Hotel Transsilvanien (Blu-ray 3D) Testbericht

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Hotel-transsilvanien-blu-ray-3d
ab 6,75
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5 Sterne
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Summe aller Bewertungen
  • Handlung:  spannend
  • Anspruch:  anspruchsvoll
  • Unterhaltungswert:  sehr hoch
  • 3D-Effekte:  sehr gut
  • Spannung:  durchschnittlich
  • Action:  viel
  • Romantik:  durchschnittlich
  • Humor:  sehr humorvoll

Erfahrungsbericht von Treice564

Hotel Transsilvanien

5
  • Handlung:  spannend
  • Anspruch:  anspruchsvoll
  • Unterhaltungswert:  sehr hoch
  • Spannung:  durchschnittlich
  • Action:  sehr viel
  • Romantik:  niedrig
  • Humor:  sehr humorvoll

Pro:

3D

Kontra:

X

Empfehlung:

Ja

Inhalt
Animationsfilm um die mehr lustige als gruselige Monster-Gesellschaft im von Dracula geleiteten "Hotel Transsilvanien". Während die Tochter des Vampirs ihren Geburtstag feiert, schneit ein Mensch als unerwünschter Gast ins Haus. Doch Dracula will der sich anbahnenden Liebe seiner Tochter zu dem sterblichen jungen Mann einen Riegel vorschieben. Die turbulente Geschichte um die menschelnden Nöte klassischer Horrorfiguren punktet mit liebenswert gezeichneten Charakteren, verspielt ihre amüsante Grundidee aber durch ein atemloses Gag-Feuerwerk, bei dem viele schöne Ideen wirkungslos verpuffen.

Kritik
Nun ist es also heraus: Auch Vampire können Kinder bekommen - womit nicht die durch den Blutaustausch vollzogene Umwandlung eines Menschen in einen untoten Blutsauger gemeint ist, sondern das Kinderkriegen auf dem üblichen Weg, inklusive aller Schwierigkeiten, die das sich anschließende Eltern-Dasein mit sich bringt. Auch ein Fürst der Finsternis wie Dracula sieht sich in "Hotel Transsilvanien" mit dem ganz normalen Wahnsinn des Vaterseins konfrontiert - als seien die "Last" mit der Nachtaktivität, dem Schutz vor aggressiven Sonnenstrahlen oder der Stress mit dem "Broterwerb" nicht schon Herausforderung genug! Bislang hat der berühmte Vampir seinen Job als alleinerziehender Vater, neben seiner Aufgabe als Hotelier für "Artgenossen", gar nicht so schlecht gemacht. Doch dann bricht es über ihn herein: Das Destaster in Form der (bei Monstern offensichtlich spät beginnenden) Pubertät seiner Tochter! Egal, wie viel Mühe sich Dracula bei der Vorbereitung zum 118. Geburtstag seiner Mavis auch gibt, will diese nun partout nicht mit den zahlreichen Gästen wie den Frankensteins, der Mumie, dem Werwolf-Clan oder dem Unsichtbaren feiern, sondern endlich die Welt außerhalb des Schlosses erkunden und - auch das noch - Menschen kennen lernen. Was für Dracula ein absolutes "No-Go" ist, hält er doch als Monsteroberhaupt traditionell die Legende aufrecht, dass Menschen die wahren Monster seien und allen Untoten (mindestens) nach dem Leben trachten würden. Als der Vater seine Tochter gerade einmal wieder vom "Bösen dort draußen" überzeugt zu haben scheint, verwandelt sich der anstehende Ehrentag vollends in einen Albtraum: Ein Mensch in Gestalt des 21-jährigen Jonathan, der anscheinend auszog, um das Fürchten zu lernen, findet wie durch ein Wunder das höchst abgeschiedene Hotel und ist bereit, trotz der anderen unheimlichen Gäste einzuchecken. Dracula steht nun vor der Aufgabe, den Monstern die wahre menschliche Identität des netten jungen Mannes zu verheimlichen, und zugleich Mavis und "Jonny-stein" (Dracula gibt ihn einfach als Neffe der Frankensteins aus) daran zu hindern, sich ineinander zu verlieben. Ein doppelt unmögliches Unterfangen.

Ein Hotel voller (putziger) Horrorgestalten und eine unmögliche Liebesgeschichte sind die durchaus vielversprechenden Ingredienzien des neuen Computer-Animationsfilms von Pixar-Konkurrent Sony. Der Beginn ist höchst vergnüglich: Die Hauptcharaktere versprechen Figuren mit Tiefgang, Witz und anarchischem Potenzial zu werden, die vortrefflich animiert in ein kurzweiliges Abenteuer eintauchen könnten, das auf der "Vorurteile verkehren die Welt"-Schiene reitet wie Pixars "Die Monster AG". Doch ist die Exposition erst einmal vorüber und sind die Konfrontationen klar, geht die Handlung in den letzten zwei Dritteln buchstäblich mit Pauken und Trompeten unter. Krampfhaft hauen die Dramaturgen im Stakkato-Takt die Pointen heraus, in der Hoffnung, dass zumindest die eine oder andere zünden möge. Mit dem Ergebnis, dass köstliche Ideen unbemerkt verpuffen. Bestmöglich bunt und atemlos gibt sich die 3D-Animation und überfordert damit nicht nur den jüngeren Teil der Zielgruppe. Statt (wie etwa bei Pixar üblich) der Geschichte Raum und Ruhe zur Entfaltung zu lassen, hintertreibt man sie im Finale noch mit logischen Brüchen. Dracula würde sich da im Grab umdrehen.

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