Wasser - Der Film (DVD) Testbericht
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Erfahrungsbericht von MatthiasHuehr
Der Lauf des Wassers, ähm der Politik
Pro:
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Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Und dieses ganze Elend muss der Gouverneur Baxter Thwaites verwalten, der aufgrund einer Eskapade seines angetrauten Ehedrachens auf diese Insel strafversetzt wurde. Der einzige Trost für ihn ist, dass die Rebellen so etwas von harmlos sind, dass sie keine ernsthafte Bedrohung für ihn darstellen. Schwerer ist schon die Entscheidung der britischen Regierung zu verkraften, die diese Insel entvölkern möchte, um dieses völlig defizitäre Überbleibsel ihres Kolonialreiches gewinnbringend als Müllkippe für Atommüll nutzen zu können. Zufällig hatten die Amerikaner vor Jahren mal nach Öl gesucht und keines gefunden. Wegen eines Werbespots einer Ölfirma für den dieses Horroreiland wunderbar als Kulisse geeignet erscheint, werden die verrotteten Anlagen wieder in Betrieb genommen und ganz zufällig werden sie fündig. Sie finden zwar kein Öl, dafür bestes Mineralwasser. Und mit diesem Rohstoff ist die Insel plötzlich im Blickfeld der Weltpolitik. Die Briten, welche die Konzessionen zu voreilig verscherbelt haben, interessieren sich wieder für ihre Kolonie und versuchen eine Revolution anzuzetteln, um damit die Amerikaner zu vertreiben und den Gewinn aus der Quelle selber einzustreichen. Die Amerikaner wiederum wollen die Insel gegen das kommunistische System aus Kuba beschützen, das die Rebellen unterstützt, und schicken ihre Streitkräfte. Und auch die Franzosen, die in der Insel eine lästige Konkurrenz für ihre eigenen Mineralwässer sehen, schicken die Fremdenlegion um die Quelle zu zerstören. Und in dem ganzen politischen Wirrwarr steckt der Gouverneur, welcher die Insel in die Unabhängigkeit führen möchte.
Die Geschichte hört sich etwas wirr an, das ist sie aber auch, denn die ganze Geschichte ist als eine Farce ausgelegt. In dieser werden völlig überspitzt die politischen Kräfte der damaligen Zeit vorgeführt. Zum einen wäre es das britische Kolonialreich, welche nur noch aus einigen Fragmenten der einstigen Macht bestand und krampfhaft versucht etwas darzustellen was es nicht mehr ist. Die Amerikaner welche sich als Weltpolizei aufspielen und ihre direkten Gegenspieler die Kubaner bilden auch ein untrennbares Paar im Machtgerangel auf der Insel. Und nicht zu vergessen die Franzosen, die ihre Fremdenlegion gerne in Krisenregionen einsetzt um damit ihren Einfluss zu sichern. Die jeweiligen Parteien wurden entsprechend den Klischees deutlich überzeichnet. Die Briten steif und versnobt, die Amerikaner aggressiv und raubeinig und die Franzosen als geldgierig aber auch als Gourmets.
Aber es gibt auch eine gute Seite, welche sich im Laufe der Zeit erst als diese herausstellt. Als diese gute Seele im Kampf um die Macht entpuppt sich der Gouverneur, der am Anfang pflichtbewusst seinen Dienst für Großbritannien erledigt hatte, enttäuscht über das Verhalten seiner Regierung die Seiten wechselt um Cascara die Unabhängigkeit zu bringen. Er versteht, dass die Politik die Menschen auf der Insel nur als Schachfiguren begreift und durch dieses Verhalten die Menschlichkeit auf der Strecke bleibt. Gegen diese Abwertung seiner Landsleute und den Verlust seiner Heimat rebelliert er ...
Filmkritik
Da der Film schon über zwanzig Jahre alt ist, ist der Humor einigen Leuten eventuell schon etwas antiquiert. Gewisse Veränderungen am Zeitgeschmack hat es schon gegeben, das mag wohl keiner leugnen, aber trotz des Altes vermag der Film noch den einen oder anderen Schmunzler in die Gesichter der Zuschauer zu bringen. Der Humor den der Film vermittelt ist zum Teil recht unterschwellig, beziehungsweise durch die künstlerische Wahl der Umsetzung als Farce auf die politische Situation der damaligen Zeit gemünzt, so dass es eine gewisse Vorbildung erfordert um bestimmte Anspielungen verstehen zu können. Nichtsdestotrotz bietet der Film ein gewisses Spektrum von humoristischen Szenen, die den Film interessant machen. So ist der zynische Unterton, den der Gouverneur zum besten gibt, ein Spaß für die Freunde des britischen Humors und für mich auch die Szenen mit ihm die besseren des Filmes. Aber der Staub der Zeit hat auch diesen Film nicht verschont. Für mich war er zwar nett anzuschauen, aber er war nicht der Überflieger. Dafür ist er was den Humor betrifft schon etwas zu betagt.
Die Besetzung, vor allem Michael Caine, hat ihre Rollen gut ausgefüllt, doch die Handlung hat einen etwas zu unrealistischen Bestand an Charakteren. So die Figur des singenden Revolutionäres, bei dem doch sehr die Phantasie der Drehbuchautoren durchgegangen ist. Und die Szene mit dem Freiheitskonzert ist die Krönung der Irrationalität. Da war anscheinend der Konsum von Kanabis beim Drehbuchschreiben genauso so hoch wie im Film. Da einer der Produzenten George Harrison war, für die es nicht wissen einer der EX-Beatles, ist es eher ein Film geworden, der nicht an der Qualität des Drehbuches gemessen werden sollte, sondern eher an dem Soundtrack, bei dem unter anderen auch Eddy Grant mitgewirkt hat. Trotz allem macht der Film, der ein B-Movie ist, für seine Gattung und seine Entstehungszeit, dieses muss man ja auch berücksichtigen, keine schlechten Eindruck. Man kann sich mit ihm unterhalten fühlen, Lachkrämpfe wird man aber vermissen können.
DVD 1
Die erste DVD beinhaltet die originale deutsche Kinofassung, welche einige Minuten kürzer ausgefallen ist. Während man die englische Fassung 93 Minuten genießen kann ist die deutschsprachige Fassung schon nach 86 Minuten zu Ende. Aufgrund des Alters des Filmes ist die Qualität von Bild und Ton nicht unbedingt als brillant zu bezeichnen. Es besteht die Möglichkeit sich deutschsprachige Untertitel anzeigen zu lassen, mehr bietet diese DVD nicht.
DVD 2
Die zweite DVD beinhaltet die originale Filmfassung und zwar in einer besseren Qualität als die man auf der anderen Silberscheibe geboten bekommt. Der Film wurde neu abgetastet und daher wirkt die Qualität von Bild und Ton etwas besser. Ein Wunder konnte man selbst damit nicht vollbringen, die Verbesserungen sind aber spürbar. Der Film hat nicht nur eine englische Tonspur, man kann sich die längere Version auch auf Deutsch anschauen. Die bei der Kinoversion herausgeschnittenen Szenen liegen in Englisch mit deutschen Untertiteln vor. Da der Schnitt manchmal recht merkwürdige Blüten getrieben hat, wirkt es teilweise etwas merkwürdig. Es gibt zum Beispiel Schnitte welche nur einige Sekunden lang sind und da reden die Akteure während eines Gespräches plötzlich ein paar Brocken Englisch. Was für mich kein gutes Licht auf die damaligen Cutter wirft. Aber auch wichtige Szenen fielen der Schere zum Opfer. So fehlt beispielsweise die Szene in der der Gouverneur dem Volk die Entscheidung der Regierung mitteilt, die die Insel zu entvölkern gedenkt. Ein recht krasses logisches Loch im Handlungsstrang, welche mir aber erst bei der Originalfassung bewusst geworden ist. Da könnte man bei Horrorfilmen die blutigsten Szenen herausschneiden und die Zuschauer sich fragen lassen woher die grausam zerhackte Leiche so plötzlich aufgetaucht ist. Die schon erwähnten deutschen Untertitel kann man sich auch den ganzen Film über einblenden lassen. Als Extras gibt es den originalen Kinotrailer und einen später nachproduzierten Audiokommentar mit dem Regisseur Dick Clement und dem Drehbuchautor Ian La Frenais.
Preis
Diesen Film in Form einer Doppel-DVD gibt es aufgrund des Alters des Filmes schon recht preiswert käuflich zu erwerben. Man muss sich nur etwas im Internet umschauen um dann ein Schnäppchen zu machen. Ich habe so bei einer „4 DVDs für 20 Euro“-Aktion von Amazon umgerechnet nur noch 5 Euro für diesen Film bezahlen müssen.
Bewertung
Dem Film alleine würde ich, wie ich schon oben ausführlich erwähnt, eine positive Bewertung vergeben wollen, was ich wegen der Umsetzung der DVD nicht aufrecht erhalten kann. Wenn man schon eine Doppel-DVD auf den Markt bringt, dann doch nicht in dieser Form. Eine zweite DVD packt man dazu wenn das Bonusmaterial so umfassend ist, dass es nicht mehr auf die erste DVD mit daraufpaßt. Nur einen Kinotrailer und einen Audiokommentar als Bonusmaterial zu bieten ist in der heutigen Zeit recht mager. Zu mager, denn da sind wir schon Besseres gewohnt. Wenn man eine Doppel-DVD erwirbt, dann erwartet man schließlich auch die Menge an Inhalt, den die Anzahl der Silberscheiben suggeriert.
Fazit
Eine Empfehlung spreche ich aber aus, gebe wegen dem minimalistischen Gesamteindruck der DVD aber nur 3 Sternchen.
49 Bewertungen, 13 Kommentare
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04.02.2009, 22:44 Uhr von Tuffi2106
Bewertung: sehr hilfreichsh, lieben Gruß und einen schönen Abend! Tuffi
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20.01.2009, 12:33 Uhr von frankensteins
Bewertung: sehr hilfreichliebe Grüße Werner
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11.01.2009, 21:12 Uhr von Bunny84
Bewertung: sehr hilfreichEinen schönen Restsonntag wünscht ich dir. Liebe Grüße aus dem noch immer verschneiten Münsterland.
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26.10.2007, 14:08 Uhr von maerchenfee
Bewertung: sehr hilfreichschöner bericht!
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21.10.2007, 22:30 Uhr von Striker1981
Bewertung: sehr hilfreichHallo. Ich bin wieder dar und lese Berichte und deiner war nicht schlecht ...wir lesen uns ...mfg STRIKER
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21.10.2007, 21:45 Uhr von saxxxe
Bewertung: sehr hilfreichso trifft man die ciao-member wieder :P super bericht LG Manu
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19.10.2007, 11:12 Uhr von Baby1
Bewertung: sehr hilfreich.•:*¨ ¨*:•. Liebe Grüße Anita .•:*¨ ¨*:•.
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18.10.2007, 23:39 Uhr von panico
Bewertung: sehr hilfreichlg panico:-)
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18.10.2007, 23:19 Uhr von Sandra107
Bewertung: sehr hilfreichLiebe Grüße Sandra107
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18.10.2007, 23:03 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichnicht mein Ding......aber guter Bericht
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18.10.2007, 22:51 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichEhedrachen? Uiiii
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18.10.2007, 22:24 Uhr von waltraud.d
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreich
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18.10.2007, 21:18 Uhr von flutralicious
Bewertung: sehr hilfreichschöner bericht! lg
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