digimortal - Fear Factory Testbericht

Digimortal-fear-factory
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Summe aller Bewertungen
  • Cover-Design:  gut
  • Klangqualität:  sehr gut

Erfahrungsbericht von downloth

Der absulote Metal Hammer

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

"Fear Factory" bringen mit "digimortal" im Jahr 2001 ein neues Album heraus, dass es wirklich in sich hat. Die Zeit der Soundexperimente wie auf "Remanufacture" scheint bei Fear Factory entgültig vorbei zu sein, was nicht bedeutet Fear Factory klingen nun wie REM, nein ganz und gar nicht- sie verzichten vielmehr auf allerlei überflüssigen Soundschnörkel und konzentrieren sich nur noch auf die elementaren Bestandteile ihres New Metal. Fear Factory haben lange Jahre an ihrem eigenen Sound gefeilt, und päsentieren uns mittlerweile ein sehr ausgereiftes Konzept. Der Mensch und seine Funktion wird im Zeitalter harter TechnoBeats und immer intelligenter werdender Maschinen beleuchtet. Während bei den vorherigen Album vielmehr der Kampf Mensch gegen Maschine im Vordergrund stand, sucht "digimortal" nach Harmonie, nach einer Symbiose der beiden Existenzformen.
Das Album startet mit "what will become" von Anfang an prügelt Schlagzeuger Raymond Herrera die Felle, dass es sich gewaschen hat. Die Doublebase Attacken sind gnadenlos und unnachahmlich gut. Die Scheibe groovt und rockt so dermaßen; einfach unglaublisch. Hier wird schon klar warum die Kalifornier zurecht die Krone des New Metal verdienen. Ingsgesamt skizziert die Lyrik hier ein eher düsterwes Bild der Zukunft. Auch "Damaged" erweist sich als hochexplosives Metalgemisch; "...i cant believe im alive..." heißt es. Die Effekte beim Gesang werden sehr fein elektronisch verzerrt. Auf dem Album finden wir einige hintergündige Elektro Sounds, die zur kompletten Klangkulisse beitragen. Spätestens beim Titelsong "digimortal" bebt die Arena und das Moshpit groovt. Dieses Lied kann man als eine Exitizalismus Hymne der neuen Zeit ansehen. one step closer to my fate; gefangen oder vielmehr begrenzt sind wir in unserem menschlichen Sein, der track hat einen knackigen Bass Sänger Burton C. Bell schreit sich hier fast den Hals heraus, wirklich absoluter Wahnsinn. Oder auch "Acres of Skin" groovt und knallt ganz so wie man es von von der Angstfabrik gewöhnt ist. Das ist wirklich ganz übler Thrash Hammer, der jedoch sehr melodisch verläuft, hier wird die wahre Qualität dieser Band hörbar. "No one" erweist sich als astreines Crossover Lied aufgemischt mit einigen break beats und obligaten Gitarren Delays. "..No one, but me..", niemand außer mir heißt es. Hier wird der Konflikt offensichtlich zwischen dem Schmerz der menschlichen Begrenztheit einerseits und dem Drang nach persönlicher Freiheit. "linchpin" lebt von einem herzerfrischenden Gesangspart beim Refrain; wir werden nie das Ende dieser Reise sehen, eben auch nur einen Auschnitt. Die "memory imprints" treffen voll und diese Scheibe hat sich bereits wie ein Dogma in mein Gehirn geätzt. Die bildhafte Symbiose zwischen uns und der Maschine. Das Internet wird zur Schnittstelle unserer Erinnerungen und werden in unserem Gehirn gespeichert. Wollen wir hoffen, dass in der kalten Maschine auch noch ein warmes Herz steckt. Oder auch "Back the fuck up" rockt so dermaßen Stück. Zusammen mit Cypress ziehen die Jungs hier einen blank, es ist nicht zu fassen. Waaahnsinn. Bei "hurt conveyor" geht es sehr thrashig, hier übertrifft sich der Schlagzeuger einmal mehr selber. Christian Olde Wolbers am Bass bearbeitet seinen Bass permanent mit wilden Attacken; der Gitarrist Dino Cazares spielt eher unaufällig, reiht sich aber perfekt in das eng geschnürte Korsett der Gesang und vor allem Schlagzeug dominierten Musik ein.
And der perfekten Verschmelzung der Mensch-Maschine arbeiten "Fear Factory" noch. Eines steht jedoch fest: Fear Factory haben mit "digimortal" nicht nur ein innovatives Industrial Metal Album geschaffen, sondern einen wirklich neuen Sound geprägt. Daneben hören sich selbst "Machine Head", "Crowbar", oder "Dream Theater" an wie Waisenknaben. Schlagzeuger Raymond Herrera spielt die Drums und Bases, wie es wohl in der Art und Weise auf dieser Welt wirklich einzigartig ist. Dieses Album stellt wirklich alles in den Schatten, was ich bisher mit Heavy Metal Musik verbunden habe. Nach nun über 10 jähriger Bandgeschichte hat die New Metal Band "Fear Factory" mit "digimortal" meiner Meinung nach ihr Meisterwerk abgeliefert.


Quellen, Linkverweise:
http://www.fearfactory.com/ die offizielle Seite der Musikband
http://www.roadrunnerrecords.com/artists/FearFactory/ Das Metal Kultlabel
http://www.digimortal.net/ Fanclub für die Metalheads
http://www.rockhard.de/home.php3?rubrik=147&grafik=1&inc=detail_54.inc&id=19587 das heilige Archiv