Land of the Dead (DVD) Testbericht

Land-of-the-dead-dvd-horrorfilm
ab 8,36
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Erfahrungsbericht von das-christian

When the Night Dawn's the Day of the Land!

Pro:

Schauspieler, Action und Spannung, Splatter

Kontra:

kurze Filmlänge, abruptes Ende, Story ist nicht neu

Empfehlung:

Ja

Intro
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Ich hab mir vor zirka 2 Jahren die DVD's zu den Filmen DAWN OF THE DEAD und DAY OF THE DEAD gekauft. Auf dem Bonusmaterial waren einige Hinweise auf einen möglichen 4. Teil dieser Reihe, welcher sich LAND OF THE DEAD nennen würde. Damals war nur die Rede von diesem 4. Teil, denn der finanzielle Faktor hat bei Regisseur Romero eine große Rolle gespielt, mit dem geringen Budget welches ihm zur Verfügung stand, war der Film nämlich nicht umsetzbar. Als ich dann vor ein paar Monaten hörte, dass der Film bereits fertig gedreht ist und in die Kinos kommen würde, wusste ich dass ich mir LAND OF THE DEAD entweder im Kino oder als DVD anschauen würde. Ich entschied mich schließlich für die erste Variante. Hier nun mein Bericht über George A. Romeros neuestes Werk.


Vorgeschichte
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George A. Romero hat bereits bei drei sehenswerten Zombiefilmen Regie geführt, diese drei Teile bilden mehr oder weniger eine Trilogie, LAND OF THE DEAD ist der 4. Teil davon und zugleich auch der Abschluss.

Seinen Anfang nahm alles mit NIGHT OF THE LIVING DEAD. Der Film wurde im Jahre 1968 als eine Low Budget Produktion mit einem Etat von 140000 Dollar gedreht. Er war schwarz weiß und wurde anfangs noch von Kritikern belächelt, über die Jahre hinweg hat sich dieser Streifen jedoch zum Kultfilm gemausert. Hier wird die Geschichte von einer Frau erzählt, die mit ihrem Bruder auf einem Friedhof ist. Ihr Bruder wird plötzlich von einem fremden Mann angegriffen und getötet, die Frau flüchtet in ein Haus wo sich weitere Flüchtlinge verbarrikadieren. Noch ist allen nicht bewusst was geschehen ist, geschweige denn in welcher Gefahr sie sich befinden, durch Fernseh- und Radio-Sendungen erfahren dann die Bewohner, dass plötzlich und ohne vorhersehbaren Grund die Toten aus ihren Gräbern gestiegen sind und nun Jagd auf Menschenfleisch machen.

DAWN OF THE DEAD erschien 1978 und zählt heute noch mit zu einem der besten Horrorfilme aller Zeiten. Im Genre Zombie ist er meiner Meinung nach auch die Nummer 1. Eigentlich hätte Romero auch erst hier mit seiner Reihe anfangen können, denn die Parallelen zum Vorgänger sind teilweise schwer nachvollziehbar. Dieser Film wurde anfangs ebenfalls müde belächelt, nach Jahren wurde jedoch die tiefere Botschaft richtig verstanden. Der Film bezieht sich speziell auf den Vergleich zwischen Mensch und Zombie. Der Zombie ist das vermeintlich böse und gefährliche Wesen, welches trotzdem menschliche Züge aufweist aufgrund des Nachgehens alter Gewohnheiten die für Menschen typisch sind. Auch hier wird der Zuschauer sofort mit dem Thema Zombies konfrontiert, es gibt keine Erklärung warum und keine Erklärung wieso, nur Vermutungen wie es überhaupt soweit kommen konnte. Eine Gruppe von 4 Menschen sucht in ein Einkaufszentrum nach Unterschlupf. Dort verbarrikadieren sie sich und halten die Zombies auf Abstand, bis eine Gruppe Biker in das Einkaufszentrum einbricht und der Schutzwall zerstört wird.

Der bis dato letzte Teil nannte sich DAY OF THE DEAD. Dieser Film erschien 1985 und wurde sofort als gelungene Fortsetzung angesehen, blieb jedoch immer hinter seinen beiden Vorgängern zurück. Hier ist der Zombie gar nicht mehr der Bösewicht, es wird gezeigt dass der Zombie ein lernfähiges Wesen ist, welches in der Lage ist menschliche Züge anzunehmen in Bezug auf Gefühle. Eine Gruppe Menschen verstecken sich in einem Unterirdischen Labor. Die Gruppe besteht hauptsächlich aus Soldaten und Wissenschaftlern. Diese kommen oftmals zu Meinungsverschiedenheiten, weil die Wissenschaftler die Zombies erkunden wollen, die Soldaten jedoch vorhaben kurzen Prozess zu machen. So kommt es schließlich auch zur Eskalation, bei der sich die Menschen gegenseitig bekämpfen.


Story
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Der Zuschauer bekommt zum Anfang des Films einen kurzen und recht dürftigen Einblick über das bereits Geschehene. Es sind viel befahrene Straßen zu sehen, später kommen Zombies ins Bild, bis schließlich ein Bild der Apokalypse entsteht. Viel kann man hier noch nicht erkennen, für Neulinge soll es als kleiner Überblick dienen, über das was geschehen ist.

Wir befinden uns in einer Stadt, diese Stadt ist hermetisch abgeriegelt zum Schutz vor den Zombies. Einen Kontakt zur Außenwelt gibt es nicht mehr, keiner weiß ob woanders noch leben existiert. Die Katastrophe ist mindestens 3 Jahre her, eine genaue Zeitspanne wird nicht erwähnt, Fakt ist dass die Zombies immer noch existieren. In dieser Stadt gehen die Menschen ihren alltäglichen Dingen nach, es ist jedoch zu erkennen dass die Gesellschaft in zwei Teile gespalten wurde. Auf der einen Seite gibt es die Armen, die sich in der gesamten Stadt verteilen, auf der anderen wären da die Reichen, die in einem riesigen Wolkenkratzer namens Fiddler's Green wohnen. Anführer der Reichen ist der skrupellose Mogul Kaufman (Dennis Hopper), nur er bestimmt wer im Fiddler's Green leben darf, dabei spielt Geld und Macht eine sehr große Rolle. Er schickt auch immer eine Gruppe Menschen in Gebiete außerhalb der Stadt, damit diese Dinge wie Nahrung und Medizin holen können. Unter den Soldaten befinden sich auch Riley (Simon Baker) und Cholo (John Leguizamo). Cholo ist jemand, der unbedingt in das Fiddler's Green will und Kaufman sogar mit Geld besticht. Kaufman fällt darauf nicht hinein und befiehlt Cholo umzubringen, der Mordanschlag geht schief und Cholo flüchtet mit seinen Leuten und einem gepanzerten Fahrzeug aus der Stadt. Cholo versucht Kaufman wieder zu bestechen, diesmal will er Geld, oder das Fiddler's Green wird in die Luft gesprengt.

Riley befindet sich mit seinem Partner Charlie (Robert Joy) in einer Art Club, hier werden Zombies als Aushängeschild verwendet. Eine den beiden noch fremde Frau wird in einen Käfig eingesperrt wo sich auch zwei Zombies befinden. Riley und Charlie befreien die Frau, sie sollte den Zombies zum Fraß vorgeworfen werden, ihr Name ist Slack (Asia Argento). Aufgrund Schusswechsels kommen die 3 vorerst ins Gefängnis. Dort wird Kaufman auf sie aufmerksam, er möchte dass Riley mit seinen Leuten Cholo einfängt, Kaufman sagt dabei dass es nur um das Fahrzeug gehen würde, welches ihm gehört. Kaufman stellt selbst noch drei Leute zur Verfügung, zu sechst machen sie nun Jagd auf Cholo. Inzwischen gelingt es den Zombies immer weiter in die Stadt vorzudringen. Es kristallisiert sich auch ein Anführer hervor, dieser heißt Big Daddy (Eugene Clark), er ist intelligenter als die anderen Zombies. Er schickt seine Zombie-Gefolgschaft immer weiter in die Stadt hervor, die Blockaden werden alle eingerissen. Auch das Wasser, welches anfangs noch als gute Barriere diente können die Zombies dank Big Daddy übergehen. Riley ist es mittlerweile gelungen Cholo zu finden, und ihn daran zu hindern die Stadt zu bombardieren. Der Kampf geht glimpflich über die Bühne und Riley fährt mit seinen Leuten zurück. Die Zombies sind jedoch schon in die Stadt eingedrungen und haben ein riesiges Massaker angerichtet…


Schauspieler
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Riley [Simon Baker]: Er ist die Hauptfigur und gleichzeitig der Held vom Erdbeerfeld. Vom Verhalten zeigt er sich sehr menschlich anderen gegenüber, er selbst ist jedoch sehr verschlossen und eiskalt, was Fragen betreffend auf seine Vergangenheit angeht. Schauspielerisch wirkt er sehr sympathisch auf den Zuschauer, da er nicht durch negative Taten auffällt. Er ist rücksichtsvoll und versucht alle zu beschützen. Simon Baker hat schon in recht vielen Produktionen mitgewirkt, so unter anderem in RED PLANET oder THE RING 2. Es war auch schauspielerisch zu erkennen, dass es sich hierbei nicht um einen Amateur handeln würde.

Cholo [John Leguizamo]: Cholo ist der Soldat, der sich anfangs auf die böse Seite schlägt um in das Fiddler's Green zu kommen, später jedoch seine gute Seite zeigt. Alles in allem ist er ein Mensch, der auch über Leichen gehen kann, jedoch wirkt er nicht unbedingt unsympathisch, weil der Zuschauer mitbekommt dass er von Kaufman nur ausgenutzt wird. John Leguizamo hat auch schon in vielen Blockbuster mitwirken können, wie zum Beispiel in DR. DOOLITTLE, MOULIN ROUGE oder COLLATERAL DAMAGE, jedoch immer nur in Nebenrollen. Auch hier hat er eine Nebenrolle, schauspielerisch bringt er seinen Charakter sehr glaubhaft rüber.

Kaufman [Dennis Hopper]: Kaufman ist ein skrupelloser Geschäftsmann, der Zombies und Menschen auf ein gleiches Niveau festlegt. Ein Menschenleben bedeutet ihn genauso wenig wie das eines Zombies, nur sein eigenes Wohl ist ihm wichtig. Dennis Hopper ist wohl der bekannteste Darsteller im Film, er hat auch schauspielerisch am meisten Erfahrung. Bekannte Filme mit ihm waren zum Beispiel EASY RIDER, BLUE VELVET oder SPEED. Auch wenn ich ihn nur als Weltraumcowboy oder sabbernder Lustmolch in Erinnerung habe, verkörpert er hier sehr gut den skrupellosen Geschäftsmann Kaufman. Seine Mimik bleibt fast den kompletten Film gleich, es ist kein Lachen in seinem Gesicht zu erkennen.

Slack [Asia Argento]: Slack ist eine Hau-Drauf-Dame. Sie sieht zwar sehr zierlich aus, ist jedoch mit allen Wassern gewaschen und wirkt sehr amazonenhaft. Sie ist mit auf der guten Seite und teilweise auch recht eiskalt, jedoch bemerkt man bei ihr auch den starken Drang zum Überleben. Asia Argento ist die Tochter von Kultregisseur Dario Argento, wohl auch der Grund warum sie die Rolle in diesem Film bekommen hat. Sie zeigt sich in diesem Film mit Sicherheit nicht von ihrer hübschesten Seite, aber die Rolle der Kämpferin bringt sie sehr glaubhaft rüber. Asia Argento ist bekannt geworden durch den Film xXx - TRIPLE X.

Charlie [Robert Joy]: Er ist ein sehr guter Kumpel von Riley und geistig nicht gerade der hellste. Trotzdem ist er ein sehr guter Schütze. Er hat eine riesige Brandwunde im Gesicht, wodurch er anfangs auch wie ein Zombie auf mich wirkte. Riley hat ihn damals gerettet aus einem Feuer, deshalb ist Charlie ihm ständig dankbar. Obwohl er auf der guten Seite ist, sind bei ihm die meisten Parallelen zu den Zombies zu erkennen. Robert Joy hat bereits in vielen, eher unbekannten Produktionen mitgewirkt, meist auch nur in Nebenrollen. Auch hier hat er eine Nebenrolle, er fällt auch gar nicht groß ins Erscheinungsbild.

Big Daddy [Eugene Clark]: Big Daddy ist der Anführer der Zombies. Von seinem Verhalten und Laufstil, ist er dem Mensch nur in wenigen Punkten unterlegen. Es ist schnell zu erkennen, dass er intelligent ist und zügig lernt. Er ist jedoch der einzige Zombie mit dieser Fähigkeit, die anderen sind alle noch nicht so weit. Eugene Clark hat bereits in einigen Filmen mitgewirkt, dabei handelte es sich jedoch meist nur um B-Produktionen. Schauspielerisch kann man ihn kaum als Zombie beurteilen, als ich ihn sah dachte ich oftmals er sei ein Mensch, aber eben dieses Zwischending bekommt er gut hin, die enge Verbindung zwischen Zombie und Mensch.

Eine Gastrolle hat Tom Savini, ein sehr bekannter Maskenbildner, der bereits bei DAWN OF THE DEAD zu sehen war, beim Original und beim Remake. Hier hat er einen kurzen blutigen Auftritt als Zombie. Die Rolle von Pillsbury wurde von Pedro Miguel Arce gespielt, er hat eigentlich die lustigste Rolle im Film gehabt. Er war Soldat auf der Seite von Kaufman, der sich aber hauptsächlich von seinen Gefühlen leiten lassen hat, was ihn sympathisch machte. Tina Romero, die Tochter vom Regisseur George A. Romero hatte auch eine kleine Nebenrolle als ,High Noon' Soldat im Film.


Regisseur
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George A. Romero ist der Regisseur und im Bereich Zombies unangefochtener Meister. Die bereits erwähnten Zombiefilme stammen allesamt von ihm und haben das Horrorgenre revolutioniert. Neben diesen Zombiefilmen hat er auch noch zahlreiche andere Horrorstreifen gemacht, die jedoch allesamt nicht so originell waren und bekannt wurden. Viele Stimmen sagen er habe mit LAND OF THE DEAD den schlechtesten Teil seiner Zombie-Reihe produziert, jedoch sollte jeder sein eigenes Bild darüber machen.


Eigene Meinung
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Wer sich neu an dieses Genre heranwagt wird wohl seine Probleme haben mit der Story nachzukommen. Selbst die Anfangssequenz kann keinen richtigen Aufschluss über das bisherige geschehen geben. Einzig und allein die Vorgängerteile helfen, um sich ein klares Bild darüber machen zu können, kennt man die hat man keine Probleme. Was ich auch noch gemerkt habe war, dass der Film sehr zügig erzählt wurde und für meine Verhältnisse zu früh beendet wurde. Es bietet sich gar keine richtige Möglichkeit tiefer auf die Charaktere einzugehen, denn die vielen Ereignisse kommen ständig dazwischen, immerhin tritt dadurch keine Langeweile auf. In Deutschland wurde auch die R-Rated Version gezeigt, also die geschnittene Fassung, so geht zusätzliches Filmmaterial verloren. Die Gesamtlänge beträgt eigentlich 97 Minuten, bei der geschnittenen Version sind es 93 Minuten. Bisher waren die meisten Zombiefilme in meinen Augen immer mehr oder weniger denkwürdig. Dies stellte sich dadurch heraus, dass einige Szenen oder auch der komplette Film mich zum Nachdenken oder zur Begeisterung bewegen konnte. Beim Remake von DAWN OF THE DEAD aus dem Jahre 2004 möchte ich nur auf die 15minütige Anfangsszene anspielen, die mich aufgrund der Kameraführung, Handlung und Spannung beeindrucken konnte. Hier gab es nichts zu bestaunen was dem entsprechen könnte. Man sieht den Film und vergisst ihn wieder sehr schnell weil es keine Innovationen gibt. Die Story erinnert ein Wenig an RESIDENT EVIL: APOKALYPSE und an DIE KLAPPERSCHLANGE. Ich konnte bei LAND OF THE DEAD nicht erkennen, dass ein Romero seine Finger im Spiel hatte, dieser Film hätte auch von jedem X-beliebigen anderen Regisseur stammen können. Einzig die Verbarrikadierung der Menschen blieb gleich. Die Zombies erobern die Erde und die Menschen suchen Unterschlupf. Waren es bei den ersten drei Teilen ein Haus, ein Supermarkt und eine unterirdische Forschungsstation, so ist es hier eine abgeriegelte Stadt.

Da es sich hier um einen Horrorfilm handelt, zählt die Rubrik Horror am meisten, und davon bekommt der Zuschauer genügend ab, es gibt genug schrecklich aussehende Zombies und Schocksituationen. Aufgrund dieser beiden Tatsachen ist der Film voll gepackt Spannung. Es gibt sehr viele Schreckmomente wenn plötzlich ein Zombie aus dem nichts auftaucht. Die Action kommt ebenfalls nicht zu kurz, da gibt es zum einen sinnlose Schießereien, bei denen Menschen auf Zombies Jagd machen. Zum anderen gibt es harte Splattereinlagen bei denen Zombies die Menschen verspeisen. Wer schwarzen Humor mag kann hier sicherlich auch lachen, es gibt hier und da ein paar witzige Szenen, die den Film die nötige Spritzigkeit verleihen. Für Liebesbeziehung zwischen Riley und Slack ist kein Platz, die beiden kommen sich während des ganzen Films auch nicht körperlich näher, somit ist der Faktor Romantik gleich null.

Die Zombiefilme von Romero hatten eigentlich immer eine Aussage, so auch dieser hier. LAND OF THE DEAD glänzt mit vielen Aussagen bei denen es gilt diese auch zu erkennen. Bei DAY OF THE DEAD wurde erstmals auf die Intelligenz und Lernfähigkeit der Zombies angespielt, hier wird diese Anspielung fortgeführt. Big Daddy kristallisiert sich als äußerst intelligenter und rachsüchtiger Zombie, der eine große Gefahr für die Menschen darstellt. Zu Beginn des Films werden die Zombies mit Hilfe eines Feuerwerks abgelenkt, mit der Zeit wirkt das aber nicht mehr, weil sich die Zombies davon nicht mehr beeindrucken lassen. Hier ist zu erkennen, dass es sich um lernfähige Wesen handelt, die aufgrund ihrer Intelligenz eine noch größere Gefahr darstellen. Auch die Einteilung in eine Zwei-Klassen Gesellschaft wird hier geboten, jedoch finde ich, dass dieser Punkt etwas zu kurz kommt, mit 10 Minuten mehr Laufzeit hätte der Film sicherlich auch dieses Manko ausgleichen können. Die Menschen mit dem höheren Lebensstandard sind wie im realen Leben die mit dem Geld und der Macht. Gut wird jedoch auch hier wieder das Verhalten der Menschen dargestellt, trotz der ganzen Geschehen hat das Geld immer noch eine sehr große Bedeutung bei den Menschen. Auch die Feindseligkeiten untereinander werden hier nicht vernachlässigt. So steht sich der Mensch oftmals selbst im Weg.

Es stellt sich natürlich auch wie bei jedem anderen Zombiefilm die Frage, wie sehen die Zombies eigentlich aus. Waren beim 1978'er DAWN OF THE DEAD meist nur blau angemalte Menschen zusehen, so sieht man hier Zombies in allen möglichen Ausführungen. Es gibt sehr unterschiedliche Arten von Zombies, da gibt es die frischen Zombies, wo meist nur eine kleine Wunde im Gesicht zu sehen ist. Es gibt wiederum auch die faulen Zombies, die schon fast auseinander fallen, deren Haare ausfallen und bei denen das Gesicht abgemagert und wirklich schrecklich aussieht. Bei diesen Zombies herrscht auch wenig Stabilität von Haut und Knochen. Anfangs wurde behauptet die Zombies würden lustig aussehen, das finde ich jedoch nicht so, denn die Zombies sind im Grunde alles Unikate, keiner gleicht einem anderen, alle weisen andere Verwesungsprozesse und Arten der Mimik und Gestik auf. Sicherlich gibt es ein paar Zombies die nicht gelungen sind, aber es gibt auch welche die sehr schaurig wirken. Im Gegensatz zu Filmen wie 28 DAYS LATER oder dem Remake von DAWN OF THE DEAD aus dem Jahre 2004, ist es hier so, dass die Zombies sich langsam durch die Gegend schleppen. So ist Romero sich selbst treu geblieben und hat sich nicht an moderne Filme gehalten bei denen die Zombies rennen können. Ich glaube damit hätte er sich bei seinen Fans auch selbst ins Abseits befördert. Es ist hier ganz unterschiedlich wie die Untoten auf den Zuschauer wirken, wer zuerst rennende Zombies gesehen hat findet diese meist besser, wer zuerst langsame Zombies gesehen hat findet diese dann besser. Die Zombies werden im Film von den Menschen "Stinker" genannt, dies ist wohl darauf zurückzuführen, dass sie modrig riechen, da Zombies bereits tot sind und mittlerweile schon eine sehr lange Existenz aufweisen.

LAND OF THE DEAD enthält auch ein paar logische Ungereimtheiten die nicht zu übersehen waren. Die Zombies waren trotz ihrer Trägheit für Überraschungssituationen gut, bei denen sie Blitzschnell aus einem Versteck hervorkamen und zugebissen haben. Aber genau das stand im Widerspruch, denn wenn Zombies sich fast in Zeitlupe bewegen, ist es für mich kaum vorstellbar, wie sie auf einmal sekundenschnelle Bewegungen machen können bei ihren Angriffen. Im Vergleich zu den älteren Romerofilmen war dies auch nie der Fall, vielleicht wollte er damit zusätzliche Spannungseffekte erzeugen. Was mich ebenfalls verwunderte war, dass Big Daddy so wenig Schaden abbekam. Dazu sollte ich vielleicht sagen, dass er immer ganz vorne mit lief, zusammen mit den anderen Zombies, die Zombies links und rechts von ihm wurden ständig abgeknallt, nur Big Daddy nicht. Eigentlich ziemlich unrealistisch, wenn man ganz vorne als Kanonenfutter läuft und nie abgeschossen wird bei Dauerbeschuss.

Der dümmste Satz im gesamten Film stammte gegen Ende von Riley. In einer Szene sah man Riley mit den restlichen Überlebenden im gepanzerten Auto. Big Daddy lief vorbei, sah Riley an und lief weiter. Die Fahrerin wollte schießen, Riley sagte jedoch: "Nein, sie suchen nur einen Ort wo sie hinkönnen…genauso wie wir". Und das nachdem die Zombies die halbe Stadt ausgerottet haben. Eine wiederum absolut lässige Szene stammt von einem der Soldaten Kaufman's, namens Pillsbury, ein kräftiger, breit gewachsener Mann asiatischer Herkunft. Als dieser vorgestellt wurde, sagte er: "Ich bin hier um etwas zu tun, wieso stehn' wir hier rum, tun wir etwas!". Genauso sinnlos wie der Spruch war, so lustig war er auch. Diese Szene sorgte für den größten Lacher im ganzen Film.

George A. Romero geizt eigentlich nie mit Splatterszenen. Auch hier erwartet den Zuschauer ein einziges Feuerwerk an Splatter. Leute mit empfindlichen Magen oder Geist sollten von diesem Film Abstand halten. Denn Szenen bei denen Gliedmaßen von Zombies oder Menschen abgetrennt werden sind hier keine Seltenheit. Die wohl seltsamste Szene war die, in der ein Zombie einer Frau das Bauchnabelpiercing heraus gebissen hat, hier war wohl auch eine kleine Anspielung auf den Trend heutiger Damen versteckt. Der Film hat in Deutschland eine FSK 18 erhalten, die aufgrund der hohen Gewalt und des Blutgehaltes vollkommen in Ordnung geht. Trotzdem wurde in Deutschland eine um 4 Minuten geschnittene Fassung gezeigt, bleibt nur zu hoffen, dass wenigstens die DVD Uncut sein wird.

Es ist zu erkennen dass sich Romero seinen Spaß eine schöne Stange Geld hat kosten lassen. Es wird förmlich ein riesiges FX-Feuerwerk gezündet, waren die drei Vorgänger noch eher Low Budget Produktionen, so gibt es hier riesige Explosionen und eine apokalyptisch hergerichtete Stadt und Umgebung zu bewundern. Somit ist es Romero auch gelungen ein vorzügliches Endzeitszenario zu errichten. Außerhalb der Stadt gibt es ein paar Soldaten und vereinzelte Zombies, aber genau hier zeigt das Bild Wirkung, hinter jeder Ecke kann ein Zombie lauern, nirgends ist man sicher. Dieses Szenario geht in der Stadt zwar etwas unter, trotzdem muss ich zugeben, dass man den Eindruck bekommt diese Menschen sind die letzten Überlebenden auf der Welt, und damit hat Romero sein Ziel erfüllt.


Fazit
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LAND OF THE DEAD ist mit Sicherheit nicht der beste Zombiefilm, aber aufgrund der Zombiewelle die uns in letzter Zeit überströmt, erhält der Film sicherlich auch nicht die Anerkennung die er verdient. Denn viele werden sagen dass sie alles schon mal gesehen haben und nichts neu ist. Vielleicht ist es auch bei diesem Film so, dass er erst Jahre später seine Anerkennung bekommt, ich hoffe immer noch darauf. Positiv fand ich die Action und die Spannung, wovon ich in den 93 Minuten mehr als nur genug bekommen hab. Auch die Schauspieler wirkten alle sehr professionell, ihr teilweise hoher Bekanntheitsgrad wirkte sich nicht negativ auf meinen Eindruck aus. Was mir auch gefallen hat war der Splatter, hier gab es extrem viel Blut, Körperteile und Innereien zu sehen. Negativ fand ich das schnelle und abrupte Ende, sowie die für mich zu kurze Spielfilmlänge. Alles in allem kann ich den Film trotzdem empfehlen, aufgrund der negativen Aspekte gebe ich keine volle Punktzahl, wer sich für dieses Genre interessiert wird mit LAND OF THE DEAD sicherlich keinen Fehler machen. Ich selbst weiß, dass die DVD zu diesem Film bald in meinem Schrank stehen wird.

41 Bewertungen, 19 Kommentare

  • MatthiasHuehr

    13.08.2006, 17:37 Uhr von MatthiasHuehr
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ciao Matthias

  • Madrianda

    19.05.2006, 22:56 Uhr von Madrianda
    Bewertung: sehr hilfreich

    +++♥SH♥+++ VG Beate

  • topware2002

    13.04.2006, 17:56 Uhr von topware2002
    Bewertung: sehr hilfreich

    ‹(•¿•)›~~~~~SH~~~~~‹(•¿•)›

  • Flummi123

    12.04.2006, 00:56 Uhr von Flummi123
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sehr guter Bericht! <br/>Würd mich freuen wenn du auch mal bei mir vorbei gucken könntest...

  • Django006

    11.04.2006, 19:09 Uhr von Django006
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh & *lg* Alan :o))))

  • anonym

    11.04.2006, 18:45 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr ausführlich. Gruß Steffi (würde mich über Gegenlesungen freuen)

  • anonym

    11.04.2006, 18:41 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr hilfreich

  • schnekuesschen

    11.04.2006, 18:33 Uhr von schnekuesschen
    Bewertung: sehr hilfreich

    Klasse Bericht...LG Sandy :-)))

  • Schmunzelchen

    11.04.2006, 18:31 Uhr von Schmunzelchen
    Bewertung: sehr hilfreich

    Netter Bericht! LG Freu mich über Gegenlesung!

  • SeriousError

    11.04.2006, 18:20 Uhr von SeriousError
    Bewertung: sehr hilfreich

    <b>Ein "sehr hilfreich" von mir für diesen tollen Beitrag. :o) Gruß SeriousError!</b>

  • luna1011

    11.04.2006, 18:15 Uhr von luna1011
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr hilfreich

  • Ludacris20

    11.04.2006, 18:04 Uhr von Ludacris20
    Bewertung: sehr hilfreich

    klasse Bericht sehr hilfreich LG Chris

  • jarolimi79

    11.04.2006, 18:02 Uhr von jarolimi79
    Bewertung: sehr hilfreich

    Lieben Gruß, Jaro

  • anonym

    11.04.2006, 17:54 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    ~~~~~~~~~~ Lieben Gruß ~~~~~~~~~~~

  • Sayenna

    11.04.2006, 17:50 Uhr von Sayenna
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh…...‹(•¿•)›…..LG Ela

  • Sommergirl

    11.04.2006, 17:47 Uhr von Sommergirl
    Bewertung: sehr hilfreich

    wow sehr ausführlich, kann mit solchen Filmen jedoch nicht viel anfangen

  • morla

    11.04.2006, 17:38 Uhr von morla
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr hilfreich

  • HIlbs

    11.04.2006, 17:38 Uhr von HIlbs
    Bewertung: sehr hilfreich

    <b> *-*-sh-*-*-lg-*-*-thx-4-g3l3-*-* </b>

  • Nina1805

    11.04.2006, 17:34 Uhr von Nina1805
    Bewertung: sehr hilfreich

    Wow, toller und sehr ausführlicher Bericht, dafür gibts von mir ein SH! Ich lese dann jetzt auch mal deine anderen Berichte, lg, Nina1805!