Fluch der Karibik (Adventure PC Spiel) Testbericht

Fluch-der-karibik-adventure-pc-spiel
ab 11,62
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Erfahrungsbericht von mmm000

Fluch der Karibik

Pro:

mach spass

Kontra:

steuerung

Empfehlung:

Ja

Systemvoraussetzung: Windows 98/ME/XP/2000, 800 MHz, 128MB RAM, 8X CD-ROM, DirektX 8.1, 32 MB Video-RAM, Soundkarte(DirektX 8.1 kompatibel), 1,5 GB Festplattenkapazität, Maus und Tastatur
So zumindest der Hersteller. Auf meinem Laptop (2 GHz, 386 MB RAM, 64 MB Video-Share-RAM) läuft das Spiel gerade mal mit den minimalsten Details in einer Auflösung 640 X 480. Dabei gibt es einige Stellen im Spiel wo es trotzdem ruckelt. Auf meinem Desktop PC (1 X AMD 2400+ MP, 1536 MB RAM, ATI Radeon 9800 Pro, LVD SCSI System) läuft es aber auch auf den höchsten Einstellungen bei 1024 X 768 einwandfrei.

Ich bin auf diesen Titel durch die Gamestar aufmerksam geworden. Es hat sich gelohnt.

Zu den Vorteilen:
1.Steuerung
-Rechnen Sie mit ca. 20 Minuten Eingewöhnungsphase
-Ist eine art 3D-Ego-Shooter-Steuerung wie beispielsweise Gothic II

2.Eine schöne 3D Grafik während dem gesamten Spiel
-Es wird mit vielen Details aufgewartet wie z.B. Löchern in den Segeln, nachdem diese beschädigt wurden.
-Es brechen auch schön animierte Feuer aus, wenn das Schiff von Kanonenkugeln getroffen wird.
-Wenn man dann zu Fuß unterwegs ist, sieht man das Gras beim durchlaufen wiegen.
-Es gibt auch Rauchschwaden aus der Pistole
-Tag/Nacht Wechsel
-verschiedene Wetterbedingungen
-Sogar die Sonne wandert über das Firmament
Sie merken schon, die Grafik hat es mir einfach angetan.

3.Zufallsgenerierte Begebenheiten.
-Es sind auf der Seekarte verschiedene Fraktionen (6 Stück)unterwegs
-Ab und zu Stürme, in denen man Erfahrung gewinnen und/oder die komplette Flotte verlieren kann
-Wegelagerer und Untote

4.Gebiete
-Dörfer wechseln sich mit Dschungel ab
-Städte ( z.B. Isla Muelle)
-Strände
-Verliese
-Forts
-Höhlen
-Bergwerke
-In den Ortschaften und auf See gibt es ein Zielsuchendes System, wo ich auf Knopfdruck die wichtigsten Punkte ansteuern kann wie z.B. auf See andere Schiffe oder Häfen, Strände, Forts etc. und an Land Taverne, Laden, Rathaus, und Werft.
Das alles inklusive der ebenfalls zufallsgenerierten Schätze

5.Seekarte
-Es dauert ca. 20 Tage im Spiel um die Karte einmal diagonal zu durchqueren.
-Mindestens 8 Inseln (ich weiß es nicht genau, da ich noch nicht alles befahren habe und dem Spiel keine Karte beigelegt war. Aber diese acht habe ich schon gefunden)

6.Lokalisierung
-Bemerkenswert. Es werden zwar immer nur recht kurze Sätze gesprochen( z.B. „Ich habe Hans doch gesagt er soll die Stroh-baffels nicht essen“), aber die haben stets den richtigen Akzent
-Der schriftliche Teil ist schön kurz gehalten, wie es sich für ein Action-Adventure gehört.

7.Story/Aufträge
-Es gibt eine vorgegeben Story die sich abhängig von den Charakterwerten leicht unterscheidet. (z.B. kann man so manchen Kämpfen mit Überzeugungskraft aus dem Weg gehen; Spieldauer hierfür ca 25 Stunden. Das Spiel kann danach weitergeführt werden.)
-Man kann aber auch als Freibeuter seine eigenen Ziele verfolgen und die Story irgendwann später fortsetzen. (ist übrigens dann leichter, da man sich ja bessere Schiffe holen kann, beziehungsweise besser ausgebildet ist) Es gibt z.B. lukrative Aufträge von den Ladenbesitzern welche abhängig vom Laderaum nach der Erfüllung des Auftrags (man muss dafür nicht wieder zum Auftraggeber zurück) einen Batzen Gold + Erfahrungspunkte springen lassen. (meine höchsten Einkünfte lagen bei ca. 160.000 Goldstücke für eine Fahrt)
-Für den Handel gibt es mehr als ein Dutzend verschiedener Güter welche auf jeder Insel verschieden häufig verfügbar sind. Es gibt hier die Unterscheidung Import- Export- und Schmuggel- Waren für jede Insel.
In wie weit das Spiel mit dem Film in Verbindung steht weiß ich nicht, da ich den Film noch nicht gesehen habe. Ich habe aber schon einen Auftrag erledigt und dabei ein paar Informationen zu einem Piraten mit Untoter Mannschaft auf dem Schiff „Black Pearl“ erhalten. Am Ende des Spiels versenkte ich die „Black Pearl“.

8.Rollenspiel
-Man kann seinem Charakter (und auch seinen Offizieren)verschiedene Fertigkeiten und Werte verbessern bzw. hinzufügen.
-Es gibt 10 Werte für z.B. Glück, Segeln, Nahkampf etc.
-Es gibt Fertigkeiten wie z.B. „Fahrwasser finden“, was es ermöglich für 60 Sekunden in Meerebereichen zu fahren die sonst den Rumpf beschädigen; „Professionelles Fechten“ welche die Wahrscheinlichkeit für kritische Treffer erhöht und etwas Schaden absorbiert plus ein Angriff der nicht geblockt werden kann.
-Es gibt verschieden Gegenstände wie Schwerter, Pistolen, Ferngläser, Heiltränke und Schmuck, wobei letzteres nur zum Verkaufen gut ist. Bei höherem Level kann man auch bessere Ausrüstung kaufen.
-Man hat außerdem noch einen Ruf, der sich entsprechend dem Verhalten ändert. z.B. der Transport von Gütern für einen Händler verschiebt den Ruf Richtung Gut während unnötiger Mord den Ruf Richtung Böse verschiebt.
-Die Werte der Offiziere werden auf den Hauptcharakter übertragen. z.B. Ein Nahkampf-Experte leiht mir bei meinen Fechtkämpfen seine Werte für den Nahkampf. Dies gilt aber nur für die Werte, nicht für die Fertigkeiten.

9.Schiffe
-Es gibt für die Schiffe verschiedene Werte wie z.B. Maximale Crew, maximales Kanonen Kaliber, Kanonenmenge, Geschwindigkeit, Ladekapazität für Fracht, Manövrierfähigkeit und natürlich die Rumpfpunkte.
-Es gibt 7 Schiffsklassen in denen sich verschiedene Schiffe befinden. z.B. gibt es in der Klasse 1 ein Schlachtschiff und ein Kriegsschiff. Sie unterscheiden sich im Preis und in den Werten
-Es gibt aber auch Schiffe die Gleich heißen und den selben Preis haben, aber unterschiedliche Werte. So gibt es Schlachtschiffe für 200.000 Goldstücke welche 5000 Zentner Laderaum haben oder eben auch 5250 Zentner. Man muss dabei nur beachten: Je mehr Laderaum desto weniger Geschwindigkeit. Diese Schiffe unterscheiden sich im Hafen dann aber auch durch Lackierung und Aufbau voneinander.

10.Nahkämpfe
-Es gibt den Nahkampf mit Schwert und Pistole. Hier sollte man am Anfang mit Malcolm ruhig etwas üben. Ich bin wegen dem Nahkampf bei meinen ersten Versuchen häufig gestorben.
-Die Offiziere kämpfen mit! Sorgen Sie entsprechend für Sie. Ein Toter Offizier ist ein Schlachtschiff nicht wert!
-Die Pistolen sind gut auf Entfernungen die die Schwertreichweite um ca. das doppelte bis 16fache überschreiten. Während fechtereien auf Schwertlänge sollte man die Pistole besser im Holster lassen, da man dafür das blocken abschalten muss.
-Mehrschüssige Pistolen sind Pflicht! Die Vierfach-Pistole ist zwar ungenauer als der „Raufbold“, aber vier Schuss ohne nachladen reißt es Raus. Die Doppel-Pistole löst dann die vierer ab.
-Bei Schwertern zählt nicht nur der angerichtete Schaden. Die Prozentangaben für Block und Stich entscheiden über erfolgreiches Blocken und über kritischen Treffer!
-Die Offiziere auch mit den besten verfügbaren Waffen ausstatten. (Die suchen sich die Besten aus ihrem Inventar selbst aus.)
-Heiltränke nicht vergessen! Während des Blockens kann man einen zu sich nehmen; Die Offze saufen die Tränke nur dann, wenn sie sie auch wirklich brauchen.

11.Schiffskämpfe
-Hier muss man vor allem erst mal diese Navigationsrose oben recht richtig kapieren: In der Mitte ist eine weiße Silhouette eines Schiffrumpfes von oben: Das ist Ihr Schiff. Der geviertelte Kreis in alle Richtungen gibt den Schussbereich der Kanonen an. Rote Silhouetten sind Feinde, Grüne sind Freunde, Graue sind Neutral und Blaue sind sinkende Schiffe (Harhar). Der Grosse Pfeil gibt die Windrichtung an. Der Äußere Ring gibt den Ladezustand der Kanonen an (Bug, Heck, Steuerbord und Backbord) Rot bedeutet hierbei wird geladen, Grün ist feuerbereit und dunkelgrau bedeutet keine Munition mehr da. Der innere Ring wird im Handbuch gar nicht beschrieben. Aber ich vermute nach langer Beobachtung das die Blaue Seite die Gezeitenkraft (also die Kraft, welche die Wellen gegen die Planken schleudern) darstellt und die Gelbe Seite ist die Windkraft. Dieser Ring wird also hauptsächlich bei einem Sturm benötigt.
-Es gibt verschiedene Kanonen: Einmal natürlich das Kaliber: entscheidet über Ladezeit und Reichweite. Dann auch der Typ: Feldschlangen haben eine höhere Reichweite aber brauchen auch mehr Zeit zum nachladen als die Kanonen.
-Man muss auch die Munitionssorten Verstehen: Kugeln durchlöchern den Rumpf (roter Balken), Kartätschen durchlöchern die Mannschaft (Blauer Balken), Kettenkugeln durchlöchern die Segel und die Takelage (Weißer Balken) und die Bomben durchlöchern alles gleichzeitig.
-Die Kanonenzahl an Steuer- und Backbord ist höher als am Bug und Heck. Positionieren Sie entsprechend die Schiffe
-Machen Sie Gebrauch von der Beschleunigungstaste. Bei großen Schiffen dauert es eine Weile bis das Schiff gewendet ist
-Üben Sie das Führen des Schiffes direkt vom Deck aus: Wenn Sie auf Deck das Feuerkommando erteilen, schießen die Kanonen dorthin wo Sie anvisieren. Außerdem ist das „Mittendrin-Gefühl“ echt cool.
-Versuchen Sie nach Möglichkeit die Schiffe zu kapern. Um das Schiff zu Entern muss man sich von einem bestimmten Winkel aus an das Schiff nähern!(wird dann durch die Fertigkeit „Entermeister“ beseitigt) Beim Entern wird natürlich das Kommando ausgefochten. Also siehe Nahkampf. Und um das Schiff zu behalten wird ein Offizier benötigt, der dort dann den Kapitän macht. Sonst kann man es nur plündern und dann versenken.
-Nach erfolgreichem Entern (das Schloss-Symbol erscheint oben links) erst die Kisten an Bord beider Schiffe durchsuchen. Hier sind noch kleine Schätze zu finden.
-Die Ladung versenkter Schiffe soll man durch überfahren Aufnehmen können. Das habe ich nie versucht, da ich stets volle Laderäume hatte.
-Die Werte für Reparatur werden nach dem Gefecht für die Reparatur benötigt. Sie brauchen aber hierfür Planken und Segeltuch! Selbstreparatur ist günstiger als die Werft.
-Halten Sie sich die Crew bei Laune! Immer einen Handvorrat für die Nächste Gehaltszahlung (am 7. jedes Monats fällig) behalten.

12.Speichern
-Geht fast jederzeit. Bei Kämpfen und beim Manövrieren geht es nicht, aber das erhöht den Herausforderungsgrad.
Ich bin etwas in Tipps und Tricks abgerutscht. Man verzeih es mir.

Es gibt aber natürlich auch Contras:

1.Das Spiel ist Bug verseucht das es nicht mehr feierlich ist
-Unerklärliche Abstürze, die aber meist nach dem dritten Abstürzer dann nicht mehr auftauchen.
-Gescriptete Sequenzen wie z.B. „Sie suchen XY? Der sitzt dort am Fenster.“ Eben nicht! Oder: Ich habe das Schiff Z gekapert. Dann werde ich vollgeblubbert, das dieses Schiff Z ja in nähe des Strandes untergegangen ist und deshalb die Bergung der wichtigen Ladung kein Problem sei. Das Schiff Z gehört mir trotzdem auch weiterhin.
-Ich lege die Pistole an, kann Sie aber dann weder an meinem Gürtel sehen noch nutzen.
-Missionen lassen sich nicht beenden, weil ich ein Schiff gekapert und dann verkauft habe. (Händlermission)

2.Steuerungsmankos
-Ich möchte die Fracht von drei Schiffen verkaufen. Dafür muss ich dem Händler 3 Mal Vollquatschen das ich Fracht verkaufen möchte und dann das richtige Schiff auswählen.
-Ich muss permanent beim Fußmarsch die Umschalt-Taste gedrückt halten, weil der Hauptcharakter sonst mit der Geschwindigkeit einer querschnittsgelähmten Krüppel-Schnecke durchs Gehölz schleicht.
-Wenn ich einen Offizier einem Schiff zur Unterstützung zuweisen will, welches von einem meiner Offiziere gesteuert wird, muss ich erst in See stechen und auf die richtige Entfernung zu dem Schiff aufschließen um den Offz zu transferieren.
-Besatzungen meiner Begleit-Schiffe (Offze) bekommen keine Erfahrung für Aufgaben die ich erledige, es sei denn, es handelt sich um See-Gefechte oder Stürme, bei denen nicht viel rumkommt.
-Die Werte meiner Offze kann ich auf mich übertragen, aber nicht deren Fertigkeiten. Ist komplett bescheuert. Wenn ich einen Offz habe der z.B. die Fertigkeit „Notfallreparaturen“ hat, dann sollte ich diese auch nutzen können. Vor allem wenn er auf dem selben Kahn sitzt wie ich.
-Es fehlt auch die permanente Gefechts-Statusanzeige der Gegner an der ich erkennen kann ob ich noch mal Schiessen soll oder nicht.
-Diese Händleraufgaben wären auch deutlich besser, wenn ich dem Händler vorher sagen könnte, wo ich überhaupt hin will.
-Diese Anti-Schmuggler-Patrouillen sind mir etwas zu happig: Erst kommen so ca. 6 bis 8 Soldaten und wenn man es geschafft hat, denen das Fell über die Ohren zu ziehen wird man auch noch von deren Marine verfolgt (2 – 3 Schiffe)
-Statt dem Navigationspunkt Hafen wäre mir der Punkt an Bord des eigenen Schiffes lieber, da die Stiefelei durch den Hafen zumeist vollkommen Ertraglos bleibt.

3.Verfahrensfehler
-Das Spiel ist ab 6 Jahren freigegeben. Es geht aber die meiste Zeit um Raub und Mord. Gut, man sieht kein Blut oder übermäßige Gewalttaten aber USK 12 hätte es schon sein können.
-Weder in der Packung noch in digitaler Form auf CD gibt es eine Übersichtskarte.

Meine Damen und Herren von Bethesda, es genügt nicht eine Digitale Karte im Internet zum Download anzubieten! Mit einer Formschönen (am besten im Posterformat) gedruckten Karte hätten Sie sich bestimmt viele Raubkopierer auf die Seite der Käufer für diesen Titel rübergezogen. Auf der Rückseite hätte sich eine Silhouetten-Ansicht von Back- oder Steuer-Bord aller Schiffstypen mit Werten angeboten. Dazu vielleicht noch Gimmicks wie ein Paar Goldmünzen (keine echten) oder ein Flaschenschiffchen. So was bekommt man in den von ihnen benötigten Mengen bestimmt für „Peanuts“.

Ich bitte mir aufgrund meines 3. Punktes der Contra-Seite bis hier nicht tausend und ein Repost zuzusenden. Das ist meine Meinung und ich steh dazu.

Resümee: Ein mächtig aufgebohrtes Pirates Gold, bei dem hoffentlich die von mir angesprochenen Mängel bald mit einem Patch behoben werden. Aber hartgesottene Pirates Gold Fans halten diese Mängel nicht vom spielen ab. Ansonsten kann ich Bethesda nur Lob und Anerkennung aussprechen: Gut gemacht.

Euer

Luke Maintain

PS:An alle PC-Game-Producer: Packt doch bitte ordentliche Gimmicks in die PC-Spiele rein. Ein absolutes muss ist jedenfalls ein ordentliches und vollständiges gedrucktes Handbuch. Dazu noch ein zwei Poster oder ähnliches kostet auch nicht die Welt. Es gibt auch anderes wie z.B. faltbare Modelle, Gipsmodelle, Plastiken etc. Sonst sind Sie doch auch hochkreativ. Das bringt deutlich mehr Käufer als irgendein teurer Kopierschutz, welcher ohnehin heutzutage nach allerspätestens 6 Monaten geknackt wird. Denken Sie daran: Es gibt keinen Code der nicht auch geknackt werden kann. Das wurde schon vor mehr als fünfzig Jahren im 2.Weltkrieg bewiesen. Auch der Wechsel des Mediums bringt hier keine Abhilfe. Hier hilft nur Fleiß und Kreativität.

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