Neverwinter Nights (PC Rollenspiel) Testbericht
ab 14,28 €
Billiger bei eBay?
Bei Amazon bestellen
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 03/2008
Auf yopi.de gelistet seit 03/2008
Erfahrungsbericht von letsthommes
Spannende Abenteuer im Planquadrat!!
Pro:
tolle Story; viele Nebenquests; super Grafik;
Kontra:
komplexer Editor; viereckige Levels; ätzende Installation; zäher Spielablauf;
Empfehlung:
Ja
Bei manchen rufen sie Jubelschreie hervor, bei anderen pures Grauen, die AD&D-Rollenspiele, zu welchen sich auch Neverwinter Nights zählen kann, welches wie vom Hersteller Bioware bekannt mal wieder durch super Story und viele Extras und Feintuning besticht. Nur leider sind die Entwickler stinkfaul und basteln ihre Levels mit einem Stupiden Setzbaukasteneditor, welcher auch dem Spiel beiliegt, in der Hoffnung, dass die Spieler selber schönere Levels hinkriegen, da jedes Level in diesem Spiel so quadratisch oder rechteckig ist wie jeder Hausgrundriss. Sieht man von diesem Malus ab hat man trotzdem ein Spitzenspiel vor sich, wenn mans denn spielt.
Zur Story:
In Niewinter, im Norden der Spielwelt von Baldurs Gate 1 & 2, wenn das nur stimmt, ist die Pest unter mysteriösen Umständen ausgebrochen und man versucht krampfhaft diese zu bekämpfen, da tauchen sie als Held auf und sollen alles regeln, was ihnen eigentlich auch gelingen muss, wenn sie das Spiel durchspielen wollen. Nachdem erst mal die Pest bekämpft ist und der Urheber des ganzen, welcher Anfangs noch auf der guten Seite scheint, getötet wurde beginnt schon das nächste von den insgesamt vier Kapiteln. Nur leider dauert dieses Spiel elend lange, was durch die Story ein wenig in Vergessenheit gerät, da es ewig viele Nebenquests vertuscht wird.
Der Spielstart:
Vor jedem Start des Spiels stellen sie sich ihren Charakter zusammen oder nehmen einen vorgefertigten, letzteres ist besser. Sie wählen Geschlecht, Rasse, Porträt, „Beruf“, Attribute, Eigenschaften und noch viel mehr aus, was zum freudigen Experimentieren einlädt. Natürlich sollten sie auch darauf achten möglichst gute Kombinationen zu bilden, da ein zu schwacher Barbar im Umgang mit Waffen keine Chance hat. Das Aussehen ihres Charakters können sie natürlich auch ändern, aber die Auswahlmöglichkeiten sind leider zu begrenzt und sehen fast immer hässlich aus. Sie können zwischen 7 Rassen, 11 Berufen, ewig vielen (nicht immer passenden Porträts ) und vielen verschiedenen Eigenschaften, welche fast ne Wissenschaft an sich sind wählen.
Die Missionen:
Nachdem sie von der Chefin des Epidemiebekämpfungszentrums Niewinter, Fürstin Aribeth zum Helden ernannt wurden geht’s erst mal auf die Suche nach Heilkräutern. Das hört sich einfacher an, als es ist, da man sich vor jeder Mission erst ewig viele Infos in ellenlangen Texten heraussuchen muss, was das sich selbstführende Tagebuch auch einfach und verständlich erledigt. Besonders in den ersten Missionen ist der Schwierigkeitsgrad sehr hoch, weshalb man sich besser einen Helfer holt, welcher für den Anfang schon recht teuer ist und sich mit einmaliger Zahlung einer zuerst groß erscheinenden Menge Goldmünzen (Währung) bezahlen lässt. Die Summe ist aber nix gegen das, was man nachher so an Geld erhält. Wer besonders schnell durchs Spiel kommt kann sich auch mit den langen Nebenquests beschäftigen, welche manchmal noch länger sind als die der Hauptstory. Sie können sogar ihrem Begleiter zuliebe eine Mission mit und für ihn absolvieren. Die betrifft dann auch meistens seine Lebensgeschichte und Herkunft. Das einzig negative an den Nebenquests ist, das man ewig viel Zeit damit verplempert und bald nicht mehr weis, was noch zu erledigen ist und was noch zu Ende gebracht werden muss.
Die Welt:
Die Leuts aus Niewinter waren schon tolle Bauarbeiter, denn alles, von der Stadt bis zum tiefsten Wald wurde im Planquadrat angelegt und es gibt nur wenige Ausnahmen. Allein die Übergänge zwischen den Levels verwirren schon und man muss ständig auf der beliegenden Karte (Pluspunkt) suchen, um sich zurechtzufinden. Dazu kommt noch, das die zwar sehr detaillierten Levels beim Wechsel zwischen zwei immer neugeladen werden müssen und das nervt auf Zeit. Dazu kommt noch die nicht wegzukriegende Triestesse, welche nur in Innenlevels etwas verschwindet. Dazu kommen die verschiedenen Grafiksets, welche sich in Städten kaum unterscheiden, da Niewinter fast wie Letzthafen oder Luskan aussieht. Die Leute, welche die Welt bevölkern haben zwar ein bisschen bemerkbare Tagesabläufe, diese sind aber nichts im Gegensatz zu Gothic, welches mit sehr realistischen Abläufen nur so strotzt.
Die Gegner:
Deren Stärke und Vorkommen nimmt immer mehr zu, manche sind am Ende aber nur noch lästig und sind mit einem Streich besiegt. Andere treten ständig in Scharen auf und attackieren von allen Seiten, weshalb man auch einen Helfer dabei haben muss. Viele Gegner weichen auch sehr oft aus, stecken viel ein und geben, wenn’s für die Story wichtig ist, kurz vorm Tod auf. Gegnertypen gibt’s fast wie Sand am Meer und dann noch in ewig vielen Kombinationen. Da jeder Kampf rundenweise abläuft, sind immer sie dran dann der/die Gegner. Je nach Waffe können sie verschieden großen Schaden anrichten. Um das alles zu verstehen müssen sie anders als ich die Regeln der AD&D-Regelwerks sehr genau kenne, denn mir sagen die ganzen Zahlenkombis recht wenig, worüber das dicke Handbuch ein wenig hinweghilft. Aber selbst Anfänger verstehen dank kleiner Hilfen, wie das ganze abläuft.
Die Gegenstände:
In diesem Spiel hat jeder Gegenstand einen festen Preis, von dem sie nur ein Fünftel erhalten, wenn sie ihn verkaufen. Neben Rüstungen in vielen Variationen gibt’s auch endlich viele Waffen und Extras, wie Halsketten, Ringe, Handschuhe, Stiefel und vieles anderes. Einige dieser Dinge haben Spezialfähigkeiten oder bessern einige Werte von ihnen auf, was auf Dauer sehr nützlich ist. Dazu gibt’s noch Dinge wie Heiltränke, Edelsteine, alles mögliche, was es sonst noch gibt und auch unwichtige und unverkäufliche Dinge, welche sie schon in Fässern oder ähnlichem unterbringen müssen, um sie loszuwerden. Denn wenn ihr großzügiges Inventar mal voll ist, müssen sie einige Gegenstände mal loswerden. Dazu müssen sie auf das Gewicht der Gegenstände achten, da ihr Charakter je nach Stärke nur eine bestimmte Masse mit sich führen kann ohne nicht ins langsame Gehen oder Stehenbleiben zu geraten. Als besonderes Extra gibt’s Beutel, welche das Gewicht der Gegenstände darin verringern, aber nicht genug Platz bieten.
Das Regelwerk:
Das ist sehr kompliziert und fängt schon beim erstellen des Charakters an, geht bei Stufenaufstiegen weiter und endet bei den kryptischen Bezeichnungen von einige Waffen. Das Handbuch ist zwar groß, verrät Laien, wie mir aber nicht genug über die Grundregeln und Entzifferungsweisen vieler Fachbegriffe. Richtige Rollenspieler haben auf jeden Fall ein Regelwerk zuhause stehen oder komplett im Hinterkopf. Wem solche Dinge viel zu kompliziert sind und wer das Spiel deshalb schon nicht haben will, ist aber schon übertrieben, sollte sich zum Einstieg in solche Dinge besser mal Gothic leisten, den das bietet einen leichten Einstieg in eine abgespeckte Version des Regelwerks und steht Neverwinter Nights in nichts nach.
Die Übersetzung (grauenvoll!!!!!!!):
Was andere Spiele gut hinkriegen, haben die Übersetzer dieses hier total vergeigt, denn hier wird fast jeder noch so tolle Name von den Synchronisatoren verrissen bis zum letzten Buchstaben. Neverwinter, die Stadt heißt wie gesagt Niewinter und Port Llast (man achte auf das Doppel-L) heißt Letzthafen. Nur „Erfundene Namen“ wie Luskan oder ähnliches wurden so gelassen. Auch vor Personennamen oder Sachbezeichnungen macht das ganze nicht halt. Schade um die Atmosphäre. Aber wem sowieso nichts am Lesen liegt, der kann getrost dieses Spiel spielen.
Zur Grafik:
Die ist detailliert bis ins letzte und fordert jedem noch so schnellen PC alles ab, da man wirklich eine super Bildqualität und sehr hohe Polygonzahlen geliefert bekommt. Dafür muss man sich aber an die quadratischen Levels gewöhnen und viel Zeit beim Laden neuer Levels verbringen. Viele wichtige Ereignisse in der Story werden in der Spielengine gezeigt und nur selten kommt es zu gerenderten Videos, welche nicht grad so toll aussehen. Spezialeffekte, wie mit dem Wind gehendes Gras oder Lichteffekte beherrscht die Engine Tadellos.
Zur Steuerung:
Die ist leicht gehalten, da man das meiste nur mit der Maus machen muss. Laufen, Kämpfen, Kamera justieren, und vieles mehr geht nur mit ein paar wenigen Mausklicks und –schwenks. Nur für Spezialbefehle oder ähnliches braucht man die Tastatur. Einziges Ärgernis: Die Speicherfunktion. Ein Quicksave braucht mehr als 5 MB und ein normales je weiter man im Spiel ist, bis zu 10 MB und mehr. Wer zu oft ein neues Savegame nimmt, der hat bald auch wie ich mehr als ein Gigabyte Saves auf der Platte, fast mehr als die Installation. (!) Die braucht nämlich Zeit, Geduld und viel Platz, wie man’s von Bioware gewohnt ist. 2 GB Platz für die Installation. Ablauf: Erste CD, zweite CD, dritte CD, erste CD, dritte CD, dazwischen 35 Zeichen CD-Key und insgesamt fast ne Stunde futsch.
Zum Sound:
Der ist gut gelungen, man fühlt sich fast wie mittendrin, nur für eins waren die Übersetzer zu faul, komplette Sprachausgabe. Nur bei wichtigen Leuten gibt’s alle Dialogzeilen komplett. Dafür sind die restlichen Geräusche wie Musik, Hintergrundsounds und andere Geräusche sehr gut gelungen und verbreiten Atmosphäre.
Zum Multiplayer:
Da gibt’s einiges zu sagen. Man kann in vielen verschiedenen Arten gegen und miteinander antreten. Man kann entweder die Story oder einzelne Missionen nachspielen oder mit dem Editor selbst erstellte Karten durchzocken, wobei eine Person, während dem Spielen auch die Welt verändern kann, Monster einfügen und diese auch steuern kann. Man kann mit maximal 64 Leuten gleichzeitig in einer Welt unterwegs sein, im Internet als auch auf einer LAN. Derzeit existieren schon einige Duzend Server im Internet, auf welchen immer was los ist.
Zum Editor:
Der ist eigentlich ganz leicht zu bedienen, wenn man sich in den riesigen Listen und Zweitmenüs auskennt. Zwar hat man relativ leicht eine schöne Landschaft, im Quadrat natürlich, auf den Bildschirm gekleckst und auch ein paar Gegner und Ausrüstung verteilt, aber um wirklich ne richtige Mission auf die Beine zu stellen muss man sich schon länger damit beschäftige. Natürlich kann man auch bisher erledigte Kapitel verändern, was aber ewig lang dauert. Wer sich mit diesem Editor wirklich auseinandersetzen will, muss schon viel Zeit investieren.
Zu den Hardwareanforderungen:
Minimum: CPU mit 300 Mhz, 64 MB RAM und eine 32 MB Grafikkarte.
Empfohlen: CPU mit 900 Mhz, 128 MB RAM und eine 64 MB Grafikkarte.
Optimal: CPU mit 1400 Mhz, 256 MB RAM und eine 128 MB Grafikkarte.
Eigene Erfahrungen und Meinung:
Ich besitze dieses Spiel schon seit zwei Wochen, bin aber schon sehr weit gekommen, drittes Kapitel. Dabei war ich völlig unbewandert in den AD&D-Regeln und mich hat’s auch wenig gekümmert. Doch nach und nach und mit der Hilfe erfahrener Freunde kam ich langsam rein und versteh auch das gröbste. Mich selbst ärgern an dem Spiel die Level, insbesondere die Wegfindung der NPCs in diesen, die Installation und damit verbundene Langeweile und der hohe Suchtfaktor, da ich kaum noch Zeitgefühl habe, wenn ich dieses Spiel spiele. Der größte Fehler, den die Entwickler gemacht haben ist der aber der extrem langsame Levelaufstieg, da ich ewig brauche, bis ich auf dem nächsten bin und dann auch nur ein paar Pünktchen, manchmal sogar nur eins auf ein paar Fähigkeiten verteilen kann und das nur alle drei oder vier Level. Da war Gothic aber um einiges besser. Und deshalb empfehle ich Laien in diesem Genre Neverwinter Nights nicht grade als Einsteigerspiel, da sie bei Githic was besser aufgehoben sind. Viel Spaß beim Spielen. Man liest sich.
LETSTHOMMES
Zur Story:
In Niewinter, im Norden der Spielwelt von Baldurs Gate 1 & 2, wenn das nur stimmt, ist die Pest unter mysteriösen Umständen ausgebrochen und man versucht krampfhaft diese zu bekämpfen, da tauchen sie als Held auf und sollen alles regeln, was ihnen eigentlich auch gelingen muss, wenn sie das Spiel durchspielen wollen. Nachdem erst mal die Pest bekämpft ist und der Urheber des ganzen, welcher Anfangs noch auf der guten Seite scheint, getötet wurde beginnt schon das nächste von den insgesamt vier Kapiteln. Nur leider dauert dieses Spiel elend lange, was durch die Story ein wenig in Vergessenheit gerät, da es ewig viele Nebenquests vertuscht wird.
Der Spielstart:
Vor jedem Start des Spiels stellen sie sich ihren Charakter zusammen oder nehmen einen vorgefertigten, letzteres ist besser. Sie wählen Geschlecht, Rasse, Porträt, „Beruf“, Attribute, Eigenschaften und noch viel mehr aus, was zum freudigen Experimentieren einlädt. Natürlich sollten sie auch darauf achten möglichst gute Kombinationen zu bilden, da ein zu schwacher Barbar im Umgang mit Waffen keine Chance hat. Das Aussehen ihres Charakters können sie natürlich auch ändern, aber die Auswahlmöglichkeiten sind leider zu begrenzt und sehen fast immer hässlich aus. Sie können zwischen 7 Rassen, 11 Berufen, ewig vielen (nicht immer passenden Porträts ) und vielen verschiedenen Eigenschaften, welche fast ne Wissenschaft an sich sind wählen.
Die Missionen:
Nachdem sie von der Chefin des Epidemiebekämpfungszentrums Niewinter, Fürstin Aribeth zum Helden ernannt wurden geht’s erst mal auf die Suche nach Heilkräutern. Das hört sich einfacher an, als es ist, da man sich vor jeder Mission erst ewig viele Infos in ellenlangen Texten heraussuchen muss, was das sich selbstführende Tagebuch auch einfach und verständlich erledigt. Besonders in den ersten Missionen ist der Schwierigkeitsgrad sehr hoch, weshalb man sich besser einen Helfer holt, welcher für den Anfang schon recht teuer ist und sich mit einmaliger Zahlung einer zuerst groß erscheinenden Menge Goldmünzen (Währung) bezahlen lässt. Die Summe ist aber nix gegen das, was man nachher so an Geld erhält. Wer besonders schnell durchs Spiel kommt kann sich auch mit den langen Nebenquests beschäftigen, welche manchmal noch länger sind als die der Hauptstory. Sie können sogar ihrem Begleiter zuliebe eine Mission mit und für ihn absolvieren. Die betrifft dann auch meistens seine Lebensgeschichte und Herkunft. Das einzig negative an den Nebenquests ist, das man ewig viel Zeit damit verplempert und bald nicht mehr weis, was noch zu erledigen ist und was noch zu Ende gebracht werden muss.
Die Welt:
Die Leuts aus Niewinter waren schon tolle Bauarbeiter, denn alles, von der Stadt bis zum tiefsten Wald wurde im Planquadrat angelegt und es gibt nur wenige Ausnahmen. Allein die Übergänge zwischen den Levels verwirren schon und man muss ständig auf der beliegenden Karte (Pluspunkt) suchen, um sich zurechtzufinden. Dazu kommt noch, das die zwar sehr detaillierten Levels beim Wechsel zwischen zwei immer neugeladen werden müssen und das nervt auf Zeit. Dazu kommt noch die nicht wegzukriegende Triestesse, welche nur in Innenlevels etwas verschwindet. Dazu kommen die verschiedenen Grafiksets, welche sich in Städten kaum unterscheiden, da Niewinter fast wie Letzthafen oder Luskan aussieht. Die Leute, welche die Welt bevölkern haben zwar ein bisschen bemerkbare Tagesabläufe, diese sind aber nichts im Gegensatz zu Gothic, welches mit sehr realistischen Abläufen nur so strotzt.
Die Gegner:
Deren Stärke und Vorkommen nimmt immer mehr zu, manche sind am Ende aber nur noch lästig und sind mit einem Streich besiegt. Andere treten ständig in Scharen auf und attackieren von allen Seiten, weshalb man auch einen Helfer dabei haben muss. Viele Gegner weichen auch sehr oft aus, stecken viel ein und geben, wenn’s für die Story wichtig ist, kurz vorm Tod auf. Gegnertypen gibt’s fast wie Sand am Meer und dann noch in ewig vielen Kombinationen. Da jeder Kampf rundenweise abläuft, sind immer sie dran dann der/die Gegner. Je nach Waffe können sie verschieden großen Schaden anrichten. Um das alles zu verstehen müssen sie anders als ich die Regeln der AD&D-Regelwerks sehr genau kenne, denn mir sagen die ganzen Zahlenkombis recht wenig, worüber das dicke Handbuch ein wenig hinweghilft. Aber selbst Anfänger verstehen dank kleiner Hilfen, wie das ganze abläuft.
Die Gegenstände:
In diesem Spiel hat jeder Gegenstand einen festen Preis, von dem sie nur ein Fünftel erhalten, wenn sie ihn verkaufen. Neben Rüstungen in vielen Variationen gibt’s auch endlich viele Waffen und Extras, wie Halsketten, Ringe, Handschuhe, Stiefel und vieles anderes. Einige dieser Dinge haben Spezialfähigkeiten oder bessern einige Werte von ihnen auf, was auf Dauer sehr nützlich ist. Dazu gibt’s noch Dinge wie Heiltränke, Edelsteine, alles mögliche, was es sonst noch gibt und auch unwichtige und unverkäufliche Dinge, welche sie schon in Fässern oder ähnlichem unterbringen müssen, um sie loszuwerden. Denn wenn ihr großzügiges Inventar mal voll ist, müssen sie einige Gegenstände mal loswerden. Dazu müssen sie auf das Gewicht der Gegenstände achten, da ihr Charakter je nach Stärke nur eine bestimmte Masse mit sich führen kann ohne nicht ins langsame Gehen oder Stehenbleiben zu geraten. Als besonderes Extra gibt’s Beutel, welche das Gewicht der Gegenstände darin verringern, aber nicht genug Platz bieten.
Das Regelwerk:
Das ist sehr kompliziert und fängt schon beim erstellen des Charakters an, geht bei Stufenaufstiegen weiter und endet bei den kryptischen Bezeichnungen von einige Waffen. Das Handbuch ist zwar groß, verrät Laien, wie mir aber nicht genug über die Grundregeln und Entzifferungsweisen vieler Fachbegriffe. Richtige Rollenspieler haben auf jeden Fall ein Regelwerk zuhause stehen oder komplett im Hinterkopf. Wem solche Dinge viel zu kompliziert sind und wer das Spiel deshalb schon nicht haben will, ist aber schon übertrieben, sollte sich zum Einstieg in solche Dinge besser mal Gothic leisten, den das bietet einen leichten Einstieg in eine abgespeckte Version des Regelwerks und steht Neverwinter Nights in nichts nach.
Die Übersetzung (grauenvoll!!!!!!!):
Was andere Spiele gut hinkriegen, haben die Übersetzer dieses hier total vergeigt, denn hier wird fast jeder noch so tolle Name von den Synchronisatoren verrissen bis zum letzten Buchstaben. Neverwinter, die Stadt heißt wie gesagt Niewinter und Port Llast (man achte auf das Doppel-L) heißt Letzthafen. Nur „Erfundene Namen“ wie Luskan oder ähnliches wurden so gelassen. Auch vor Personennamen oder Sachbezeichnungen macht das ganze nicht halt. Schade um die Atmosphäre. Aber wem sowieso nichts am Lesen liegt, der kann getrost dieses Spiel spielen.
Zur Grafik:
Die ist detailliert bis ins letzte und fordert jedem noch so schnellen PC alles ab, da man wirklich eine super Bildqualität und sehr hohe Polygonzahlen geliefert bekommt. Dafür muss man sich aber an die quadratischen Levels gewöhnen und viel Zeit beim Laden neuer Levels verbringen. Viele wichtige Ereignisse in der Story werden in der Spielengine gezeigt und nur selten kommt es zu gerenderten Videos, welche nicht grad so toll aussehen. Spezialeffekte, wie mit dem Wind gehendes Gras oder Lichteffekte beherrscht die Engine Tadellos.
Zur Steuerung:
Die ist leicht gehalten, da man das meiste nur mit der Maus machen muss. Laufen, Kämpfen, Kamera justieren, und vieles mehr geht nur mit ein paar wenigen Mausklicks und –schwenks. Nur für Spezialbefehle oder ähnliches braucht man die Tastatur. Einziges Ärgernis: Die Speicherfunktion. Ein Quicksave braucht mehr als 5 MB und ein normales je weiter man im Spiel ist, bis zu 10 MB und mehr. Wer zu oft ein neues Savegame nimmt, der hat bald auch wie ich mehr als ein Gigabyte Saves auf der Platte, fast mehr als die Installation. (!) Die braucht nämlich Zeit, Geduld und viel Platz, wie man’s von Bioware gewohnt ist. 2 GB Platz für die Installation. Ablauf: Erste CD, zweite CD, dritte CD, erste CD, dritte CD, dazwischen 35 Zeichen CD-Key und insgesamt fast ne Stunde futsch.
Zum Sound:
Der ist gut gelungen, man fühlt sich fast wie mittendrin, nur für eins waren die Übersetzer zu faul, komplette Sprachausgabe. Nur bei wichtigen Leuten gibt’s alle Dialogzeilen komplett. Dafür sind die restlichen Geräusche wie Musik, Hintergrundsounds und andere Geräusche sehr gut gelungen und verbreiten Atmosphäre.
Zum Multiplayer:
Da gibt’s einiges zu sagen. Man kann in vielen verschiedenen Arten gegen und miteinander antreten. Man kann entweder die Story oder einzelne Missionen nachspielen oder mit dem Editor selbst erstellte Karten durchzocken, wobei eine Person, während dem Spielen auch die Welt verändern kann, Monster einfügen und diese auch steuern kann. Man kann mit maximal 64 Leuten gleichzeitig in einer Welt unterwegs sein, im Internet als auch auf einer LAN. Derzeit existieren schon einige Duzend Server im Internet, auf welchen immer was los ist.
Zum Editor:
Der ist eigentlich ganz leicht zu bedienen, wenn man sich in den riesigen Listen und Zweitmenüs auskennt. Zwar hat man relativ leicht eine schöne Landschaft, im Quadrat natürlich, auf den Bildschirm gekleckst und auch ein paar Gegner und Ausrüstung verteilt, aber um wirklich ne richtige Mission auf die Beine zu stellen muss man sich schon länger damit beschäftige. Natürlich kann man auch bisher erledigte Kapitel verändern, was aber ewig lang dauert. Wer sich mit diesem Editor wirklich auseinandersetzen will, muss schon viel Zeit investieren.
Zu den Hardwareanforderungen:
Minimum: CPU mit 300 Mhz, 64 MB RAM und eine 32 MB Grafikkarte.
Empfohlen: CPU mit 900 Mhz, 128 MB RAM und eine 64 MB Grafikkarte.
Optimal: CPU mit 1400 Mhz, 256 MB RAM und eine 128 MB Grafikkarte.
Eigene Erfahrungen und Meinung:
Ich besitze dieses Spiel schon seit zwei Wochen, bin aber schon sehr weit gekommen, drittes Kapitel. Dabei war ich völlig unbewandert in den AD&D-Regeln und mich hat’s auch wenig gekümmert. Doch nach und nach und mit der Hilfe erfahrener Freunde kam ich langsam rein und versteh auch das gröbste. Mich selbst ärgern an dem Spiel die Level, insbesondere die Wegfindung der NPCs in diesen, die Installation und damit verbundene Langeweile und der hohe Suchtfaktor, da ich kaum noch Zeitgefühl habe, wenn ich dieses Spiel spiele. Der größte Fehler, den die Entwickler gemacht haben ist der aber der extrem langsame Levelaufstieg, da ich ewig brauche, bis ich auf dem nächsten bin und dann auch nur ein paar Pünktchen, manchmal sogar nur eins auf ein paar Fähigkeiten verteilen kann und das nur alle drei oder vier Level. Da war Gothic aber um einiges besser. Und deshalb empfehle ich Laien in diesem Genre Neverwinter Nights nicht grade als Einsteigerspiel, da sie bei Githic was besser aufgehoben sind. Viel Spaß beim Spielen. Man liest sich.
LETSTHOMMES
Bewerten / Kommentar schreiben