Himmlische Träume (gebundene Ausgabe) / Joanne Harris Testbericht

ab 6,07
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Summe aller Bewertungen
  • Handlung:  sehr spannend
  • Niveau:  sehr anspruchsvoll
  • Unterhaltungswert:  sehr hoch
  • Spannung:  sehr hoch
  • Humor:  wenig humorvoll
  • Stil:  sehr ausschmückend

Erfahrungsbericht von HEIDIZ

Der dritte Teil der Geschichte rund um Vianne Rocher

Pro:

siehe Text

Kontra:

siehe Text

Empfehlung:

Ja

Chocolat – Ein kleiner Biss genügt – viele von euch kennen
sicher den Film. Er basiert auf der Romanvorlage von Johanne Harris.

Inhalt:

Ist Vianne Rocher eine Magierin? Sie verzaubert die Menschen
mit ihren selbstgemachten Pralines und Schokoladenkreationen. In dem
französischen Städtchen, in dem sie sich niederläßt, gewinnt sie rasch Zugang
zu allen Herzen. Mit einer Ausnahme: Pater Reynaud erklärt ihr, besorgt um das
Seelenheil seiner Gemeinde, den Krieg.Es ist Fastnacht, als Vianne Rocher mit
ihrer kleinen Tochter Anouk in das französische Städtchen
Lansquenet-sous-Tannes kommt und die leerstehenden Räume einer Bäckerei am
Kirchplatz in einen bezaubernden Laden für Schokoladen und Pralines aller Art
verwandelt. Pater Reynaud, dem ortsansässigen Pfarrer, ist diese Art
"himmlischer Verführung" jedoch ein Dorn im Auge: Schokolade, und
dazu noch in der Fastenzeit! Er erklärt Vianne Rocher den Krieg - und untersagt
den Mitgliedern seiner Gemeinde jeden Umgang mit ihr.

Doch Vianne hat ein besonderes Gespür für ihre Kunden: Für jeden weiß sie das
Praline oder die Schokoladensorte, die am besten seiner Persönlichkeit
entspricht. Und so entwickelt sich ihr kleiner Laden schon rasch zum geheimen
Mittelpunkt des Ortes, zu dem jeder seine Sorgen, Hoffnungen und Träume trägt.
In diesem Konflikt setzt Pater Reynaud alles auf eine Karte ..."Dieser
Roman macht Appetit auf Leckereien."

Quelle: amazon.de

Die
erste Fortsetzung hatte den Titel: „Himmlische Wunder“ und ist aus dem Jahr
2008.

Inhalt:

Am Montmartre, im Herzen des alten Paris, führt eine junge
Witwe mit ihren Töchtern eine kleine Chocolaterie. Sie nennt sich Yanne, doch
ihr wahrer Name ist Vianne Roucher. Vianne ist auf der Flucht vor den Behörden,
die damit drohen, ihr die Kinder wegzunehmen. Verzweifelt unterdrückt sie ihre
wundersamen Kräfte - Zaubersprüche sind verboten, die Tarotkarten weggepackt.

Da taucht eines Tages die schöne Zozie de l'Alba auf. Die Magierin reißt die
Leben anderer an sich, um sich darin auszubreiten. Sie erschleicht sich die
Freundschaft von Viannes Töchtern, drängt sich in die Chocolaterie und verdreht
selbst Viannes Freund den Kopf. Vianne sieht sich aus ihrem eigenen Leben
ausgeschlossen, unfähig, sich zu wehren. Am liebsten würde sie weglaufen. Oder
soll sie doch noch einmal auf ihre magischen Fähigkeiten zurückgreifen?

Quelle:
http://www.himmlische-wunder.de/detail.php?page=buch

Nun,
im Jahr 2013 gibt es von Johanne Harris den dritten Teil der Geschichte rund um
Vianne Rocher. Titel „Himmlische Träume“.

Daten
zum Buch:

· Gebundene Ausgabe: 496 Seiten

· Verlag: List Hardcover (8. März 2013)

· Sprache: Deutsch

· ISBN-10: 3471350918

· ISBN-13: 978-3471350911

·
Originaltitel: Peaches for Monsieur le Curé

· Größe und/oder Gewicht: 22 x 14,8 x
4,4 cm

PREIS: 19,99 Euro

Die Autorin:

Joanne Harris' Erfolg begann 1999 mit dem internationalen
Bestseller "Chocolat". Der preisgekrönte Roman wurde mit Juliette
Binoche und Johnny Depp verfilmt. In ihrem neuen Buch kehrt sie mit ihrer
Heldin in den kleinen französischen Ort Lansquenet zurück. Joanne Harris ist
Autorin vieler weiterer Bestseller, und das Who's Who listet ihre Hobbies als
"Herumlungern, Nichtstun, gegen Priester hetzen und ständige
Subversion" auf. Sie spielt Bassgitarre, lernt gerade altes Norwegisch und
lebt mit Ehemann und Tochter in Yorkshire. Weitere Details unter www.joanne-harris.co.uk.

Quelle: amazon.de

Inhalt:

Dieser sinnliche Roman handelt wieder vom Hauptcharakter
Vianne Rocher, mit ihren Töchtern und Freund in Paris auf einem Hausboot lebt.
Sie kreiert Schokolade. Das ist ihr Beruf und auch ihre Berufung. Sie wird nun
eines Tages gebeten, nach Lansquenet zu kommen, ihre Freundin Armande bittet
sie um Hilfe für die Stadt.

Nun beginnt die eigentlich spannende Geschichte um das
Örtchen Lansquenet und seiner Bewohner, speziell um den Priester Reynaud. Dieser
scheint nicht ganz koscher zu sein und hinter all den Absonderlichkeiten zu
stecken …

Dieser Roman kann
wahrlich nicht als reiner Frauenroman bezeichnet werden, da er auch
gesellschaftskritisch angehaucht ist und sich mit aktuellen und brisanten
Problemen auseinander setzt.

Hier ist das Verhältnis von Muslimen zu katholischen
Christen zu sehen, das angesprochen und thematisiert wird. Diese beiden
Kulturen und unterschiedlichen Religionen werden in ihren Gemeinsamkeiten und
Unterschieden gegenüber gestellt und beleuchtet. Und all das wird in die
fiktive Handlung eingebunden – ergänzt sich abwechslungsreich, spannend,
kurzweilig und fesselnd.

Aber trotz dessen sind es auch Liebesgeschichten, die im
Buch beschrieben werden, aber so gar nicht kitschig wirken, sondern sich in die
gesamte Handlung perfekt einpassen – von der Autorin hervorragend ausgearbeitet
werden und innerhalb der personellen Charakterdarstellungen großartig
ausgearbeitet werden.

Leseprobe:

Gute Frage. Als ich bei Josephine vorbeigeschaut habe, hatte
ich das Gefühl, dass sie sich ehrlich freut. Aber andererseits bin ich jetzt
schon länger als eine Woche hier.

„Schwer zu erklären“, sagte ich. „Viele Dinge sind gleich
geblieben. Sie sieht zwar anders aus, sie hat sich die Haare abgeschnitten und
blond gefärbt, aber untendrunter ist sie immer noch Josephine, impulsiv und
warmherzig und manchmal ein bisschen verrückt. Und trotzdem, irgendwas an ihr
ist anders als früher …“

„Vielleicht will sie etwas verstecken.“

Ich musterte Alyssa fragend.

„Manchmal, wenn man etwas verstecken muss, mag man nicht einmal mit seinen
Freundinnen zusammen sein. Es ist nicht so, dass man sie nicht sehen will, aber
man merkt, dass man nicht mit ihnen reden kann.“ Jetzt steckte sie den
Marmeladenfinger in den Mund und lutschte ihn ab. …

Armande lebt nicht mehr, als wir die Geschichte lesen, sie
erzählt durch ihre Briefe ihre Geschichte und ihre Befürchtungen. Sie hat auch
Vianne diesen Brief geschrieben, diesen Hilferuf, der eintrifft, als Armande
schon nicht mehr lebt. …

Diese Geschichte hat es in sich, sie ist himmlich
geschrieben, literarisch ausgefeilt, kommt aber ganz einfach und doch auch
irgendwie poetisch sinnlich und an den brisanten und gesellschaftskritischen
Stellen dann auch irgendwie auf den Punkt bringend sachlich rüber. Alles
zusammen genommen ergänzt es sich und wird zu einem kurzweiligen und
interessanten Leckerbissen verschmolzen.

Angenehm ist es auch, dass man viel von Paris erfährt, was
wiederum die Handlung auflockert und diese authentisch gestaltet.

Man kann die Geschichte problemlos lesen, auch, wenn man die
beiden Vorgänger nicht gelesen hat. Ich muss sagen, dass zwar Chocolat gelesen
hatte, aber den zweiten Roman „NOCH“ nicht, was sich aber unbedingt ändern
muss.

Ich bin vom Schreibstil und der Umsetzung der Ideen der
Autorin überzeugt und angetan. Kein Wunder, dass ihre Werke immer wieder zu
Bestsellern werden. …

20 Bewertungen, 5 Kommentare

  • anonym

    11.04.2013, 18:25 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    LG Damaris

  • monagirl

    11.04.2013, 10:24 Uhr von monagirl
    Bewertung: sehr hilfreich

    Gruß Mona

  • mausi1972

    11.04.2013, 09:54 Uhr von mausi1972
    Bewertung: sehr hilfreich

    Viele Grüße Marion

  • Lucky130

    11.04.2013, 07:25 Uhr von Lucky130
    Bewertung: besonders wertvoll

    Von mir ein verdientes BW! LG....

  • katjafranke

    10.04.2013, 23:29 Uhr von katjafranke
    Bewertung: sehr hilfreich

    Einen lieben Gruß KATJA