Choose (DVD) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 05/2013
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Summe aller Bewertungen
- Action:
- Anspruch:
- Romantik:
- Humor:
- Spannung:
Erfahrungsbericht von LilithIbi
"Dein Augenlicht oder dein Aussehen?"
Pro:
Idee, Kevin Pollock rettet die sonst etwas abstruse Atmosphäre, Kurzauftritt Mops
Kontra:
Idee, Kevin Pollock rettet die sonst etwas abstruse Atmosphäre, Kurzauftritt Mops
Empfehlung:
Ja
Wenn ein Film mit einer mäßigen Synchronisation versehen wurde, dann ist für mich durchweg zu ahnen, dass es mit dem Stimmungsaufbau nicht sonderlich weit her sein wird. Gesellt sich überdies der Aspekt hinzu, dass das Wort „Suicide“ nahezu fahrlässigerweise mit „Unfall“ übersetzt wird... bin ich eigentlich nahezu förmlich eingeschnappt.
Nichtsdestominder gelang es Regisseur Marcus Graves Dank der knackigen Spielfilmzeit von lediglich 83Minuten sowie der faszinierend-spannenden Story
Nach und nach häufen sich die Fälle, in denen auf den ersten Blick zufällig ausgewählte Opfer jeweils vor eine folgenschwere Entscheidung gestellt werden, die es binnen 60 Sekunden zu treffen gilt. Verweigert sich der Auserwählte dieser Sache, trifft der vermeintliche Psychopath jene Wahl, welche in der Anfangssequenz rund um die Frage welches Elternteil sterben soll, kreist.
Sheriff Tom Wagner (Kevin Pollock) hat quasi gratis obendrein damit zu kämpfen, seine Tochter Fiona (Katheryn Winnick) von ihren eigenen Ermittlungsversuchen abzuhalten.
Gar nicht mal so einfach, denn schließlich deutet alles darauf hin, dass Fiona sich schon längst im Visier des Täters befindet...
Selbst die Enttarnung des Täters, der auf dem DVD-Rückseitentext fälschlicherweise als „Mörder“ tituliert wird, stellte sich für mich als etwas heraus, welches ich bereits in früheren Minuten geahnt habe.
Generell finden sich diverse Details, die sich vermutlich zu einer bahnbrechenden Offenbarung entpuppen sollten, die hier jedoch schlicht und ergreifend nicht funktionieren.
Hinzu sammeln sich mehrere Patzer, was Logik und Filmfehlerchen anbelangt: so gelingt es Fiona nicht nur, mit vollends getrockneten Haaren aus der Dusche zu steigen, sondern überdies passt die Auflösung rund um einem Zeitungsartikel Dank des eingangs erwähnten Übersetzungsfehlers nicht so recht ins Gesamtbild.
Über die Unwahrscheinlichkeit dessen, binnen weniger Minuten vorherzusehen, welche Bücher die weibliche Heldin sich ausleihen möchte, das Programm der Leihbibliothek zu manipulieren und überdies exakt den Moment abzupassen, in dem Fiona kurzzeitig ihren Sitzplatz verlässt... nun ja.. darüber sollte man am besten gar nicht lange nachdenken, um sich den Psychothriller rückwirkend betrachtet nicht zu verderben.
Bedauerlicherweise ist es mit diesen Mankos jedoch noch nicht getan: diverse Nebencharaktere, aus deren Auftreten man meiner Meinung nach durchaus etwas hätte machen können, changieren inmitten von „Choose“ eher zu personifizierten Lückenfüllern.
Einerseits muss ich mir eingestehen, dass ein munteres „wer kann es gewesen sein“ im Bereich des Freundeskreises ein wenig zu sehr gen „Scream“ gekippt wäre ~ andererseits ist es genau jener Charme, den „Choose“ vollumfänglich vermissen lässt.
Ein wenig Auflockerungs-Genialtät findet sich durchaus hier und dort: nur wenige Momente nach Filmbeginn fällt der spaßig geäußerte Satz
„Ich bin fast gestorben“
woraufhin – bsssst – das Licht ausgeht und die Ereignisse sich förmlich überschlagen. Generell legten die Macher von „Choose“ ein hohes Tempo an den Tag, welches sich absonderlicherweise im Finale sodann förmlich doppelt und dreifach überschlägt. Viel zu flott wurden dem Zuschauer die Entlarvung, das Motiv wie sämtliche Zusammenhänge entgegengeschleudert, um mit einer Szene abzuschließen, die immerhin wieder gemein-fetzig sein durfte.
Die Art Faszination, die von Prof. Ronald Pendleton's (Bruce Dern) These
„Wie kann man am besten verstehen, wie der Verstand arbeitet als durch die Analyse der schwierigsten Entscheidungen, die wir treffen müssen?“
ausgeht, hat „Choose“ meiner Ansicht nach de facto jedoch ausschließlich innerhalb weniger Minuten für sich gewinnen können.
Der Hauptfilm selbst lässt sich (in zum Großteil grausiger Stimm-Verteilung) auf deutsch wie englisch anhören bzw. auf deutsch durchlesen. Bild und Ton sind einwandfrei, die FSK 18 Freigabe sorgte in diversen Foren bei Hardcore-Fans bereits für enttäuschte Gesichter.
Solcherlei kann ich persönlich nicht nachvollziehen, suche ich persönlich mir Leinwandspektakel nach wie vor nicht nach dem dargebotenen Blutzoll in detailreicher Großaufnahme aus. Szenen, in denen man vorsichtshalber wegschauen mag, gibt es im Übrigen durchaus ~ ein Umstand, der durch die zuschauerliche Vorstellungskraft, die mit einem fiesen Geräusch untermauert wird, vehement verstärkt werden kann. Sofern der jeweilige Zuschauer überhaupt noch Willens ist, Publikationen nicht stoisch als profane Nebenbeiberieselung zu betrachten.
Bemerkenswert bei „Choose“ (in negativer Hinsicht) durchaus der rückseitige DVD-Text, der wie so oft vor übertreibenden Vergleichen keinerlei Halt macht und ferner inhaltliche Fehler aufweist. Der hier erwähnte Pianist muss entgegen der Aussage zu keinem Zeitpunkt entscheiden, ob ihm alternativ die Hand abgehackt werden soll ~ tragisch-komisch in diesem Kontext durchaus, dass die tatsächliche Alternative in Form eines Filmbildes wenige cm über dieser falschen Beschreibung prunkt.
Das sadistische Spiel mit der Wahl zwischen zwei düsteren Optionen mündet zunehmend in eine eher konventionelle Thrillerstory, die darüber hinaus doch arg konstruiert daherkommt. Im Grunde genommen hätte es an für sich neben Fiona, ihrem Vater sowie dem Täter eigentlich keine weiterer Figur bedurft ~ ein Umstand, der sich so oder so ähnlich in beinahe jeder zweiten Szene deutlich bemerkbar macht.
Hier und dort darf eine Nebenfigur zwar einen klugen oder spannungsantreibenden Satz von sich geben, doch alles in allem bleiben jene Charaktere seltsam beiläufig.
Über mangelndes Potential bräuchte „Choose“ mit Sicherheit nicht zu klagen; erweckt für mich jedoch den Anschein, dass die Macher sich vor einem möglichen Vergleich zu bereits dagewesenen scheuten oder gar dem Urteil der Abkupferung fürchteten und somit bewusst wie bedauerlicherweise auf eine ausgefeiltere Umsetzung verzichteten.
Interessantes wie das zuschauerliche Denken anstoßendes liefert „Choose“ hingegen allemale, so dass man mit dem Griff zu der Silberscheibe mitnichten einen Fehler begeht. Ultimativer Tipp für all jene, die englisch verstehen: es ist durchaus möglich, eine dichtere Atmosphäre zu genießen, als es anhand der zum Teil unpassenden und förmlich gelangweilt vorgetragenen deutschen Synchronisation auf Unwissende losgelassen wird.
Nichtsdestominder gelang es Regisseur Marcus Graves Dank der knackigen Spielfilmzeit von lediglich 83Minuten sowie der faszinierend-spannenden Story
“Choose“
durchaus sehenswert zu gestalten. Zwar fällt frühzeitig auf, dass sich ein Gefühl der hochgradigen Beklemmung nicht so recht entfachen will, dennoch fühlt man sich automatisch mit in die Szenerie hineinversetzt respektive vor die jeweilige Wahl gestellt:Nach und nach häufen sich die Fälle, in denen auf den ersten Blick zufällig ausgewählte Opfer jeweils vor eine folgenschwere Entscheidung gestellt werden, die es binnen 60 Sekunden zu treffen gilt. Verweigert sich der Auserwählte dieser Sache, trifft der vermeintliche Psychopath jene Wahl, welche in der Anfangssequenz rund um die Frage welches Elternteil sterben soll, kreist.
Sheriff Tom Wagner (Kevin Pollock) hat quasi gratis obendrein damit zu kämpfen, seine Tochter Fiona (Katheryn Winnick) von ihren eigenen Ermittlungsversuchen abzuhalten.
Gar nicht mal so einfach, denn schließlich deutet alles darauf hin, dass Fiona sich schon längst im Visier des Täters befindet...
Die Umsetzung
gestaltet sich meines Empfindens nach als erstaunlich wenig überraschend. Vieles war meinerseits vorhersehbar, bedient sich „Choose“ zu guter Letzt diverser Klischees, die man so oder so ähnlich bereits mehrfach gesehen haben mag.Selbst die Enttarnung des Täters, der auf dem DVD-Rückseitentext fälschlicherweise als „Mörder“ tituliert wird, stellte sich für mich als etwas heraus, welches ich bereits in früheren Minuten geahnt habe.
Generell finden sich diverse Details, die sich vermutlich zu einer bahnbrechenden Offenbarung entpuppen sollten, die hier jedoch schlicht und ergreifend nicht funktionieren.
Hinzu sammeln sich mehrere Patzer, was Logik und Filmfehlerchen anbelangt: so gelingt es Fiona nicht nur, mit vollends getrockneten Haaren aus der Dusche zu steigen, sondern überdies passt die Auflösung rund um einem Zeitungsartikel Dank des eingangs erwähnten Übersetzungsfehlers nicht so recht ins Gesamtbild.
Über die Unwahrscheinlichkeit dessen, binnen weniger Minuten vorherzusehen, welche Bücher die weibliche Heldin sich ausleihen möchte, das Programm der Leihbibliothek zu manipulieren und überdies exakt den Moment abzupassen, in dem Fiona kurzzeitig ihren Sitzplatz verlässt... nun ja.. darüber sollte man am besten gar nicht lange nachdenken, um sich den Psychothriller rückwirkend betrachtet nicht zu verderben.
Bedauerlicherweise ist es mit diesen Mankos jedoch noch nicht getan: diverse Nebencharaktere, aus deren Auftreten man meiner Meinung nach durchaus etwas hätte machen können, changieren inmitten von „Choose“ eher zu personifizierten Lückenfüllern.
Einerseits muss ich mir eingestehen, dass ein munteres „wer kann es gewesen sein“ im Bereich des Freundeskreises ein wenig zu sehr gen „Scream“ gekippt wäre ~ andererseits ist es genau jener Charme, den „Choose“ vollumfänglich vermissen lässt.
Ein wenig Auflockerungs-Genialtät findet sich durchaus hier und dort: nur wenige Momente nach Filmbeginn fällt der spaßig geäußerte Satz
„Ich bin fast gestorben“
woraufhin – bsssst – das Licht ausgeht und die Ereignisse sich förmlich überschlagen. Generell legten die Macher von „Choose“ ein hohes Tempo an den Tag, welches sich absonderlicherweise im Finale sodann förmlich doppelt und dreifach überschlägt. Viel zu flott wurden dem Zuschauer die Entlarvung, das Motiv wie sämtliche Zusammenhänge entgegengeschleudert, um mit einer Szene abzuschließen, die immerhin wieder gemein-fetzig sein durfte.
Die Art Faszination, die von Prof. Ronald Pendleton's (Bruce Dern) These
„Wie kann man am besten verstehen, wie der Verstand arbeitet als durch die Analyse der schwierigsten Entscheidungen, die wir treffen müssen?“
ausgeht, hat „Choose“ meiner Ansicht nach de facto jedoch ausschließlich innerhalb weniger Minuten für sich gewinnen können.
Die DVD selbst
enttäuscht mich persönlich dahingehend, dass es zwar ein sehenswertes Bonusmaterial gibt, dieses jedoch ausschließlich im Original-Ton ohne verfügbaren Untertitel anzusehen ist. Wer der englischen Sprache mächtig ist, der darf sich über einen Blick hinter die Kulissen sowie drei Interviews freuen ~ allen anderen bleiben lediglich die Trailer zu bestaunen.Der Hauptfilm selbst lässt sich (in zum Großteil grausiger Stimm-Verteilung) auf deutsch wie englisch anhören bzw. auf deutsch durchlesen. Bild und Ton sind einwandfrei, die FSK 18 Freigabe sorgte in diversen Foren bei Hardcore-Fans bereits für enttäuschte Gesichter.
Solcherlei kann ich persönlich nicht nachvollziehen, suche ich persönlich mir Leinwandspektakel nach wie vor nicht nach dem dargebotenen Blutzoll in detailreicher Großaufnahme aus. Szenen, in denen man vorsichtshalber wegschauen mag, gibt es im Übrigen durchaus ~ ein Umstand, der durch die zuschauerliche Vorstellungskraft, die mit einem fiesen Geräusch untermauert wird, vehement verstärkt werden kann. Sofern der jeweilige Zuschauer überhaupt noch Willens ist, Publikationen nicht stoisch als profane Nebenbeiberieselung zu betrachten.
Bemerkenswert bei „Choose“ (in negativer Hinsicht) durchaus der rückseitige DVD-Text, der wie so oft vor übertreibenden Vergleichen keinerlei Halt macht und ferner inhaltliche Fehler aufweist. Der hier erwähnte Pianist muss entgegen der Aussage zu keinem Zeitpunkt entscheiden, ob ihm alternativ die Hand abgehackt werden soll ~ tragisch-komisch in diesem Kontext durchaus, dass die tatsächliche Alternative in Form eines Filmbildes wenige cm über dieser falschen Beschreibung prunkt.
Summa summarum
habe ich mir von „Choose“ in der Tat ein wenig (viel) mehr Nervenkitzel erhofft.Das sadistische Spiel mit der Wahl zwischen zwei düsteren Optionen mündet zunehmend in eine eher konventionelle Thrillerstory, die darüber hinaus doch arg konstruiert daherkommt. Im Grunde genommen hätte es an für sich neben Fiona, ihrem Vater sowie dem Täter eigentlich keine weiterer Figur bedurft ~ ein Umstand, der sich so oder so ähnlich in beinahe jeder zweiten Szene deutlich bemerkbar macht.
Hier und dort darf eine Nebenfigur zwar einen klugen oder spannungsantreibenden Satz von sich geben, doch alles in allem bleiben jene Charaktere seltsam beiläufig.
Über mangelndes Potential bräuchte „Choose“ mit Sicherheit nicht zu klagen; erweckt für mich jedoch den Anschein, dass die Macher sich vor einem möglichen Vergleich zu bereits dagewesenen scheuten oder gar dem Urteil der Abkupferung fürchteten und somit bewusst wie bedauerlicherweise auf eine ausgefeiltere Umsetzung verzichteten.
Interessantes wie das zuschauerliche Denken anstoßendes liefert „Choose“ hingegen allemale, so dass man mit dem Griff zu der Silberscheibe mitnichten einen Fehler begeht. Ultimativer Tipp für all jene, die englisch verstehen: es ist durchaus möglich, eine dichtere Atmosphäre zu genießen, als es anhand der zum Teil unpassenden und förmlich gelangweilt vorgetragenen deutschen Synchronisation auf Unwissende losgelassen wird.
9 Bewertungen, 1 Kommentar
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06.05.2013, 14:38 Uhr von Anyah
Bewertung: sehr hilfreichSchönenTag noch
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