Movie 43 (DVD) Testbericht
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Summe aller Bewertungen
- Action:
- Anspruch:
- Romantik:
- Humor:
- Spannung:
Erfahrungsbericht von Treice564
Movie 43
Pro:
Lustig,Bild/Ton
Kontra:
Nichts
Empfehlung:
Ja
Originaltitel MOVIE 43
Buch Steve Baker
Will Carlough
Patrick Forsberg
Matthew Alec Portenoy
Greg Pritikin
Rocky Russo
Jeremy Sosenko
Elizabeth Wright Shapiro
Darsteller Hugh Jackman
Emma Stone (Ellen Malloy)
Elizabeth Banks
Chloë Grace Moretz
Gerald Butler (Chaun)
Kate Winslet (Juliet Hulme)
Kristen Bell (Supergirl)
Naomi Watts
Anna Faris (Vanessa)
Richard Gere (Boss)
Christopher Mintz-Plasse
Halle Berry
Josh Duhamel
Chris Pratt (Jason)
Uma Thurman (Lois Lane)
Justin Long (Robin)
Patrick Warburton
Kieran Culkin
Liev Schreiber
Seann William Scott
Jason Sudeikis (Batman)
Leslie Bibb (Wonder Woman)
Kate Bosworth (Arlene)
Dauer 9424 B./sec.)/90 (25 B./sec.) min
Jahr 2012
Kamera Frank G. DeMarco, Steve Gainer, William Rexer, Tim Suhrstedt
Produktionsland USA
Musik Billy Goodrum
Produktion Relativity Media/Virgin/GreeneStreet Films/Wessler Ent./Witness Protection Films
Produzent Peter Farrelly, Ryan Kavanaugh, John Penotti, Charles B. Wessler, Marc Ambrose, Tom Gormican, Ken Halsband, John Brooks Klingenbeck
Regie Elizabeth Banks, Steven Brill, Steve Carr, Rusty Cundieff, James Duffy, Griffin Dunne, Peter Farrelly, James Gunn, Bob Odenkirk, Brett Ratner, Jonathan van Tulleken
Schnitt Debra Chiate, Jon Corn, Patrick J. Don Vito, James Duffy, Craig Herring, Jason Macdonald, Sam Seig, Cara Silverman, Sandy S. Solowitz, Håkan Wärn, Paul Zucker
Verleih Constantin
Inhalt
Drei Schüler begeben sich im Internet auf die Suche nach dem abschreckendsten Film. Daraus entwickelt sich eine vulgäre, mitunter abstoßende Komödie aus elf durch die Rahmenhandlung lose verknüpften Episoden, in denen es vor allem darum geht, die Grenzen des guten Geschmacks auszuloten. Der Witz soll daraus entstehen, dass Privates öffentlich und auf diese Weise Scham lächerlich gemacht wird. Doch der gezielte Bruch von Bildertabus allein ist noch nicht komisch und zeugt nur von der Verklemmtheit des Konzepts. Auch die bemerkenswerte Anzahl namhafter Hollywood-Stars macht den derben Humor nicht goutierbarer.
Kritik
Das Filmplakat gibt ganz schön an: "The biggest cast ever assembled for the most outrageous comedy ever made." Damit ist auch das Anliegen des Films überschrieben. Die zahlreichen Regisseure des Episodenfilms, zu denen auch Peter Farrelly und Brett Ratner zählen, überschreiten ganz bewusst die Grenzen des guten Geschmacks, in einigen Fällen sogar des sittlichen Empfindens. Dabei schockieren die Macher mit vulgärer Sprache und abstoßenden Bildern, in einem Fall sogar mit den praktischen Folgen einer sexuellen Aberration, über die nicht einmal das Privatfernsehen sich zu berichten trauen würde, und weil so viele bekannte Stars von Kate Winslet über Hugh Jackman und Halle Berry bis Richard Gere mitspielen, glauben sie, damit durchzukommen. Eine Fehlkalkulation, denn ein Großteil des Witzes entsteht dadurch, Privates öffentlich zu machen und auf diese Weise der Scham ihre Bedeutung zu nehmen. Dies wird besonders in der Szene deutlich, in der Emma Stone und Kieran Kulkin ihren "Dirty Talk" versehentlich über die Lautsprecher eines Supermarkts austragen. Doch über Sex zu sprechen und die damit verbundenen Körperteile fantasievoll zu benennen, zeugt nur von der Verklemmtheit des Konzepts. Das Brechen von Bildtabus ist per se noch nicht komisch.
"Movie 43" besteht, durch eine zu vernachlässigende Rahmenhandlung lose verbunden, aus elf Episoden und einigen nachgestellten Werbe-Clips. Auffällig: Drei der Episoden beschäftigen sich mit Blind Dates, eigentlich eine moderne und inzwischen selbstverständliche Art des Kennenlernens, die für die Autoren aber besonders komisches Konfliktpotenztial zu bergen scheint. So treffen sich in der ersten Episode Kate Winslet und Hugh Jackman als begehrter Junggeselle. "Warum ist er noch immer Single?", fragte kurz zuvor die Schlagzeile eines "People"-Magazins. Die Antwort baumelt fortan an Jackmans Kehlkopf, und die Selbstverständlichkeit, mit der die Umgebung diese körperliche Anomalie ignoriert, ist auch schon der ganze Witz. Doch Vorsicht: Dieses Bild ist von einer Aggressivität, die als Eignungstest für den ganzen Film gelten kann: Wer die erste Episode überstanden hat, lässt sich fortan nicht mehr so leicht schockieren. Etwas leichter, aber auch pubertärer ist das Speed Dating der Superhelden, in dem Robin bei seinen Gesprächen mit Supergirl oder Lois Lane, dem Schwarm von Superman, immer wieder durch Batman gestört wird. Mut zur Hässlichkeit beweist Halle Berry, die ihr Blind Date statt eines normalen Gesprächs zum Spiel "Wahrheit oder Pflicht" verführt und dabei die Pflicht besonders ernst nimmt - bis hin zur Brustvergrößerung.
Manchmal entsteht der beabsichtigte Witz nur dadurch, dass eine an sich normale Gegebenheit ins Unermessliche aufgebauscht oder in ihr Gegenteil verkehrt wird. So will ein 13-Jähriger den Krankenwagen rufen, weil seine Freundin ihre erste Regel bekommt und das Wohnzimmer mit Blut verschmiert. Erst in den letzten beiden Episoden gewinnt "Movie 43" so etwas wie surreal-absurde Qualität, über die man ohne Reue lachen kann. Im Jahr 1959 verliert eine eigentlich überlegene, schwarze Basketball-Mannschaft jegliches Selbstvertrauen, weil sie gegen Weiße spielen muss. Ein Hauch von Chuck Jones und Tex Avery weht über dem Zeichentrickkater, der auf Elizabeth Banks eifersüchtig ist und ihr in "Tom und Jerry"-Manier zusetzt. Doch da ist es schon längst zu spät: So viel derber Humor geht auf keine Kuhhaut.
Buch Steve Baker
Will Carlough
Patrick Forsberg
Matthew Alec Portenoy
Greg Pritikin
Rocky Russo
Jeremy Sosenko
Elizabeth Wright Shapiro
Darsteller Hugh Jackman
Emma Stone (Ellen Malloy)
Elizabeth Banks
Chloë Grace Moretz
Gerald Butler (Chaun)
Kate Winslet (Juliet Hulme)
Kristen Bell (Supergirl)
Naomi Watts
Anna Faris (Vanessa)
Richard Gere (Boss)
Christopher Mintz-Plasse
Halle Berry
Josh Duhamel
Chris Pratt (Jason)
Uma Thurman (Lois Lane)
Justin Long (Robin)
Patrick Warburton
Kieran Culkin
Liev Schreiber
Seann William Scott
Jason Sudeikis (Batman)
Leslie Bibb (Wonder Woman)
Kate Bosworth (Arlene)
Dauer 9424 B./sec.)/90 (25 B./sec.) min
Jahr 2012
Kamera Frank G. DeMarco, Steve Gainer, William Rexer, Tim Suhrstedt
Produktionsland USA
Musik Billy Goodrum
Produktion Relativity Media/Virgin/GreeneStreet Films/Wessler Ent./Witness Protection Films
Produzent Peter Farrelly, Ryan Kavanaugh, John Penotti, Charles B. Wessler, Marc Ambrose, Tom Gormican, Ken Halsband, John Brooks Klingenbeck
Regie Elizabeth Banks, Steven Brill, Steve Carr, Rusty Cundieff, James Duffy, Griffin Dunne, Peter Farrelly, James Gunn, Bob Odenkirk, Brett Ratner, Jonathan van Tulleken
Schnitt Debra Chiate, Jon Corn, Patrick J. Don Vito, James Duffy, Craig Herring, Jason Macdonald, Sam Seig, Cara Silverman, Sandy S. Solowitz, Håkan Wärn, Paul Zucker
Verleih Constantin
Inhalt
Drei Schüler begeben sich im Internet auf die Suche nach dem abschreckendsten Film. Daraus entwickelt sich eine vulgäre, mitunter abstoßende Komödie aus elf durch die Rahmenhandlung lose verknüpften Episoden, in denen es vor allem darum geht, die Grenzen des guten Geschmacks auszuloten. Der Witz soll daraus entstehen, dass Privates öffentlich und auf diese Weise Scham lächerlich gemacht wird. Doch der gezielte Bruch von Bildertabus allein ist noch nicht komisch und zeugt nur von der Verklemmtheit des Konzepts. Auch die bemerkenswerte Anzahl namhafter Hollywood-Stars macht den derben Humor nicht goutierbarer.
Kritik
Das Filmplakat gibt ganz schön an: "The biggest cast ever assembled for the most outrageous comedy ever made." Damit ist auch das Anliegen des Films überschrieben. Die zahlreichen Regisseure des Episodenfilms, zu denen auch Peter Farrelly und Brett Ratner zählen, überschreiten ganz bewusst die Grenzen des guten Geschmacks, in einigen Fällen sogar des sittlichen Empfindens. Dabei schockieren die Macher mit vulgärer Sprache und abstoßenden Bildern, in einem Fall sogar mit den praktischen Folgen einer sexuellen Aberration, über die nicht einmal das Privatfernsehen sich zu berichten trauen würde, und weil so viele bekannte Stars von Kate Winslet über Hugh Jackman und Halle Berry bis Richard Gere mitspielen, glauben sie, damit durchzukommen. Eine Fehlkalkulation, denn ein Großteil des Witzes entsteht dadurch, Privates öffentlich zu machen und auf diese Weise der Scham ihre Bedeutung zu nehmen. Dies wird besonders in der Szene deutlich, in der Emma Stone und Kieran Kulkin ihren "Dirty Talk" versehentlich über die Lautsprecher eines Supermarkts austragen. Doch über Sex zu sprechen und die damit verbundenen Körperteile fantasievoll zu benennen, zeugt nur von der Verklemmtheit des Konzepts. Das Brechen von Bildtabus ist per se noch nicht komisch.
"Movie 43" besteht, durch eine zu vernachlässigende Rahmenhandlung lose verbunden, aus elf Episoden und einigen nachgestellten Werbe-Clips. Auffällig: Drei der Episoden beschäftigen sich mit Blind Dates, eigentlich eine moderne und inzwischen selbstverständliche Art des Kennenlernens, die für die Autoren aber besonders komisches Konfliktpotenztial zu bergen scheint. So treffen sich in der ersten Episode Kate Winslet und Hugh Jackman als begehrter Junggeselle. "Warum ist er noch immer Single?", fragte kurz zuvor die Schlagzeile eines "People"-Magazins. Die Antwort baumelt fortan an Jackmans Kehlkopf, und die Selbstverständlichkeit, mit der die Umgebung diese körperliche Anomalie ignoriert, ist auch schon der ganze Witz. Doch Vorsicht: Dieses Bild ist von einer Aggressivität, die als Eignungstest für den ganzen Film gelten kann: Wer die erste Episode überstanden hat, lässt sich fortan nicht mehr so leicht schockieren. Etwas leichter, aber auch pubertärer ist das Speed Dating der Superhelden, in dem Robin bei seinen Gesprächen mit Supergirl oder Lois Lane, dem Schwarm von Superman, immer wieder durch Batman gestört wird. Mut zur Hässlichkeit beweist Halle Berry, die ihr Blind Date statt eines normalen Gesprächs zum Spiel "Wahrheit oder Pflicht" verführt und dabei die Pflicht besonders ernst nimmt - bis hin zur Brustvergrößerung.
Manchmal entsteht der beabsichtigte Witz nur dadurch, dass eine an sich normale Gegebenheit ins Unermessliche aufgebauscht oder in ihr Gegenteil verkehrt wird. So will ein 13-Jähriger den Krankenwagen rufen, weil seine Freundin ihre erste Regel bekommt und das Wohnzimmer mit Blut verschmiert. Erst in den letzten beiden Episoden gewinnt "Movie 43" so etwas wie surreal-absurde Qualität, über die man ohne Reue lachen kann. Im Jahr 1959 verliert eine eigentlich überlegene, schwarze Basketball-Mannschaft jegliches Selbstvertrauen, weil sie gegen Weiße spielen muss. Ein Hauch von Chuck Jones und Tex Avery weht über dem Zeichentrickkater, der auf Elizabeth Banks eifersüchtig ist und ihr in "Tom und Jerry"-Manier zusetzt. Doch da ist es schon längst zu spät: So viel derber Humor geht auf keine Kuhhaut.
2 Bewertungen, 1 Kommentar
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21.05.2013, 00:07 Uhr von schotterkoenig
Bewertung: off topicWieder mal ein Plagiat Siehe auch: http://issuu.com/filmdienst/docs/film-dienst_3_3013 FILM-DIENST 3_2013
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