Das Washington-Dekret (gebundene Ausgabe) / Adler-Olson, Jussi Testbericht

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ab 17,57
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Summe aller Bewertungen
  • Niveau:  anspruchsvoll
  • Unterhaltungswert:  sehr hoch
  • Spannung:  sehr hoch
  • Humor:  wenig humorvoll
  • Stil:  sehr ausschmückend

Erfahrungsbericht von HEIDIZ

absolute Spannung - wie erwartet ...

5
  • Niveau:  sehr anspruchsvoll
  • Unterhaltungswert:  sehr hoch
  • Spannung:  sehr hoch
  • Humor:  kein Humor
  • Stil:  sehr ausschmückend
  • Zielgruppe:  Erwachsene

Pro:

siehe Text

Kontra:

siehe Text

Empfehlung:

Ja

Ich habe den neuen Thriller von Jussi Adler Olsen schon sehnsüchtig
erwartet …

Nun endlich ist er raus gekommen – und ich habe gemeinsam mit dem Buch ein
paar Nachtschichten eingelegt *g*

Der Zerfall der amerikanischen Gesellschaft ist die Hauptthematik, die als
Hintergrund der Handlung anzusehen ist.

Über den Autor

Jussi Adler-Olsen wurde am 2. August 1950 unter dem bürgerlichen Namen Carl
Valdemar Jussi Henry Adler-Olsen in Kopenhagen geboren. Er studierte Medizin,
Soziologie, Politische Geschichte und Film. Bevor er 1995 mit dem Schreiben
begann, arbeitete er in verschiedensten Berufen: als Redakteur für Magazine und
Comics, als Koordinator der dänischen Friedensbewegung, war Verlagschef im
Bonnier-Wochenblatt TV Guiden und Aufsichtsratsvorsitzender bei verschiedenen
Energiekonzernen. Sein Hobby: das Renovieren alter Häuser. Er ist verheiratet
und Vater eines Sohnes. 1997 erschien sein erster Roman ›Das Alphabethaus‹ (ab
Februar 2012 auch in Deutschland). Er erreichte in Schweden, Holland,
Deutschland und Finnland, Spanien, Südamerika und Norwegen die Spitzen der
Bestsellerlisten. Es folgten die Romane ›Firmaknuseren‹ (2003) und ›Das
Washington Dekret‹ (2006, erscheint 2/13 auch in Deutschland), bevor er 2007
mit dem ersten Fall für Carl Mørck, ›Erbarmen‹, einen Riesenerfolg hatte. 2008
stürmte er auch mit ›Schändung‹, dem zweiten Fall für Carl Mørck, 2009 mit
›Erlösung‹, dem dritten Fall für Carl Mørck, und 2010 mit ›Verachtung‹, dem
vierten Fall für Carl Mørck (erscheint 9/12 auch in Deutschland), die Bestsellerlisten.
Die auf zehn Teile angelegte Carl-Mørck-Serie wird ab 2013 im Rahmen einer
europäischen Co-Produktion (Zentropa und ZDF) für Kino und Fernsehen verfilmt.
Jussi Adler-Olsen wurde u. a. ausgezeichnet mit dem Harald-Mogensen-Krimipreis
2009 für ›Erlösung‹, dem Reader’s Bookprize 2010, einem der bedeutendsten
Literaturpreise Dänemarks, dem Glass Key Award 2010 – dem bedeutendsten
Krimipreis Skandinaviens. Jussi Adler-Olsen ist außerdem Preisträger des
Goldenen Lorbeers 2011, der wichtigsten literarischen Auszeichnung Dänemarks
für das Gesamtwerk eines Autors. ›Erlösung‹ ist Jahresbestseller 2011 in Deutschland. 2012 erhielt
Jussi Adler-Olsen für ›Erbarmen‹, den Auftakt seiner Thriller-Reihe um Carl
Morck vom Sonderdezernat Q, den Barry Award in der Kategorie ›Bester
Roman‹. Jussi Adler-Olsen ist seit 2009 Dauergast auf der
SPIEGEL-Bestsellerliste.

Quelle: amazon.de

Daten zum Buch:

· Gebundene Ausgabe: 656 Seiten

· Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag
(1. Februar 2013)

· Sprache: Deutsch

· ISBN-10: 3423280050

· ISBN-13: 978-3423280051

· Originaltitel: Washington
dekretet

· Größe und/oder Gewicht: 22 x 15 x 5 cm

PREIS: 19,90 Euro

Die Frau des amerikanischen Präsidenten ist schwanger. Sie
wird kaltblütig ermordet. Bruce Jansen heißt der Präsident. Der Präsident wurde
gerade erst neu gewählt. Die politischen Handlungen und Entscheidungen, die er
zu treffen hat, leiden unter dem Verlust, den er mit dem Tod seiner Frau
erlitten hat. Schwere Folgen ergeben sich daraus.

Spätestens jetzt weiß man auch, warum das Buch so heißt, wie
es heißt. Es geht um das Washington Dekret, um
ein Law-and-order-Programm. Dieses Programm bringt die USA in einen
Ausnahmezustand. Die Bevölkerung ist von den Unruhen verstört und weiß nicht, was
sie davon zu halten hat. Die diplomatischen Verbindungen, die die USA mit dem
Ausland pflegte, gibt es nicht mehr …

Im Prinzip wurde die Verfassung außer Kraft gesetzt, wobei
der Präsident eigentlich nur Gutes für seine Menschen wollte. Selbst die
Bürgerrechte sowie die Meinungs- und Pressefreiheit gibt es nicht mehr.

Ein weiterer wichtiger Charakter ist die Tochter des Mannes,
der des Mordes an der Präsidentengattin bezichtigt wird – Doggie Rogers. Sie
ist Mitarbeiterin im Stab des Präsidenten. Doggie will ihrem Vater helfen, der
zum Tode verurteilt ist, das aber führt dazu, dass sie vom Staat gesucht wird.

Es ist ein Komplott, den Doggie aufdecken möchte, was nicht
so einfach ist, weil sie selbst in Gefahr ist. So intensiv die Handlung ist, so
dicht und schnell, so ist sie, weil der Inhalt es so hergibt und fordert …

Nun zu meiner zusammenfassenden Meinung:

Dieses Buch hat es in sich. Ich hatte mit Begeisterung das
Alphabethaus gelesen – diese Thriller-Idee hat mich wieder genau so fasziniert.

Die Schreibweise des Autors ist einfach genial passend für
diese Art von Roman. Das Genre Thriller ist – so finde ich – nicht einfach zu
schreiben, man muss ständig die Spannung halten – darf aber nicht zu
übertrieben sein …

Leseprobe:

Die Soldaten nahmen die Leichen mit und ließen den
Umzugswagen stehen, wo er war. Weiter im Norden, an der Grenze zu West
Virginia, gab es ebenfalls Schießereien, und die veranlassten die Soldaten,
sich im Scheinwerferlicht zu versammeln und zu beratschlagen. Dann waren wie
auf einen Schlag alle verschwunden. John blieb zu so lange mucksmäuschenstill
liegen, bis das tiefe Brummen des Konvois jenseits des Waldes verstummte. Dann
versuchte er, die Luke zu öffnen. Sie war verriegelt. Er rollte sich bis zum
äußeren Rand des Busses und schätzte den Abstand zum Boden auf vier Meter …

Je weiter man in den Roman reinliest, umso spannender wird
er, so habe ich das festgestellt. Man muss die ersten Seiten gelesen haben, um
nicht mehr loslassen zu können. Es wird von Seite zu Seite spannender,
unglaublicher, aber ebenso auch authentischer.

Taktisch hat der Autor das gesamte Buch perfekt angelegt.
Der Spannungsbogen wird ständig ausgebaut und man wird am Buch gehalten, es ist
fesselnd geschrieben, spannend geschrieben und bildhaft – vielfach mit
wörtlicher Rede versehen …

Wer es nicht weiß: Das Washington Dekret gab es wirklich –
und zwar im Zusammenhang mit den Septemberanschlägen von 2011. Die fiktive
Geschichte drum herum ist super drapiert und gibt dem Ganzen das besondere
Etwas.

Oftmals hat mir die Handlung, wenn sie den Höhepunkt an
Spannung erreicht hat, nicht nur gefesselt und fasziniert, sondern irgendwie
sogar Angst gemacht – das ist schon wahnsinn, wie tief man durch die
tiefsinnige und bildhafte Schreibweise in die Handlung eindringen und abtauchen
kann.

Eigentlich bin ich nicht der Typ, der sich großartig für
Politik interessiert, ich denke, wenn es nicht Adler Olsen gewesen wäre, der
als Autor auf dem Cover stand, dann hätte ich das Buch u. U. nicht gelesen,
aber ich bin froh, dass er es geschrieben und ich es gelesen habe.

Nun bin ich wieder ein Stück mehr Fan vom Autor, wenn das
überhaupt noch möglich ist.

16 Bewertungen, 5 Kommentare

  • Clarinetta2

    14.02.2013, 19:34 Uhr von Clarinetta2
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr gutg eschrieben

  • anonym

    14.02.2013, 18:53 Uhr von anonym
    Bewertung: besonders wertvoll

    LG Damaris

  • Lisa_123

    14.02.2013, 13:49 Uhr von Lisa_123
    Bewertung: besonders wertvoll

    Schön berichtet! Freue mich über jede Gegenlesung =) Liebe Grüße

  • Janne0033

    14.02.2013, 12:23 Uhr von Janne0033
    Bewertung: sehr hilfreich

    prima und weiter so LG

  • mausi1972

    14.02.2013, 11:19 Uhr von mausi1972
    Bewertung: sehr hilfreich

    Grüße Marion