ARAG Unfallversicherung Testbericht

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ARAG steht für Allgemeine Rechtsschutz-Versicherungs-AG und bietet alles rund um Versicherungen.

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Erfahrungsbericht von newsboard

ARAG oder Kreuzt die Klingen, die Arag kommt

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Gekreuzte schwarze Schwerter auf gelbem Grund, das Ganze schön und rund, so tut sich die Arag kund, seit cielen Jahren, wer mit ihr zu tun hat erinnert sich, das ist doch Düsseldorf, Brehmstraße, das gro0e Arag-Haus, eines der ersten großen Terrassenhäuser in Düsseldorf.

So wie ihr Haus ist auch die Arag ein Flagschiff ihrer Branche.

Bekannt wurde sie mir als die wohl einzige Versicherung, die sich ausschließlich auf eine Branche, nämlich den Rechtsschutz spezialisiert hatte, - und auf diesem Gebiet lange Zeit, möglicherweise auch noch heute, sich als der deutsche Marktführer behauptete.

Irgendwann fing es mal an mit 69 DM p. a. Vollrechtsschutz, doch das ist schon lange her, heute liegen die Preise, selbst in Euro doch eher bei 180 € oder mehr.

Wenn man zuerst wählen konnte zwischen Vollrechtsschutz mit und ohne PKW, was noch eine recht einfache Frage war, hatte man ein oder mehrere Autos dann war es mit, hatte man keines, dann war es ohne.

Erschreckend entwickelte sich das ganze dann immer weiter, und da ist die Arag nur ein Beispiel unter vielen. Das Angebot wuchs, Sonderbereiche kamen hinzu, heutzutage gibt es die schönsten, unverständlichsten Unterscheidungen, Private, Selbständige, Mieter, Vermieter, Allgemeiner Vertragsrechtsschutz, spezieller Vertragsrechtsschutz, ohne Selbstbeteiligung, mit Selbstbeteiligung, wo es locker auch vorkommen kann, dass ein Versicherungskunde eine Selbstbeteiligung von 250 € oder 5oo € vereinbart hat, - so dass ohnehin der Versicherungsschutz für alles unterhalb dieser Summe ausgeschlossen ist, - der Kunde also in diesen Kategorien eben doch nicht versichert ist.

Inzwischen geht es der Arag so wie dem Bäcker um die Ecke, - inzwischen bietet fast jeder seinen eigenen Rechtsschutz an, - sei es nun ein Laden wie der ADAC, der den eigenen Rechtsschutz für die inzwischen fast 19 Millionen Mitglieder (d.h. jeden dritten erwachsenen Deutschen) anbietet, sei es eine ALLIANZ oder Kollegen, die jeweils ihren eigenen, nach den eigenen Vorstellungen zurecht geschneiderten Rechtsschutz anbieten. Manche haben sich zusammengeschlossen und einen Schauspieler als Rechtsanwalt organisiert, denke da an Manfred Krug und Advocard, - Anwalts Liebling, was bieten die? Eigentlich dasselbe wie die Konkurrenz, nur einen zusätzlichen Werbegag, die Karte, oder auch den ältlichen Dackel, der schon bei der T-Aktie seinen Ruf eigentlich eingebüßt haben sollte, doch was schert es ihn, solange er dafür seinen Obolus bekommt, wieder einmal haben vielleicht 10,000-e Kunden aus einem völlig sachfremden Argument heraus sich für eine andere Rechtsschutzversicherung entschieden. Wenn es nicht so traurig wäre welches Schindluder mit den Interessen der Kunden getrieben wird, dann könnte man fast lachen, leider ist es jedoch bitterer Ernst.

So kann ich sagen, dass die Arag eine sehr große, gut organisierte Gesellschaft ist, die in Folge ihrer Größe auch viele Möglichkeiten und gute Kontakte besitzt.

Vieles was für kleinere oder neuere Anbieter ein Problem sein könnte ist für die Arag und ihre Leute nur eine einfache, alltägliche Routinesache.

Andererseits muss ich die Arag, genau wie ich es bei einem anderen Anbieter täte, in Schutz nehmen gegen unberechtigte Angriffe.
Eigentlich sollte in der heutigen Zeit, wo jeder Teilbereich des Rechtsschutzes seine eigene Absicherung hat, jedem mündigen Bürger klar sein, dass das, was er nicht versichert hat auch nicht versichert sein kann.

Aus dieser allgemeinen Grundregel ergeben sich nicht zuletzt die verschiedenen Beitragssätze, - er denen mehr zahlt, der bekommt von denen auch mehr Rechtsschutz.

Warum sollte die Allgemeinheit die keine Eigentumswohnung kaufen kann die Risiken für diejenigen mittragen, die sich mal eben 3 oder 4 solche leisten können?

Teure Verfahren besonderer Natur, wie z.B. die Scheidungen und die Scheidungsfolgesachen könne da keine Ausnahme bilden, - da war übrigens schon immer eine „erste allgemeine Beratung in Ehesachen“ eingeschlossen, - die ist auch für den Rechtsschutzversicherer noch kalkulierbar, oder man denke an das Arbeitsrecht, da kann das Verfahren doch recht viel kosten, und, egal ob man im Recht war oder nicht, die Kosten für das Verfahren bekommt man nicht erstattet, - und die können locker höher liegen als der Gesamte Streitwert um den es ging. Und wie ist das bei Mietsachen, da geht es ebenfalls gleich um einige Tausender, womit sollte die Rechtsschutzversicherung das nur mal eben nebenbei abdecken? Dann müssten die Beiträge für alle eben schnell um 20, 30 oder 50 % weiter angehoben werden.

Das ich doch gerade das Problem: je mehr tolle Extras an Leistungen einbezogen werden, um so höher klettert der Preis dafür.

Realistisches aber dennoch nicht ideales Beispiel sind da doch, ähnlich wie beider Krankenkasse die „Selbstbeteiligungen“, - wenn ich pro Fall eine Selbstbeteiligung von 250 € selbst tragen muss, dann habe ich doch eigentlich DE FACTO keinen Versicherungsschutz für alles unter 250 €, - 80 % der einfacheren Rechtsstreite fallen damit als unversichert unter den Tisch! Dennoch haben alle das gute, beruhigende Gefühl „ich bin ja Rechtsschutz versichert“.

Andererseits ist auch dies eigentlich nur eine Abwehr der Gesellschaft (en) gegen das eigene Image, das sich diese Burschen im Fernsehen mit ihrer Werbung gegeben haben: Ich bin Rechtsschutz versichert, ich kann jedem Nachbarn (erfolgreich) in die Fresse hauen, habe doch (kostenlos) meinen Anwalt, der wird es dem Nachbarn schon geben, - solche Werbespotts kennt doch noch jeder, -

Glaubt mir, die Rechtsschutzversicherungen und die Anwälte kennen inzwischen auch die Nachbarn, - logischerweise übrigens beide! Was die Erfinder solcher Sports vergaßen zu sagen war der Lösungsweg des Falles, wo beide streitsüchtigen Nachbarn Rechtsschutz versichert waren, möglichst noch bei derselben guten Agentur, z.B. bei der Arag, - die Folge war und ist natürlich fenomenal, in 2/3 aller solcher Fälle kome es gerade erst deshalb zu dem sauteuren Rechtsstreit, weil eben beide versichert sind, - in all diesen Fällen stimmt die Fernsehwerbung, nur mit einem kleinen Fehler:

Da ist es die Rechtsschutzversicherung selbst, die Kosten treibend vom Kunden angetrieben sich selbst eins auf die Fresse haut, noch ironischer kann man den Ausgang der Sache betrachten, - egal wie es ausgeht, die Rechtsschutzversicherung verliert immer, - egal ob einer gewinnt, verliert oder der Streit unentschieden ausgeht, die Arag, oder ihre Kollegen, zahlen immer.

Also muss das realistische Bestreben sein solcherlei unnötige Problemchen aus dem Weg zu räumen und zukünftig mehr zu vermeiden.

Andererseits ist gerade auch die Arag bekannt um nicht zu sagen berühmt dafür, dass sie einem Kunden, der seine Position mit Geschick vorträgt, vielleicht auch über einen klugen oder besser dort bekannten Anwalt, in vielen Fällen doch hilft. Das nennt man dann Kulanz, womit gemeint ist „wir müssten nicht, aber wir tun doch, der Kunde soll mit uns zufrieden sein“.

Abgesehen von einigen wenigen „großen“ alteingesessenen örtlichen oder regionalen Vertretern mit großen eigenem Kundenstamm sind übrigens die heutigen Außendienstler der Arag genau so gut oder genau so schlecht wie die ähnlicher Gesellschaften auch.

Übrigens ist in der Versicherungsbranche ohnehin die Fluktuation inzwischen enorm, - der freundliche Versicherungstyp, den sie vor 5 Jahren bei der DAS kennen lernten könnte heute bei der Arag, oder in zwei Jahren bei der Allianz sein, oder umgekehrt.

Und bei allen ist die eigentliche Devise nun mal „wer schreibt, der bleibt“ womit ich sagen will jeder liebt den Mitarbeiter der erfolgreich Umsatz bringt, von nicht abgeschlossenen Verträgen hat noch niemand leben können.

Und krumme Hunde gibt es ähnlich viele wie Wanderbaustellen auf der Autobahn, - die sind mal hier und mal da, wer einen solchen in seinem Mitarbeiterstab hat, der hat ihn nun einmal, und sei es nur für 4 oder 6 Wochen, auch das kann manchen Kunden schon verärgert haben.

Um zu einem Abschluss zu kommen, jedenfalls mit diesem etwas launischen Bericht, auch hier möchte ich eine klare Empfehlung begründet geben:

Es man wirklich, partiell bessere oder zutreffendere Angebote geben, für den jeweiligen Einzelfall an Rechtsschutzbedarf, doch das ist ähnlich wie mit der billigsten Telefon-Vorwahl oder der billigsten Tankstelle, - das wird sich immer wieder ändern, und kaum jemand dürfte informiert genug sein, oder auch ausreichend zeit haben um sich immer ausreichend auf das genaueste zu informieren, so dass es zurückgehen dürfte auf die Generalklausel:

Da wir heute kaum noch in der Lage sind uns wirklich voll und ganz zu informieren kann der Gedanke, dass man wenn man z.B. zur Arag geht beim stärksten und erfahrensten Anbieter zu sein, nie falsch sein.

Was immer man negatives sagen könnte, sei es der Preis, seien es die Ausschlüsse, wird so oder ähnlich für die Konkurrenz genau so gelten, ist also kein konkreter, sondern ein genereller Nachteil, der uns nicht hindern sollte.

Da es in der Versicherungsbranche, auch beim Rechtsschutz jedoch auch immer von Vorteil sein dürfte wenn man mit einer Agentur und einem örtlichen Partner zu tun hat, mit dem man bestens bekannt und vertraut ist, sollte bei der Entscheidung auch diese Frage von tragender Bedeutung sein.

Gibt es aber keine konkreten entgegenstehenden Hinweise, so würde ich immer wieder dazu raten zu denjenigen zu gehen, von denen ich weiß, dass auch hunterttausende anderer Kunden vor mir auch dort gut und korrekt bedient wurden, - und das weiss ich z.B. bei manchem seltsamem Internet-Angebot das nur mit unbewiesenen Versprechungen und einem Schnäppchenpreis wirbt eben nicht.

Daher mein insgesamt klarer Tipp notfalls doch besser zu diesen zu gehen.

Gibt es dann wirklich mal Probleme, dann hat man einen Ansprechpartner, und gegebenenfalls auch die Chance auf Kulanz!

17 Bewertungen, 1 Kommentar

  • vobho

    07.06.2002, 19:24 Uhr von vobho
    Bewertung: sehr hilfreich

    sind gut