Himmlische Träume (gebundene Ausgabe) / Joanne Harris Testbericht

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Summe aller Bewertungen
  • Handlung:  sehr spannend
  • Niveau:  sehr anspruchsvoll
  • Unterhaltungswert:  sehr hoch
  • Spannung:  sehr hoch
  • Humor:  wenig humorvoll
  • Stil:  sehr ausschmückend

Erfahrungsbericht von margy

Himmlische Träume

5
  • Handlung:  sehr spannend
  • Niveau:  sehr anspruchsvoll
  • Unterhaltungswert:  sehr hoch
  • Spannung:  sehr hoch
  • Humor:  wenig humorvoll
  • Stil:  sehr ausschmückend
  • Zielgruppe:  Erwachsene

Pro:

interessant, ergreifend
spannend
voller Bilder, poetisch

Kontra:

nichts

Empfehlung:

Ja

Einleitung

Daten zum Buch:

Taschenbuch: 496 Seiten
Verlag: Ullstein Taschenbuch (8. August 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3548286291
ISBN-13: 978-3548286297
Originaltitel: Peaches for Monsieur le Curé
Preis: 9,99 €
Übersetzer: Adelheid Zöfel
Autor:

oanne Harris' Erfolg begann mit dem internationalen Bestseller "Chocolat". Der preisgekrönte Roman wurde mit Juliette Binoche und Johnny Depp verfilmt. In ihrem neuen Buch kehrt sie mit ihrer Heldin in den kleinen französischen Ort Lansquenet zurück. Weitere Details unter www.joanne-harris.co.uk.

Handlung

Vianne Rocher machte in Lansquenet einen Laden auf, in dem sie feinste Schokolade verkauft. Die Eröffnung ist bereits acht Jahre her. Vianne ist verheiratet und sie hat zwei Töchter. Ihr Zuhause ist auf einem Hausboot. Eines Tages kommt der Enkel ihrer besten, doch bereits verstorbenen Freundin Armande und bringt ihr einen Brief. Darin enthalten ist der Auftrag, Vianne soll zurückgehen nach Lansquenet, was sie darauf auch macht. Die Menschen dort haben Striet, es gibt Unstimmigkeiten, um die sich Vianne kümmert.

Niveau

Normalerweise geht es hauptsächlich in historischen Romanen darum, dass Christen gegen Juden oder muslimische Bürger wettern und einen Krieg entfachen. Meinungsverschiedenheiten und Unstimmigkeiten in höchstem Maße, aber auch Vorurteile gibt es da bereits seit Menschengedenken.
In diesem Roman ist es so, dass die Muslims gegen den christlichen Priester angehen. Der wird nun beschuldigt, Viannes Schokoladengeschäft in Brand gesetzt zu haben. Die Muslims hatten eine Moschee gebaut und dadurch entflammte ein unerbittlicher Streit.
Roux, der Ehemann Viannes ist zuhause auf dem Hausboot geblieben, während Vianne ihre Töchte mit auf die Reise nimmt.
Es gibt wirklich nur ganz wenige Menschen, nur vereinzelte, die andere nicht danach beurteilen, woher sie kommen, welche Religion sie haben und welche Farbe die Haut von ihnen hat. Natürlich fällt Letzteres als erstes auf, sticht ins Auge, doch es geht um Menschen in allererster Linie. Nicht mehr und nicht weniger.
Das ist auf hohem Niveau ausgebaut.

Stil

Der Roman ist aus der Sicht Viannes geschrieben. Sie erzählt in der Ich-Form. Da, wo sie spricht, ist ein Halbmond zu Beginn des jeweiligen Kapitels. Abwechselnd mit ihr spricht der Priester aus seiner Sicht. Bei ihm ist das Symbol des Kreuzes bei jedem Kapitelanfang. In poetischer Sprache beschwört die Autorin einen geheimnisvollen Zauber herauf. Mit fantastischen Elementen geht es um ein sehr ernstes Thema und die Bewältigung dessen. Der Schreibstil zeichnet sich aus durch reichhaltige Redewendungen, Stimmungen werden sehr deutlich durch detaillierte Beschreibungen, sehr ausgebaute, fast verzierende Schilderungen. Harris malt die Farben der Seele, zeichnet den Charakter der Menschen tiefgründig und facettenreich. Schreibt die Autorin von den Orten und wie sie aussehen, malt sie ein Bild, das vor meinen Augen entstand. Der Roman mit seiner Geschichte ist sehr interessant, ich war ganz vertieft in die Ereignisse, war in den Bann gezogen und fand es spannend zu lesen.

Unterhaltungswert

Vianne übernimmt in dieser Geschichte die Rolle einer Vermittlerin, die beiden Seiten neutral gegenübersteht. Vianne sieht aus einiger Entfernung auf diese Menschen, sieht beide Seiten als Menschen, die verzweifelt und auch wütend sind. Sie ist diejenige, die zwischen den Parteien redet und sich anhört, welche Wünsche und welche Bedürfnisse die einzelnen Leute haben. Die Seiten sind verhärtet. Sie führt die Gespräche, die zwischen dem Priester Francis Reynaud und der muslimischen Gegenseite hätten geführt werden müssen. Aus Gegnern und Feinden werden Menschen, die auf den anderen zugehen, denn eigentlich waren Vianne und der Priester Gegner, bevor sie den Ort verließ und ihren Weg ging.
Vianne zeigt mit ihrem Verhalten Größe und Stärke, nicht nach außen, da ist sie eine weibliche Gestalt, aber innerlich groß. Sie ist in der Lage - als das schwache weibliche Geschlecht - die Hand zu reichen und sie auszustrecken und damit Herzen und Verstand zu erreichen.
Der Priester fühlte sich bedrängt, er war in größter Not, wusste nicht mehr ein noch aus. Mit den Anschuldigungen, die ungerechtfertigt sind, kam er nicht zurecht. Mit Schuldzuweisungen und Vorwürfen lässt sich kein Mensch umstimmen und zu einem vernünftigen Verhalten bewegen. Vianne schafft das als Unbeteiligte dieses Streits, die plötzlich mitten drin steht. Vianne reagiert herzlich und freundlich, sie ist bereit zu helfen und appelliert an die Geduld der Beteiligten. Sie ist nicht für oder gegen jemanden - sie vermittelt mit sehr viel Geist. Sehr unterhaltsam

Weitere Erfahrungen & Fazit

Es geht um ein immer noch aktuelles Thema. Wir Menschen haben uns trotz aller Erfahrungen nicht verändert in unserer Einstellung fremder Kulturen und Menschen gegenüber. Sehen wir sie doch einfach als Menschen an, nicht als Wesen der unteren Klasse.

14 Bewertungen, 5 Kommentare

  • Modelunatic

    27.08.2014, 03:22 Uhr von Modelunatic
    Bewertung: sehr hilfreich

    SH & liebe Grüße

  • Ina71

    27.04.2014, 15:20 Uhr von Ina71
    Bewertung: sehr hilfreich

    Liebe Grüße

  • bella.17@live.de

    27.04.2014, 13:36 Uhr von [email protected]
    Bewertung: sehr hilfreich

    Herzlichen Gruß. Annabelle

  • anonym

    27.04.2014, 11:04 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    Freu mich über Gegenlesungen.

  • Nina1805

    27.04.2014, 09:50 Uhr von Nina1805
    Bewertung: sehr hilfreich

    SH, freue mich über Lesungen!