Worms 3D (PC Strategiespiel) Testbericht

Worms-3d-pc-strategiespiel
ab 14,22
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Erfahrungsbericht von Leutvonhier

Würmer, Bazookas und Granaten in der DRITTEN DIMENSION!

Pro:

neuer Wormsteil, 3D-Umgebung, witzige Grafik, genialer Sound

Kontra:

relativ viele Bugs, verbugtes Multiplayerspiel, anfangs sehr schwer, man muss nachdenken und nicht nur draufschießen

Empfehlung:

Ja

Hallo!

Heute möchte ich über ein Spiel schreiben, das auf gutem Wege ist, mein Lieblingsspiel Nr. 1 zu werden: Worms3D!

Viele von euch werden sich sicher noch an die alten Teile (Worms I, Armageddon, WorldParty) erinnern. Unzählige Stunden saßen wir vor dem Rechner und jagten uns gegenseitig in die Luft. Jetzt ist TEAM17 der Geniestreich gelungen: Worms in 3D. WUNDERBAR!


Worum geht’s in Worms3D?

Jeder Spieler hat eine bestimmte Anzahl an Würmern, die gegen andere Würmer kämpfen, sei es mit Granaten, Schrotflinten oder gar HEILIGEN HANDGRANATEN. Das läuft aber natürlich nicht in Echtzeit ab, sondern in Rundenkämpfen, d.h. ein Wurm von Team A fängt an – darauf folgt ein Wurm von Team B etc... Das Ziel ist, ALLE gegnerischen Würmer in die Luft zu jagen (Lebenspunkte gleich 0), oder sie mit etwas Geschick in den nassen Tod zu befördern. Dies tut man mit diversen Waffen, deren Verwendung man erst nach einigen Spielen wirklich kennt. Ein überzeugte Pazifist könnte jetzt sagen: „Das ist ein kriegsverherrlichendes Spiel!“ - Nun gut. Die Person hätte in gewisser Hinsicht sogar Recht, aber durch das Fehlen sämtlicher Logik bezüglich der Kämpfe und vor allem JEGLICHEN BLUTES, ist Worms3D ein Spiel für alle Altersklassen! Ja, ihr habt richtig gehört, ein Spiel OHNE Blut, das mir gefällt! Die Landschaften, auf denen man sich mit seinen Würmern auch bewegen kann, sind teilweise sehr höhenunterschiedlich, was den Spieler herausfordert: Jeder Spiel muss lernen, sich mit JETPACKS, Fallschirmen, Teleportern und Ninjaseilen fortzubewegen. Natürlich kann man auch normal laufen und springen, aber durch das Benutzen der Hilfsmittel wird es viel einfacher.

Zusammengefasst: Würmer bekriegen sich mit diversen Waffen auf einer 3D-Landschaft in einem rundenbasierenden Kampf

Was fast unnötig zu erwähnen ist, ist dass es natürlich ein Zeitlimit für jeden Zug gibt. Dies kann man selber vor dem Spielen auswählen – Anfängern empfehle ich ein HOHES Zeitlimit (ungemäß dem Sprichwort: „Jeder fängt mal klein an!“) und Profis ein NIEDRIGES Limit.


Die Spielmodi

Eigentlich ist Worms ein Spiel für Freunde, d.h. man setzt sich vor einen Rechner oder an ein Netzwerk und spielt Worms, aber auch für den Einzelspieler gibt es diverse Modi:

Für Anfänger empfiehlt sich das Lernprogramm, welches meiner Meinung nach sehr gut ist und jedem Spieler die wichtigen Grundlagen vermittelt.

Den Schnellkampf: Wie der Name schon sagt… Der Computer generiert eine Karte und sofort kämpft man gegen ihn. Zum erweiterten Üben könnte man beispielsweise diesen Modus nehmen.

Kampagnen sind witzige Missionen deren Schwierigkeitsgrad von Mission zu Mission steigt und das meiner Meinung nach nicht gerade gleichmäßig. Man kann Missionen mit verschiedenen Bewertungen abschließen, d.h. mit einem golden, silbernen oder einem bronzenen Pokal. (Gold ist logischerweise das BESTE.) Wenn man die Missionen mit GOLD abschließt, erhält man weitere Extras (z.B. Waffen, Karten, etc.). Missionen sind für fortgeschrittene Spieler auch gute Möglichkeiten zu trainieren, da man immer mit dem Minimum an Waffen HÖCHSTEFFIZIENT kämpfen muss, um die beste Bewertung zu erhalten.

Contest

Ein kleines Gimmick sind die so genannten Contests. Contests sind Wettbewerbe, bei denen man sich immer in eine bestimmten Disziplin beweisen muss, wie zum Beispiel „Todeskampf“ (Es erklärt sich von selbst…) oder „Schrotflinte“ (Zielschießen mit einer Schrotflinte). Auch hier kann man wieder verschieden gut abschneiden ergo erhält man weitere Gimmicks für weitere Stunden Spaß.

Multiplayer

Beim Multiplayer muss man unterscheiden zwischen dem Internet-Worms bzw. LAN-Worms und dem normalen EIN-PC-Worms.

Internet-/LAN-Worms: Hier hat man die Möglichkeit, gegen Spieler aus der ganzen Welt anzutreten und sich mit ihnen zu messen, aber oft tritt das Spiel in den Hintergrund und man bedient sich das integrierten Chatsystems, um neue Kontakte zu knüpfen. Ich selbst habe WORMS auch schon öfters über das Internet gespielt und muss sagen, dass es wirklich richtig Spaß macht und außerdem ist es eine gute Möglichkeit, seine vielleicht eingerosteten Sprachkenntnisse mal wieder zu überarbeiten. Das klingt alles super, oder? Ist es im Prinzip auch, wenn da nicht der BUG wäre. Bug ist zu Deutsch Käfer – Fehler… Ja, auch Worms wurde vom Fehlerteufel nicht verschont – LEIDER. So kann es passieren, dass man mitten in einem spannenden Spiel einfach mal rausgeworfen wird und das Spiel neu starten muss. Nervig sind auch die Patches, die man sich herunterladen soll, um Worms besser spielen zu können, da viele Spieler dies nicht machen und nur gleichgepatchte Versionen miteinander spielen können. Es kann auch vorkommen, dass ein neuer Patch nicht wirklich besser ist als ein älterer. (So ist es zurzeit – kann sich aber auch wieder ändern.) Abgesehen von den Unannehmlichkeiten, die die Bugs jedem Spieler bereiten, ist aber auch das Spielen im „WorldWideWeb“ einen Versuch wert.

EIN-PC-Worms: Bis zu 4 Teams (das ist übrigens in jedem Modus gleich) und also eigentlich auch 4 Spieler kämpfen an einem Rechner gegeneinander. Es läuft fast auf das gleiche heraus, wie das Internet-Worms, aber einen Vorteil hat die ganze Sache doch: Es gibt keine oder nur ganz wenige Fehler und man kann genauso viel Spaß an einem Rechner haben, wie über das Internet.

Waffen

Es gibt Waffen unterschiedlichster Art. Sei es für den Nahkampf (Baseballschläger, SCHUBSER, Feuerfaust), für das SPRENGEN (Dynamit, SCHAF, WAHNSINNSRIND…), für das einfache Zielen (Lenkrakete, Luftangriff, SUPERschaf…) oder für das schwieriger Zielen (Bazooka, Granate….). Abhängig von der gewählten Waffe spielen auch der Wind und die Entfernung eine große Rolle. So ist es zum Beispiel schier unmöglich bei dem stärksten Gegenwind und der weitesten Entfernung, einen anderen Wurm mit der Bazooka abzuschießen, aber mit der Granate hingegen ist es kein Problem, sofern man ihrer mächtig ist. Über endlose Beschreibungen der Waffen hänge ich den Schleier der Nächstenliebe und sage: „Findet es einfach selber raus!“


Grafik – Sound

Das Auge ist ja bekanntlich immer mit. Bei Worms kommt es auf jeden Fall nicht kurz! Die doch eigentlich sehr einfach gestalten Würmer haben mehr drauf als man denkt: Sie können zum Beispiel ihre Augenbrauen in einen Schnurrbart verwandeln. Was das aber am Spiel ändert, entzieht sich meiner Kenntnis, außer natürlich, dass es lustig ist… Das Spiel ist grafisch simpel und genial zu gleich. Simpel, da es auf kleinere Details verzichtet. So sehen viele Texturen gleich aus. Und genial, da es alles in einem nicht ganz unaufwendigen Comicstil programmiert wurde. Also nichts mit: „Das sieht ja so real aus!“ Ist aber eigentlich auch besser so. Nochmals zur Erinnerung für skeptische Eltern: Es gibt keine Blut, was auch ziemlich doof aussehen würde.

Aber auch unsere Ohren kommen nicht zu kurz: Neben den einfache Soundeffekten, wie Explosionen, gibt es noch ein besonderes „Bonbon“, mit dem man sein selbsterstelltes Team noch einzigartiger machen kann: Die Stimmen. Es wäre ja wirklich langweilig, wenn jeder Wurm aus jedem Team dieselbe Stimme hat. Das müssen sich die Programmierer gedacht haben, ansonsten weiß ich nicht, warum ich zwischen mehr als 15 Stimmen für meine Würmer wechseln kann! Theoretisch ist für jeden etwas dabei, außer für Leute ohne Humor und Leute, die die hohen Stimmen der Würmer hassen, da alle Stimmen etwas WURMIGES haben.


Steuerung

Hierzu gibt es wirklich nicht viel zu sagen, außer dass sie so einfach wie möglich gehalten wurde und dass sie auch wirklich einfach ist! Vielleicht hat man anfangs ein paar Probleme mit der Kameraperspektive, die man übrigens selbst beeinflussen kann, aber das legt sich mit der Zeit auch! Negativ zu erwähnen ist hier vielleicht, dass man die Steuerung nicht umstellen kann, aber an so eine leicht zu verstehende Steuerung gewöhnt man sich eh in „Null Komma Nix“


Karteneditor – Wormpot

Worms3D verfügt wie jeder Teil davor auch über einen Karteneditor, aber man dachte bei ihm nicht an ein komplexes DING, dessen Bedienungsanleitung länger als ein Brockhausband ist, sondern an ein einfaches Tool (zu deutsch: Werkzeug) zum schnellen erstellen von Karten. Folglich hat man nur beschränkten Einfluss auf die Karten: Entweder man stellt sich die Größe, etc. der Karte ein, oder man gibt in die Spalte für Zahlencodes IRGENDWAS ein. Ich kann euch als Kartencode „solidarität“, „truespace“, „mississippi“ und „gewerkschaft“ empfehlen – natürlich OHNE die Anführungszeichen.

Eine in meinen Augen hauptsächlich sinnlose Erfindung ist der WORMPOT. Das ist ein einarmiger Bandit, an dem man durch Zufall oder Manipulation verschiedene Dinge beeinflussen kann. Man kann zum Beispiel die Schwerkraft größten Teils außer Kraft setzen oder Sprengwaffen besonders EXPLOSIV machen. All’ diese Einstellungen mögen vielleicht interessant klingen, aber ich finde, sie sind überflüssig, da das Spiel dadurch irgendwie an Reiz verliert.


Deutlicher kann man es wohl kaum noch schreiben… KAUFT EUCH WORMS3D!
Es ist jeden Euro wehrt, auch wenn ihr davon (sowie ich) nicht gerade viel habt!
Worms3D wird zu einem AlltimeFavourite! Das garantiere ich euch!