

Eine Zeitreise der langweiligen Art...

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Zur Story:
Ein paar jungen Archäologen sind gerade damit beschäftig eine alte Burgruine auszubuddeln, als sie zufällig ein altes Schriftstück aus dem Jahre 1375 entdecken, auf dem ihr Professor sie um Hilfe bittet. Zudem finden sie ein Brillenglas. Chris, der Sohn des Professors, glaubt, dass es sich um einen schlechten Scherz seines Vaters handelt, aber wie sich herausstellt ist sein Vater mit einer Zeitmaschine, gebaut von den Geldgebern seines Vaters, in die Vergangenheit gereist und steckt nun fest. Ohne lange darüber nachzudenken machen sich Cris, seine Freunde und ein paar Marines auf, den Professor zu retten....


Meinung:

Richard Donner verfilmt den Roman „Timeline“ von Jurrasic Park Autor Michael Crichton. Das hört sich auf den ersten Blick nicht übel an. Richard Donner versteht sein Handwerk und mit einer Vorlage von Michael Crichton kann doch eigentlich gar nicht viel schief gehen, oder?
Oh, doch das kann es.

Als der Film bei anfänglichen Testvorführung beim Publikum durchfiel, wurde der Film umgeschnitten und auch der Score verändert. Ursprünglich war Jerry Goldsmith dafür zuständig, aber als Richard Donner nach dem Umschnitt von Goldsmith verlangte, dass dieser auch den Score noch mal überarbeitet, hatte dieser schon genug von dem Film und so kam es, dass Brian Tyler die Musik zusteuerte.

Richard Donner ist zudem ein Filmemacher der alten Schule d.h. in dem Film wurde auf Computergenerierte Effekt und andere solche Spielereien verzichtet. Dies ist etwas was dem Film auch oft vorgeworfen wird, denn den Streifen hätte man so auch vor 10-20 Jahren drehen können.

Ich habe zwar das Buch nicht gelesen, aber die Story ist schon arg dünn und löchrig, von der Logik mal ganz abgesehen. Nur als kleines Beispiel: Ohne irgendwie ein zweites Mal darüber nachzudenken z.B. über die Seriosität der Firma Reisen unsere (bauäugigen) Helden in die Vergangenheit.

Am nervigsten fande ich allerdings diese dümmlich schwarz/weiß-Malerei. Auf der einen Seite die guten Franzosen (ja genau, der Erzfeind ;-)), mit ihrer strahlenden Anführerin und die bösen, bösen, bösen Engländer, die sich in ihrer bösen, bösen, bösen Burg verbunkern und den guten, guten, guten Professor als Geisel halten, damit er ihnen neue Waffen baut.

Dann fehlt dem Film noch etwas ganz entscheidendes: Tempo. Unsere Helden befinden sich die meiste Zeit auf der Flucht oder sind irgendwo eingesperrt, wenn nicht gerade eine noch langweiligere Liebesszene auf dem Programm steht. Einzig die die Belagerung der Burg lässt etwas Spannung aufkommen, aber auch hier happert’s wieder ein wenig mit der Logik. Die bösen, bösen, bösen Engländer kommen doch tatsächlich nachts auf die Idee „Nachtpfeile“, statt der normalen Feuerpfeile einzusetzen. Jetzt fragt ihr euch sicher erst ein Mal: „Was sind den bitte Nachtpfeile?“
Ganz einfach: Feuerpfeile ohne Feuer. Also wenn das nicht genial ist. Ich frage mich sowieso, wer auf die grandiose Idee kam, nachts mit Feuerpfeilen zu schießen.

Die Darsteller sind absolut deplaziert. Was hat denn bitte Paul Walker (2 Fast 2 Furious) in diesem Film verloren? Er zeigt uns mal wieder, dass er einiges kann bis auf schauspielern.


Fazit:

Langweiliger Film. Reicht höchstens zum anschauen und wieder vergessen.

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