Die Monster Uni (Blu-ray) Testbericht

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ab 9,67
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Auf yopi.de gelistet seit 07/2013
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Summe aller Bewertungen
  • Action:  durchschnittlich
  • Anspruch:  anspruchsvoll
  • Romantik:  niedrig
  • Humor:  sehr humorvoll
  • Spannung:  sehr spannend

Erfahrungsbericht von knopfi

Ein Schreier werden!

5
  • Action:  durchschnittlich
  • Anspruch:  anspruchsvoll
  • Romantik:  niedrig
  • Humor:  sehr humorvoll
  • Spannung:  sehr spannend
  • Altersgruppe:  keine Altersbeschränkung

Pro:

tolle Grafik, viel Humor, etwas für die ganze Familie

Kontra:

3-D lohnt sich nicht, meiner Ansicht nach ab 6 Jahre

Empfehlung:

Ja

Hi Kinogänger,

„wollen wir morgen ins Kino?“ – Oha, ich komme aus dem Staunen nicht heraus. Meine Schwägerin lädt mich ins Kino ein! Das kann unter „Raritäten“ abgelegt werden. Wo ist da nur der wirkliche Haken? -  „Ich habe zwei Freikarten für´s UCI!“ -  Aha, wusste ich´s doch! Bevor meine Anverwandte eine Einladung in dieser Größenordnung „mal eben so“ ausspricht, klappt eher die Erdkugel auseinander. Na ja, bedenke ich aber, dass es verdammte drei lange Monate her ist, dass ich eines dieser Filmhäuser von innen gesehen habe… Ach was soll´s. Sie ist zwar kniggerig und der Abend wird mich trotz der Freikarte ein kleines Vermögen kosten (man möchte ja auch Spaß haben), aber deswegen ist die kleine Partymaus noch lange kein schlechtes Wesen. Also sage ich zu.

Knappe vierundzwanzig Stunden später stehen wir an der Kinokasse des Hamburger UCI´s und grübeln, welchen der angebotenen Streifen wir uns antun werden.  Die Auswahl ist mit acht verschiedenen Filmen recht ausgiebig. Horror? Krimi? Kunst? Trickfilm? Erschwerend kommt hinzu, dass es uns beiden ziemlich wurscht ist, was wir uns heute Abend hier reinziehen. Niemand erklärt einen bestimmten Film für erkoren. Was für ein Dilemma! Hmm… Was bin ich manchmal froh, wenn die Auswahl in einem Kleinstadtkino auf zwei begrenzt ist. Hier wandeln die dicksten Blockbuster zwar erst Wochen später ein (wenn überhaupt), doch immerhin wird dem Kunden die Qual der Wahl abgenommen. Situationen wie heute hier, sind unmöglich. 
Die Lösung des Problems naht, als wir beschließen, vor dem Start aller Filme noch etwas essen zu gehen. Schließlich ziemt es sich nicht mit unsagbar lauten Knurr-Geräuschen aus der eigenen Magenhälfte die Vorstellung (welche auch immer es sein mag) zu stören. So beschließen wir also, den Film nach dem zeitlichen Ablauf des Essens zu küren. Je nachdem wie wir aus dem Lokal rauskommen, sind schon Streifen angelaufen, oder eben nicht.
Jeweils einen Burger und drei Cocktails später (ich sagte ja schon, dass mich der Abend ein kleines Vermögen kosten wird) gab es nicht mehr viele Filme, die im Rennen sind. Die kilometerlange Schlange an der Kinokasse erledigte den  Rest. Nun also ist es also amtlich: Kino sechs spielt in etwa zehn Minuten als letzten jetzt anlaufenden Film die „Monster Uni“. Na also, man muss nur warten können. Und insgeheim habe ich sogar darauf gehofft… So als kleiner, großer Disney-Pixarfan. Das Ganze dann noch in 3D, man darf gespannt sein…

===Story===


Wer Teil eins – „Die Monster AG“ – nicht kennt, hat zwölf Jahre lang etwas verpasst. Denn die monströs geniale Animation aus den Pixar-Studios (damals waren sie sogar noch eigenständig) hat irgendwie Geschichte geschrieben. Nicht dass die doch merkwürdig und liebenswerte Art der in Monstropolis beheimateten Monstren rund um Mike Glotzkowski und J.P. Sullivan einzigartig in ihrer Machart wäre. Nee, das wäre gelogen. Und doch ist den Machern bei Pixar der Spagat hinsichtlich etwas Neuem, Kuriosem und sogar Nachdenklichem gelungen. Und nun, wie gesagt, zwölf satte Jahre später malt, computert, witzelt und historisiert man vor sich hin, damit die Fortsetzung viele, viele, viele Besucher in die Kinos locke und selbige zu Freudentränen rühre.
Wie bereits bei den Heldenverfilmungen von Bat-, Spider-, X- und Blablablub-men mittlerweile  Gang und Gebe ist, setzt man auch bei Teil zwei auf eine Rückschau der Geschichte. Ich glaube, dass hieße dann im Fachjargon „Begins“. Man erstellt einfach eine Fortsetzung, die die Geschichte des gegenwärtigen Zustands davor erzählt. So erfährt der willige Zuschauer eben wie der sensationelle Held geboren wurde, wo seine magischen Laserblitze herstammen, der eigene Opa seine Glatze erwarb und der Bösewicht erst ein Bösewicht wurde, damit überhaupt ein Bösewicht den Helden zum Helden werden lässt. So oder so ähnlich funktioniert das. Sogar mit Erfolg.
Und nun also springen die Macher bei Pixar also auch auf diesen Zug. Zwar ist man noch weit genug von der Entstehungsgeschichte der „Monster AG“ entfernt, nimmt aber zumindest Anlauf, um den Beginn einer wunderbaren Freundschaft zu erzählen.  

Um was geht es also im zweiten Teil, der sich im Übrigen „Die Monster Uni“ nennt?

Schon seit Kindheitstagen träumt Mike Glotzkowskis davon ein Schrecker zu werden. Schrecker sind Helden. In unseren Breitengraden mit Fußballern vergleichbar.  Es existieren sogar Fanartikel, wie Sammelalben, Stofftiere und Autogrammkarten. Umso höher der Rekord im Einfangen von Kinderschreien, desto höher also sein Ansehen. Da fällt es nicht unbedingt schwer, schon als Kind diesen Job machen zu wollen. So angesehen dieser Job auch ist, der in Monstropolis angesiedelte Hauptarbeitgeber – die „Monster AG“- stellt dafür nur Monster ein, die ein Studium auf diesem Fachgebiet vorweisen können.
Doch so ganz nimmt man Mike in seiner Umgebung hinsichtlich seines Berufswunsches nicht wirklich wahr. Bedenkt man, dass das klassische Erscheinungsbild eines Schreckers  groß und böse ist, kann er hier nicht wirklich mithalten. Klein, rund, einäugig. Das zeugt alles andere als von einer großartigen Zukunft in der Monster AG. Mike ist aber fest entschlossen. Er ist clever und fühlt sich dazu geboren ein Schrecker zu werden. So trägt er sich auf der Monster Universität ein.

So kann er dank seiner Sturheit tatsächlich im Stoff mithalten. Da selbst sein Zimmergenosse Randall Boggs an einer glänzenden Zukunft zweifelt, verzichtet Mike auf den klassischen Spaß eines Studenten. Keine Party. Keine Studentenverbindung. Nur pauken- das scheint das Wahre zu sein. Er wird bestätigt durch den Auftritt von J.P. Sullivan, Sohn des bekannten Schreckers, der den Stand des Vaters allerdings mehr als nur raushängen lässt. Während es Mike nur schwer gelingt überhaupt ernst genommen zu werden, schafft es Sullivan sogar auf der Ranghöchsten Studentenverbindung „ROR“ aufgenommen zu werden. Mike mag Sullivan überhaupt nicht, hält ihn für einen Angeber. Was schließlich beide bei der Semsterprüfung  fliegen lässt.

Mike ist am Boden zerstört. Wer einmal an der Prüfung scheitert, ist so gut wie raus. Einzige Rettung scheint noch der große Schrei-Wettbewerb zu sein, der jährlich auf der Uni absolviert wird. Wer hier gewinnt, ist der Macker schlechthin. Dumm nur, dass die Richtlinien ein Sechser – Team fordern und Mike ziemlich allein dasteht. So tritt er „Oozma Kreischma“ bei, einer vierköpfingen Studentenverbindung, bestehend aus nicht gerade einflussreichen Studenten der Universität. Es sind Weicheier, aber alle vier mit gutem Herzen. Womit allerdings das sechste Mitglied fehlt, um mit einem kompletten Team bei den Meisterschaften aufzutreten. Womit Sullivan auf den Plan gerufen wird. Auch er steckt in einem Loch. Durch die misslungene Prüfung ist er bei „RoR“ rausgeflogen und auch sein Vater ist nicht gerade erpicht auf negative Schlagzeilen seines Sohnes. Daher muss Sully unbedingt Erfolge vorweisen. Einzige Möglichkeit wieder studieren zu können: Der Schreiwettbewerb. Letztes freies Team: „Oozma Kreischma“. Besser als gar nichts. Auch für Mike ist der Angeber nicht unbedingt ein Erfolgsrezept, aber ihm bleibt nichts anderes übrig. Und so geht es an die Meisterschaft. Um hier Erfolg zu haben, muss man Gemeinschaft beweisen. Im Team fungieren. Was sich hier, bei „OK“ dann doch als merklich schwierig erweist…

===Fazit===


Der zweite Part der „Monster AG“ ist wirklich gelungen. Auch wenn ich nicht viel von dreidimensionalen Effekten spüren konnte, ist die Aufmachung der „Monster Uni“ fast schon High End. So wirken die Darsteller sehr real und umgänglich, was bereits bei Teil eins mehr als gelungen war. In „Die Monster Uni“ hat man das noch einmal getoppt! Auch die Umgebungen wie Fabriken, Städte, Häuser, Mobiliar – alles steht dem Zuschauer in Perfektionismus gegenüber. 
Während die Story an sich nicht unbedingt neu und kreativ ist, kommt sie dennoch gut rüber. Sie richtet sich klar an die jüngeren Zuschauer und ist leicht verständlich. Die Geschichte kommt ohne Waffen und Gewalt aus, gekämpft wird lediglich mit Worten. Allerdings sehe ich die Altersfreigabe von null Jahren als wirklich unterschätzt. Kinder unter sechs werden meiner Ansicht nach schon etwas überfordert sein.
So „klein“ die Story auch sein mag, doch entdeckt man immer wieder den einen oder anderen gedanklichen Hüpfer zur Erwachsenenwelt, dem der leichte, schwarze Humor bei hilft. Offensichtlich setzen die Macher bei Pixar auf ein gesundes Mittelmaß. So sollen nicht nur die Kids ihren Spaß im Kino haben, sondern auch die begleitenden Erwachsenen. Nichts ist schöner als ein Lacher an unerwarteter Stelle. So konnte ich faszinierend beobachten, wie große Kinder an vielen Stellen lachten, die Kleinsten unter uns hier eher schweigend zusahen. Berechnend? Na klar. Und das ist gut so!

Das Ilja Richter wieder einmal der Hauptperson Mike Glotzkowski seine Stimme leiht, ist klar. Schon im ersten Teil passt sie wie die Faust auf´s Auge. Richter meistert hier in seiner leicht übertriebenen Art den Spagat zwischen locker-flockig und hart übertrieben. Zudem ist die Verbindung zu Teil eins gegeben. Dafür sorgt auch Reinhard Brock, der zum wiederholten Male Sully spricht. Auch wenn ich Martin Semmelrogge an sich nicht sonderlich mag, ist seine Synchronstimme absolut genial. So drückt er den Bösewichtern einen virtuellen Stempel auf die Stirn, die einfach passen. So geschehen auch bei Teil eins, wo er Randall seine Stimme lieh. Im der „Monster Uni“ ist das allerdings nicht so. Hier wird Randy von Tim Sander gesprochen. Einer Synchronstimme (kennt man Teil eins) alles andere als gut platziert ist. Auch Manuel Neuers so hoch angepriesener Kurzauftritt zu Beginn des Streifens ähnelt dem des Schuhmacher-Synchronisierens bei „Cars“: Ätzend. Unprofessionell.

Wie von Pixar gewohnt, spendet man nach der Werbung wieder einen Kurzfilm zu Gunsten der Eingewöhnung. Kennt man die bisherigen Filmchen, wirkt „Der blaue Schirm“ zwar niedlich und gut gemacht, läuft den Vorgängern allerdings mehr als hinterher. Hier fehlt die Pointe, das Lustige. „Der blaue Schirm“ sollte sich eher vor einer romantischen Liebeskomödie wiederfinden, statt vor der Kindervorstellung eines Animationsstreifens. Auch wenn die Dinge lächelnd dargestellt werden, wird wohl nicht jedes Kind einen Gullideckel, eine Abwasserrinne oder einen Hauseingang mit designtem Gesicht mögen. Das wirkt eher beängstigend als lustig. Womit allen Mut gemacht werden kann, die den Kinosaal aus welchen Gründen auch immer eine halbe Stunde (Werbung + Kurzfilm) nach Beginn der Vorstellung betreten.
Sehr gut auch, dass alle Beschriftungen statt dem klassischen Englisch im Deutschen verlaufen. So steht auf dem Schulbus eben nicht mehr „Monster - University“ sondern eben „Monster - Universität“. Der Flyer der zur Schreimeisterschaft aufruft, tut dies in Deutsch, ebenfalls die Lehrbücher titeln in unserer Sprache. Vielleicht fördert dies nicht mehr unseren Elan zu Fremdsprachen, doch immerhin erleichtert dies unsere eigene Sprache wieder zu deuten.

„Die Monster Uni“ ist ein klasse gemachter Animationsfilm, der unbedingt gesehen werden muss. Entweder jetzt oder später auf DVD. Fans von der dreidimensionalen Technik werden nur bedingt von entgegenkommenden Teilchen oder herabtropfendem Regen inspiziert. Für mich enttäuschend. Daher mein Tipp: Den Aufpreis (mittlerweile € 4,00 inklusive Brille) lieber in Popcorn investieren, später dann noch ein leckeres Eis auf die Hand.
In „Die Monster Uni“ ist für jeden Geschmack etwas dabei. Die Story stimmt, der Humor auch, keine Gewalt, keine unspektakulären Heldenformationen á la Batman & Co. Fünf von fünf Sternen und eine glasklare Empfehlung, gerade für Familienausflüge (allerdings erst ab sechs Jahren). In diesem Sinne: Einen schönen, monströsen Kinoabend mit extrem viel Popcorn und jeder Menge Colaaaaa….

===Grundinfosnbsp;   


Name: „Die Monster Uni“ („The Monsteruniversity)
Genre: Trick-/ Animationsfilm
Hersteller: Disney/ Pixar
Version: Kino/ 3D
Laufzeit: 113 Minuten
FSK: ab 0 Jahren


©knopfi.de´2013

32 Bewertungen, 12 Kommentare

  • Clarinetta2

    22.07.2013, 19:28 Uhr von Clarinetta2
    Bewertung: besonders wertvoll

    gelungene Vorstellung-bw

  • Juri1877

    22.07.2013, 10:40 Uhr von Juri1877
    Bewertung: besonders wertvoll

    bw nachgereicht

  • Little-Peach

    17.07.2013, 08:45 Uhr von Little-Peach
    Bewertung: besonders wertvoll

    bw :)

  • wurmi2010

    16.07.2013, 21:39 Uhr von wurmi2010
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh und viele Grüße

  • anonym

    16.07.2013, 19:01 Uhr von anonym
    Bewertung: besonders wertvoll

    LG Damaris

  • Juri1877

    16.07.2013, 17:23 Uhr von Juri1877

    Mionster AG fand ich recht witzig

  • katjafranke

    16.07.2013, 09:57 Uhr von katjafranke
    Bewertung: sehr hilfreich

    Einen lieben Gruß KATJA

  • sammelmeilen

    16.07.2013, 09:22 Uhr von sammelmeilen
    Bewertung: besonders wertvoll

    bw & lg Antje

  • uhlig_simone@t-online.de

    16.07.2013, 08:03 Uhr von [email protected]
    Bewertung: besonders wertvoll

    GLG SIMONE -- WIE IMMER TOP BERICHT

  • Lale

    16.07.2013, 06:58 Uhr von Lale
    Bewertung: besonders wertvoll

    Allerbesten Gruß *~*

  • joelovesyou

    16.07.2013, 05:36 Uhr von joelovesyou
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sh & Gruß

  • bella.17@live.de

    16.07.2013, 00:22 Uhr von [email protected]
    Bewertung: sehr hilfreich

    Liebe Grüße Annabelle.