Ludwig Bertram Tablettenmörser Testbericht
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Erfahrungsbericht von LeaofRafiki
Mein tägliches Werkzeug
Pro:
große Arbeitserleichterung
Kontra:
nichts
Empfehlung:
Ja
Momentan ist es (leider immer noch) Lina, die am häufigsten mit Tabletten zu versorgen ist, ganz aktuell mal wieder Antibiotika, da sie zwei Spritzenabszesse auf dem Rücken hat. Im Netz kursieren tausend Tips, wie man die Pille in die Katz bekommt, auch nicht ganz ernst zu nehmende humoristische Anleitungen.
Ich kenne kaum eine Katze, die es nicht hasst wie die Pest, wenn ihr etwas ins Mäulchen gestopft würde, was sie nicht selber aufschlecken mag. Pillen und Tabletten würden in hohem Bogen wieder ausgespuckt, das Auflecken jedwelcher Tinkturen werde verweigert und Pülverchen auf dem Futter fungierten als Stoppsignal...
Der Königsweg besteht also darin, verhasste Medikamente so aufzubereiten, daß sie der Katze als Leckerchen angeboten werden können.
Nun Lina (und auch Fuchs) sind da Gottseidank sehr pflegeleicht, denn ich habe sie auf Leckerliepasten konditioniert... Für Käsepaste (Fuchs) oder Multivitaminpaste (Lina) tun sie fast alles. Allerdings sind beide auch sehr gut darin, das, was ihrer Meinung nach nicht in die Paste gehört, auszusortieren und eben auszuspucken. Die goldene Regel hierbei lautet: je kleiner, desto wahrscheinlicher ist die freiwillige Aufnahme der Tablette bzw. Ihr Nicht-Ausspucken und am besten mit Paste vermischen lassen sich pulverisierte Tabletten.
Wer nun aber schon mal versucht hat, eine, womöglich eh schon kleine, Tablette mit dem Messerrücken auf einem Holzbrettchen oder in einem normalen Mörser zu pulverisieren, wird dabei festgestellt haben, daß sie ein fast so lebendiges Eigenleben entwickeln wie eine eigenwillige Katze. Entweder sie zerspringen in tausend Stücke, die durch den Raum fliegen, oder kleben bombenfest an den benutzten Utensilien, so daß die zu verabreichende Dosis nicht mehr stimmt.
Abhilfe schafft hier ein simples, aber geniales Werkzeug: ein Tablettenmörser!
Den meinen bekam ich vor zwei Jahren geschenkt und möchte ihn, obwohl ich erst dachte, so was brauchte ich nicht, heute nicht mehr missen!
Er ist klein und handlich, leicht zu bedienen und äußerst praktisch.
Er besteht aus zwei Teilen, die einfach nur zusammengeschraubt werden.
In der unteren Hälfte ist eine Vertiefung, in die die Tablette hineingelegt wird, im dazu passgenauen Deckel befindet sich ein Spitze, welche die Tablette fixiert und durch die konisch zulaufende Form wird die Tablette beim Zudrehen an den Rändern zerdrückt.
Manchmal muß zwar ich den Deckel zwei, drei Mal auf und zudrehen (zwischendurch den Inhalt in die Mitte schütteln vorher), besonders, wenn es sich um sehr harte Tabletten handelt, aber es geht nichts verloren, nichts springt heraus und das so entstandene Pulver kann in dem Tablettenmörser aufbewahrt und transportiert werden.
Zum anschließenden Vermischen mit Paste schütte ich das Pulver auf einen Löffel, kratze den letzten Rest Pulver mit der Spitze eines Messers raus, geb die Paste dazu und verrühr es zu einem Brei. Evtl. einen oder mehrere Tropfen Wasser dazu geben, denn zuviel Pulver macht die Paste zu fest und fertig ist das präparierte Katzenleckerlie! Nun heißt es nur noch, die Katze einfangen, ihr den Löffel unter die Nase halten, bei vorsichtigen und mißtrauischen Gesellen erst eine Kostprobe auf dem Finger anbieten und abschlecken lassen.
Funktioniert wunderbar!
Meistens jedenfalls.
Denn es gibt Medikamente, die schmecken bitter, und können auch vom strengen Geruch der Käsepaste nicht überdeckt werden... Diese sollten dann nicht pulverisiert, sondern nur zerkleinert werden.
Einen Warnhinweis gibt es auch, und der gilt für Mensch und Tier, denn so ein Tablettenmörser wurde ja nicht für die Tiermedizin erfunden, sondern kommt ursprünglich aus der Humanmedizin und wird eingesetzt bei Menschen, die Schwierigkeiten mit dem Schlucken ganzer Tabletten haben:
Es gibt es bestimmte Tabletten, die ihren Wirkstoff erst im Magen freisetzen oder sich erst noch später, in einem bestimmten Darmabschnitt auflösen sollen, diese dürfen also nicht ohne weiteres zerkleinert oder von ihrer Umhüllung (Lacküberzug oder eine Kapsel aus Gelatine) befreit werden. Generell kann man davon ausgehen, daß alle Tabletten, die eine Teilungs- oder Bruchrille haben, eben geteilt, geviertelt oder noch weiter zerkleinert werden können. Im Zweifelsfall sollte man erst beim (Tier)Arzt nachfragen, ob das Pulverisieren bei diesem Medikament angebracht ist!
Nach dem Gebrauch, erst recht, wenn man verschiedene Tabletten damit pulversisiert, empfiehlt es sich, den Tablettenmörser mit einem feuchten Tuch auszuwischen, von Hand zu spülen oder in die Spülmaschine zu stecken, damit man nicht die Reste des einen Medikaments aus Versehen einem anderen zukommen läßt... .
Ich hab den meinen zwar wie gesagt geschenkt bekommen, mich aber schlau gemacht, daß der Preis für so ein hilfreiches Utensil bei ca. € 6,50 liegt.
Viel Geld für so ein kleines Teil, aber seinen Preis wert!
© LeaofRafiki 24.01.2011/06.03.2011
33 Bewertungen, 10 Kommentare
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09.03.2011, 11:03 Uhr von sigrid9979
Bewertung: sehr hilfreichWünsche eine schöne Rest Woche ...
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08.03.2011, 20:44 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichLiebe Grüße Edith und Claus
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07.03.2011, 19:54 Uhr von Clarinetta2
Bewertung: sehr hilfreichsehr gutg eschrieben
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07.03.2011, 01:01 Uhr von morla
Bewertung: sehr hilfreichlg. ^^^^^^^^^^^^^petra
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06.03.2011, 19:53 Uhr von hexi5
Bewertung: sehr hilfreichWünsch dir noch einen schönen Sonntag, Glg Lisa
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06.03.2011, 19:28 Uhr von sirikit06
Bewertung: sehr hilfreichWünsche Dir einen schönen Sonntagabend! LG
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06.03.2011, 19:13 Uhr von catmum68
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreicher Bericht, LG
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06.03.2011, 18:52 Uhr von Miraculix1967
Bewertung: sehr hilfreichSchönen Sonntag, helau und närrisch-jecke Karnevalsgrüße aus dem gallischen Dorf Miraculix1967
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06.03.2011, 18:31 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichInformativ beschrieben. Freue mich, wenn du auch bei mir vorbei schaust. LG
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06.03.2011, 16:40 Uhr von katjafranke
Bewertung: sehr hilfreichKatja wünscht dir einen schönen Sonntag
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