buchticket.de Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 11/2004
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Erfahrungsbericht von Tut_Ench_Amun
Online-Lesezirkel
Pro:
Nette Buchwürmer / Großer Pool an Titeln / Kostenlos / Einfaches Tausch - System
Kontra:
Bisher Fehlanzeige, wenngleich manche Pappnasen auch immer wieder mal \"artfremde\" (DVDs, Games etc . ) Artikel einstellen .
Empfehlung:
Ja
Hat die liebe Verwandtschaft mal wieder voll ins Klo gegriffen, als sie versuchten deinen Buchgeschmack an deinem letzten Geburtstag zu treffen? Oder bist du vielleicht irgendeinem gerissenen Werbetexter auf dem Leim gegangen, der auf dem Cover das Blaue vom Himmel versprach, doch das Lesevergnügen bestand allein darin, das Wort \"Ende\" und seine tiefere, erlösende Bedeutung zu entdecken? Spätestens wenn man mal versucht hat solche ungeliebten und nicht mehr benötigten Druckerzeugnisse per eBay loszuwerden, stellt man fest, dass man meist irgendwie drauf zahlt oder gar sitzen bleibt. Andersherum hat man oft den Fall, dass man bestimmte Bücher sucht, die jedoch lange out of print gegangen, oder dir schlichtweg zu teuer sind. Solche, die man mit Freuden gern gegen andere aus der eigenen Bibliothek tauschen würde. Geht nicht? Geht doch!
Hier setzt nämlich Buchticket an. Da jeder Mensch gottlob einen eigenen Geschmack hat, mag was für den einen als typografische Manifestation der Augenfolter gilt, für einen anderen ein begehrtes Stück Literatur sein. Kurz gesagt ist Buchticket die Tauschbörse für Bücherwürmer, wo man von Privat an Privat seine Bücher anbieten und sich aus dem Angebotskatalog etwas passendes für sich rausfischen kann. Den Namen verdankt die Plattform seiner einzigen akzeptierten Währung, dem Buchticket. Das erstaunlich einfache Konzept sieht vor, dass alle angebotenen Bücher in einem Pool landen und von anderen registrierten Mitgliedern angefordert werden können. Dafür gibt\'s dann Tickets, die wiederum zum Tausch gewünschter Titel aus dem Sammelbecken berechtigen. Wie das genau funktioniert soll hier kurz vorgestellt und erläutert werden.
Das Tauschen von Büchern bedeutet nicht, dass man 1:1 mit einem anderen Mitglied tauscht, wiewohl auch solche Fälle natürlich auftreten können. Die Regel ist dies aber nicht, wenn dann eher Zufall. Die getauschten Bücher gehen dabei in dein Eigentum über, es ist nicht notwendig sie zurück zu schicken. Buchticket ist nur der Mittler, der Betreiber stellt lediglich die Kontakt-Möglichkeit, virtuellen Raum und Währung zur Verfügung, Tauschwillige und ihre Bücher einheitlich unter einen Hut zu bekommen und zu organisieren. Mit den einmal eingeleiteten Transaktionen an sich hat Buchticket nichts weiter zu tun, das regeln die User in Eigenregie. Vom Versand bis zur Bewertung (ähnlich eBay) untereinander. Der Dienst ist kostenlos, nur die Versandkosten zum Tauschpartner müssen selbst getragen werden. Eine gerechte Lösung. Denn jeder schickt im Laufe seiner Mitgliedschaft Bücher auf eigene Kosten auf die Reise, erhält aber im Gegenzug selber wieder welche für lau. Geradezu salomonisch.
_Dabeisein ist nicht alles_
Aller Anfang ist die Registrierung auf www.buchticket.de . Diese läuft ab, wie von anderen Plattformen und Foren gewohnt. Sie ist schnell erledigt und erfordert neben der Wahl eines möglichst knackigen Aliases selbstverständlich die Eingabe einer gültigen eMail-Adresse. Passwort, richtiger Name und Anschrift nicht zu vergessen - wo sollen andere User denn auch sonst ein Buch schicken, das du dir ausgesucht hast? Genau. Das Geburtsdatum ist zwar Pflichteingabe, wird aber nur - wie fast alle anderen Angaben auch - nur auf deinen ausdrücklichen Wunsch hin in deinem Profil öffentlich angezeigt. Wer mag kann noch ein wenig (1000 Zeichen) über sich schreiben und ein maximal 200 x 300 Pixel großes Bildchen hoch laden. Akzeptiert werden die gängigsten Grafikformate. Bis auf die Basis-Daten können die freiwilligen Angaben auch zu einem späteren Zeitpunkt nachgetragen oder bei Bedarf jederzeit verändert werden. Nach Erhalt der Reg-Mail und erstmaligem Log In über den dort angegebenen Link ist man vollwertiges Mitglied der Community.
_Die Seite_
Die Website und alle ihre Funktionen en detail zu zerreden erscheint mir müßig, auch wenn ich mit meiner Weigerung, jedes Byte des Internetangebots von Buchticket mit Handschlag zu begrüßen, vielleicht so manchen Erbsenzähler in den Wahnsinn oder den Selbstmord treibe. Letzteres wäre mir dabei übrigens die liebste Option. Halten wir fest: Die Seite ist klar strukturiert und geradezu gespenstisch selbsterklärend aufgebaut. Hauptnavigation oben, persönliche Navigationsleiste und Schnellsuchfunktion links, alles andere Wichtige findet mitten im Hauptteil statt. Rechts finden sich kleine Goodies in Form von Hitlisten, oder auch eine Porto-Übersicht der deutschen Post. Auch die Farbwahl leistet dem zurecht so gefürchteten und hinterhältigen Augenkrebs keinen Vorschub. Ok, damit hätten wir das Webdesign nun im Schnelldurchlauf abgehakt. Ach ja, dezente Bannerwerbung gibt\'s auch noch, doch erfreulicherweise (bis jetzt jedenfalls) keinerlei nervige Pop-Ups.
_Erste Schritte_
Damit man nicht gleich mit leeren Händen dasteht, spendiert der Betreiber bis zu drei Gratis-Tickets, die man jedoch nur erhält, sofern man nach der Registrierung selbst Bücher feilbietet. Die Staffelung läuft wie folgt: 3 Bücher = 1 Ticket, bei 5 gibt\'s 2 und wer sogar 10 Bücher reinsetzt, bekommt alle 3 der hierfür ausgelobten StartUp-Gutscheine. Zur sofortigen Verfügung versteht sich. Weitere Tickets sind zukünftig nur dann zu erhalten, wenn ein anderes Mitglied einen Titel aus deinem virtuellen Bücherregal anfordert und du die Tauschanfrage bestätigst. Selten lassen sich auch Bonus-Aktionen diverser Affilates blicken und mehren die Coupons.
Jedes Tauschgeschäft hat einen Haken, man braucht nämlich erst mal was zum Tauschen. Die bevorzugte Munition, um auf Buchwurmjagd zu gehen sind bedruckte Seiten, die meist von einem Einband gehalten werden. BUCH nennt man das. Zur Not tun es aber auch die legasthenikerfreundlichen, magnetischen oder optischen Datenträger: Hörbücher. Fein, somit steht der Auswahl der Funktion \"Bücher anbieten\" nichts im Wege. Es öffnet sich eine Suchmaske, die - freundlich aber bestimmt - nach der ISBN fragt. Wahlweise 9- oder 13stellig, also mit oder ohne garstige Trennstriche. Für gewöhnlich wird hierüber der passende Titel im Katalog gefunden, manchmal sogar mehrere (fast) gleiche Einträge. Gelegentlich sind auch mal einige fehlende Daten nachzutragen. Erbringt die Suche wider erwarten gar kein Ergebnis, gibt es die Möglichkeit einen neuen Eintrag anzulegen.
Abgefragt werden Titel, Autor, Erscheinungsjahr, ISBN, Seitenzahl, Sprache und Art der Bindung. Zusätzlich zu diesen (oft schon vorhandenen) Stammdaten sind noch zwei Felder wichtig: Zustand und Kommentar. Beim Zustand ist EHRLICH einzutragen ob und welche Macken das Buch hat, also Verschmutzungs-, Gebrauchsspuren, Gilb, Knicke etc. Untermauern kann man seine Angaben mit dem hoch laden eines aussagekräftigen Bildes. Idealerweise in 200 x 200 Pixel. Einige Zeitgenossen mopsen sogar gleich die Images von Amazon, was nicht im eigentlichen Sinne des Erfinders ist.
Beim Kommentar finden sich viele Spielarten, die einen geben dort eine mehr oder weniger lange Inhaltsangabe ab, andere schreiben gar eine kurze Buchkritik mit hinein. Geschmacksache. Man kann das Feld auch gänzlich frei lassen. Ein paar wenige Worte über den Inhalt und/oder Besonderheiten (z.B. abweichende Buchdaten, wie anderer Verlag, abweichende Bindung etc.)sollten dir den kleinen Aufwand aber wert sein, das gehört zum guten Ton. Kurz, knackig und prägnant kommt allgemein besser an, als ellenlanges Geschwafel.
Nach Abschluss der Eingaben und Betätigung des \"Weiter\"-Buttons, bekommt man Gelegenheit das Buch in bis zu drei passende (Unter-)Kategorien einzusortieren, in welchen der Titel dann gelistet wird (ein beliebiger \"Star Trek\"-Roman z.B. würde unter: Science Fiction & Fantasy --> \"TV- und Filmvorlage\" und \"Serien\", sowie unter: Romane und Erzählungen --> \"Romane\" eingeordnet). Hat man die entsprechenden Häkchen gesetzt folgt die letzte Bestätigung, dass du es wirklich ernst meinst. Fertich. Das Procedere ist für jedes weitere Buch natürlich zu wiederholen.
_Die Modalitäten_
Langsam füllt sich dein virtuelles Bücherregal und pro angefragtem Buch daraus, erhältst du je 1 Ticket zum verbraten. Simpel oder? Umgekehrt wird auch ein Schuh draus. Forderst du selber ein Buch an, wird dafür ein Ticket zunächst reserviert, erst wenn der Anbieter die Anfrage bestätigt, gilt es als entwertet. Manche User bieten auch 2 (oder 3) für 1 an, das heißt, du wählst 2 (oder 3) Bücher aus ihrem Fundus, verbrauchst dafür jedoch nur 1 Ticket. Selbstverständlich kannst du das genauso machen, wenn du bleistiftsweise bestimmte Schmöker partout nur als Paket abgeben willst, und so weiter.
_Wie weiter?_
Die Fristen zu beachten, ist wichtig. Bei erfolgter Anfrage verschwindet das Buch aus dem Online-Katalog. Bei Nicht-Reaktion der Gegenseite innerhalb von 7 Tagen, mutiert ein für diese Transaktion reservierter Bon wieder zum frei verwendbaren Aktivposten. Das betreffende Buch wandert - wieder für jeden sichtbar - zurück in den Pool. Wird die Anfrage jedoch pünktlich (was die Regel ist) bestätigt, greift die 14 Tage-Frist. In dieser Zeitspanne sollte das Buch beim Empfänger aufschlagen. Dieser bestätigt dem Empfang unter \"Tauschvorgänge\" und verknüpft das gleichzeitig mit einer 5-Stufigen Bewertung, sowie einem (wahlweisem) Kommentar, wie der Tausch abgelaufen ist und ob das Buch auch der Beschreibung entsprach. Geschieht das nicht, ergeht eine Erinnerungsmail an beide Seiten.
Ab jetzt beginnt eine 4-wöchige Karenzzeit. Nach Ablauf dieser Gnadenfrist und fehlendem Buch, kann der Empfänger eine Null-Stern-Bewertung vornehmen, womit der Tausch als nichtig gilt. Logischerweise erhält der vergeblich Wartende sein(e) Ticket(s) wieder gut geschrieben. In den allermeisten Fällen klärt sich die Situation aber im Guten und Unstimmigkeiten sind entweder auf ein Versehen zurück zu führen oder beruhen schlicht auf Nachlässigkeit. Erfolgt nach 6 Wochen (plus einer weiteren, der finalen, Erinnerungsmail) keine Negativ-Bewertung seitens des Empfängers setzt das System voraus, dass alles glatt gelaufen ist. Der Versender bekommt automatisch 5 Sterne zugewiesen. Klingt komisch, entspricht aber dem Grundsatz \"in dubio pro reo\" und nimmt auch den Empfänger in die Pflicht.
Niemand wartet gerne als Empfänger auf ein Buch, andererseits macht sich eine miese Bewertung als Versender auch nicht sonderlich gut im Profil. Schnelle Reaktion und Kommunikation untereinander ist also im beiderseitigen Interesse. Hierfür steht die Nachrichtenzentrale zur Verfügung, die funktioniert ähnlich einem (privaten) Gästebuch. Außer dir selbst hat darin keiner Einblick. Gleichzeitig versendet der Server die in der Eingabemaske verfassten Nachrichten - im kompletten Wortlaut - zur Sicherheit auch noch einmal an deine vorher angegebene Mail-Adresse. Für Tauschanfragen gilt selbiges - diese werden aber automatisch generiert und können nicht per Mail, sondern nur im eingeloggten Zustand bestätigt werden. HTML ist übrigens no-no. Der Parser des Nachrichtencenters schluckt dankenswerterweise nur plain text.
_Lost and Found_
Du suchst ein bestimmtes Buch? Kein Problem. Die Schnellsuche via Titel und/oder Autor erbringt sehr oft schon ein sofortiges Ergebnis im Katalog. Sollte das Gesuchte in der Tat nicht im Pool geführt sein, besteht die Möglichkeit eine permanente Suchanfrage zu basteln. Bestehend aus (wir ahnen es) Titel und Autor, wobei man entweder das eine oder das andere auch weglassen kann, um die Anfrage allgemeiner zu halten. Sobald das gute Stück von einem Mitglied angeboten wird, verschickt das System postwendend eine Mail an dein Nachrichtencenter und - wie gehabt - auch an deine Mail-Adresse. Sehr nützlich auch, um ganze Serien abzudecken, von denen dir noch Bände in deiner Sammlung fehlen. Hier empfiehlt es sich, statt des genauen Titels, Schlüsselworte einzutragen. So lässt sich das Suchraster effektiv frisieren, erbringt aber auch - logo - ungenauere Treffer.
Errare humanum est. Da keine festen Richtlinien für die Titelvorgabe existieren und sich Menschen nun mal gern vertippern, können mehrere leicht in der Schreibweise abweichende Suchanfragen Wunder wirken. Ein gutes Beispiel hierfür ist die ???-Serie. Sowohl unter \"Drei Fragezeichen\", als auch \"Drei ???\" oder \"3 ???\" findet das System ganz unterschiedliche Matches. Des weiteren sortieren in diesem speziellen Fall viele \"Alfred Hitchcock\" als Autor, nicht die richtigen Verfasser der Romane (etwa Robert Arthur, William Arden, M.V. Carey etc.) in die Karteikarte ein. Man sieht also, es lohnt sich durchaus mehrere Spielarten (inklusive absichtlich herbeigeführter Tippfehler) durch zu exerzieren, bevor man vorschnell einen Korn in die Flinte kippt. Als eifriger eBay-User kennt man diesen Kniff sicher schon - er funktioniert auch hier.
_Fazit_
Lange Rede - Kurzer Sinn: Anmelden! Buchticket ist eine wahre Fundgrube für Buchwürmer und das Tauschsystem funktioniert dank seiner einfachen und durchdachten Spielregeln reibungslos. Bislang habe ich keinerlei negative Erfahrungen gemacht, stets war der Ton untereinander freundlich und die angeforderten Bücher innerhalb kurzer Zeit in meinem Postkasten. Darunter einige, denen ich seit Jahren auf Trödelmärkten erfolglos hinterher gehechelt bin, weil mir entweder der Zustand oder die Preisvorstellung nicht gefielen. Hier sind sie für lau und zumeist in guter Verfassung, da die bei Buchticket vielfach angemeldeten Print-Maniacs ihre Bibliothek für gewöhnlich gut hegen und pflegen. Und auch ehrlich beurteilen. Selbst wenn einem die Bücher dann doch nicht zusagen, stellt man sie eben wieder rein, auf das der Nächste damit glücklich werde. Kost\' ja nix - außer dem Porto.
So Long
Der Blätterwald-Pharao
Hier setzt nämlich Buchticket an. Da jeder Mensch gottlob einen eigenen Geschmack hat, mag was für den einen als typografische Manifestation der Augenfolter gilt, für einen anderen ein begehrtes Stück Literatur sein. Kurz gesagt ist Buchticket die Tauschbörse für Bücherwürmer, wo man von Privat an Privat seine Bücher anbieten und sich aus dem Angebotskatalog etwas passendes für sich rausfischen kann. Den Namen verdankt die Plattform seiner einzigen akzeptierten Währung, dem Buchticket. Das erstaunlich einfache Konzept sieht vor, dass alle angebotenen Bücher in einem Pool landen und von anderen registrierten Mitgliedern angefordert werden können. Dafür gibt\'s dann Tickets, die wiederum zum Tausch gewünschter Titel aus dem Sammelbecken berechtigen. Wie das genau funktioniert soll hier kurz vorgestellt und erläutert werden.
Das Tauschen von Büchern bedeutet nicht, dass man 1:1 mit einem anderen Mitglied tauscht, wiewohl auch solche Fälle natürlich auftreten können. Die Regel ist dies aber nicht, wenn dann eher Zufall. Die getauschten Bücher gehen dabei in dein Eigentum über, es ist nicht notwendig sie zurück zu schicken. Buchticket ist nur der Mittler, der Betreiber stellt lediglich die Kontakt-Möglichkeit, virtuellen Raum und Währung zur Verfügung, Tauschwillige und ihre Bücher einheitlich unter einen Hut zu bekommen und zu organisieren. Mit den einmal eingeleiteten Transaktionen an sich hat Buchticket nichts weiter zu tun, das regeln die User in Eigenregie. Vom Versand bis zur Bewertung (ähnlich eBay) untereinander. Der Dienst ist kostenlos, nur die Versandkosten zum Tauschpartner müssen selbst getragen werden. Eine gerechte Lösung. Denn jeder schickt im Laufe seiner Mitgliedschaft Bücher auf eigene Kosten auf die Reise, erhält aber im Gegenzug selber wieder welche für lau. Geradezu salomonisch.
_Dabeisein ist nicht alles_
Aller Anfang ist die Registrierung auf www.buchticket.de . Diese läuft ab, wie von anderen Plattformen und Foren gewohnt. Sie ist schnell erledigt und erfordert neben der Wahl eines möglichst knackigen Aliases selbstverständlich die Eingabe einer gültigen eMail-Adresse. Passwort, richtiger Name und Anschrift nicht zu vergessen - wo sollen andere User denn auch sonst ein Buch schicken, das du dir ausgesucht hast? Genau. Das Geburtsdatum ist zwar Pflichteingabe, wird aber nur - wie fast alle anderen Angaben auch - nur auf deinen ausdrücklichen Wunsch hin in deinem Profil öffentlich angezeigt. Wer mag kann noch ein wenig (1000 Zeichen) über sich schreiben und ein maximal 200 x 300 Pixel großes Bildchen hoch laden. Akzeptiert werden die gängigsten Grafikformate. Bis auf die Basis-Daten können die freiwilligen Angaben auch zu einem späteren Zeitpunkt nachgetragen oder bei Bedarf jederzeit verändert werden. Nach Erhalt der Reg-Mail und erstmaligem Log In über den dort angegebenen Link ist man vollwertiges Mitglied der Community.
_Die Seite_
Die Website und alle ihre Funktionen en detail zu zerreden erscheint mir müßig, auch wenn ich mit meiner Weigerung, jedes Byte des Internetangebots von Buchticket mit Handschlag zu begrüßen, vielleicht so manchen Erbsenzähler in den Wahnsinn oder den Selbstmord treibe. Letzteres wäre mir dabei übrigens die liebste Option. Halten wir fest: Die Seite ist klar strukturiert und geradezu gespenstisch selbsterklärend aufgebaut. Hauptnavigation oben, persönliche Navigationsleiste und Schnellsuchfunktion links, alles andere Wichtige findet mitten im Hauptteil statt. Rechts finden sich kleine Goodies in Form von Hitlisten, oder auch eine Porto-Übersicht der deutschen Post. Auch die Farbwahl leistet dem zurecht so gefürchteten und hinterhältigen Augenkrebs keinen Vorschub. Ok, damit hätten wir das Webdesign nun im Schnelldurchlauf abgehakt. Ach ja, dezente Bannerwerbung gibt\'s auch noch, doch erfreulicherweise (bis jetzt jedenfalls) keinerlei nervige Pop-Ups.
_Erste Schritte_
Damit man nicht gleich mit leeren Händen dasteht, spendiert der Betreiber bis zu drei Gratis-Tickets, die man jedoch nur erhält, sofern man nach der Registrierung selbst Bücher feilbietet. Die Staffelung läuft wie folgt: 3 Bücher = 1 Ticket, bei 5 gibt\'s 2 und wer sogar 10 Bücher reinsetzt, bekommt alle 3 der hierfür ausgelobten StartUp-Gutscheine. Zur sofortigen Verfügung versteht sich. Weitere Tickets sind zukünftig nur dann zu erhalten, wenn ein anderes Mitglied einen Titel aus deinem virtuellen Bücherregal anfordert und du die Tauschanfrage bestätigst. Selten lassen sich auch Bonus-Aktionen diverser Affilates blicken und mehren die Coupons.
Jedes Tauschgeschäft hat einen Haken, man braucht nämlich erst mal was zum Tauschen. Die bevorzugte Munition, um auf Buchwurmjagd zu gehen sind bedruckte Seiten, die meist von einem Einband gehalten werden. BUCH nennt man das. Zur Not tun es aber auch die legasthenikerfreundlichen, magnetischen oder optischen Datenträger: Hörbücher. Fein, somit steht der Auswahl der Funktion \"Bücher anbieten\" nichts im Wege. Es öffnet sich eine Suchmaske, die - freundlich aber bestimmt - nach der ISBN fragt. Wahlweise 9- oder 13stellig, also mit oder ohne garstige Trennstriche. Für gewöhnlich wird hierüber der passende Titel im Katalog gefunden, manchmal sogar mehrere (fast) gleiche Einträge. Gelegentlich sind auch mal einige fehlende Daten nachzutragen. Erbringt die Suche wider erwarten gar kein Ergebnis, gibt es die Möglichkeit einen neuen Eintrag anzulegen.
Abgefragt werden Titel, Autor, Erscheinungsjahr, ISBN, Seitenzahl, Sprache und Art der Bindung. Zusätzlich zu diesen (oft schon vorhandenen) Stammdaten sind noch zwei Felder wichtig: Zustand und Kommentar. Beim Zustand ist EHRLICH einzutragen ob und welche Macken das Buch hat, also Verschmutzungs-, Gebrauchsspuren, Gilb, Knicke etc. Untermauern kann man seine Angaben mit dem hoch laden eines aussagekräftigen Bildes. Idealerweise in 200 x 200 Pixel. Einige Zeitgenossen mopsen sogar gleich die Images von Amazon, was nicht im eigentlichen Sinne des Erfinders ist.
Beim Kommentar finden sich viele Spielarten, die einen geben dort eine mehr oder weniger lange Inhaltsangabe ab, andere schreiben gar eine kurze Buchkritik mit hinein. Geschmacksache. Man kann das Feld auch gänzlich frei lassen. Ein paar wenige Worte über den Inhalt und/oder Besonderheiten (z.B. abweichende Buchdaten, wie anderer Verlag, abweichende Bindung etc.)sollten dir den kleinen Aufwand aber wert sein, das gehört zum guten Ton. Kurz, knackig und prägnant kommt allgemein besser an, als ellenlanges Geschwafel.
Nach Abschluss der Eingaben und Betätigung des \"Weiter\"-Buttons, bekommt man Gelegenheit das Buch in bis zu drei passende (Unter-)Kategorien einzusortieren, in welchen der Titel dann gelistet wird (ein beliebiger \"Star Trek\"-Roman z.B. würde unter: Science Fiction & Fantasy --> \"TV- und Filmvorlage\" und \"Serien\", sowie unter: Romane und Erzählungen --> \"Romane\" eingeordnet). Hat man die entsprechenden Häkchen gesetzt folgt die letzte Bestätigung, dass du es wirklich ernst meinst. Fertich. Das Procedere ist für jedes weitere Buch natürlich zu wiederholen.
_Die Modalitäten_
Langsam füllt sich dein virtuelles Bücherregal und pro angefragtem Buch daraus, erhältst du je 1 Ticket zum verbraten. Simpel oder? Umgekehrt wird auch ein Schuh draus. Forderst du selber ein Buch an, wird dafür ein Ticket zunächst reserviert, erst wenn der Anbieter die Anfrage bestätigt, gilt es als entwertet. Manche User bieten auch 2 (oder 3) für 1 an, das heißt, du wählst 2 (oder 3) Bücher aus ihrem Fundus, verbrauchst dafür jedoch nur 1 Ticket. Selbstverständlich kannst du das genauso machen, wenn du bleistiftsweise bestimmte Schmöker partout nur als Paket abgeben willst, und so weiter.
_Wie weiter?_
Die Fristen zu beachten, ist wichtig. Bei erfolgter Anfrage verschwindet das Buch aus dem Online-Katalog. Bei Nicht-Reaktion der Gegenseite innerhalb von 7 Tagen, mutiert ein für diese Transaktion reservierter Bon wieder zum frei verwendbaren Aktivposten. Das betreffende Buch wandert - wieder für jeden sichtbar - zurück in den Pool. Wird die Anfrage jedoch pünktlich (was die Regel ist) bestätigt, greift die 14 Tage-Frist. In dieser Zeitspanne sollte das Buch beim Empfänger aufschlagen. Dieser bestätigt dem Empfang unter \"Tauschvorgänge\" und verknüpft das gleichzeitig mit einer 5-Stufigen Bewertung, sowie einem (wahlweisem) Kommentar, wie der Tausch abgelaufen ist und ob das Buch auch der Beschreibung entsprach. Geschieht das nicht, ergeht eine Erinnerungsmail an beide Seiten.
Ab jetzt beginnt eine 4-wöchige Karenzzeit. Nach Ablauf dieser Gnadenfrist und fehlendem Buch, kann der Empfänger eine Null-Stern-Bewertung vornehmen, womit der Tausch als nichtig gilt. Logischerweise erhält der vergeblich Wartende sein(e) Ticket(s) wieder gut geschrieben. In den allermeisten Fällen klärt sich die Situation aber im Guten und Unstimmigkeiten sind entweder auf ein Versehen zurück zu führen oder beruhen schlicht auf Nachlässigkeit. Erfolgt nach 6 Wochen (plus einer weiteren, der finalen, Erinnerungsmail) keine Negativ-Bewertung seitens des Empfängers setzt das System voraus, dass alles glatt gelaufen ist. Der Versender bekommt automatisch 5 Sterne zugewiesen. Klingt komisch, entspricht aber dem Grundsatz \"in dubio pro reo\" und nimmt auch den Empfänger in die Pflicht.
Niemand wartet gerne als Empfänger auf ein Buch, andererseits macht sich eine miese Bewertung als Versender auch nicht sonderlich gut im Profil. Schnelle Reaktion und Kommunikation untereinander ist also im beiderseitigen Interesse. Hierfür steht die Nachrichtenzentrale zur Verfügung, die funktioniert ähnlich einem (privaten) Gästebuch. Außer dir selbst hat darin keiner Einblick. Gleichzeitig versendet der Server die in der Eingabemaske verfassten Nachrichten - im kompletten Wortlaut - zur Sicherheit auch noch einmal an deine vorher angegebene Mail-Adresse. Für Tauschanfragen gilt selbiges - diese werden aber automatisch generiert und können nicht per Mail, sondern nur im eingeloggten Zustand bestätigt werden. HTML ist übrigens no-no. Der Parser des Nachrichtencenters schluckt dankenswerterweise nur plain text.
_Lost and Found_
Du suchst ein bestimmtes Buch? Kein Problem. Die Schnellsuche via Titel und/oder Autor erbringt sehr oft schon ein sofortiges Ergebnis im Katalog. Sollte das Gesuchte in der Tat nicht im Pool geführt sein, besteht die Möglichkeit eine permanente Suchanfrage zu basteln. Bestehend aus (wir ahnen es) Titel und Autor, wobei man entweder das eine oder das andere auch weglassen kann, um die Anfrage allgemeiner zu halten. Sobald das gute Stück von einem Mitglied angeboten wird, verschickt das System postwendend eine Mail an dein Nachrichtencenter und - wie gehabt - auch an deine Mail-Adresse. Sehr nützlich auch, um ganze Serien abzudecken, von denen dir noch Bände in deiner Sammlung fehlen. Hier empfiehlt es sich, statt des genauen Titels, Schlüsselworte einzutragen. So lässt sich das Suchraster effektiv frisieren, erbringt aber auch - logo - ungenauere Treffer.
Errare humanum est. Da keine festen Richtlinien für die Titelvorgabe existieren und sich Menschen nun mal gern vertippern, können mehrere leicht in der Schreibweise abweichende Suchanfragen Wunder wirken. Ein gutes Beispiel hierfür ist die ???-Serie. Sowohl unter \"Drei Fragezeichen\", als auch \"Drei ???\" oder \"3 ???\" findet das System ganz unterschiedliche Matches. Des weiteren sortieren in diesem speziellen Fall viele \"Alfred Hitchcock\" als Autor, nicht die richtigen Verfasser der Romane (etwa Robert Arthur, William Arden, M.V. Carey etc.) in die Karteikarte ein. Man sieht also, es lohnt sich durchaus mehrere Spielarten (inklusive absichtlich herbeigeführter Tippfehler) durch zu exerzieren, bevor man vorschnell einen Korn in die Flinte kippt. Als eifriger eBay-User kennt man diesen Kniff sicher schon - er funktioniert auch hier.
_Fazit_
Lange Rede - Kurzer Sinn: Anmelden! Buchticket ist eine wahre Fundgrube für Buchwürmer und das Tauschsystem funktioniert dank seiner einfachen und durchdachten Spielregeln reibungslos. Bislang habe ich keinerlei negative Erfahrungen gemacht, stets war der Ton untereinander freundlich und die angeforderten Bücher innerhalb kurzer Zeit in meinem Postkasten. Darunter einige, denen ich seit Jahren auf Trödelmärkten erfolglos hinterher gehechelt bin, weil mir entweder der Zustand oder die Preisvorstellung nicht gefielen. Hier sind sie für lau und zumeist in guter Verfassung, da die bei Buchticket vielfach angemeldeten Print-Maniacs ihre Bibliothek für gewöhnlich gut hegen und pflegen. Und auch ehrlich beurteilen. Selbst wenn einem die Bücher dann doch nicht zusagen, stellt man sie eben wieder rein, auf das der Nächste damit glücklich werde. Kost\' ja nix - außer dem Porto.
So Long
Der Blätterwald-Pharao
38 Bewertungen, 3 Kommentare
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25.10.2006, 12:06 Uhr von campimo
Bewertung: sehr hilfreichDa bin ich auch, und zwar super zufrieden. Buchticket kann man wirklich nur jeder Leseratte empfehlen.
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21.08.2005, 16:12 Uhr von feldhase
Bewertung: sehr hilfreichDas ist was für mich. Kannte ich noch gar nicht. Danke für den Tipp und diesen guten Bericht. LG vom Feldhasen
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12.05.2005, 14:03 Uhr von roma1
Bewertung: sehr hilfreichschon bei ciao gelesen, wo ich als carnuntum schreibe :o) Liebe Grüße Joanna
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