onvista.de Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von enno59
Wohin mit einer Million?
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Falls Ihr unlängst mal wieder Eure Kontoauszüge durchgesehen und festgestellt habt: "Uups, da ist ja eine Million zuviel drauf, und wo die her kommt, weiß auch kein Mensch", dann könnt Ihr diese vorsorglich der CDU überweisen, auf anwaltlichen Rat sozusagen. Eine gewisse Öffentlichkeit ist Euch dann sicher, vielleicht sogar vor diesem einen Untersuchungsausschuß oder bei Sabine Christiansen. Ihr könntet die paar Kröten aber auch an mich spenden, ein kurzer Hinweis im Kommentar und ich gebe meine Email-Adresse bekannt, über die Modalitäten werden wir uns schon einig, wenn´s sein muß, komme ich auch mit einem schwarzen Koffer vorbei ;-)
Wenn Ihr aber partout das Geld für Euch alleine behalten wollt, dann habt Ihr ein Problem. Was tun? (So hieß im übrigen auch ein frühes Werk von Lenin, was ich, glaub ich jedenfalls, nicht gelesen habe.) Ihr könnt zum Beispiel 389.983 Mars-Drinks kaufen oder 41.666 Flaschen Cabernet-Sauvignon 1999 des australischen Weingutes Taylor oder 14.285 Basisversionen des Brettspieles Siedler von Catan oder beinahe 500 Tausend Liter Benzin oder oder oder (ihr dürft natürlich auch weitere Vorschläge machen). Ihr könntet aber auch – spaßeshalber – ein bißchen spekulieren gehen, so an der Börse, ein bißchen wenigstens. Und wenn Ihr nicht wißt, welche Aktien Ihr kaufen sollt, und wenn Euer Bankberater (gibt’s wirklich Leute, die so etwas haben?) gerade Urlaub oder Grippe hat, dann könnt Ihr das immer noch selber entscheiden. Nehmt einfach eine Kurszettel aller gehandelten Börsenwerte, hängt diesen an die Wand und werft ein paar Dartpfeile. Die getroffenen Werte kauft Ihr dann. Die meisten Vermögensverwalter und Fondsmanager schneiden bestimmt nicht besser ab. Wenn Ihr aber der Meinung seid, ein bißchen Mehr an Information vor einem Kauf bzw. einem (späteren) Verkauf könnte nicht schaden, dann kann ich Euch OnVista empfehlen. OnVista bezeichnet sich selbst Informationsdienstleister und bietet auf seiner Homepage viele, sehr viele Informationen rund um die Börse.
Seit dem 31. März 2001 präsentiert OnVista seinen Internetauftritt "onvista.de" in einem neuen Design. Grund genug, einmal genauer hinzuschauen.
Der Internetauftritt
******************
Los geht´s mit der Startseite. Ich finde, daß diese wie die meisten Startseiten von Finanzdienstleistern etwas zu überladen ist. Aber das ist wohl eher Geschmackssache. Jedenfalls steht in der Mitte genau das, was man da erwarten darf: ein kurzer Marktüberblick mit den tagesaktuellen Daten der wichtigsten Indizes (DAX und Co. also). Ein kurzer Klick und dann noch einer (letzterer Link aber doch etwas versteckt), und die aktuellen Börsenkurse der Einzelwerte werden aufgelistet.
Ein wenig weiter unten auf der Startseite prangen zwei Intraday-Charts: vom Dax und vom Neuen Markt. Und darunter jeweils noch jeweils die Top 5 (mit diesen hätte man Geld verdienen können) und die Flop 5 (O Gott, meine Aktien sind ja schon wieder dabei)des Tages.
Rechts davon gibt es aktuelle Schlagzeilen von Wirtschafts- und Börsennachrichten. Die linke Spalte ist Fremd- bzw. Eigenwerbung vorbehalten. Über den oberen Teil gelangt man sehr schnell in sehr verschiedene Bereiche des OnVista-Angebotes.
Diese Bereiche beinhalten Informationen zu:
* Aktien
* Fonds
* Optionsscheine
* Neuemissionen
* Indizes
* Zinsen
* Währungen
Nicht umsonst stehen die Aktien an erster Stelle. Hier kann man viele Informationen über rund 20.000 Aktien von über 100 Börsen aus aller Welt erhalten, als da sind: Kurse und Charts verschiedener Börsen und Zeiträume (u.a. Realtime-Kurse zu über 700 Aktien), neue Meldungen bezüglich des jeweiligen Unternehmens, Empfehlungen verschiedener Analysten, Daten für die Fundamental- und die Chartanalyse usw.
Inzwischen (genauer: im Oktober 2000) hat OnVista ein weiteres Tool bereitgestellt: das Prognosetool. Hiermit kann für Aktien die Kursentwicklung für die nächsten 5 Tage prognostiziert werden. Dazu benutzt OnVista autoregressive Modelle (das muß man nicht verstehen, aber wer davon Ahnung hat, weiß, wie das funktioniert). Darüber hinaus bietet dieses Tool in einem Chart die graphische Darstellung des sogenannten Vertrauensbereiches an, also des Korridors innerhalb sich der Kurs mit sehr großer Wahrscheinlichkeit bewegen wird. Das klingt gut bis ausgezeichnet, hat einen kleinen, aber, wie ich finde, entscheidenden Haken. Diese Vertrauensbereiche sind so breit, daß in den allermeisten Fällen sowohl steigende als auch fallende Kurse möglich sind. Dazu kann man eigentlich nur sagen: Was soll´s? Hübsch ist es aber.
Der Fonds-Bereich ist ebenfalls sehr interessant. Auch hier ist die Startseite eher Geschmackssache. Viel interessanter sind die weiteren Seiten. So gibt es die Möglichkeit, Fonds nach verschiedenen Kriterien auszuwählen und miteinander zu vergleichen. Als Ergebnis erhält der Nutzer eine sortierte Liste mit Angabe der Wertpapierkenn-Nummer, die zugleich als Link auf die Seite mit Einzelinformationen agiert. Das scheint mir ein sehr effektives Instrument zu sein. Leider sind zu einigen Fonds nicht alle Angaben vorhanden, die auf dieser Seite versprochen werden. Hier ist die zugrunde liegende Datenbank noch nicht vollständig gefüllt. Daneben kann man Fonds mit Hilfe verschiedener Funktionen suchen lassen. Ein interessantes Spielzeug schien mir die Suche danach, bei welchen Fonds sich eine vorzugebende Aktie sich unter den sogenannten Top Holdings befindet, also den Werten, die den höchsten Anteil am Fondsvermögen ausmachen.
Gelegentlich gelobt wird der Optionsscheinbereich. Da ich aber kein Geld übrig habe, das schnell mal verbrannt werden kann, interessiert mich dieser Bereich nicht weiter. Auf die übrigen Bereiche gehe ich aus Platz- und Interessegründen nicht ein.
Sehr interessant für Leute mit viel Zeit ist ein weiterer Bereich, den ich oben noch nicht aufgeführt habe: Analysen-Reports. Für diesen Bereich hat sich OnVista offensichtlich eine Firma eingekauft, denn dieser Bereich fällt aus dem üblichen OnVista-Design heraus. Hier haben die Nutzer die Möglichkeit, Artikel und Reports verschiedener Analysten in Gänze zu lesen. Um Reports zu lesen, muß man sich jedoch bei der eingekauften Firma (Multex Investor Deutschland) als Mitglied anmelden. Bei dieser Anmeldung muß man aber keinerlei Informationen von sich preisgeben, wenn man nicht will, außer einer E-Mail-Adresse.
Es gibt noch weitere, durchaus interessante Bereiche wie Länderprofile, Möglichkeiten, Geschäftsberichte zu bestellen oder runterzuladen, "die größte Themenbuchhandlung im Internet ausschließlich für Börsen- und Wirtschaftsliteratur" (Eigenwerbung) und noch mehr.
Im folgenden will ich jetzt berichten, wie diese Seite bei den Nutzern ankommt.
Die Resonanz
******************
Nun kann man ja viel erzählen über selbstgezählte Seitenzugriffen. Etwas objektiver scheinen mir die Meßmethoden von IVW zu sein, der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern. Nach deren Angaben ist OnVista das Finanzportal mit den meisten Zugriffen (60,7 Millionen PageImpressions waren es im März 2001) in Deutschland, mit steigender Tendenz (Mitte 2000 waren es noch 37,6 Mio monatlich). Allerdings melden einige Direktbanken ihre Abrufzahlen nicht an die IVW.
60 Millionen PageImpressions monatlich – das sind 20 Millionen pro Tag. Wenn man mal der Einfachheit halber 4 Nachtstunden beiseite läßt, sind das 1 Million pro Stunde, das sind – Wo ist eigentlich mein Abacus? – über 16.000 pro Minute und rund 280 pro Sekunde. Da ist schon eine Menge. Zu berücksichtigen ist, daß dies nur Durchschnittswerte sind, in Handelszeiten an der Börse dürfte die Zugriffszahlen deutlich höher liegen. Hier wird klar, daß nicht nur leistungsstarke Rechner, sondern auch gute Datenbanklösungen unabdingbare Voraussetzung sind. Etwa zwei Drittel der Mitarbeiter arbeiten denn auch im Bereich IT-Services.
Das Unternehmen
******************
OnVista ist ein börsennotiertes Unternehmen, der Börsengang erfolgte im Februar 2000, punktgenau kurz vor dem Platzen der Spekulationsblase. Gegründet wurde es etwa 1 ½ Jahre früher, im Mai 1998. Seitdem nimmt das Unternehmen eine stetige Aufwärtsentwicklung. Im August 2000 vermeldet das Unternehmen die ersten schwarzen Zahlen, im November das Erreichen des Break Even. Das spricht für ein gutes Finanzmanagement.
Das Unternehmen hat im Jahr 2000 8,2 Mio Euro Umsatz erzielt. Das ist natürlich eine ganze Menge, da stellt sich schon die Frage, womit OnVista so das Geld verdient.
OnVista operiert auf 3 Geschäftsfeldern: der Lizenzvergabe, der Werbung und des e-Commerce.
Die Datenbank, die OnVista aufgebaut hat, ist offensichtlich so konzipiert, daß kommerzielle Nutzer in real time darauf zugreifen und für eigene Zwecke weiterverarbeiten können. Inzwischen hat OnVista etwa 40 Lizenzkunden, darunter viele Direktbanken (wie Consors, DAB, Firmatex, Advance-bank, brokerage 24), einige Print- und Telemedien (wie Die Telebörse, Handelsblatt, Pro Sieben, n-tv, DM Online, Wirtschaftswoche) sowie andere Internetanbieter (wie aktiencheck, Investorworld, Investment-Fonds). Dieser Geschäftsbereich steuert etwa 60 % zum Gesamtumsatz bei.
Da Nutzer, die die Seiten von OnVista aufsuchen, in der Regel auf der Suche nach guten Geldanlagemöglichkeiten sind, liegt es auf der Hand, daß diese über ein durchschnittlich höheres Einkommen verfügen und damit für die werbetreibende Wirtschaft besonders interessant sind. So kann OnVista attraktive Werbekunden gewinnen. Damit spielt OnVista etwa 35 % des Umsatzes ein.
Die verbleibenden 5 % Umsatz macht das Unternehmen beim Verkauf von Produkten, vor allem von Zertifikaten, die OnVista gemeinsam mit einigen Banken aufgelegt hat.
Insgesamt 125 feste und 25 freie Mitarbeiter sorgen dafür, daß jeder Interessierte mit einer annehmbaren Geschwindigkeit die für ihn wichtigen Informationen erhält.
So, ich hoffe, ich habe Euch einige sachdienliche Hinweise geben können, von wegen der Million. Und falls Ihr auf Euren Konten immer noch keine Million gefunden habt, noch ein paar Ratschläge, wie man die erste Million machen kann.
Nee, ich komme Euch nicht mit Günter Quizmaster. Besser wäre es doch, ihr nehmt schnell mal 100.000 Euro und kauft einen todsicheren Tip, eine Aktie, die sich schnell verzehnfacht. Ihr könnt natürlich auch 500.000 Euro nehmen und die mit 5 Prozent verzinst irgendwo hinlegen und nicht mehr anschauen. Dann habt Ihr schon in 16 Jahren doppelt so viel Geld. Möglich wäre auch, jeden Monat 1000 Euro beiseite zu legen, bereits in 83 Jahren habt Ihr die Million. Wenn Ihr allerdings nur jedes Jahr einen Tausender beiseite legt, brauchts dafür schon 1000 Jahre. Na Ihr macht das schon.
Schade eigentlich, daß nun der Euro gilt. Jetzt ist das Milliönchen doppelt schwer ;-)
Wenn Ihr aber partout das Geld für Euch alleine behalten wollt, dann habt Ihr ein Problem. Was tun? (So hieß im übrigen auch ein frühes Werk von Lenin, was ich, glaub ich jedenfalls, nicht gelesen habe.) Ihr könnt zum Beispiel 389.983 Mars-Drinks kaufen oder 41.666 Flaschen Cabernet-Sauvignon 1999 des australischen Weingutes Taylor oder 14.285 Basisversionen des Brettspieles Siedler von Catan oder beinahe 500 Tausend Liter Benzin oder oder oder (ihr dürft natürlich auch weitere Vorschläge machen). Ihr könntet aber auch – spaßeshalber – ein bißchen spekulieren gehen, so an der Börse, ein bißchen wenigstens. Und wenn Ihr nicht wißt, welche Aktien Ihr kaufen sollt, und wenn Euer Bankberater (gibt’s wirklich Leute, die so etwas haben?) gerade Urlaub oder Grippe hat, dann könnt Ihr das immer noch selber entscheiden. Nehmt einfach eine Kurszettel aller gehandelten Börsenwerte, hängt diesen an die Wand und werft ein paar Dartpfeile. Die getroffenen Werte kauft Ihr dann. Die meisten Vermögensverwalter und Fondsmanager schneiden bestimmt nicht besser ab. Wenn Ihr aber der Meinung seid, ein bißchen Mehr an Information vor einem Kauf bzw. einem (späteren) Verkauf könnte nicht schaden, dann kann ich Euch OnVista empfehlen. OnVista bezeichnet sich selbst Informationsdienstleister und bietet auf seiner Homepage viele, sehr viele Informationen rund um die Börse.
Seit dem 31. März 2001 präsentiert OnVista seinen Internetauftritt "onvista.de" in einem neuen Design. Grund genug, einmal genauer hinzuschauen.
Der Internetauftritt
******************
Los geht´s mit der Startseite. Ich finde, daß diese wie die meisten Startseiten von Finanzdienstleistern etwas zu überladen ist. Aber das ist wohl eher Geschmackssache. Jedenfalls steht in der Mitte genau das, was man da erwarten darf: ein kurzer Marktüberblick mit den tagesaktuellen Daten der wichtigsten Indizes (DAX und Co. also). Ein kurzer Klick und dann noch einer (letzterer Link aber doch etwas versteckt), und die aktuellen Börsenkurse der Einzelwerte werden aufgelistet.
Ein wenig weiter unten auf der Startseite prangen zwei Intraday-Charts: vom Dax und vom Neuen Markt. Und darunter jeweils noch jeweils die Top 5 (mit diesen hätte man Geld verdienen können) und die Flop 5 (O Gott, meine Aktien sind ja schon wieder dabei)des Tages.
Rechts davon gibt es aktuelle Schlagzeilen von Wirtschafts- und Börsennachrichten. Die linke Spalte ist Fremd- bzw. Eigenwerbung vorbehalten. Über den oberen Teil gelangt man sehr schnell in sehr verschiedene Bereiche des OnVista-Angebotes.
Diese Bereiche beinhalten Informationen zu:
* Aktien
* Fonds
* Optionsscheine
* Neuemissionen
* Indizes
* Zinsen
* Währungen
Nicht umsonst stehen die Aktien an erster Stelle. Hier kann man viele Informationen über rund 20.000 Aktien von über 100 Börsen aus aller Welt erhalten, als da sind: Kurse und Charts verschiedener Börsen und Zeiträume (u.a. Realtime-Kurse zu über 700 Aktien), neue Meldungen bezüglich des jeweiligen Unternehmens, Empfehlungen verschiedener Analysten, Daten für die Fundamental- und die Chartanalyse usw.
Inzwischen (genauer: im Oktober 2000) hat OnVista ein weiteres Tool bereitgestellt: das Prognosetool. Hiermit kann für Aktien die Kursentwicklung für die nächsten 5 Tage prognostiziert werden. Dazu benutzt OnVista autoregressive Modelle (das muß man nicht verstehen, aber wer davon Ahnung hat, weiß, wie das funktioniert). Darüber hinaus bietet dieses Tool in einem Chart die graphische Darstellung des sogenannten Vertrauensbereiches an, also des Korridors innerhalb sich der Kurs mit sehr großer Wahrscheinlichkeit bewegen wird. Das klingt gut bis ausgezeichnet, hat einen kleinen, aber, wie ich finde, entscheidenden Haken. Diese Vertrauensbereiche sind so breit, daß in den allermeisten Fällen sowohl steigende als auch fallende Kurse möglich sind. Dazu kann man eigentlich nur sagen: Was soll´s? Hübsch ist es aber.
Der Fonds-Bereich ist ebenfalls sehr interessant. Auch hier ist die Startseite eher Geschmackssache. Viel interessanter sind die weiteren Seiten. So gibt es die Möglichkeit, Fonds nach verschiedenen Kriterien auszuwählen und miteinander zu vergleichen. Als Ergebnis erhält der Nutzer eine sortierte Liste mit Angabe der Wertpapierkenn-Nummer, die zugleich als Link auf die Seite mit Einzelinformationen agiert. Das scheint mir ein sehr effektives Instrument zu sein. Leider sind zu einigen Fonds nicht alle Angaben vorhanden, die auf dieser Seite versprochen werden. Hier ist die zugrunde liegende Datenbank noch nicht vollständig gefüllt. Daneben kann man Fonds mit Hilfe verschiedener Funktionen suchen lassen. Ein interessantes Spielzeug schien mir die Suche danach, bei welchen Fonds sich eine vorzugebende Aktie sich unter den sogenannten Top Holdings befindet, also den Werten, die den höchsten Anteil am Fondsvermögen ausmachen.
Gelegentlich gelobt wird der Optionsscheinbereich. Da ich aber kein Geld übrig habe, das schnell mal verbrannt werden kann, interessiert mich dieser Bereich nicht weiter. Auf die übrigen Bereiche gehe ich aus Platz- und Interessegründen nicht ein.
Sehr interessant für Leute mit viel Zeit ist ein weiterer Bereich, den ich oben noch nicht aufgeführt habe: Analysen-Reports. Für diesen Bereich hat sich OnVista offensichtlich eine Firma eingekauft, denn dieser Bereich fällt aus dem üblichen OnVista-Design heraus. Hier haben die Nutzer die Möglichkeit, Artikel und Reports verschiedener Analysten in Gänze zu lesen. Um Reports zu lesen, muß man sich jedoch bei der eingekauften Firma (Multex Investor Deutschland) als Mitglied anmelden. Bei dieser Anmeldung muß man aber keinerlei Informationen von sich preisgeben, wenn man nicht will, außer einer E-Mail-Adresse.
Es gibt noch weitere, durchaus interessante Bereiche wie Länderprofile, Möglichkeiten, Geschäftsberichte zu bestellen oder runterzuladen, "die größte Themenbuchhandlung im Internet ausschließlich für Börsen- und Wirtschaftsliteratur" (Eigenwerbung) und noch mehr.
Im folgenden will ich jetzt berichten, wie diese Seite bei den Nutzern ankommt.
Die Resonanz
******************
Nun kann man ja viel erzählen über selbstgezählte Seitenzugriffen. Etwas objektiver scheinen mir die Meßmethoden von IVW zu sein, der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern. Nach deren Angaben ist OnVista das Finanzportal mit den meisten Zugriffen (60,7 Millionen PageImpressions waren es im März 2001) in Deutschland, mit steigender Tendenz (Mitte 2000 waren es noch 37,6 Mio monatlich). Allerdings melden einige Direktbanken ihre Abrufzahlen nicht an die IVW.
60 Millionen PageImpressions monatlich – das sind 20 Millionen pro Tag. Wenn man mal der Einfachheit halber 4 Nachtstunden beiseite läßt, sind das 1 Million pro Stunde, das sind – Wo ist eigentlich mein Abacus? – über 16.000 pro Minute und rund 280 pro Sekunde. Da ist schon eine Menge. Zu berücksichtigen ist, daß dies nur Durchschnittswerte sind, in Handelszeiten an der Börse dürfte die Zugriffszahlen deutlich höher liegen. Hier wird klar, daß nicht nur leistungsstarke Rechner, sondern auch gute Datenbanklösungen unabdingbare Voraussetzung sind. Etwa zwei Drittel der Mitarbeiter arbeiten denn auch im Bereich IT-Services.
Das Unternehmen
******************
OnVista ist ein börsennotiertes Unternehmen, der Börsengang erfolgte im Februar 2000, punktgenau kurz vor dem Platzen der Spekulationsblase. Gegründet wurde es etwa 1 ½ Jahre früher, im Mai 1998. Seitdem nimmt das Unternehmen eine stetige Aufwärtsentwicklung. Im August 2000 vermeldet das Unternehmen die ersten schwarzen Zahlen, im November das Erreichen des Break Even. Das spricht für ein gutes Finanzmanagement.
Das Unternehmen hat im Jahr 2000 8,2 Mio Euro Umsatz erzielt. Das ist natürlich eine ganze Menge, da stellt sich schon die Frage, womit OnVista so das Geld verdient.
OnVista operiert auf 3 Geschäftsfeldern: der Lizenzvergabe, der Werbung und des e-Commerce.
Die Datenbank, die OnVista aufgebaut hat, ist offensichtlich so konzipiert, daß kommerzielle Nutzer in real time darauf zugreifen und für eigene Zwecke weiterverarbeiten können. Inzwischen hat OnVista etwa 40 Lizenzkunden, darunter viele Direktbanken (wie Consors, DAB, Firmatex, Advance-bank, brokerage 24), einige Print- und Telemedien (wie Die Telebörse, Handelsblatt, Pro Sieben, n-tv, DM Online, Wirtschaftswoche) sowie andere Internetanbieter (wie aktiencheck, Investorworld, Investment-Fonds). Dieser Geschäftsbereich steuert etwa 60 % zum Gesamtumsatz bei.
Da Nutzer, die die Seiten von OnVista aufsuchen, in der Regel auf der Suche nach guten Geldanlagemöglichkeiten sind, liegt es auf der Hand, daß diese über ein durchschnittlich höheres Einkommen verfügen und damit für die werbetreibende Wirtschaft besonders interessant sind. So kann OnVista attraktive Werbekunden gewinnen. Damit spielt OnVista etwa 35 % des Umsatzes ein.
Die verbleibenden 5 % Umsatz macht das Unternehmen beim Verkauf von Produkten, vor allem von Zertifikaten, die OnVista gemeinsam mit einigen Banken aufgelegt hat.
Insgesamt 125 feste und 25 freie Mitarbeiter sorgen dafür, daß jeder Interessierte mit einer annehmbaren Geschwindigkeit die für ihn wichtigen Informationen erhält.
So, ich hoffe, ich habe Euch einige sachdienliche Hinweise geben können, von wegen der Million. Und falls Ihr auf Euren Konten immer noch keine Million gefunden habt, noch ein paar Ratschläge, wie man die erste Million machen kann.
Nee, ich komme Euch nicht mit Günter Quizmaster. Besser wäre es doch, ihr nehmt schnell mal 100.000 Euro und kauft einen todsicheren Tip, eine Aktie, die sich schnell verzehnfacht. Ihr könnt natürlich auch 500.000 Euro nehmen und die mit 5 Prozent verzinst irgendwo hinlegen und nicht mehr anschauen. Dann habt Ihr schon in 16 Jahren doppelt so viel Geld. Möglich wäre auch, jeden Monat 1000 Euro beiseite zu legen, bereits in 83 Jahren habt Ihr die Million. Wenn Ihr allerdings nur jedes Jahr einen Tausender beiseite legt, brauchts dafür schon 1000 Jahre. Na Ihr macht das schon.
Schade eigentlich, daß nun der Euro gilt. Jetzt ist das Milliönchen doppelt schwer ;-)
13 Bewertungen, 3 Kommentare
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21.02.2002, 15:53 Uhr von legendre
Bewertung: sehr hilfreichDer Top-Einleitung folgt ein super Bericht. Sehr lesenswert. Gruss legendre
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21.02.2002, 15:51 Uhr von Ray13177
Bewertung: sehr hilfreichDa hast Du Dir aber wirklich ne Menge Arbeit gemacht!
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21.02.2002, 15:48 Uhr von Stoewi
Bewertung: sehr hilfreichMit der Einleitung hattest Du mich schon an der Angel. Gruß, Stoewi
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