Erfahrungsbericht von SVoigt3000
Winnetou im 2. Weltkrieg
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Tja, am Wochenende war ich wieder im Kino. Meine zwei Freunde haben mir vorgeschlagen in \"Windtalkers\" zu gehen und ich war einverstanden, obwohl ich noch nie etwas von diesem Film gehört habe - komisch denn es spielen z.B. Nicolas Cage und Christian Slater mit. Also saß ich im Kino, ich wusste nicht, was mich erwartet, das Licht ging langsam aus und der Film began...
-------STORY:-------
2. Weltkrieg: Die USA haben einen neuen Geheimcode erdacht, mit dem sie z.B. taktische Befehle an der Front per Funk weitergeben können, ohne dass der Feind verstehen kann, was gemeint ist. Dieser Code besiert auf der Sprache der Navajo-Indianer. Also bilden die Amis nun Navajo-Indianer als Funker aus, die dann in den Krieg ziehen sollen.
Erzählt wird die Geschichte von zwei Navajos - Ben Yahzee (Adam Beach) und Charlie Whitehorse (Roger Willie) - die als Funker in den Krieg nach Japan ziehen. Die Soldaten Joe Enders (Nicolas Cage) und Peter Henderson (Christian Slater) haben den Auftrag auf die Funker aufzupassen, da sie die einzigen sind, die den Code kennen. Fällt einer der beiden dem Feind in die Hände, ist der Code nutzlos - und das soll mit allen Mitteln verhindert werden. \"Mit allen Mitteln\" bedeutet natürlich auch, dass die Soldaten die Funker erschießen sollen, bevor sie dem Gegner in die Hände fallen...
Aber der Konflikt, unter Umständen den eigenen Partner erschießen zu müssen, ist nicht das einzige Problem: Joe Enders quälen Erinnerungen an einen Kampf, in dem er zusehen musste, wie seine ganzen Kameraden starben, dann ist es für den Funker Ben nicht so leicht wie gedacht, im Krieg das Morden anzusehen und auch selbst aktiv daran teilzunehmen und zu guter Letzt kommt es noch zu rassistischen Übegriffen im eigenen Lager...
-------SCHAUSPIELER/REGISSEUR:-------
Die Schauspieler sind alle samt sehr gut und spielen ihre Rollen überzeugend. Hier kann man wirklich nur großes Lob zollen, besonders aber wohl an Roger Willie, der noch nie vorher vor der Kamera stand und gleich in seinem ersten Film überzeugen kann. Aber auch die vielen Nebendarsteller, die teilweise keine No-Names sind, können voll und ganz überzeugen.
Zur Regie kann man nur sagen, dass man hier mit John Woo (u.a. \"Face off\", \"Mission: Impossible II\") einen Glücksgriff getan hat. Er bleibt über weite Strecken seiner Linie treu, hochkarätige Actionszenen zu produzieren, bei denen nicht gekläckert, sondern geklotzt wird.
-------SPECIAL EFFECTS:-------
Der Film wurde von John Woo produziert und Regie führte er auch. Was sagt uns das? Die Special Effects lassen nichts zu wünschen übrig! Egal, ob Explosionen, Massenschlachten, oder nicht ganz so appetitliche Verletzungen und Verstümmelungen - alles ist perfekt in Szene gesetzt. Hier wurde wohl der Dollar nicht drei Mal umgedreht...
-------KOMMENTAR:-------
Da lobe ich den Film so sehr und vergebe trotzdem nicht die Bestbewertung. Warum? Ganz einfach: Die Amis haben einen Hang zum Patriotismus und der konnte auch hier nicht unterdrückt werden. Über weite Strecken könnte man den Film für einen Anti-Kriegsfilm halten, was nach dem 11. September 2001 und dem Afghanistan-Krieg sicher zu wünschen wäre, aber dann kommen plötzlich Szenen, in denen z.B. Ben Yahzee und Joe Enders allein eine gegnerische Stellung besiegen. Und dann denkt der geneigte Zuschauer gleich wieder: \"Typisch amerikanisch!\". Und das ist der Film auch - leider.
Aber selbst der übersteigerte Patriotismus macht aus dem Film keinen schlechten, oder mäßigen Film. Der Film ist sehenswert, besonders wegen der Actionszenen! Aber auch die Portionen Anti-Kriegsfilm, die er beinhaltet, sind sehenswert und lassen einen erschaudern. Dass es einem teilweise eiskalt den Rücken runterläuft hängt aber auch mit den Actionszenen zusammen und den vielen Szenen, in denen Grausamkeiten und schreckliche Verletztungen gezeigt werden. Eigentlich bin ich kein Fan solcher Szenen, aber in einem (Anti-)Kriegsfilm müssen sie vorkommen, denn Krieg hat nichts romantisches.
Wegen der vielen Grausamkeiten und Brutalität ist der Film auch erst ab 18 Jahren freigegeben, was ich verstehen kann. Minderjährige sollten sich soetwas nicht ansehen, auch wenn sie danach vielleicht ins Grübeln kommen, was sicher nicht schlecht ist.
-------FAZIT:-------
Der amerikanische Patriotismus verschandelt diesen Film ein bißchen. Schade dass die Amis das nicht sein lassen können, denn sonst wäre der Film top! Trotzdem: Prädikat sehenswert!
-------STORY:-------
2. Weltkrieg: Die USA haben einen neuen Geheimcode erdacht, mit dem sie z.B. taktische Befehle an der Front per Funk weitergeben können, ohne dass der Feind verstehen kann, was gemeint ist. Dieser Code besiert auf der Sprache der Navajo-Indianer. Also bilden die Amis nun Navajo-Indianer als Funker aus, die dann in den Krieg ziehen sollen.
Erzählt wird die Geschichte von zwei Navajos - Ben Yahzee (Adam Beach) und Charlie Whitehorse (Roger Willie) - die als Funker in den Krieg nach Japan ziehen. Die Soldaten Joe Enders (Nicolas Cage) und Peter Henderson (Christian Slater) haben den Auftrag auf die Funker aufzupassen, da sie die einzigen sind, die den Code kennen. Fällt einer der beiden dem Feind in die Hände, ist der Code nutzlos - und das soll mit allen Mitteln verhindert werden. \"Mit allen Mitteln\" bedeutet natürlich auch, dass die Soldaten die Funker erschießen sollen, bevor sie dem Gegner in die Hände fallen...
Aber der Konflikt, unter Umständen den eigenen Partner erschießen zu müssen, ist nicht das einzige Problem: Joe Enders quälen Erinnerungen an einen Kampf, in dem er zusehen musste, wie seine ganzen Kameraden starben, dann ist es für den Funker Ben nicht so leicht wie gedacht, im Krieg das Morden anzusehen und auch selbst aktiv daran teilzunehmen und zu guter Letzt kommt es noch zu rassistischen Übegriffen im eigenen Lager...
-------SCHAUSPIELER/REGISSEUR:-------
Die Schauspieler sind alle samt sehr gut und spielen ihre Rollen überzeugend. Hier kann man wirklich nur großes Lob zollen, besonders aber wohl an Roger Willie, der noch nie vorher vor der Kamera stand und gleich in seinem ersten Film überzeugen kann. Aber auch die vielen Nebendarsteller, die teilweise keine No-Names sind, können voll und ganz überzeugen.
Zur Regie kann man nur sagen, dass man hier mit John Woo (u.a. \"Face off\", \"Mission: Impossible II\") einen Glücksgriff getan hat. Er bleibt über weite Strecken seiner Linie treu, hochkarätige Actionszenen zu produzieren, bei denen nicht gekläckert, sondern geklotzt wird.
-------SPECIAL EFFECTS:-------
Der Film wurde von John Woo produziert und Regie führte er auch. Was sagt uns das? Die Special Effects lassen nichts zu wünschen übrig! Egal, ob Explosionen, Massenschlachten, oder nicht ganz so appetitliche Verletzungen und Verstümmelungen - alles ist perfekt in Szene gesetzt. Hier wurde wohl der Dollar nicht drei Mal umgedreht...
-------KOMMENTAR:-------
Da lobe ich den Film so sehr und vergebe trotzdem nicht die Bestbewertung. Warum? Ganz einfach: Die Amis haben einen Hang zum Patriotismus und der konnte auch hier nicht unterdrückt werden. Über weite Strecken könnte man den Film für einen Anti-Kriegsfilm halten, was nach dem 11. September 2001 und dem Afghanistan-Krieg sicher zu wünschen wäre, aber dann kommen plötzlich Szenen, in denen z.B. Ben Yahzee und Joe Enders allein eine gegnerische Stellung besiegen. Und dann denkt der geneigte Zuschauer gleich wieder: \"Typisch amerikanisch!\". Und das ist der Film auch - leider.
Aber selbst der übersteigerte Patriotismus macht aus dem Film keinen schlechten, oder mäßigen Film. Der Film ist sehenswert, besonders wegen der Actionszenen! Aber auch die Portionen Anti-Kriegsfilm, die er beinhaltet, sind sehenswert und lassen einen erschaudern. Dass es einem teilweise eiskalt den Rücken runterläuft hängt aber auch mit den Actionszenen zusammen und den vielen Szenen, in denen Grausamkeiten und schreckliche Verletztungen gezeigt werden. Eigentlich bin ich kein Fan solcher Szenen, aber in einem (Anti-)Kriegsfilm müssen sie vorkommen, denn Krieg hat nichts romantisches.
Wegen der vielen Grausamkeiten und Brutalität ist der Film auch erst ab 18 Jahren freigegeben, was ich verstehen kann. Minderjährige sollten sich soetwas nicht ansehen, auch wenn sie danach vielleicht ins Grübeln kommen, was sicher nicht schlecht ist.
-------FAZIT:-------
Der amerikanische Patriotismus verschandelt diesen Film ein bißchen. Schade dass die Amis das nicht sein lassen können, denn sonst wäre der Film top! Trotzdem: Prädikat sehenswert!
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