Lady Vegas (DVD- Komödie) Testbericht

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- Action:
- Anspruch:
- Romantik:
- Humor:
- Spannung:
Erfahrungsbericht von LilithIbi
Sieh mir in die Augen. Jetzt, übers Telefon.
Pro:
Darsteller, Story an sich
Kontra:
die komplette Umsetzung
Empfehlung:
Nein
Lady Vegas zu sein versucht. Über die Eindeutschung des Originaltitels "Lay the favorite" muss man sich meines Erachtens nach gar nicht erst unterhalten, stellt eine weitaus höhere Herausforderung doch der Aspekt dar, dass man als Zuschauer ob vieler Details bis zum bitteren Ende überfordert bleibt.
Drehbuchautor D.V. DeVincentis sowie Regisseur Stephen Frears versuchten, die autobiographischen Erlebnisse seitens Beth Raymer (Rebecca Hall) auf die Leinwand zu zaubern.
Jene verlässt ihre Heimatstadt, um in Las Vegas als Cocktailmixerin zu arbeiten ~ stattdessen landet sie durch die Hilfe von Holly ( Laura Prepon) im Wettgeschäft. Ihr Chef Dink Heimowitz (Bruce Willis) ist von Anfang an fasziniert von Beths Fähigkeit, mit Zahlen umzugehen und stellt sie nach einem erfolgreichen Probetag spontan ein. Auch Beth ist völlig fasziniert von der ihr bis dato unbekannten Welt ~ und nicht zuletzt von Dink selbst. Da dieser jedoch mit Tulip (Catherine Zeta-Jones) verheiratet ist, liegen die altbekannten Probleme auf der Hand....
===Die Umsetzung=== gestaltet sich meines Erachtens nach nicht sonderlich überraschend. Ob nun alles an der Geschichte wahr ist oder nicht, sei einmal dahingestellt. Fakt ist so oder so, dass es mir persönlich im weiteren Verlauf schwer fiel, tiefergehende Sympathien für die Protagonistin beizubehalten. Zweifellos schließt man Beth rasch ins Herz, leidet ein wenig mit ihr, findet diverse zarte Annäherungsversuche zwischen ihr und Dink zum quietschen schön... doch spätestens an der Stelle, als Jeremy (Joshua Jackson) in die Geschehnisse aufgenommen wird, macht sich ein wenig zuschauerlicher Unmut breit.
Mich dünkt, als sollte es urkomisch oder zumindest schwerwiegend unterhaltsam sein, als Beth ihre Zukunft plant, sich um den Verbleib ihres Hundes sorgt und dabei gar nicht erst vertseht, wie sehr sich Jeremy bemüht, von ihr als treuer Partner erkannt zu werden. Ohne der Handlung allzu viel vorwegzunehmen, mag ich sagen, dass Beth durchaus mit Jeremy eine Beziehung eingeht, ihn jedoch immerfort beim "Auftritt Dink" rigoros vor den Kopf stößt.
Tragischkomisch kann man mit viel Wohlwollen manche dieser Szenarien beschreiben, während weiterhin manche Emotionalität zu überraschen verstand.
Unter Tränen geäußerte Worte wie
"Unglaublich, dass du mich zwingst, das zu sagen"
gingen mir für meinen Teil durchaus nahe, verursachten sogar eine leichte Gänsehaut... wurden jedoch im weiteren Fortgang des Filmes durch gewisse Unglaubwürdigkeiten förmlich plattgewaltzt.
Großer Knackpunkt inmitten "Lady Vegas" jedoch: so wirklich verstehen, wie Dinks Geschäfte genau funktionieren, wird der Großteil der Zuschauer meiner Vermutung nach nicht. Mag sein, dass man generell einen intensiven Hang zu jenem Tun innetragen muss, um dem Szenario komplett folgen zu können ~ dadurch jedoch, dass die Filmemacher scheinbar gar nicht erst bemüht waren, den Gucker zu integrieren, wird dieser sich oftmals verloren fühlen und von der Möglichkeit, entsprechend mitzufiebern, von vorneherein ausgeschlossen.
Bedauerlicherweise können die mannigfaltigen Wendepunkte inmitten der Story nicht vieles retten. Statt von dem schrullig-unbekümmerten Rosie (Vince Vaughn) angetan zu sein, kommt man vielmehr nicht umhin, sich fortlaufend darüber zu wundern, wie "alt" der Schauspieler hier ausschaut ~ ein Umstand, vor dem wir zweifelsohne alle nicht gefreit sind, welcher jedoch den Eindruck, einen müden Aufguss einstig gut gemeinter Ideen präsentiert zu bekommen, lediglich verstärken. Zu sehr erinnert Rosie an jenen Charakter, den er bereits in "Trennung mit Hindernissen" spielen durfte ~ Dank der naturgemäß veränderten Optik hingegen unterstreicht sich das, was sich bereits nach der ersten Viertelstunde ahnen ließ: eine gute Idee, eine maue Umsetzung.
Grundsätzlich "störte" mich persönlich an "Lady Vegas", dass Beth hier und dort zu kaltschnäuzig, egoistisch und unbedacht erscheint. Kleine diesbezügliche Rügen seitens ihrer Mitstreiter hätten diesbezüglich für TIefe sorgen können, laufen jedoch ins Leere und gipfeln in einer Telefonats-Szene, die immerhin durch verbale Schlagfertigkeit zu bestehen vesteht, in der Glaubwürdigkeit jedoch kaum jenen Begriff verdient zu haben scheint.
Der leichte Thriller-Aspekt, welchen "Lady Vegas" am äußersten Rande zu streifen versteht, geht meines Empfindens nach beinahe völlig verloren. Zu sehr kämpfte ich persönlich mit mir selbst, Beths jeweilige Entscheidungen für Dink respektive Jeremy nachfühlen zu können. Ihre innerliche Zerrissenheit nahm ich ihr anfänglich in der Tat ab ~ zu guter Letzt jedoch erschienen mir die sodann entstandenen Verpaarungen zu zuckerwatte-überzogen und regelrecht unglaubwürdig.
Und offen gestanden war ich sodann fast schon froh, als der Film - wenn auch an einer etwas absonderlichen Stelle - in den Abspann überging.
===Die DVD selbst=== verfügt über eine geringe Ausstattung. Neben den typischen Sprachauswahl zwischen Deutsch und Englisch ist lediglich noch der deutsche Untertitel anwählbar.
Bonusmaterial gibt es in der Form nicht ~ bis auf eine handvoll trailer hat die Silberscheibe nichts zu bieten.
Obschon ich oftmals dazu übergehe, sämtliche Extras zu ignorieren, hätte mich gerade hier ein Blick auf die tatsächlichen Begebenheiten durchaus interessiert. Interviews, ein paar Sätze seitens der Macher... ein typischer Fall von denkste in diesem Fall.
Die FSK12 Freigabe ist meines Erachtens nach nicht zu beanstanden, finden in "Lady Vegas" keinerlei Gewaltsequenzen oder gar erotische Nuancen ihren Platz. Ob die entsprechende Altersklasse jedoch mehr als meinereiner mit dem Werk anfangen kann, sei einmal dahingestellt.
===Summa summarum=== hätte ich den Film mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit gar nicht erst sehen wollen, hätte nicht Joshua Jackson vom Cover her heruntergelächelt. Bruce Willis und Catherine Zeta-Jones in der Kombi mit Vince Vaugh reizten mich ebenfalls, während offen gestanden eine andere Besetzung mich von Anfang an hätte Abstand nehmen lassen.
So richtig überzeugend klang die Handlungszusammenfassung auf der DVD Rückseite für mich nämlich nicht...die Entscheidung, hier keinen Spontankauf zu tätigen, sondern vielmehr die Videothek aufzusuchen, gestaltete sich schlussendlich somit als durchweg positiv.
Versuchte Themenschwerpunkte oder gar Aussagen rund um die "Leben und leben lassen"- Philosophie, Verurteilung, Maßstäbe, Selbsterkenntnisse wie den Mut, unglaubliches zu wagen verpuffen meiner Empfindung nach an diversen allzu oberflächlich vorgebrachten Szenarien, während ich zu guter Letzt nicht umhin komme, selbst die Genrezugehörigkeit als "nichts halbes und nichts ganzes" zu benennen.
Hand aufs Herz: ohne das Mitwirken von "meinem" Joshua Jackson würde ich an dieser Stelle lediglich 2 Sterne vergeben.
Und wo die ganze Zeit über Beth's Hund abgeblieben ist, darf man sich wie gewohnt gar nicht mehr erst fragen.
18 Bewertungen, 7 Kommentare
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23.12.2012, 10:40 Uhr von XXLALF
Bewertung: sehr hilfreich...und liebe weihnachtliche grüße
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23.12.2012, 07:28 Uhr von Nina1805
Bewertung: sehr hilfreichSH und frohe Weihnachten!
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23.12.2012, 06:58 Uhr von Lucky130
Bewertung: sehr hilfreichWünsche einen schönen 4. Advent!
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22.12.2012, 12:33 Uhr von oskermit
Bewertung: sehr hilfreichFröhliche Festtage!...und ein bißchen Zeit, das Leben zu genießen...wünsch ich dir!
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22.12.2012, 12:20 Uhr von [email protected]
Bewertung: sehr hilfreichGrüße von Annabelle
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22.12.2012, 11:47 Uhr von Ziller1111
Bewertung: sehr hilfreichSehrHilfreich! Schau doch mal bei meinen Berichten rum, dann lese ich auch deine noch weiter' :) FROHES FEST
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22.12.2012, 11:16 Uhr von mausi1972
Bewertung: sehr hilfreichFröhliche Festtage Grüße Marion
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