eXistenZ (DVD) Testbericht

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Existenz-dvd-science-fiction-film
ab 7,15
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Erfahrungsbericht von loppo

eXistenZ kann deine Existenz vernichten!

Pro:

gute Effekte, spannend, undurchsichtig (Sehr sogar!), gute schauspielerische Leistung

Kontra:

manche Stellen zu undurchschaubar?!

Empfehlung:

Ja

Früher nannte man solche Spiele glaube ich noch CyberSpace- oder Virtual Reality Spiele, aber heute heißt das schlichtweg "eXistenZ". Davon handelt nämlich mein neuster Bericht, der auch den gleichen Namen trägt! eXistenZ kam schon einmal auf Pro 7 und da ich bislang noch nichts außer die Vorschau von dem Film kannte, habe ich mir einfach mal die Zeit genommen und den Film ganz gemütlich angeschaut! Jude Law und Jennifer Jason Leigh waren beide bekannte Gesichter für mich, nicht zuletzt aus Road to Perdition...
Die Fernsehzeitung hat noch verraten, dass es sich um um ein wildes Computerspiel handelt, dass in die Psyche der Menschen geht und das hat mir ehrlich gesagt nicht so gefallen, weil ich sowas recht langweilig finde, aber sehen wir mal weiter, vielleicht hat der Film ja doch noch mehr zu bieten...


Story


Allegra Gellar (Jennifer Jason Leigh) entwickelt Spiele für eine Spielefirma namens Antenna Research. Seit 5 Jahren ist sie dabei, ein neues, geheimnisvolles Spiel namens "eXistenZ" zu entwickeln, dessen Produktion unzählige Millionen Dollar beanspruchte und auch einige Feinde hat.
Der Film beginnt damit, dass Allegra das Spiel soweit so gut fertig designt hat und es nun an einer kleinen Gruppe getestet werden soll.

Bei dem Versuch, das Spiel zu starten, bemerkt man, dass ein Feind sich eigneschleust hat und kurzerhand ein Attentat an Allegra begeht, die den Anschlag noch gerade so überleben kann. Sie flüchtet mit den PR-Heini Ted Pikul (Jude Law). Die 2 versuchen sich erst einmal in Sicherheit zu bringen, jedoch glaubt Allegra, dass ihr Spiel "eXistenZ" bei den Anschlag Schaden genommen hat und muss es nun mit jemanden testen.

Das Problem ist, dass man zum Spielen einen Bio-Port benötigt, sozusagen eine weitere menschliche Schnittstelle, die Ted noch nicht besitzt. Sie bitten jemanden um Hilfe und auf schmerzhafteste Weise bekommt Ted nun diesen BioPort, ein Loch direkt an der Wirbelsäule.
Immernoch sind ihnen aber Gegner von eXistenZ auf der Spur, die den beiden nach den Leben trachten und auf dessen Kopf ist auch plötzlich ein Kopfgeld über 5 Millionen Dollar ausgesetzt.
Abgelegen testen Ted und Allegra eXistenZ, ein Spiel, dass die Schwelle von Phantasie und Wirklichkeit überwindet und so einen grenzlosen Übergang herstellt. Ted und Allegra tauchen in dei Phantasiewelt ein und wissen schon schnell nicht mehr, ob es nun noch die Realität oder noch das Spiel selbst ist ...


Mein Meinung


Story

Ich will ganz ehrlich sein: Bis zum Ende hat mir der Film nur mittelmäßig gefallen, weil alles für mich überhaupt keinen Sinn ergab. Es war eine wilde Rumgeballerei und man Handlung hatte man anscheinend nicht vorgefunden. Nur kleine Bruchstücke haben einem dann weitergeholfen, noch durchzusehen. Jedoch muss ich schon sagen, dass eine gewisse Dynamik vorhanden war, die den Film abwechslungsreich gestaltet und ihn nicht langweilig werden lassen. Ich habe an vielen Stellen so leichte Parallelen zu Matrix gesehen! Nicht vom Inhaltlichen her, sondern allgemein vom Strickmuster... der Ablauf. Bei Matrix musste man schließlich auch noch drei mal in schauen, bevor man verstanden hat, wieso udn wo Neo jetzt ist!
Wie gesagt, das Ende, was ich irgendwie schon in Ansätzen erwartete, aber wovon ich mich doch wieder gelöst hatte, war dann die Pointe. Das Ende hat den ganzen Film umgerissen und dann bekam der Film einen andern Gesichtspunkt, der ganz klar positiv war.
eXistenZ ist spannend und verwirrend zugleich, man wird Schwierigkeiten haben, den Faden nicht zu verlieren. Wie schon bei Fight Club würde ich hier auch ein zweites Mal anschauen empfehlen, auch wenn ich selbst bis jetzt noch nicht in der Lage dazu war, weil ich den Film leider nicht aufgenommen habe :-(
Allein negativ an der Story fand ich die Sexszene zwischen Jude Law und Jennifer Jason Leigh, denn die hat dem Film keine Bedeutung gegeben, sondern nur Etwas "unnötiges" für's Auge.

Schauspieler

Jude Law hat mir sehr gut gefallen. Er glänzte in seiner Rolle, als den ängstlichen Anfänger im Geschäft, der nicht so recht weiß, was er da eigentlich macht. Er hat auch seine Entwicklung im Film wirklich gut gespielt, so lässt sich sehr gut erkennen, wie Ted Pikul am Ende ganz anders reagiert, als er es am Anfang noch getan hätte. Wirklich gut...
Jennifer Jason Leigh hat die abgedrehte Spieledesignerin Allegra Gellar gespielt, die auch überzeugt. Sie zeigt die Rolle recht offen, man erkennt schnell was es mit dem Charakter auf sich hat und leider ist der nicht sehr geheimnisvoll, da hat mir vielleicht noch etwas gefehlt, aber an sonsten kein Kritikpunkt!
William Dafoe, wohl als grüner Kobold aus Spiderman bekannt, hat auch einen kleinen Gastauftritt! Er spielt den Tankstellenwärter, der Ted Pikul einen Bioport "einsetzen" soll. Er ist leider nur 5 Minuten zu sehen, denn er spielt wirklich gut, seine Rolle wirkt angsteinflößend und düster! Super gespielt!

FSK

Einige Szenen sind schon recht blutig, wenn man das so erwähnen kann. Ich habe mich gewundert, was Pro 7 da doch um 10 schon alles gezeigt hat, obwohl sie normalerweise ja alles wegschneiden! Ich erwähne mal nur als Beispiel, wo Jude Law den chinesischen Koch in die Wange schießt mit seiner Zahnwaffe! das sieht schon recht hart aus und das ist ja schließlich länst nicht alles! Also ich gebe den Film zwar noch ein FSK 16, das hat die FSK auch getan, aber ich fand manch einen FSK 18 Film weniger schlimm, ehrlich gesagt!


Filmdaten


USA 1998

Länge: 100 Minuten

Regie: David Cronenberg

Cast: Jude Law, Jennifer Jason Leigh, William Dafoe, Ian Holm, Christopher Ecclestone

FSK: ab 16 Jahren


Fazit


Was Cronenberg uns da geliefert hat ist ein spannender SciFi Thriller, der in die Psyche geht! Man sollte nicht den Faden verlieren, weil der Film sonst nicht mehr übersichtlich wird und man sich ihn nochmal anschauen muss. Einige recht nette Ekeleffekte, leider keine Schockeffekte, die noch wirklich gut in den Film gepasst hätten. Das hervorragende Ende macht den Film zu dem, was er ist! Wer den Stil von Matrix mochte, kann sich mit eXistenZ sicher auch anfreunden!



bis dann, euer Loppo alias Marcel

70 Bewertungen