Bait - Haie im Supermarkt (DVD) Testbericht

ab 12,70
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Summe aller Bewertungen
  • Action:  viel
  • Anspruch:  durchschnittlich
  • Romantik:  durchschnittlich
  • Humor:  durchschnittlich
  • Spannung:  spannend

Erfahrungsbericht von LilithIbi

"Reichst du dem Teufel die Hand, lässt Gott dich bestrafen."

4
  • Action:  durchschnittlich
  • Anspruch:  durchschnittlich
  • Romantik:  durchschnittlich
  • Humor:  durchschnittlich
  • Spannung:  spannend
  • Altersgruppe:  ab 18 Jahren
  • Meinung bezieht sich auf:  DVD-Version

Pro:

überzeugende Darsteller, Stimmung insgesamt, keine übertriebenen Hai-Aufnahmen, Raffinessen

Kontra:

DVD Rückseitentext lügt, typische Ungereimtheiten, erinnert stark an "Shark night"

Empfehlung:

Ja

Dass etliche Tierhorrorfilmbeiträge nicht gerade dafür bekannt sind, ihren menschlichen Hauptfiguren mit einer Hintergrundstory oder gar Tiefe zu verleihen, überrascht gewiss selbst jene nicht, die seit jeher einen Bogen um diese Publikationen machen.
Offenkundig war es den sechs (!) Drehbuchautoren Duncan Kennedy, Justin Monjo, John Kim, Shane Krause, Russell Mulcahy, Shayne Armstrong demnach ein Anliegen, sich zumindest dahingehend von der blutigen Masse abzuheben und ließ inmitten des knapp 89minütigen

ldquo;Bait ~ Haie im Supermarkt&ldquo etliche dramaturgische Offenbarungen zusammenlaufen. Anfänglich geht es zweifelsohne um den Rettungsschwimmer Josh (Xavier Samuel), der den Bruder (Richard Brancatisano) seiner Verlobten Tina (Sharni Vinson) im letzten Moment an einen Hai verliert.

12 Monate später geht es mitunter um die Warenhausdetektivin Jamie (Phoebe Tonkin), die mit dem Angestellten Ryan (Alex Russell) ein Verhältnis hat und auf Geheiß des nörgelnden Geschäftsführers Jessup (Adrian Pang) von ihrem eigenen Polizistenvater (Martin Sacks) des Ladens eskortiert wird. Zeitgleich sorgt Ganove Kirby (Dan Wyllie) dafür, dass Doyle (Julian McMahon) aus nicht näher ausgeführten Zwangs-Gründen mit diesem jenen Supermarkt überfällt. Ebenfalls parallel dazu paaren sich inmitten der Tiefgarage die quirlige Heather (Cariba Heine) mit ihrem Freund (Lincoln Lewis), während Spitz Bully mitsamt dem Dank eines Tsunamis angeschwemmten Hai für die tierische Unterhaltungspalette sorgt.

Natürlich begegnen sich in eben jenem Supermarkt Josh und Tina wieder ~ letztgenannte besucht den Laden allerdings in Begleitung von ihrem vermeintlichen neuen Freund Steven (Qi Yuwu).

Wir haben hier also:
eine romantische Liebesgeschichte, ein gestörtes Vater-Tochter-Verhältnis, einen kriminellen Handlungsstrang, Beziehungsprobleme und schließlich den buchstäblich animalischen Handlungsrahmen, der sämtliche Charaktere miteinander vereint.

Als wäre dies nicht bereits überladen-chaotisch genug, gilt es neben dem konsequenten Hai-Angriff ebenfalls ein Stromkabel, verschüttete Ausgänge wie die nervige Art mancher Mitmenschen zu überstehen.

Man ahnt, dass der bissverwöhnte Zuschauer über den etwas aus den Fugen geratenen Genre-typischen Gewichtung anhand illuster und vor allem mannigfaltiger abgetrennter Körperteile versöhnlich gestimmt werden soll.

Naturgemäß gelang es Regisseur Kimble Rendall nur sehr bedingt, den beginnenden Tiefsinn hinsichtlich interpersoneller Konflikte vollends auszuschöpfen ~ dafür sollte weder die (Spielfilm)Zeit reichen, noch die weiterführenden Möglichkeiten hinsichtlich möglicher Entwicklungsstufen der Szenerie.

Haifischfans werden es bereits erkannt haben: durch den (über)gewichtigen Fokus auf die zwischenmenschlichen Dramen flaut die durchaus herrschende Beklemmung immer wieder aufs Neue ab. Momente, in denen es wahrlich überaus (an)spannend wird, bremsen sich regelmäßig durch die stetig gekreischte Sorge nach einem der heldenhaften Protagonisten, die scheinbar allesamt über eine deluxiöse körperliche Fitness verfügen, abrupter Natur selbst aus.

Meine persönlichen menschlichen Favoriten in all dem Gewusel zweifellos Heather und Kyle, die genug Schwung in „Bait ~ Haie im Supermarkt“ bringen, um das Werk durchweg unterhaltsam zu finden. Dialoge wie

~ „Siehst du ihn irgendwo?“
~ „Ja, aber ich sag dir nicht wo, um dir die Überraschung nicht zu verderben“

haben mich persönlich durchaus vollends amüsiert, während andererseits a bisserl schad ist, nahezu sämtliche Kandidaten, die zu guter Letzt überleben dürfen, von ihrem ersten Auftritt an vorhersagen zu können.
Pluspunkte sammelt „Bait ~ Haie im Supermarkt“ definitiv und unabstreitbar durch kleine, unvorhersehbare Wendungen, Raffinessen wie fiese Überraschungen, die selbst mich in einer Szene zum kurzzeitigen arachnophischen Weggucken zwangen.

Insgesamt betrachtet sagt mir persönlich „Bait ~ Haie im Supermarkt“ de facto zu, zumal man sich gewiss darüber wird streiten können, ob der selbstgebaute Schutzanzug wahrlich von dem Machern warhlich ernst oder doch eher ironisch gemeint war. Lobenswert in diesem Kontext die damit einhergehende unverhoffte tragische Stimmung, die sich zwangsläufig im Zuschauer auszubreiten weiß.

Hinsichtlich der Spezialeffekte kann man bis auf die Schlussszene, die wie eine Aufzeichnung eines handelsüblichen Videospiels wirkt, kaum meckern ~ viele fiese Leichenteile sorgen ähnlich für Atmosphäre wie kurzerhand bösartige Spontanhandlungen diverser Personen.

Dementgegen weniger erfreulich, wie sehr manches (um nicht zu sagen: vieles) an „Shark attack“ erinnert. Rettungsschwimmer, Tsunami, Haie, eingesperrt in einem Räumchen, in dem das Wasser kontinuierlich steigt... ja, da kann man schon etwas missmutig werden.
Wahrlich veralbert hingegen darf sich derjenige fühlen, der einen genaueren Blick auf

===Die DVD selbst=== wirft. Soll heißen: das, was hier als rückseitige Filmbeschreibung abgeliefert wurde, ist meines Empfindens nach schlicht und ergreifend eine Frechheit, weil de facto falsch. Weder ist das Einkaufszentrum unterirdisch gelegen, noch wurde dieses neu eröffnet.

Bezüglich des Bonusmaterials wurde durchaus aus den vollen geschöpft, wurden irritierenderweise die zahlreichen '''Interviews mit Cast & Crew''' im Gegensatz zu dem '''making of''' jedoch nicht untertitelt. Wer mag, kann sich mit ein paar '''Trailern''' oder gar dem Umstand trösten, dass bezüglich des Hauptfilms immerhin vorbildlich mit einem wahlweise hinzuschaltbaren deutschen wie englischen Untertitel gearbeitet wurde.

Die Vertonung an sich beginnt bereits während des Hauptmenüs wahnwitzigen Spaß zu machen ~ die musikalische Untermalung sorgt für haitere Stimmung, alldieweil die kongeniale Farbintensität des Hailights einen eigenen Effekt mit sich bringt.

===Summa summarum=== gibt es in „Bait ~ Haie im Supermarkt“ gewiss den ein oder anderen Logikfehler oder gar bloß das Unverständnis, warum einmal angefangene Lösungsansätze nie zu Ende gedacht oder nach einem kleinen „Huppala“ nicht mit / durch eine andere Person vollzogen wird.

Mir völlig unverständlich generell, das niemand auf die Idee kommen will, dass die Herren Verbrecher während des Überfalls eine Waffe bei sich getragen haben; während zu guter Letzt die „Lösung des Hauptproblems“ doch etwas hopplahopp über die Bühne geht.

Die ultimativ-abschließende Szene fetzt nochmal, während die Abspannmusik die leicht verhagelte Stimmung ins Gegenteil pusht ~ ein großer Wurf stellt „Bait ~ Haie im Supermarkt“ somit gewiss nicht da, hebst sich nichtsdestotrotz von manchen Ausfallerscheinungen dieses flossigen Genres ab und verdient somit die meinerseitige 4er Besternung.

18 Bewertungen, 5 Kommentare

  • Nahariel

    26.07.2013, 10:30 Uhr von Nahariel
    Bewertung: besonders wertvoll

    Grüzi ;))

  • Juri1877

    23.07.2013, 01:20 Uhr von Juri1877
    Bewertung: sehr hilfreich

    ein Horrorfilm ab 16 finde ich schon fast witzig

  • joelovesyou

    19.07.2013, 16:43 Uhr von joelovesyou
    Bewertung: besonders wertvoll

    bewe & ein schönes Wochenende :)

  • Little-Peach

    19.07.2013, 12:38 Uhr von Little-Peach
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh :)

  • bella.17@live.de

    19.07.2013, 10:56 Uhr von [email protected]
    Bewertung: sehr hilfreich

    Liebe Grüße Annabelle.