Die drei Musketiere (DVD) Testbericht

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Summe aller Bewertungen
  • Action:  viel
  • Anspruch:  wenig anspruchsvoll
  • Romantik:  sehr niedrig
  • Humor:  kein Humor
  • Spannung:  durchschnittlich

Erfahrungsbericht von Jack100

3 Musketeers

1
  • Action:  viel
  • Anspruch:  wenig anspruchsvoll
  • Romantik:  sehr niedrig
  • Humor:  kein Humor
  • Spannung:  durchschnittlich
  • Altersgruppe:  ab 16 Jahren
  • Meinung bezieht sich auf:  andere Version

Pro:

Teils die Darsteller

Kontra:

Effekte, Action

Empfehlung:

Nein

"Die 3 Musketiere" heisst im Original "3 Musketeers" und ist ein Film der Mockbuster Firma The Asylum, welche gerne billige Filme dreht, besonders von bekannten Blockbustern. Ob man Mockbuster als Remakes bezeichnen kann, bleibt fragwürdig. Im Gegensatz zu anderen Filmen verlegt man hier die Handlung in die Gegenwart.


Film:

Originaltitel: 3 Musketeers
Jahr: 2011
FSK: 16
Laufzeit: ca. 83 Minuten
Regie: Cols S. McKay
Darsteller: Heather Hemmens, Steven Williams, Alan Rachins


Story:

Athos, Porthos und Aramis sind Special Agents und haben einen Auftrag vom Cardinal (Alan Rachins) erhalten. Doch dieser hintergeht sie, weswegen das Team untertauchen muss, werden sie doch nun gejagt. Alexandra D'Artagnan (Heather Hemmens), ebenfalls eine Agentin, erfährt durch einen Informanten, dass ein gewisser Cardinal einen Krieg auslösen will zwischen Amerika und Nordkorea. Kurz darauf wird er getötet, doch erhält sie noch einen USB Stick von ihm. Sie trifft auf die drei Agenten und gemeinsam beschließen sie, den Cardinal zu überführen, denn dieser plant einen Anschlag auf den US-Präsidenten. Können sie dies verhindern?


Darsteller:

Heather Hemmens spielte in "Ein Duke kommt selten allein" oder "Spiel auf Sieg" mit.

Steven Williams spielte in den Serien "21 Jump Street" oder "L.A. Heat" mit.

Alan Rachins ist in "North" oder der Serie "Rizzoli & Isles" zu sehen.


Regie:

Cole S. McKay führte auch bei "Star Hunter" oder "Special Ops: Delta Force" Regie.


Meinung:

In der Original Musketier Geschichte geht es um Ehre und Freundschaft, etwas, was heutzutage gar nicht mehr existiert. In diesem Film ist davon nichts vorhanden. Zu Beginn bekommt man einen schnellen Vorspann und zwar so schnell, dass man nicht lesen kann, was eingeblendet wird. Danach sieht man auch schon die Musketier Einheit in einem Einsatz. An die Charaktere kann man sich auch schwer gewöhnen, bleiben diese doch etwas blass. Alle sind Agenten: Athos ist ein Asiate mit Martial Arts Kenntnissen, Porthos ist gut mit dem Computer und Aramis ist eine gute Kämpferin, genau wie D'Artagnan. Mit Sprüchen versucht man diese besser dastehen zu lassen, aber die Sprüche kommen nicht gut an und wirken aufgesetzt. Auch der Bösewicht, der Cardinal, kommt nur gelegentlich vor, und bleibt auch als Bösewicht etwas blass. Und die Action? Davon gibt es viel. Es wird viel geschossen und auch gekämpft, wobei es auch Explosionen zu sehen gibt, aber nichts will so richtig überzeugen. Die Schießereien kommen wenig spektakulär herüber, genauso wie die Kämpfe. Zwar gibt es ein paar gute Moves, aber es ist alles zu kurz inszeniert, auch wenn man für jeden Musketier einen Gegner zum Schluss gegenüberstellt. Auch gibt es eine Fechtszene, aber wieso gibt es in dem Raum, wo der US-Präsident wohl seiner Arbeit nachgeht, zwei Degen? Braucht man diese bei Gesprächen mit anderen Politikern? Eine blutige Szene gibt es auch, eine Frau wird mit einem Hubschrauber Rotor enthauptet. Spannung kommt nicht wirklich auf. Es gibt zwar noch einen Verräter, den man erst später erfährt, aber es ist doch wenig überraschend.

Wie bei anderen The Asylum Produktionen auch, gibt es viele schlechte Special Effects zu sehen, was sich meist durch Actionszenen bemerkbar macht. Sie sind sehr offensichtlich, was nicht ganz so schlimm wäre, wenn es nur besser aussehen würde. Hubschrauber sehen viel zu glatt aus, bei der Sniper Szene, wo man das Geschehen durch ein Zielfernrohr sieht, sieht das Blut wie gemalt aus, wobei die Bluteffekte auch größtenteils am Computer gemacht worden sind. Die Special Effects bei den Actionszenen bringen auch einige merkwürdige Szenen mit sich. In einer Szene schießt eine Frau durch eine Tür, welche große Einschusslöcher, per Computer gemacht, aufweist, und tritt diese dann ein. Doch im Hintergrund sind die Einschusslöcher dann verschwunden. Sind Einschusslöcher am Computer billiger als selber Löcher in eine Tür zu machen? Später gibt es noch eine Szene, wo ein Tor explodiert, als D'Artagnan mit einer großen Waffe darauf schießt, damit Athos, Porthos und D'Artagnan entkommen können. Das Tor explodiert, Trümmer fliegen umher und auf den Boden. Als die Gruppe durchgeht liegt nichts mehr auf dem Boden. Auch hier wurde alles mit Special Effects gemacht, aber auf die Trümmer nicht geachtet. Merkwürdig ist auch, wo sich Porthos in einen Raum schleicht durch einen Lüftungsschacht und als er das Gitter des Raumes, in den er will, erreicht, er das Gitter mit einem lauten Krachen rausdrückt. Dies hätte jemand hören müssen, was aber nicht der Fall ist. Was auch etwas merkwürdig ist, ist, dass das Camp, wo sich der US-Präsident befindet und neben seinen Wachen auch Soldaten sich dort befinden, so einfach schnell von den Terroristen übernommen werden und die Wachen so schnell ausgeschaltet werden können. Und es gibt noch eine Szene, wo ein Bösewicht die beiden Wachen des US-Präsidenten tötet, wobei er auf einen mehrere Male mit einer Pistole schießt. Als er den US-Präsidenten erschießen will, ist das Magazin leer, was ihn verwundert, aber nicht den Zuschauer, denn die Schüsse auf den Secret Service Agenten waren nicht gerade wenig. Es kommt  zum Kampf zwischen dem Bösen und dem US-Präsidenten, was auch gut ist, aber man hätte die Szene doch anders hätte herüberbringen sollen.

Bei den The Asylum Filmen bekommt man immer nervige Hintergrundmusik zu hören, welche wohl auch öfters in anderen Filmen verwendet wird, klingt alles doch sehr gleich. Hier bekommt man eine etwas andere Hintergrundmusik zu hören, welche noch Ähnlichkeiten zu den vorigen Klängen aufweist, aber besser zum Gezeigten passt, auch wenn die Musik noch weit von einem sehr guten Musik Score entfernt ist.

Darstellerisch ist es auch etwas besser. Meist sind die Darsteller schlecht, hier ist es besser, auch wenn es wohl noch hätte besser sein können. Heather Hemmens sieht gut aus und kann doch ihre Rolle gut herüberbringen. Steven Williams habe ich zuerst gar nicht erkannt und ist hier auch nur kurz als Informant zu sehen, bringt diese Rolle aber auch sehr gut herüber. Alan Rachins, welchen ich hauptsächlich aus der Serie "Rizzoli & Isles" kenne, wo er Stanley, welcher in einem Polizeirevier Kaffee, Donuts usw. verkauft und immer schlecht gelaunt ist, spielt hier den Cardinal und kann auch überzeugen, auch wenn seine Rolle nicht so ist wie erwartet. Wäre diese größer und besser wäre er noch besser. Man scheint die Darsteller hier besser ausgewählt zu haben, was aber nicht viel daran ändert, dass der Film nicht gut ist.

Auf Deutsch ist der Film ungeschnitten, allerdings ist die deutsche Synchronisation nicht gelungen. Die Stimmen passen nicht wirklich zu den Darstellern und können wenig überzeugen.

"3 Musketeers" kann ich nicht empfehlen. Zwar sind die Darsteller besser, aber die Action stimmt nicht. Und auch die Special Effects bleiben auf The Asylum Standard. Lieber richtige Musketier Filme schauen.

13 Bewertungen, 4 Kommentare

  • Little-Peach

    14.06.2013, 10:36 Uhr von Little-Peach
    Bewertung: sehr hilfreich

    _-*Sehr hilfreich*-_ :)

  • bella.17@live.de

    14.06.2013, 08:31 Uhr von [email protected]
    Bewertung: sehr hilfreich

    Liebe Grüße Annabelle

  • joelovesyou

    14.06.2013, 02:27 Uhr von joelovesyou
    Bewertung: sehr hilfreich

    sommerliche Grüße

  • mausi1972

    14.06.2013, 01:12 Uhr von mausi1972
    Bewertung: sehr hilfreich

    Viele Grüße Marion