first-e (nicht mehr aktiv) Testbericht

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Erfahrungsbericht von actionnaire

Zuerst hohe Zinsen, dann Laden dicht. Aber wo ist mein Geld versteckt?

Pro:

hat sich erledigt, da keine Online-Aktivitäten mehr

Kontra:

hat sich erledigt, da keine Online-Aktivitäten mehr

Empfehlung:

Nein

Im Herbst vergangenen Jahres hat first-e in Deutschland seine Pforten geschlossen. Vor knapp 2 Jahren war first-e, mit Hauptsitz in Frankreich (Paris) die erste reine Internetbank, und hatte große Ambitionen - auch für den Deutschen Markt. Geworben wurde z.B. mit 6% Zinsen ab der ersten Mark. Am Anfang lief das auch ziemlich gut. Allerdings wohl nicht ganz so gut wie erhofft, denn die große Internet-Krise hat auch vor first-e nicht haltgemacht, und so wurde im Herbst beschlossen dass first-e sein Online-Geschäft einstellt. Es gab damals eine kurze "Zweckpartnerschaft" mit der Direkt Anlage Bank. Man konnte sein Konto dorthin transferieren - so sollte es zumindest gehen! Bei mir war es aber nicht ganz so.
Aber von Anfang an: vor etwas mehr als einem Jahr lies auch ich mich von den hohen Zinssätzen bei first-e locken. Zum Glück war ich schon immer etwas skeptisch und hab nur 100 DM (ups, entschuldigung, ich meine natürlich 51 Euro und ein paar Cent *g*) überwiesen. Es klappt auch alles ziemlich gut. Naja, abgesehen von ein paar Softwareproblemen und so, aber jedenfalls schien alles in Ordnung. Bis zu besagter Meldung. Na gut, hab ich mir gedacht, dann überweisen wir das Geld halt zur DAB - da hab ich ja eh ein Konto. Dann stellte ich fest, dass ich gar keine Überweisungen mehr machen konnte - denn die Onlineaktivitäten sollten ja eingestellt werden - und scheibar haben die gleich alles was mit dem Konto zusammenhing abgestellt. Okay, dann halt nicht. Nach etwas überlegen hab ich mich entschieden, mein Konto förmlich aufzulösen und zusammen mit dem Auflöseantrag die Anweisung zu geben, dass meine mittlerweile kanpp 53 Euro bitte an mein Konto bei der DAB (die ja laut Aktion ne Partnerschaft für diesen Zeitraum war) zu überweisen sind. Hab das ganze an die offizielle Adresse abgeschickt. Damit war für mich die Sache erledigt.
Aber: das Geld ist dummerweise nie bei der DAB angekommen. Bleibt die große Frage, wo mein Geld denn jetzt ist? Online-Konto hab ich ja keines mehr (das wurde ja eingestellt), bekommen hab ich das Geld auch nicht. Jetzt bleiben nur drei Möglichkeiten: entweder die haben das einfach einkassiert, oder es ist auf dem Weg zur DAB verschwunden. Oder es schlummert irgendwo in Paris als offline-Konto vor sich hin. Leider konnte ich bis jetzt nicht herausfinden welche dieser Möglichkeiten jetzt zutrifft. Aber zum Glück sind es ja "nur" 53 Euro - und wenn ich mal wieder in Paris bin werd ich wohl dort mal persönlich anklopfen (falls es die dann in Frankreich noch gibt).

10 Bewertungen, 1 Kommentar

  • Patrick75

    21.02.2002, 23:38 Uhr von Patrick75
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ich würde - je nach Fremsprachenkenntnissen in Englisch oder Französisch - gleich nen Brief nach Frankreich schreiben. Frechheit sowas!