Erfahrungsbericht von kerlimaus99
Ohne Code geht es auch, naja fast
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Vor gut einer Woche war es mal wieder soweit, daß ich einen neuen Kinofilm so schnell wie möglich sehen wollte. Dies ist bei mir eigentlich eher selten der Fall, da ich eigentlich mich nicht so gerne in ein solches Getümmel stürze und deshalb auch ein eher seltener Besucher von Großeieignissen wie Schlüßverkäufen, Kinopremieren oder ähnlichem bin, aber diesmal war es halt anders.
Wie gut, daß es mir doch erst einen Tag vorher einfiel, also kaum noch eine Chance überhaupt noch eine Karte zu bekommen, aber das hat dank Vitamin B dann doch zum Glück noch geklappt.
Es ging um den Film \"Windtalkers\" von John Woo (\"Face OFF / Im Körper des Feindes\") mit Nicolas Cage (\"Conair\", \"The Rock\") in der Hauptrolle. Neben ihm spielen auch noch Christian Slater (\"Der Name der Rose\", \"Interview mit einem Vampir\"), Adam Beach und Roger Willie sowie natürlich viele andere, von denen ich einige am Ende noch nennen werde im Rahmen der \"technischen Daten\".
Ich werde im folgenden versuchen den Inhalt des Filmes grob zusammenfassen, ohne jedoch alle Details zu verraten, denn ich möchte niemandem den Spaß verderben, der eventuell Interesse hat, sich diesen Film anzuschauen, aber Ihr müßt Euch ja irgendwie ein Bild machen.
Die Amerikaner standen im 2. Weltkrieg vor allem in der Auseinandersetzung mit Japen immer wieder vor dem Problem, daß die Codes geknackt wurden und die japanischen Gegner so über die Vorhaben der Amerikaner informiert waren, was auf deren Seite zu großen Verlusten führte.
Also wollte man mal etwas anderes versuchen und nicht einen neuen Code, sondern die Abwandlung einer Sprache benutzen. Dazu wählte man den Dialekt der Navajo-Indianer aus, da es sich um eine sehr komplexe Sprache handelt, die nicht nur aus Lauten, sondern auch aus Melodien und verschiedenen Tonhöhen besteht. Ähnlich wie im chinesischen kann also ein und derselbe Laut eine andere Bedeutung haben, wenn er in einer anderen Tonhöhe oder Melodie gesprochen wird. Da einer Sprache keine mathematischen und streng logischen Prinzipien zugrunde liegen mußte hier jeder Dechiffrierer mit den gängigen Mitteln scheitern und so wurde dieser Code auch bis zum Kriegsende nicht geknackt.
Im Mittelpunkt des Films steht der Sergeant Joe Enders (Nicolas Cage), ein im normalen Leben Gescheiterter, mehrfach vorbestrafter, der mit seinem Leben nie zurecht kam und dem die Ordnung und Disziplin der Armee den nötigen Halt geben. Als er verletzt wird und so schnell wie möglich wieder an die Front will, weil ihn wohl auch Schuldgefühle plagen, wird ihm dies nur im Rahmen des Projektes um den neuen Code gestattet. Für den Code selbst sind zwar Navajos zuständig, aber jedem wird ein sogenannter Beschützer zugeordnet, der aber eher dafür Sorge tragen soll, daß der Code nicht in falsche Hände gerät, als das der Indianer umbedingt überlegt, so darf er auch getötet werden, wenn er sonst in Gefangenschaft geraten würde.
Eben einen solche Beschützer muß Enders fortan verkörpern, während Slater in der Rolle des Sergeanten Peter Henderson einem anderen navajo zur Seite steht. Unterschiedlicher kann man aber wohl eine Aufgabe nicht interpretieren. Während Enders sich einen Dreck um den Indianer kümmert und nur den Code vor Augen hat, zeigt Henderson menschliches Verständnis für seinen Schützling. Bei Enders ändert sich das erst, als ein militärischer Erfolg durch seinen Navajo ermöglicht wird, so daß sich fast Freundschaft zwischen ihnen entwickelt, aber dann droht ihnen doch Gefangenschaft, was nun.
Soweit grob zum Inhalt des Filmes, der zum einen dieses doch sehr interessante Projekt des amerikanischen Militärs darstellt, natürlich nicht ohne das der entsprechende Patriotismus zu kurz kommt und manchmal zu dick aufgetragen wird.
Es zeigt aber auch auf, wie sich Skepsis und fast Feindschaft in Freundschaft und Respekt wandeln kann, wobei allerdings zuwenig auf die Navajos eingegangen wird, denn von ihrer schlechten Situation in ihren Reservaten ist natürlich nicht die Rede, das hätte wohl nicht in das patriotische Bild gepaßt, eigentlich schade, denn aufgrund der durch sie möglichen militärischen Erfolge hätten sie eine andere Darstellung sicher verdient gehabt.
Der Soundtrack von James Horner paßt zu dem Film wie die Faust aufs Auge, so daß die Bilder ohne diese Musik nicht denkbar wären und umgekehrt, sie verschmelzen richtig miteinander.
Nun noch ein wenig zu den \"technischen Daten\" bevor ich zum Schluß komme:
Darsteller : Nicolas Cage, Christian Slater, Adam Beach, Roger Willie, Noah Emmerich, Jason Isaacs, Frances O´Connor, Peter Stormare, Holmes Osborne u. a.
Regie und Spezialeffekte John Woo
134 min., FSK 18
Der Film ist sicherlich kein Kriegsfilm, aber auch kein Anti-Kriegsfilm, sondern in meinen Augen eher so ein Zwischending, allerdings mit stark patriotischer Einfärbung, die manchmal auch übertrieben wird. Dennoch halte ich ihn für einen sehr lohnenswerten Film, denn sowohl das Thema, die Umsetzung, die schauspielerischen Leistung und die Symbiose von Bildern und Musik sind echt sehenswert, deshalb würde ich ihn auch empfehlen und vergebe auch alle möglichen Sterne, aber das ist sicher zum großen Teil auch Geschmackssache, so daß sich wohl an diesem Film die Geister scheiden werden.
Für Anregungen und Hinweise auf fehlende Informationen bin ich wie immer dankbar und werde sie gegebenenfalls in einem Update verarbeiten.
Danke für Euer Interesse und fürs Lesen.
Liebe Grüße und einen schönen Tag
Euer kerlimaus99
Wie gut, daß es mir doch erst einen Tag vorher einfiel, also kaum noch eine Chance überhaupt noch eine Karte zu bekommen, aber das hat dank Vitamin B dann doch zum Glück noch geklappt.
Es ging um den Film \"Windtalkers\" von John Woo (\"Face OFF / Im Körper des Feindes\") mit Nicolas Cage (\"Conair\", \"The Rock\") in der Hauptrolle. Neben ihm spielen auch noch Christian Slater (\"Der Name der Rose\", \"Interview mit einem Vampir\"), Adam Beach und Roger Willie sowie natürlich viele andere, von denen ich einige am Ende noch nennen werde im Rahmen der \"technischen Daten\".
Ich werde im folgenden versuchen den Inhalt des Filmes grob zusammenfassen, ohne jedoch alle Details zu verraten, denn ich möchte niemandem den Spaß verderben, der eventuell Interesse hat, sich diesen Film anzuschauen, aber Ihr müßt Euch ja irgendwie ein Bild machen.
Die Amerikaner standen im 2. Weltkrieg vor allem in der Auseinandersetzung mit Japen immer wieder vor dem Problem, daß die Codes geknackt wurden und die japanischen Gegner so über die Vorhaben der Amerikaner informiert waren, was auf deren Seite zu großen Verlusten führte.
Also wollte man mal etwas anderes versuchen und nicht einen neuen Code, sondern die Abwandlung einer Sprache benutzen. Dazu wählte man den Dialekt der Navajo-Indianer aus, da es sich um eine sehr komplexe Sprache handelt, die nicht nur aus Lauten, sondern auch aus Melodien und verschiedenen Tonhöhen besteht. Ähnlich wie im chinesischen kann also ein und derselbe Laut eine andere Bedeutung haben, wenn er in einer anderen Tonhöhe oder Melodie gesprochen wird. Da einer Sprache keine mathematischen und streng logischen Prinzipien zugrunde liegen mußte hier jeder Dechiffrierer mit den gängigen Mitteln scheitern und so wurde dieser Code auch bis zum Kriegsende nicht geknackt.
Im Mittelpunkt des Films steht der Sergeant Joe Enders (Nicolas Cage), ein im normalen Leben Gescheiterter, mehrfach vorbestrafter, der mit seinem Leben nie zurecht kam und dem die Ordnung und Disziplin der Armee den nötigen Halt geben. Als er verletzt wird und so schnell wie möglich wieder an die Front will, weil ihn wohl auch Schuldgefühle plagen, wird ihm dies nur im Rahmen des Projektes um den neuen Code gestattet. Für den Code selbst sind zwar Navajos zuständig, aber jedem wird ein sogenannter Beschützer zugeordnet, der aber eher dafür Sorge tragen soll, daß der Code nicht in falsche Hände gerät, als das der Indianer umbedingt überlegt, so darf er auch getötet werden, wenn er sonst in Gefangenschaft geraten würde.
Eben einen solche Beschützer muß Enders fortan verkörpern, während Slater in der Rolle des Sergeanten Peter Henderson einem anderen navajo zur Seite steht. Unterschiedlicher kann man aber wohl eine Aufgabe nicht interpretieren. Während Enders sich einen Dreck um den Indianer kümmert und nur den Code vor Augen hat, zeigt Henderson menschliches Verständnis für seinen Schützling. Bei Enders ändert sich das erst, als ein militärischer Erfolg durch seinen Navajo ermöglicht wird, so daß sich fast Freundschaft zwischen ihnen entwickelt, aber dann droht ihnen doch Gefangenschaft, was nun.
Soweit grob zum Inhalt des Filmes, der zum einen dieses doch sehr interessante Projekt des amerikanischen Militärs darstellt, natürlich nicht ohne das der entsprechende Patriotismus zu kurz kommt und manchmal zu dick aufgetragen wird.
Es zeigt aber auch auf, wie sich Skepsis und fast Feindschaft in Freundschaft und Respekt wandeln kann, wobei allerdings zuwenig auf die Navajos eingegangen wird, denn von ihrer schlechten Situation in ihren Reservaten ist natürlich nicht die Rede, das hätte wohl nicht in das patriotische Bild gepaßt, eigentlich schade, denn aufgrund der durch sie möglichen militärischen Erfolge hätten sie eine andere Darstellung sicher verdient gehabt.
Der Soundtrack von James Horner paßt zu dem Film wie die Faust aufs Auge, so daß die Bilder ohne diese Musik nicht denkbar wären und umgekehrt, sie verschmelzen richtig miteinander.
Nun noch ein wenig zu den \"technischen Daten\" bevor ich zum Schluß komme:
Darsteller : Nicolas Cage, Christian Slater, Adam Beach, Roger Willie, Noah Emmerich, Jason Isaacs, Frances O´Connor, Peter Stormare, Holmes Osborne u. a.
Regie und Spezialeffekte John Woo
134 min., FSK 18
Der Film ist sicherlich kein Kriegsfilm, aber auch kein Anti-Kriegsfilm, sondern in meinen Augen eher so ein Zwischending, allerdings mit stark patriotischer Einfärbung, die manchmal auch übertrieben wird. Dennoch halte ich ihn für einen sehr lohnenswerten Film, denn sowohl das Thema, die Umsetzung, die schauspielerischen Leistung und die Symbiose von Bildern und Musik sind echt sehenswert, deshalb würde ich ihn auch empfehlen und vergebe auch alle möglichen Sterne, aber das ist sicher zum großen Teil auch Geschmackssache, so daß sich wohl an diesem Film die Geister scheiden werden.
Für Anregungen und Hinweise auf fehlende Informationen bin ich wie immer dankbar und werde sie gegebenenfalls in einem Update verarbeiten.
Danke für Euer Interesse und fürs Lesen.
Liebe Grüße und einen schönen Tag
Euer kerlimaus99
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