Infectopharm Infectopedicul Lösung Testbericht

Infectopharm-infectopedicul-loesung
ab 11,88
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Summe aller Bewertungen
  • Wirkung:  gut
  • Verträglichkeit:  durchschnittlich
  • Nebenwirkungen:  fast keine
  • Packungsbeilage:  sehr gut verständlich

Erfahrungsbericht von Jenni29Mai80

Lausige Zeiten...

Pro:

Hilft, aber nicht 100%ig

Kontra:

mehr Anwendungen als versprochen nötig, brennt sehr, sehr teurer Spaß

Empfehlung:

Nein

Am 16.10. 2007 ging ich wegen bereits tagelangem anhaltendem starken Juckreiz auf dem Kopf und im Nacken zu meiner Hausärztin.
Ich hatte zwar schon insgeheim die Befürchtung das Läuse für den Juckreiz verantwortlich sein könnten, aber mein Freund konnte nichts Ungewöhnliches entdecken. Auch passten meine Erinnerungen aufgrund eines Läusebefalls in meiner Jugend, nicht zu den mückenstichartigen Schwellungen auf meinem Kopf. Wir hielten es für eine allergische Reaktion auf irgendwas, was mich schon sehr erschütterte, da ich noch nie in meinem Leben etwas mit allergischen Reaktionen zu tun hatte.

Als meine Ärztin dann aber kreischend zurücksprang weil sie eine Laus entdeckt hatte, obwohl sie die Nissen erst für Schuppen gehalten hatte :-) war alles klar.

Sie verschrieb mir „InfectoPedicul“, weil sie von dem günstigeren Mittel „Goldgeist“ keine gute Meinung hatte. Da ich besonders langes Haar habe und auch mein Freund zur Vorsicht mit behandelt werden sollte, bekamen wir die Größe mit 150 ml verschrieben. In keiner Apotheke in der Stadt war diese vorrätig und da wir nicht noch mal losfahren wollten und es eilig hatten und die Apothekerin die Größe eh für etwas knapp bemessen hielt, griffen wir auf die 250 ml Flasche zurück, was im Nachhinein sowieso gut war.


PREIS
45,27 Euro

+ notwendigem Nissenkamm 5,98 Euro

= 51,25 Euro
Nachdem man den Preis bezahlt hat, ist die Begeisterung über die Situation noch größer.



INHALT
Lösung 430 mg/100 ml
Wirkstoff: Permethrin

86.0 g (100ml Lösung) enthalten: Arzneilich wirksamer Bestandteil: Permethrin 25:75 (cis/trans) 430 mg

Sonstige Bestandteile:
Ethanol 96 % 2-Propanol, gereinigtes Wasser, Propylenglycol, Natriumdihydrophosphat.Dihydrat

Enthält 39 Vol. % Ethanol (Alkohol)




WOHER?
Ihr könnt euch meine unbändige Begeisterung darüber vorstellen. Zunächst einmal fragt man sich woher zum Teufel hat man diese Parasiten? Da mein Freund und ich fast 3 Wochen nur zu Hause waren und eine dicke Grippe pflegten und danach nur Kontakt mit meiner zugegebenermaßen lausigen Verwandtschaft hatten, mussten meine Geschwister diese kleinen Mitbewohner an mich weitergegeben haben, oder aber die Cousins oder Cousinen von ihnen, bei denen wir am selben Tag auch noch zu Gast waren.
Als ich Alle anrief um sie warnen, was natürlich sehr wichtig ist, bekam ich die Reaktion die typisch bei Läusebefall ist.
„Ne das kann nicht sein, wir kontrollieren die Kinder wöchentlich. Bei uns hast Du sie Dir nicht eingefangen“
Nun gut :-), danke fürs Gespräch. Zugeben würden es wohl die Wenigsten. Es wollte sich also keiner an meinen immensen Kosten beteiligen :-)

Ich habe ja Niemandem einen Vorwurf gemacht, denn für Läusebefall kann keiner was. Meine Ärztin hat mir erklärt, dass immer irgendjemand Läuse hat, in erster Linie Kinder, und die geben die dann immer wieder weiter untereinander.

In einer der Familien mit denen ich Kontakt hatte, wurde dann auch Läusemittel angeschafft, aber angeblich nur als Vorsichtsmaßnahme :-) nicht etwa weil Läuse gefunden wurden.

Selbst die saubersten Familien leiden unter Läusebefall. Häufiges Haare waschen gibt nur besonders saubere Läuse :-) Läusebefall hat NICHTS mit Unhygiene zu tun.

Mein Freund fragte mich ob ich wirklich einen Erfahrungsbericht darüber verfassen möchte, da wir schon sehr mit Schamgefühlen zu kämpfen hatten, als wir von unseren kleinen Mitbewohnern erfuhren. Ich sagte zu ihm: Klar will ich, dafür muss man sich nicht schämen. Und er sagte: Ja das wissen wir, Andere aber vielleicht nicht.

Eine weitere Möglichkeit wo ich mir noch Läuse eingefangen haben könnte, war mein Auto, das eine Woche in einer Werkstatt stand… Das würde bedeuten, dass ein Kfz Mechaniker sie dort reingeschleppt haben müsste.



WAS SIND LÄUSE?
Läuse sind Parasiten der Haut, die sich gerne in dicht behaarten Bereichen aufhalten. Sie sind Blutsauger. In Abständen von zwei bis drei Stunden nehmen sie eine "Mahlzeit" zu sich. Die weiblichen Läusen legen Eier ab, die in Kapseln an die Haare angeklebt werden. Man nennt sie Nissen. Je nach Ort werden drei verschiedene Arten von Läusen unterschieden: Kopfläuse, Filzläuse und Kleiderläuse.

Kopfläuse sind nur etwas zwei bis drei Millimeter lang. Am liebsten leben sie im dichten Haarbewuchs an der Kopfrückseite oder hinter den Ohren. Kopfläuse können die Farbe des Haares annehmen. Deshalb sind sie zuerst schwer zu erkennen. Ihre Lebensspanne (vom Ei bis zur geschlechtsreifen Laus) beträgt durchschnittlich 30 Tage. Sie ist abhängig von der Temperatur und der Luftfeuchtigkeit in der Umgebung und kann sich unter optimalen Bedingungen auf bis zu 18 Tage verkürzen. Kurz nach der Befruchtung legt eine weibliche Kopflaus ungefähr 50 bis 150 Eier. Die Eier sind weiß bis durchsichtig. Sie werden in den Nissen in Kopfhautnähe an den Haaren befestigt. Dazu wird eine Kitsubstanz produziert, die sehr haltbar ist. Der Biß einer Kopflaus ist schmerzlos. Die an der Bissstelle entstehenden Papeln jucken jedoch stark. Oft kommt es zu ekzemartigen Hauterscheinungen, die sich durch Kratzen noch verstärken. Dann kann ein zusätzlicher bakterieller Befall zu Lymphknotenschwellungen führen.


ÜBERTRAGUNG/ANSTECKUNG
Im Gegensatz zu der früher vorherrschenden Meinung, hat die Übertragung von Läusen wenig mit den hygienischen Verhältnissen zu tun. Läuse können nicht springen, dafür sind sie sehr schnelle Läufer. Sie gelangen von einem Menschen zum anderen, wenn sich z. B. die Kopfhaare berühren. Auch ausgeliehene Mützen, Hüte und Schals können Läuse "mitbringen". Ein ausgefallenes Haar, das mit Nissen behaftet ist, überträgt Läuse ebenso, wie ein geliehener Kamm. Gerade Kopfläuse sind heute durch das ausleihen von Kleidungsstücken wieder weiter verbreitet. An Garderoben hängen Kleidungsstücke eng beieinander. Da kann sich eine Kopflaus bequem von einem Kleidungsstück zum nächsten begeben. Deshalb sind in Schulen und Kindergärten oft große Gruppen befallen. Aber auch die Häufung in Familien beruht auf derselben Ursache.

Quelle: http://www.medizinfo.de/hautundhaar/haar/laeuse.htm



DIAGNOSE UND BEHANDLUNG
Es bleibt einem nichts Anderes übrig als zum Arzt zu gehen mit dem Problem, da man ein Rezept für ein wirkungsvolles Mittel benötigt.


-16.10. 2007
Diagnose Läuse

Behandlung mit InfectoPedicul.
10 Läuse lagen nach dem Kämmen in der Badewanne. Da war ich doch besser besiedelt als ich mir das vorgestellt hatte. Das Herauskämmen der Nissen gestaltete sich mehr als schwierig. Das ist eine wahre Geduldsprobe. Mein Freund verzweifelte fast, also verblieben einige im Haar, mit dem Vorsatz es erneut zu versuchen. Im Grunde ja auch kein Problem, weil der Hersteller des Mittels ja verspricht, das sie durch die Langzeitwirkung erfasst werden sollen. Das halte ich aber für ein Gerücht.

Während das Mittel eine halbe Stunde auf meinem Kopf einwirkte, zogen wir die Bettwäsche ab, packten die Decken und Kissen in den Trockner, saugten das Sofa, sammelten sämtliche Kleider, Decken, Jacken und Kissen zusammen, mit denen wir Kontakt hatten. Das Wäschezimmer sah dann aus, als hätte ich meine Waschmaschine ein halbes Jahr nicht genutzt. Ich hänge jetzt noch dem alten Schaden hinterher.


-18.10. 2007
Beim Kämmen mit dem Nissenkamm entfernte ich fünf, für meinen Geschmack zu lebendige, Larven/Läuse. Sie waren deutlich in ihrer Bewegung eingeschränkt, zappelten nicht so, wie die Läuse, die ich vor der Behandlung erwischt, aber sie waren definitiv nicht tot.
Heißt also sie mussten frisch geschlüpft sein und wurden definitiv nicht vorher abgetötet in den Nissen.

Obwohl man die Anwendung mit InfectoPedicul erst nach 5-8 Tagen wiederholen soll, beschlossen wir es jetzt erneut zu tun.



Es krabbelte, piekte und juckte noch 2-3 weitere Tage auf meinem Kopf. Beim täglichen Kämmen mit dem Nissenkamm, gelang es mir zusammen mit etlichen Haarsträhnen auch einige Nissen zu entfernen.

Ende des Monats, ohne Kontakt mit meiner möglicherweise lausigen Verwandtschaft gehabt zu haben, hatte ich ein komisches Gefühl und kämmte meine Haare erneut mit dem Nissenkamm. Dabei erwischte ich eine ziemlich große Läuselarve oder Laus. Danach war aber wieder Ruhe mit dem Juckreiz. Bis ich mir heute wieder eine Nisse mitsamt Haar rauszupfte. Also wurde InfectoPedicul erneut aus dem Schrank geholt.

Sämtliche Textilien die möglichen Kontakt mit meinem Kopf hatten waren am und nach dem 16.10. entfernt worden. Mein Auto wurde so lange nicht benutzt das die Läuse hätten sterben müssen, so denn es welche gab im Wagen.

Das lässt nur eine Vermutung zu, die Nissen und die darin befindlichen Larven wurden definitiv nicht abgetötet und waren in der Lage erneut Nissen zu produzieren, was zu einem erneuten Befall führte, den ich aber Gott sei Dank schnell bemerkte.

Obwohl mein Freund und ich selbstverständlich in einem Bett schlafen und ich auch seine Jacken zum Gassi gehen mit den Hunden anziehe, blieb er von dem Befall verschont. Lediglich wenige Nissen fanden wir bei ihm. Bei ihm wirkte die Behandlung offenbar.
Vielleicht mögen die Läuse aber auch sein Haargel nicht :-)

InfectoPedicul hat nachweislich Läuse abgetötet, die angeblich vorhandene Langzeitwirkung erfasste aber wohl nicht die, die nach schlüpften. Ich hielt mich daran mir mindestens 2-3 Tage die Haare nicht mit Haarwaschmittel zu waschen und spülte sie nicht mal mit klarem Wasser aus.
Ich kämmte mir einen Tag nach der Behandlung bereits tote Läuse aus dem Haar, die Nissen haben aber definitiv überlebt.
Vielleicht nicht Alle aber einige, so dass es zu erneutem Befall kommen konnte. Wenn man die Nissen also nicht Alle entfernt bekommt, kann man sich nicht darauf verlassen das eine zweimalige Anwendung mit InfectoPedicul ausreicht und schon gar nicht eine einmalige

Anwendung. Ich habe InfectoPedicul inzwischen dreimal angewendet, erwischte heute (4.11.07) aber wieder eine Laus beim Kämmen, die noch sehr munter in meinen herausgerissenen Haaren in der Wanne herumkletterte. Ich hoffe sehr, dass es mir diesmal gelingt alle Nissen zu entfernen und die Läuse herauszukämmen. Bettwäsche, Jacken usw. wurden wieder entfernt, gekocht, in den Trockner gepackt, in Säcken verknotet und abgesaugt.

Läuse wünsche ich keinem, die psychische Belastung ist enorm und auch die Arbeit die man mit den Textilien hat. Meine Mutter hat sich schon mehrfach mit einem Nissenkamm gekämmt und leidet jedes Mal unter Juckreiz wenn sie mich nur gesehen hat :-)



FAZIT
InfectoPedicul wirkt, aber nicht so wie versprochen, nicht so wie es sollte.
Die Anwendung brennt unheimlich auf dem Kopf, vor allem dann, wenn man sich bereits einige Kratzwunden hinzugefügt hat.
Aufgekratzte Schwellungen wurden bei mir nach der Anwendung steinhart, verschorften total und taten danach weh. Aber da muss man wohl durch. Was wirkungsvoll sein soll, muss wohl brennen :-) ist ja ein Vernichtungsmittel.

Lieben Gruß Jenni




HERSTELLERHINWEIS-

Waschen Sie das Haar vor der Behandlung nicht mit Spülungen oder "2 in 1"-Präparaten.
-Frottieren Sie das Haar gut ab. Zu nasses Haar verdünnt den Wirkstoff zu sehr.
-Behandeln Sie das Haar ausreichend lange und mit genügender Menge. Beginnen Sie mit den Haarspitzen, sonst flüchten die Läuse vorübergehend in die Kleidung. Wenn möglich, führen Sie die Behandlung mit freiem Oberkörper durch.
Bedecken Sie auf keinen Fall während der Behandlung den Kopf mit einem Handtuch oder einer Duschhaube.
In den Tagen nach der Behandlung können noch vereinzelt Larven nachschlüpfen. Dies ist kein Grund zur Beunruhigung, denn sie werden durch die Langzeitwirkung erfasst. Larven sind ca. 1mm klein, in der Regel in unmittelbarer Nähe der Kopfhaut zu finden und lassen sich problemlos mechanisch entfernen.
Infectopedicul (Permethrin) wirkt in der Regel beim ersten Mal und hat Langzeitwirkung gegen nachschlüpfende Larven, kann zur Sicherheitsbehandlung nach 8-10 Tagen aber auch wiederholt werden, wenn Ihr Arzt oder das Gesundheitsamt es empfiehlt

22 Bewertungen, 11 Kommentare

  • LiFo

    16.03.2009, 21:55 Uhr von LiFo
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sehr hilfreich! Einen schönen Abend wünsch ich noch =)

  • Baby1

    09.06.2008, 09:46 Uhr von Baby1
    Bewertung: sehr hilfreich

    .•:*¨ ¨*:•. Liebe Grüße Anita .•:*¨ ¨*:•.

  • Turbotisl1

    06.06.2008, 23:56 Uhr von Turbotisl1
    Bewertung: sehr hilfreich

    guter bericht und liebe grüsse.....

  • ingoa09

    05.06.2008, 18:29 Uhr von ingoa09
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sehr nützlicher Bericht! Gruß Ingo

  • anonym

    07.03.2008, 19:18 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh, lg willi

  • angela1968

    09.01.2008, 21:25 Uhr von angela1968
    Bewertung: sehr hilfreich

    von weleda soll es ja etwas mit vorbeugender wirkung geben. bin neugierig, wann mein kleiner welche aus dem kindergarten mitbringt. haarspray wirkt auch vorbeugend hat man mir gesagt, aber wer sprüht schon den 4 jährigen ein?

  • LittleSparko

    28.11.2007, 12:55 Uhr von LittleSparko
    Bewertung: sehr hilfreich

    lg, daniela

  • Miraculix1967

    27.11.2007, 21:12 Uhr von Miraculix1967
    Bewertung: sehr hilfreich

    SH und LG Miraculix1967

  • PaterBrown

    27.11.2007, 19:53 Uhr von PaterBrown
    Bewertung: sehr hilfreich

    ...BESORGT GUCK... Kann man Läuse auch vom Lesen dieses Berichts kriegen... ? :D

  • moniseiki

    27.11.2007, 19:24 Uhr von moniseiki
    Bewertung: sehr hilfreich

    ***-SH-***-LESEN UND GELESEN WERDEN---Liebe grüße moniseiki

  • Mondlicht1957

    27.11.2007, 17:09 Uhr von Mondlicht1957
    Bewertung: sehr hilfreich

    SH LG