Der Geheimagent (DVD) Testbericht




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- Action:
- Anspruch:
- Romantik:
- Humor:
- Spannung:
Erfahrungsbericht von XXLALF
Spione mit Gewissensbisse
Pro:
Stellenweise sehr amüsant und für Liebhaber von Peter Lorre
Kontra:
Keiner
Empfehlung:
Ja
etwas von dem Hitchcock-Film „Der Geheimagent“ gehört noch
gesehen, sodass ich doch ein klein wenig verdutzt schaute, als mein
Mann diese DVD für ein Schnäppchen von 5 € letztes Jahr in der
Müller-Drogerie entdeckte. Nun ja, aus dem Cover der DVD konnte ich
nur soviel entnehmen, dass Peter Lorre mitspielt, der auch in „Der
Mann, der zuviel wusste“ aus dem Jahre 1934, darin einen Bösewicht
spielte. Im Grunde konnte ich es mir jetzt denken, dass „Der
Geheimagent“ zu Hitchcocks früheren Filmen zählt, genauer, und
das habe ich aus einem Buch entnommen, zu seinen englischen
Meisterwerken gehört, die im Zeitraum zwischen 1934 und 1939
entstanden.
Nun kurz um was sich dieser Film „Der
Geheimagent“ dreht.
Dieser Film handelt von Richard
Ashenden (John Gielgud), einem britischen Offizier, dem es nicht nur
das Schreiben angetan hat, sondern auch als Geheimagent tätig zu
sein, zu dem er sich verpflichten lässt. Er bekommt den Auftrag
einen feindlichen Spion in der Schweiz zu eliminieren, von dem er
weder Aussehen noch Namen weiß. Seine Anordnung führt er aus und
tötet einen unschuldigen Touristen, was sich wohl als Fehler
erweist, den jedoch nur der „General“ (Peter Lorre) auf die
leichte Schulter nimmt, und dies als „Unfall“ deklariert, das
jedem am Ende passieren kann. Nur Ashenden und seine vermeintliche
Frau Elsa Carrington (Madeleine Carroll) sehen das anders, ihnen geht
dieser „Kunstfehlers“ sehr zu Herzen, sodass sie sogar deswegen
Gewissensbisse bekommen.
So ganz ungeschoren, wegen seiner
Dreistigkeit und Unverfrorenheit kommt der „General“ nicht weg.
Denn diese muss er später mit seinem eigenen Tod bezahlen.
Kurz und bündig, noch bis zum Schluss
Wie schon erwähnt, hat Ashenden in der
Schweiz den Mann getötet. Folglich spielt dieser Film weitgehendst
dort, genauer in Genf, wo die Spione ihren Hauptsitz in einer
Schokoladenfabrik haben.
- - - Im Grunde hat Hitchcock hier mit
der Schweiz, in der diese Geschichte spielt, eine Verbindung zu einer
Schokoladenfabrik geschaffen, weil bereits im 17. Jahrhundert
Schokolade dort bekannt und hergestellt wurde. - - -
Ganz zum Schluss serviert Hitchcock uns
eine bombastische Zugkarambolage, bei der der wirkliche Spion, Robert
Marvin (Robert Young) ums Leben kommt.
Nun zur eigenen Meinung
Nun ja, ein bisschen wirr und verworren
kommt der ganze Film rüber, der keinen Funken an Glaubwürdigkeit,
zumindest für mich ausstrahlt. Muss es ja schließlich auch nicht,
zumal sich dieser Film wohl seines literarischen Ursprungs eines
Somerset-Maugham-Romans rühmen kann, aber dennoch bloß einer jener
Filme ist, in denen sich im Grunde jede/r als Spion entpuppt. Ohne
Ausnahme auch Robert Young, der einen smarten und zuvorkommenden
Gentleman spielt, dem man glauben soll, dass er ein ausgebildeter
amerikanischer Spion ist. Wenn man nun das alles bis jetzt soweit
verdaut hat, ist es im Grunde auch nicht schwer, sich Madeleine
Carroll als eine Laien-Agentin vorzustellen, die sich der
Spionageabwehr aus Spaß an der Freude und dem dazugehörigen
Nervenkitzel angeschlossen hat. Und diese muss nun nach Genf fahren,
um dort bei einer Spionageaktion die Frau von John Gielgud zu
spielen, in den sie sich zu verlieben hat, auch wenn ihr Mr. Young
auf den Fersen ist.
Meiner Meinung nach spielte Madeleine
Carroll ihre Rolle sehr glaubhaft und auch überzeugend, sodass sie
auch in diesem Fall sehr menschlich ihre innerer Abneigung gegen den
Job zum Ausdruck bringt, für den sie sich bereit erklärt hat.
Robert Young spielt den deutschen Agenten wohl als Gentleman, aber
mit so viel durchtriebener und heimtückischer List und überlegener
Kraft, vor allen Dingen dann, wenn es ihm unterm Donnerhagel von
Bomben und dem fürchterlichen und grässlichen Lärm der
entgleisender Züge ans Leben geht. Ich kann sagen, die beiden
Schauspieler spielten nicht schlecht. Aber wenn man Peter Lorre, der
den mexikanischen „General“ spielt sieht, liegen doch Welten
dazwischen. Denn mit dem Herz eines Schlächters bringt er den
Zuschauern wahrlich das Gruseln bei.
Nun ja, normalerweise bin ich ja nicht
abgeneigt, wenn Liebeleien in Thrillern mit-eingebaut sind. Nur in
diesem Film wäre es meiner Ansicht nach sinnvoller gewesen, wenn
Hitchcock auf diese irrelevante und leidige Liebesgeschichte
verzichtet hätte, und dafür Lorre, als den übergroßen Bösewicht,
mehr ins Rampenlicht gestellt hätte.
Na ja, der Soundtrack in „Der
Geheimagent“ aus dem Jahr 1936 finde ich nicht gerade berauschend,
was aus dieser Sicht diesem Film so gut wie keinen großen Abbruch
macht, WENN die Besetzung der Hauptrolle wenigstens gestimmt hätte.
Da soll John Gielgud einen Helden darstellen, der auf gar keinen Fall
als Held rüber kommt. Nicht dass er diese Rolle schlecht spielte,
aber das Wesen das er spielt, passt nicht zu einem Helden.
Obwohl die ganze Story des Films ins
Leere läuft, gibt es dennoch Szenen die an einen Hitchcock erinnern,
so wie wir ihn kennen. So hört man z.B. an einer Stelle im Film in
einer Kirche einen nicht enden wollenden, einzigen Orgelakkord, bis
sich dann herausstellt, dass ein Toter vor der Orgel sitzt, dessen
Hände auf den Orgeltasten liegen. Und dann gibt es noch eine Szene
mit einer wilden Verfolgungsjagd durch die Schokoladenfabrik, und
eine, mit dem immerwährenden Jaulen eines Hundes, dessen Herr
umgebracht wurde.
Ja und eins, quasi Hitchcocks
Fluchtstrategien und Fluchttricks, sind mir natürlich in diesem Film
auch nicht entgangen, als in der Schokoladenfabrik ein Chaos
ausbricht, weil die Spione sich entlarvt fühlen. Die ganzen
Beschäftigten dieser Fabrik rennen wild durcheinander, sodass man
den Überblick verliert, und das Chaos perfekt ist, das als Deckung
und Fluchtweg zugleich dient.
Wie so oft, setzt Hitchcock alle
Gepflogenheiten eines Schauplatzes in Bewegung um die Handlung zu
bestimmen und ihre Glaubwürdigkeit zu verstärken. Für Hitchcock,
so habe ich gelesen, stellt eine Stadt nicht einfach eine Kulisse
einer Geschichte dar, sondern sie wird zur Mitspielerin eines Dramas.
Daten zum Film und der DVD „Der
Geheimagent“
Regisseur: Alfred
Hitchcock
Buch: Charles Bennet, Alma Reville, Ian
Hay, Jesse Lasky jr., nach dem Roman „Ashenden“ von Somerset
Maugham nach der Dramatisierung dieses Romans von Campbell Dixon
Darsteller: Madeleine Carroll (Elsa
Carrington), John Gielgud (Richard Ashenden), Peter Lorre
(„General“), , Robert Young (Robert Marvin), Percy Marmont,
Florence Kahn, Charles Carson, Lilli Palmer, Carles Carson, Michael
Redgrave.
Sprache: Deutsch (Mono),
Englisch (Mono)
Bildseitenformat: 4:3 - 1.33:1
Anzahl Disks: 1
FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
Studio: Phoenix Bild- u.
Tonträger Vertrieb
Erscheinungstermin: 26. April
2007
Produktionsjahr: 1936
Spieldauer: 83 Minuten
Nun ja, ein wirklicher Thriller, so wie
ich ihn von Hitchcock gewohnt bin, ist dieser nicht, weil darin eine
tüchtige Portion Drama, Komödie und Romanze noch mitspielt. Und das
alles wäre wahrscheinlich auch halb so schlimm, wenn der Held in der
Geschichte auch als ein wirklicher Held rübergekommen wär. Damit
bemängle ich nicht seine schauspielerische Leistung, sondern es gibt
eben Charaktere die sind nicht für einen Helden zu spielen geboren.
Aus-fertig-Schluss
Deshalb 4 Sterne und dennoch meine
Empfehlung
(Bilder werden noch nachgeliefert)
67 Bewertungen, 23 Kommentare
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22.10.2013, 07:18 Uhr von BoxerRocko
Bewertung: sehr hilfreichLiebe Grüße
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01.08.2013, 15:37 Uhr von allegra1805
Bewertung: sehr hilfreichbräuchte eigentlich bw, aber die Liste ist so lang.
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21.06.2013, 08:50 Uhr von anonym
Bewertung: besonders wertvollBW und LG
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31.05.2013, 10:03 Uhr von wurmi2010
Bewertung: sehr hilfreichsh und viele Grüße
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20.05.2013, 15:14 Uhr von Gi22Fr
Bewertung: sehr hilfreichausführlich berichtet - lg gitte
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20.05.2013, 14:58 Uhr von Little-Peach
Bewertung: sehr hilfreich.__.Ein klasse Bericht, gern SH :-) & liebe Grüße .__.
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11.05.2013, 02:59 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichSH. Getreu meiner Info in der Kurzbeschreibung revanchiere ich mich großzügig durch Gegenlesungen / Bewertungen. Dies habe ich mit 5 Infos gerade wieder gemacht. Viele Grüße noch. Man liest sich …, der Hochsauerlaender, Uli
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07.05.2013, 21:57 Uhr von anonym
bw folgt
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30.04.2013, 16:32 Uhr von sabrina273
Bewertung: sehr hilfreichSuper geschrieben. Liebe Grüße
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16.04.2013, 14:50 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichSehr hilfreich. LG Just86
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16.04.2013, 07:34 Uhr von KoRnchick
Bewertung: sehr hilfreichSchön berichtet! Liebe Grüße =)
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14.04.2013, 21:13 Uhr von sammelmeilen
Bewertung: besonders wertvollbw & lg Antje
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14.04.2013, 09:54 Uhr von satibaer
Bewertung: besonders wertvollalles drin - alles dran - bw!
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12.04.2013, 20:58 Uhr von oskermit
Bewertung: besonders wertvollKLASSE berichtet! DANKE für deinen Besuch bei mir!
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11.04.2013, 10:26 Uhr von Juri1877
Bewertung: sehr hilfreichvon diesem Hitchcock habe ich auch noch nie etwas gehört
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11.04.2013, 09:50 Uhr von Lucky130
Bewertung: besonders wertvollSuper beschrieben, dafür ein verdientes BW!
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10.04.2013, 21:16 Uhr von knuddelfire
Bewertung: besonders wertvollschöne Grüße
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10.04.2013, 19:38 Uhr von anonym
Bewertung: besonders wertvollLG Damaris
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10.04.2013, 16:52 Uhr von [email protected]
Bewertung: sehr hilfreichLiebe Grüße Annabelle.
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10.04.2013, 16:30 Uhr von mausi1972
Bewertung: sehr hilfreichViele Grüße Marion
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10.04.2013, 16:22 Uhr von joelovesyou
Bewertung: besonders wertvollbewe & lG
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10.04.2013, 16:06 Uhr von katjafranke
Bewertung: sehr hilfreichEinen lieben Gruß KATJA
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10.04.2013, 14:29 Uhr von Lale
Bewertung: sehr hilfreichAllerbesten Gruß *~*




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