True Romance (DVD) Testbericht
ab 10,46 €
Billiger bei eBay?
Bei Amazon bestellen
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 11/2011
Auf yopi.de gelistet seit 11/2011
Erfahrungsbericht von der_dominator
So viel zum King und was ist mit dir...
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
In seinem Buch „Fever Pitch“ schreibt Nick Hornby über seinen Verein Arsenal London: „Ich verliebte mich in den Fußball, wie ich mich später in Frauen verlieben sollte: plötzlich, unerklärlich, unkritisch und ohne einen Gedanken an den Schmerz und die Zerissenheit zu verschwenden, die damit verbunden sein würden…“
Mit Fußball hat Clarence [Christian Slater], eher für Elvis schwärmend als dem runden Leder nachlaufend, nichts am Hut, eher schon mit der Liebe denn die trifft in, wie auch Hornby es erlebt haben muss: plötzlich, denn mit seiner immer gleichen Masche hat der junge Amerikaner eher weniger Erfolg und so ist es verwunderlich, das er auf seine Traumfrau ausgerechnet während einer Kung-Fu Nacht im Ortsansässigen Kino [es wird „Streetfighter“, sowie deren Nachfolger und „die Schwester vom Streetfighter“ gezeigt, für die, die es unbedingt wissen wollen…] trifft. Genau genommen ist es eine Tüte Popcorn, mit der das Techtelmechtel zwischen Clarence und Alabama [Patricia Arquette] ins Rollen bringt, denn diese landet, noch ehe die Besitzerin ihr folgen kann, auf dem Schoß des Elvisfans.
[So viel zum King und was ist mit dir… ]
Es scheint die Liebe auf den ersten Blick und nach einem Kuchen kommen sich die beiden in Clarences Wohnung nicht nur näher sondern nah. Das ganze endet in einem Fiasko, denn Alabama, seit drei Tagen als Callgirl tätig und mittlerweile meilenweit davon entfernt ihren Auftrag Clarence zu verführen, weil Hals über Kopf in ihn verliebt, gesteht ihm das es sein Chef war, der sie engagierte um ihm den Geburtstag zu verschönern. Doch was zunächst als unüberbrückbares Hindernis zwischen dem jungen Liebespaar steht, ist schneller vergessen als man Liebe [aus dem Kopf und ohne nach zu gucken] buchstabieren kann und so macht sich Clarence auf zu Alabamas Zuhälter um diesem mittels dem ein oder anderen Fausthieb davon zu überzeugen als „Al“ jetzt zu ihm gehört.
Als habe er einen Hang zu Fiaskos gerät auch diese Situation, geplant war eine simple „ich hole nur schnell deine Sachen Aktion“, aus der Kontrolle. Am Ende hat Clarence seine erste Kerbe im Bett und einen Koffer ergaunert in dem sich, wer hätte das gedacht, Kokain im Wert von einer halben Million Dollar, die er nun in Los Angelas verticken will um sich und seiner Süßen ein schönes Leben zu gönnen. Das dies natürlich nicht im Sinne des Drehbuches ist und sich sofort die Mafia an die Fersen des frisch verliebten Paares heftet versteht sich von selbst und so kommt es zum grandiosen Showdown in dem es zumindest für Clarence extrem eng wird…
[Leichen pflastern ihren weg…]
Quentin Tarantino scheint zu Beginn seiner Karriere, als er sich hauptsächlich als Drehbuchautor einen Namen machte, einen Hang zu Geschichten zu haben in denen ein Paar wild um sich schießend für Furore sorgt, denn auch Natural Born Killers ist ähnlich ausgelegt, wenn auch weitaus satirischer. Quentin erzählt im Prinzip eine simple Liebesgeschichte, eine Romanze wie man sie schon hundertmal gesehen hat - nur so wohl noch nicht und so kann man wohl von der härtesten Romanze aller Zeiten sprechen, denn wer bei Romanze an Picknicken und Küsschen hier, Küsschen da denkt, der ist definitiv schief gewickelt.
Das Picknick ist in seinem Falle ein wilder Ritt quer durch den Mafiasumpf und küsse werden schnell durch Gewalt ersetzt, Händchen halten inklusive, nie aber primär. Das er selber das ganze nicht verfilmte sondern Tony Scott das ganze überließ, ist wohl eine Frage des Geldes gewesen, nicht aber weiter tragisch, denn Scott agiert in bester Tarantino Manier. So findet man Drehbuch bedingt, geniale Dialoge, die allerdings nicht ganz an die in seinen eigenen Filmen [sprich Reservoir Dogs oder Pulp Fiction und Jackie Brown - von seiner Episode in Four Rooms sagen wir lieber niemandem etwas…] heranreichen, dennoch sorgen die genialen Dialoge, etwa in einer Szene in der Mafiaboss [Christopher Walken] auf Clarences Vater [Dennis Hopper] trifft und dieser ihm während er gefoltert wird darüber aufklärt, das er als Sizilianer „Niggergene“ in seinem Blut hat, immer wieder für ein Lächeln im Gesicht des Zuschauers und sorgen für eine gewisse Verschnaufpause. Aber auch die Reaktion des Sizilianers mit Niggergenen ist für Tarantinos Filme typisch und so erledigt er sich des Spaßvogels ganz kühl - per Kopfschuss.
Verständlich das der Film nicht nur wegen dieser Szene nicht in Kinderhände gehört und so findet man die DVD nicht unter „T wie True Romance“ sondern in der FSK 18 Abteilung, wo er mit 115 Minuten dann immerhin ungekürzt zu haben ist. Wer aber generell nicht bei jedem Spritzer Blut zusammenzuckt dem dürfte das ganze gut überstehen, lediglich eine Szene hinterlässt bei mir einen etwas bitteren Beigeschmack.
Während Clarence sich kurz aufmacht um einen Verbindungsmann mit einem Käufer zu treffen, ist „Al“ alleine im Hotel und trifft dort auf einen Killer. Diese Szenen wirkt so ungeschönt und realistisch, dass ich schlucken musste, denn selten habe ich einen solchen „Überlebenskampf“, schon gar nicht von einer Frau gesehen. Schockierend ist eines der Worte die mir als erstes in den Sinn kamen und dabei möchte ich es belassen. [und bevor Feministen anfangen über mein „schon gar nicht“ herzuziehen - falls das hier überhaupt jemand liest, anstatt einfach schnell ein „sehr hilfreich“ zu klicken - möchte ich noch erwähnen, das ich damit in keinster Weise den Überlebenskampf von meinen weiblichen Mitbürgern schmälern möchte - der_dominator toleriert jede Art des Überlebenskampf…]
Unterm Strich ist „True Romance“ aber ein durchaus unterhaltenswerter Film, randvoll besetzt mit Stars, wie Brad Pitt [in einer kleinen Rolle als bekiffter Mitbewohner zu sehen], Val Kilmer, Christian Slater und Patricia Arquette [wobei vor allem Dennis Hopper und Christopher Walken grandios sind], den man zumindest einmal gesehen haben sollte.
Mit Fußball hat Clarence [Christian Slater], eher für Elvis schwärmend als dem runden Leder nachlaufend, nichts am Hut, eher schon mit der Liebe denn die trifft in, wie auch Hornby es erlebt haben muss: plötzlich, denn mit seiner immer gleichen Masche hat der junge Amerikaner eher weniger Erfolg und so ist es verwunderlich, das er auf seine Traumfrau ausgerechnet während einer Kung-Fu Nacht im Ortsansässigen Kino [es wird „Streetfighter“, sowie deren Nachfolger und „die Schwester vom Streetfighter“ gezeigt, für die, die es unbedingt wissen wollen…] trifft. Genau genommen ist es eine Tüte Popcorn, mit der das Techtelmechtel zwischen Clarence und Alabama [Patricia Arquette] ins Rollen bringt, denn diese landet, noch ehe die Besitzerin ihr folgen kann, auf dem Schoß des Elvisfans.
[So viel zum King und was ist mit dir… ]
Es scheint die Liebe auf den ersten Blick und nach einem Kuchen kommen sich die beiden in Clarences Wohnung nicht nur näher sondern nah. Das ganze endet in einem Fiasko, denn Alabama, seit drei Tagen als Callgirl tätig und mittlerweile meilenweit davon entfernt ihren Auftrag Clarence zu verführen, weil Hals über Kopf in ihn verliebt, gesteht ihm das es sein Chef war, der sie engagierte um ihm den Geburtstag zu verschönern. Doch was zunächst als unüberbrückbares Hindernis zwischen dem jungen Liebespaar steht, ist schneller vergessen als man Liebe [aus dem Kopf und ohne nach zu gucken] buchstabieren kann und so macht sich Clarence auf zu Alabamas Zuhälter um diesem mittels dem ein oder anderen Fausthieb davon zu überzeugen als „Al“ jetzt zu ihm gehört.
Als habe er einen Hang zu Fiaskos gerät auch diese Situation, geplant war eine simple „ich hole nur schnell deine Sachen Aktion“, aus der Kontrolle. Am Ende hat Clarence seine erste Kerbe im Bett und einen Koffer ergaunert in dem sich, wer hätte das gedacht, Kokain im Wert von einer halben Million Dollar, die er nun in Los Angelas verticken will um sich und seiner Süßen ein schönes Leben zu gönnen. Das dies natürlich nicht im Sinne des Drehbuches ist und sich sofort die Mafia an die Fersen des frisch verliebten Paares heftet versteht sich von selbst und so kommt es zum grandiosen Showdown in dem es zumindest für Clarence extrem eng wird…
[Leichen pflastern ihren weg…]
Quentin Tarantino scheint zu Beginn seiner Karriere, als er sich hauptsächlich als Drehbuchautor einen Namen machte, einen Hang zu Geschichten zu haben in denen ein Paar wild um sich schießend für Furore sorgt, denn auch Natural Born Killers ist ähnlich ausgelegt, wenn auch weitaus satirischer. Quentin erzählt im Prinzip eine simple Liebesgeschichte, eine Romanze wie man sie schon hundertmal gesehen hat - nur so wohl noch nicht und so kann man wohl von der härtesten Romanze aller Zeiten sprechen, denn wer bei Romanze an Picknicken und Küsschen hier, Küsschen da denkt, der ist definitiv schief gewickelt.
Das Picknick ist in seinem Falle ein wilder Ritt quer durch den Mafiasumpf und küsse werden schnell durch Gewalt ersetzt, Händchen halten inklusive, nie aber primär. Das er selber das ganze nicht verfilmte sondern Tony Scott das ganze überließ, ist wohl eine Frage des Geldes gewesen, nicht aber weiter tragisch, denn Scott agiert in bester Tarantino Manier. So findet man Drehbuch bedingt, geniale Dialoge, die allerdings nicht ganz an die in seinen eigenen Filmen [sprich Reservoir Dogs oder Pulp Fiction und Jackie Brown - von seiner Episode in Four Rooms sagen wir lieber niemandem etwas…] heranreichen, dennoch sorgen die genialen Dialoge, etwa in einer Szene in der Mafiaboss [Christopher Walken] auf Clarences Vater [Dennis Hopper] trifft und dieser ihm während er gefoltert wird darüber aufklärt, das er als Sizilianer „Niggergene“ in seinem Blut hat, immer wieder für ein Lächeln im Gesicht des Zuschauers und sorgen für eine gewisse Verschnaufpause. Aber auch die Reaktion des Sizilianers mit Niggergenen ist für Tarantinos Filme typisch und so erledigt er sich des Spaßvogels ganz kühl - per Kopfschuss.
Verständlich das der Film nicht nur wegen dieser Szene nicht in Kinderhände gehört und so findet man die DVD nicht unter „T wie True Romance“ sondern in der FSK 18 Abteilung, wo er mit 115 Minuten dann immerhin ungekürzt zu haben ist. Wer aber generell nicht bei jedem Spritzer Blut zusammenzuckt dem dürfte das ganze gut überstehen, lediglich eine Szene hinterlässt bei mir einen etwas bitteren Beigeschmack.
Während Clarence sich kurz aufmacht um einen Verbindungsmann mit einem Käufer zu treffen, ist „Al“ alleine im Hotel und trifft dort auf einen Killer. Diese Szenen wirkt so ungeschönt und realistisch, dass ich schlucken musste, denn selten habe ich einen solchen „Überlebenskampf“, schon gar nicht von einer Frau gesehen. Schockierend ist eines der Worte die mir als erstes in den Sinn kamen und dabei möchte ich es belassen. [und bevor Feministen anfangen über mein „schon gar nicht“ herzuziehen - falls das hier überhaupt jemand liest, anstatt einfach schnell ein „sehr hilfreich“ zu klicken - möchte ich noch erwähnen, das ich damit in keinster Weise den Überlebenskampf von meinen weiblichen Mitbürgern schmälern möchte - der_dominator toleriert jede Art des Überlebenskampf…]
Unterm Strich ist „True Romance“ aber ein durchaus unterhaltenswerter Film, randvoll besetzt mit Stars, wie Brad Pitt [in einer kleinen Rolle als bekiffter Mitbewohner zu sehen], Val Kilmer, Christian Slater und Patricia Arquette [wobei vor allem Dennis Hopper und Christopher Walken grandios sind], den man zumindest einmal gesehen haben sollte.
Bewerten / Kommentar schreiben