Die Piratenbraut (DVD) Testbericht
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- Action:
- Anspruch:
- Romantik:
- Humor:
- Spannung:
Erfahrungsbericht von catmother
Ein weiblicher Piraten-Kapitän läßt es krachen!
Pro:
rasant, witzig, Action, Geena Davis
Kontra:
eben ein Actionfilm
Empfehlung:
Ja
Weil ich ihn so mag, hab ich ihn mir sogar auf Video aufgenommen, denn für einen grauen Winterabend ist diese Art Abenteuer immer genau das Richtige. Ob er heute gegen Fußball ankommt? Vielleicht bei den Frauen.
Er kommt um 20.15 auf SAT1
** Die Story **
Jamaika 1668: Morgan Adams (Geena Davis) wird jäh bei einem Schäferstündchen gestört. Man ruft sie zurück auf die Morning Star, das Schiff ihres Vaters, des Piraten Black Harry (Harris Yulin), weil da was im Gange ist. Tatsächlich, ihr Onkel Dawg Brown (Frank Langella) hat Black Harry in seiner Gewalt. Er verlangt die Herausgabe eines Stückes einer Karte, nachdem er schon einen Teil dem gemeinsamen Bruder Richard abgenommen hat. Als Harry sich weigert, erschießt Dawg ihn eiskalt. Vor seinem Tod kann der alte Pirat seiner Tochter jedoch noch das Versteck der Karte verraten - sie ist auf seinem Schädel tätowiert. Das dritte Teil ist in Besitz des Bruders Mordechay.
Nachdem sie in einer halsbrecherischen Aktion auch das Teil ihres Onkels Mordechay erobert hat, stellt sie fest, daß sie damit nichts anfangen kann. Keiner von ihrer Truppe, auch sie selbst kann nämlich nicht lesen. Dazu ist die Karte noch in Latein geschrieben, wie der heruntergekommene Möchtegern-Autor und Chronist der Piraten John Reed (Maury Chaykin) behauptet.
Also sucht sie jemanden, der des Lesens mächtig ist. Sie findet ihn in dem schlitzohrigen Dieb und angeblichen Arzt William Shaw (Matthew Modine), der wegen verschiedener Vergehen auf dem Sklavenmarkt versteigert werden soll. Morgan kriegt zwar den Zuschlag für ihren Sklaven, wird aber erkannt, weil auch ihr Steckbrief überall in der Stadt aushängt. Bei ihrer Flucht legt sie die halbe Stadt Port Royal in Schutt und Asche.
Zurück auf dem Schiff, über das sie seit dem Tod ihres Vaters nun das Kommando hat, findet Shaw glücklicherweise heraus, daß man kein Latein können muß, nur einen Spiegel braucht man, denn die Schrift ist lediglich seitenverkehrt geschrieben.
Nun suchen sie nach einer Insel namens Cutthroat Island, die auf keiner Karte verzeichnet ist und inmitten eines Gewirrs von kleinen Inselchen und Riffen liegen soll, wohin der Weg nicht gerade ungefährlich ist.
Und leider sind auch die Königliche Armee unter dem Kommando von Lewtenant Trotter, denn der hinterhältige Reed konnte seine Klappe nicht halten, und natürlich Morgans Onkel Dawg Brown (Frank Langella) auch hinter diesem Schatz her und sie sind ihnen dicht auf den Fersen.
Doch kann Morgan überhaupt irgendjemandem trauen? Dem Gauner Shaw, der nur auf seinen eigenen Vorteil bei der Geschichte bedacht ist? Ihrer Mannschaft, der es nicht so recht paßt, von einer Frau befehligt zu werden und die kurz vor reiner Meuterei steht?
** Darsteller **
Die Hauptrolle spielt hier Geena Davis (Thelma und Louise) und der Film wird ganz stark von ihrer Präsenz getragen. Es ist beileibe keine anspruchsvolle Rolle und sie hat bisher schon niveauvollere Darstellungen abgegeben. Was allerdings auffällt, ist, daß sie ihre Rolle mit viel Vehemenz, Spaß und Engagement spielt. Eine Entwicklung der Figur findet nicht statt, aber das kann man von diesem Genre auch nicht erwarten.
Der zweite im Bunde ist Matthew Modine (Birdy, Fremde Schatten). Zunächst unsympathisch für den Zuschauer, wird er bald zum Verbündeten für die Heldin, auch wenn man seine gänzliche Wandlung zum rechtschaffenen und ehrlichen Mann nicht recht glauben mag.
Frank Langella (Dave) hat es zwar noch nie zum Hauptdarseller geschafft, aber in seinen Nebenrollen ist er richtig überzeugend, Seltsamerweise ist er auf fiese und unsympathische Rollen abonniert.
In weiteren Rollen sehen wir Maury Chaykin (Verlockende Falle) und Stan Shaw (Daylight)
** Filmkritik **
Seit wir als Kinder immer „Die Piraten von Saint Malo“ sahen, liebe ich diese Filme. Ich hatte es nur vergessen. Aber kaum hat man mal wieder einen vor sich, kommt die alte Begeisterung zum Vorschein, Träume von versunkenen Schiffen und versteckten Schätzen werden wach.
Insofern ist der Film, obwoh er einer von Renny Harlins gigantischen Flops war, eine spritzige Hommage an die beliebten Kostüm- und Degenfilme.
- Was mir gut gefiel -
Von Anfang an hat der Film Schwung und Witz. Eigentlich jagt hier eine Katastrophe, eine Schlacht und Schlägerei die andere; es kracht und explodiert an jeder Ecke. Das ist ja heute in den meisten Actionfilmen der Fall. Allerdings gibt es hier nicht ganz so viele Leichen, denn hier kämpfen die Männer noch mit den Fäusten, statt mit Maschinenpistolen, auch wenn man hier durch eine leichte Modernisierung des Genres schon etwas mehr Brutalität findet und die Figuren schräger und greller sind als in den Klassikern der 60er Jahre.
Alle Elemente eines guten Piratenfilms sind hier vertreten: Schiffe, Seeschlachten, Schatzinseln, gejagte Piraten und Piraten jagende Briten. Auch ein dressierter Affe auf der Schulter des Kapitäns Morgan Adams gehört dazu. Und King Charles ist wirklich süß: die kleine Meerkatze ist intelligent, begreift scheinbar immer, was gesagt wird, salutiert standesgemäß vor seiner Vorgesetzten, und manchmal kümmert er sich um Morgans Wohl, wenn sie wieder mal zuviel Rum konsumiert.
Stimmig sind auch Ausstattung und Kostüme. Irgendwo hab ich gelesen, daß sie genau der Mode des 17. Jahrhunderts entsprechen, handgenäht sind und in einer aufwendigen Aktion sogar noch einem Alterungsprozeß unterzogen wurden. Selbst bei der Herstellung der Waffen legte man viel Akribie an den Tag.
Auch die tolle Kulisse und die Landschaften der Drehorte sind gut ausgesucht und bieten was fürs Auge. Die anfänglichen Szenen wurden auf Malta gedreht, einen Ort für Cutthroat Island fand man in der Phang Nga Bucht nahe Phuket in Thailand. Das ruft natürlich gerade bei mir die Erinnerungen wach, denn ich liebe diese Gegend über alles mit ihren Inseltürmen und Felsen.
Auf Malta befinden sich die Mediterranean Film Studios mit den größten Wassertanks der Welt. Hier wurden die Szenen mit den Schiffen und den Seeschlachten gedreht, wobei die beiden Schiffe Morning Star und Reaper in Originalgröße nachgebaute Galeeren waren.
Eigentlich ist alles richtig stimmig: Kulisse, Kostüme, Action- und Stuntszenen, die immer wieder beeindrucken, selbst die Musik untermalt die Handlung effekt- und stimmungsvoll.
- Was nicht ganz so gut war -
Man darf keinen tiefgründigen oder sinnvollen Film erwarten. Hier wird lediglich Wert auf rasante Unterhaltung gelegt, die zwei Stunden vergnügen soll. Und das tut es. Die Charaktere und Figuren haben dabei keine Zeit, irgendeine Entwicklung zu erfahren, die Dialoge bleiben flach und dienen nur dem Fortgang der Geschichte.
Aber, und das kann man dem Film zugute halten: wenn ich Tiefgang will, dann schaue ich mir „Portrait of a Lady“ oder „Tod in Venedig“ an, oder suche mir irgendeine andere Literaturverfilmung. Genau das wollte ich aber nicht. Insofern ist der „Mangel“ des Films genau seine Stärke für seine Zielgruppe.
** Meine Meinung **
Genau der richtige Film in einer tristen Jahreszeit. Er bietet 2 Stunden Unterhaltung pur ohne die geringste Langeweile, Witz, Action, Bösewichter und Helden, Gauner und Piraten, Abenteuer und klasse Musik. Sogar ein wenig Liebe ist dabei. Was will man mehr für einen kurzweiligen Fernsehabend?
Von mir gibt es deshalb eine eindeutige Empfehlung.
** Daten **
USA 1995
Originaltitel: Cutthroat Island
Regie: Renny Harlin
Musik: John Debney
FSK ab 12
** Die DVD **
Format: Dolby, PAL, Surround Sound
Sprachen: Deutsch (Dolby Digital 5.1) Englisch (Dolby Digital 5.1) Französisch (Dolby Digital 5.1)
Bildformat: 16:9, 2.35:1
DVD Erscheinungstermin: 12. Juni 2001
DVD Features:
Untertitel: Deutsch, Englisch, Spanisch, Italienisch, Portugiesisch, Türkisch
Trailer, Making of, Interviews, Audiokommentar von Regisseur Renny Harlin
Am interessantesten fand ich noch das Making of, wo es um die Schauplätze geht, an denen der Film gedreht wurde sowie um Kulissen, Kostüme und Tricks sowie Stunts. Das gibt doch einen recht guten Einblick in die Entstehung des Streifens.
Da lohnt es sich schon, die DVD zu kaufen.
34 Bewertungen, 12 Kommentare
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07.07.2006, 12:06 Uhr von blackangel63
Bewertung: sehr hilfreich◄ SH ◄► LG ◄► ANJA ►
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26.06.2006, 14:20 Uhr von Binki
Bewertung: sehr hilfreich°°° Sehr hilfreich und liebe Grüße Binki °°°
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25.06.2006, 14:38 Uhr von Binich
Bewertung: sehr hilfreichsh und noch einen schönen Sonntag
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25.06.2006, 12:51 Uhr von marina71
Bewertung: sehr hilfreichLG und einen schönen Sonntag noch!
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25.06.2006, 00:23 Uhr von darras76
Bewertung: sehr hilfreichDer lief heute im Fernsehen, wirklich gut!
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24.06.2006, 23:48 Uhr von schokofan
Bewertung: sehr hilfreichLiebe Güße und ein schönes Wochenende wünscht Dir Dagmar
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24.06.2006, 22:48 Uhr von Django006
Bewertung: sehr hilfreichsh & *lg* Alan :>))))
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24.06.2006, 22:31 Uhr von morla
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreich
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24.06.2006, 22:18 Uhr von lan
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreicher Bericht! Gruß lan
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24.06.2006, 21:51 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreich***SH und LG***
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24.06.2006, 21:26 Uhr von topfmops
Bewertung: sehr hilfreicher Bericht. und wie sagten die alten Latriner schon so gaaanz richtig: 'de gustibus NON est disputandum!' und so lange sich über Geschmack nicht streiten lässt, habe ich da auch nicht dran cognaczukritiseren, weder 'rum' noch 'cogn
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24.06.2006, 21:02 Uhr von honeymaus
Bewertung: sehr hilfreichSH + LG, Manuela
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