Wie die Karnickel (DVD) Testbericht

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ab 8,23
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Erfahrungsbericht von dalia

Stand up for your rights ?

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Ich wollte in den Film eigentlich nicht gehen – wurde zu sehr enttäuscht von „Vienna“ und hatte somit den glauben ins deutsche Kino schon fast völlig verloren, als „wie die Karnickel“ die letzte Hoffnung dann vollständig auslöschte.
Na ja der gute Freund mit dem ich ins Kino gegangen bin wollte nun mal unbedingt diesen Film sehen.

GRÜNDE: der eine Typ soll wohl sooooooo `knackisch` sein und an sich ist es ja ein „auch schwuler“ Film.

Also tat ich ihm den Gefallen und setzte mich schweigend in die fünfzehnte Reihe , ohne zu ahnen dass das Amüsanteste des ganzen Abends mein Sieg beim Werbumm.raten werden sollte ( dabei muss aber auch erwähnt werden: ich gewinne sonst nie :)

So nun aber erstmal zum inhaltlichen FilmTeil:
Horst (Michael Lott) und Vera (Anna Böttcher) sind schon jahrelang zusammen , dass da die Leidenschaft etwas abflaut ist verständlich. Die Situation eskaliert als das Weibchen Pornos aus dem Müll fischt und verletzt zu ihrer Mutter zieht mit dem Glauben dass sie ihrem Horst nicht schlampig genug ist.

Der Verlassene ist nun allein und frönt nach kurzer Trauerzeit gemeinsam mit seinem Nachbarn, dem homosexuellen Sigi (Sevn Walser), ebenfalls frisch getrennt von Langzeitlover Hubert (Heinrich Schmieder), das Single.leben :
Horst schnappt sich eine schrille Operndiva (Andreja Schneider) und Sigis versucht bei Möbelpacker Benno (Alfonso Losa) zu landen << der knackige Kerl auf dem Filmposter nach dem mein guter Freund so verrückt ist.

Aber natürlich hängen den beiden die alten Beziehungen noch nach und es kommt zu einem letzten Showdown ( wo anders als in einer Talkshow ) zwischen allen Protagonisten, in der die lächerlichste Szene die ist, in der alle Männer die Pornos zu Hause haben aufgefordert werden sich auf ihre Stühle zu stellen um dazu zu stehen...
( kann natürlich auch sein dass ich die unsichtbare SeelenBand zwischen einem Mann und seinen Pornos nicht wirklich nachvollziehen kann, in diesem Fall sei hiermit das Wort „lächerlich“ entschuldigt- müsst also nicht gleich alle auf eure Computertische springen )

Nach dem großen Erfolg von "Der bewegte Mann" dachte man sich nun wohl dass es an der Zeit ist ein weiteres RalfKönigComic zu verfilmen. Irgendjemand hätte den Leute trotzdem mal sagen sollen, dass wir langsam genug genervt wurden von spielfilmlangen Filmen über Sex – wirklich neue Aspekte findet man nämlich auch in diesem Film nicht, außer vielleicht dass man ruhig mal die fesche Blondine die in der Käse.theken.reihe im Supermarkt vor einem steht spontan vögeln sollte.

Diese ‚Message’ ist ähnlich flach wie der ganze Film, der sich ab und zu versucht mit ein paar witzigen Sprüchen zu retten und die comic.liebende Fangemeinde sicherlich begeistern wird.
Denn natürlich hat dieser Film so einige Lacher zu bieten – zusammenhängen tut dabei nur die Tatsache dass sich alles um das merkwürdige Verhalten geschlechtsreifer in.dem.film.Mitspieler dreht.

Traurig jedoch wenn ich die Botschaft des Film „steht zu euren Pornos Männer“ richtig verstanden habe. Denn mit dieser Erkenntnis ist der Film nur noch enttäuschend - gerade da die Figuren an sich genügend Konfliktpotential geboten hätten um dem Film wirklich Substanz zu geben.

Die Schauspieler an sich sind alle recht sympathisch , sollen sie wohl auch sein – besonders Michael Lott als verklemmter Porno.liebhaber verleiht seiner Figur eine Gesicht dass im Gegensatz zu allen anderen sich dadurch wenigstens etwas vom gängigen Klischee entfernt. Hingegen fand ich den knackigen Alfonso wie immer grottenschlecht. Der Kerl war noch nie ein guter Schauspieler aber zum Glück bekommt er auch immer nur Rollen in denen er halbnackt und meist schweigend durch die Gegend hüpft – denn nur so wollen ihn Hetero- wie auch Homosexuelle sehen :)

Im allgemeinen kann man sagen dass das FilmTeam wohl eher auf Wortwitz und Situationskomik gesetzt hat als auf eine wirklich stimmige oder mitreißende Story, in der natürlich auch das Klischee der böse Lesbe nicht fehlen darf.

Sicherlich eine nette Unterhaltung – reicht jedoch nicht an ‚der bewegte Mann’ heran und ich werde nun tapfer versuchen den Glauben an das deutsche Kino wieder zu gewinnen. Hoffe das ‚Lola rennt’ nicht das letzte war was wir aus Deutschland zu bieten hatten – wie sollen wir denn sonst unsere ganzen Schauspieler.Schnecken in Amiland mit behaarten Herren der Ringe verkuppeln ?

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