Neverwinter Nights (PC Rollenspiel) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 03/2008
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Erfahrungsbericht von theprayer666
3D ist nicht alles!
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Rollenspiele gibt es so ziemlich seitdem ich angefangen hab meine Zeit mit Computerspielen zu verschwenden (also schon ne ganze Weile ;-) In mehr oder weniger großen Abständen erscheinen in den letzten Jahren immer neue Versionen, die alle nach dem altbekannten Spielprinzip ad&d (advanced dungeons & dragons) konzipiert sind. So auch dieses Jahr das Rollenspiel „Neverwinter Nights“.
Was ist neu?
=========
Neverwinter Nights wartet als erstes Rollenspiel mit einer komplett in 3D-gerenderten Spielumgebung auf. Um nicht völlig den Überblick zu verlieren sieht der Spieler durch eine frei drehbare Kamera die in der Nähe des Hauptcharakters fixiert ist. Dies hat jedoch einen entscheidenden Nachteil: Steht der Charakter kann man nur zoomen bzw, die Kamera schwenken, ein schneller Blick in die Weite eines Gangs oder ähnliches wird dadurch leider unmöglich, was manchmal schon recht schmerzhaft werden kann wenn man unverhofft in die Fänge eines übermächtigen Gegners rennt :(
Als zweite Rollenspiel-Neuerung soll die Umsetzung des neusten Regelwerks der ad&d-Richtlinie gelten. Diese beinhaltet neue Charakter-Klassen sowie Zaubersprüche und Spezialfähigkeiten der einzelnen Charakterklassen. Zur Auswirkung dieses neuen Regelwerks später mehr…
Spielprinzip
=========
Wie immer ist der Spieler vor Einstieg ins Rollen-Leben aufgefordert seinen Hauptcharakter zu erschaffen. Dem Spieler stehen sieben Rassen zur Auswahl (Mensch, Zwerg, Gnom, Elf, Halbling, Halbelf, Halbork) wobei auch eigene Kombinationen möglich sind. Ist diese Auswahl getroffen, gilt es eine von 11 Klassen (wobei diese im späteren Spielverlauf manipulierbar sind) zu wählen. Zur Wahl stehen die klassischen Charakterklassen wie Kämpfer, Dieb, Paladin, Magier, Waldläufer etc… Jede dieser Charakterklassen kann dann noch Spezialisiert werden um so die späteren Entwicklung des Charakters bereits in die Wege zu leiten (Bsp.: Magier können als Nekromanten, Beschwörer, Illusionisten etc. spezialisiert werden und beherrschen so entsprechende Zaubersprüche eher und besser) Neben der Charakterisierung des Spieler gehören auch andere typische Einstellung wie Geschlecht, Aussehen, Gesinnung, Eigenschaften (Stärke, Intelligenz, Charisma etc.) dazu und vervollständigen so die erschaffene Person.
Hat man sich durch den schier endlos erscheinenden Charakterbogen durchgearbeitet geht’s endlich ans Werk! Der Charakter erscheint auf der Bildfläche und das Spiel steigt in das Tutorial ein. Hier wird man in aller Fülle in die Spielweise von NN eingeführt. Controller, Charakterbogen, Inventar und andere Dinge werden hinreichend erklrät, so dass man sich schnell in die Bedienung einfindet. Zusätzlich knüpft das Tutorial gleich an die bevorstehende Handlung im ersten Kapitel an, der Übergang wird dann nicht so künstlich.
Im Hauptspiel angekommen (Ja, endlich durchs Tutorial durch :) weiß man sofort was Sache ist: Die Stadt Niewinter wird von einer fürcherlichen Seuche heimgesucht, dem heulenden Tod. Bisher konnte kein Heilmittel gefunden werden, und für die einzige Hoffnung, eine Mixtur aus 4 Kreaturen (*ekel*), wurden die Ingredienzien geklaut. Wie sollte es anders ein, euer Auftrag ist es diese Kreaturen wieder zu beschaffen, was alles andere als leicht werden wird.
Da NN ein Rollenspiel ist, kann und muss man es eigentlich mit dem bisherigen Rollenspiel-Klassenbesten vergleichen :Baldurs Gate
Vergleich
=======
1. Spieltiefe
Der Punkt für Spieltiefe geht an BG! NN kann hier nicht mithalten, da die Hauptquests zu linear sind (gehe hierhin, gehe dann dahin, hol das, brings dann dahin etc…). Auch die Nebenquest (die nicht besonders zahlreich sind) lassen Wünsche offen. In BG konnte man sich stundenlang nur an Nebenquest aufhalten, deren Handlung ebenso spannend war, wie die des Hauptquests. Dies vermisst man in NN!
2. Charaktere
Der zweite Punkt, der an Baldurs Gate geht! Auch hier kann NN nicht mithalten, da die Entwickler auf einen Kompromiss zwischen dem Aktion-Klassiker „Diablo 2“ und eben BG gesetzt haben. Das Ergebnis kann mit keinem der beiden Kandidaten mithalten. Eine Gruppe wie in Baldurs Gate, die aus bis zu 6 autonomen Persönlichkeiten mit eigenem Charakter, Fähigkeitenbogen und Inventar besteht, vermisst man gänzlich. Der Hauptcharakter ist eher ein Einzelkämpfer, dem ein einziger Gefolgsmann zur Seite gestellt werden kann. Dieser Gefolgsmann hat jedoch keinerlei Rollenspiel-Qualitäten da er keinen eigenen Charakter hat, kein Inventar und auch keine offensichtliche Fähigkeiten-Entwicklung. Dem Hauptcharakter könnte man demnach auch einen kämpfenden Kartoffelsack zur Seite stellen, dieser hätte eine ähnliche Charakterfülle zu bieten!
3. Spannung, Atmosphäre
Der dritte Punkt für Baldur’s Gate! Leider bereiten bei NN die Dialoge keine besonders große Freude, auch wenn die Entwickler spezielle Fähigkeiten des Charakters, wie bespielsweise die Fähigkeit „Überzeugen“, interaktiv im Dialog nutzbar machen. Langwierig, spannungslos und noch dazu miserabel übersetzt und synchronisiert bereiten sie eher Missmut beim Spieler als das sie die Spielfreude steigern würden. Auch die Atmosphäre im Spiel kommt etwas zu kurz, was auf die mangelnde Geräuschkulisse zurückzuführen ist. Die Stadt beispielsweise, wirkt weniger lebhaft das Geräusche wie das Plaudern auf einem Markt, der Wind oder das Zwitschern der Vögel fehlen.
4. Grafik
Der einzige Punkt der An NN geht, da durch die Übertragung in die 3D-Realität ein besserer Eindruck von der Umgebung gewonnen werden kann (ist ja auch irgendwie logisch ;) Leider muss man auch hier Mängel ankreiden, da die Kameraführung und Steuerung teilweise die Sicht zu stark begrenzen bzw. etwas lästig sind. Für einen Dialog fährt die Kamera immer bis zur höchsten Zoomstufe heran (in Kreisbewegung um den Charakter) um nach dem Gespräch diesen Weg zurückzufahren. Bei drei knappen Dialogen nacheinander kann einem da schnell schwindelig werden!
Multiplayer
===========
Leider kann ich dazu nicht allzuviel sagen, weil ich es selbst noch nicht ausprobiert hab. Es heißt jedoch, dass NN eines der besten Multi-Player-Modi im Rollenspiel-Genre besitzt... wie auch immer ;-)
Systemanforderungen
===============
Der Vollständigkeit halber…
Mindestvorraussetzungen:
300 MHz Prozessor
64 MB RAM
2 GB HDD
Empfohlen:
750 MHz Prozessor
128 MB RAM
2 GB HDD
Fazit
====
Aus einem Rollenspiel kann man wesentlich mehr herausholen, wenn man sich nur an bestehende Regeln hält! Das Fehlen einer Charaktere-Gruppe, die aus eigenständigen Personen besteht, nimmt diesem Rollenspiel einen sehr wichtigen Spaßfaktor und Bugs in der Steuerung (manchmal findet die Person den einfachsten Weg von a nach b nicht, oder bleibt an der Ecke einer Kiste hängen) verderben den Spielspaß zusätzlich. Baldur’s Gate hat in zwei Teilen gezeigt wie es geht, aber die Entwickler von NN mussten das Rad unbedingt neu erfinden. Leider ohne Erfolg denn ich kann dem Spiel nicht mehr als 3 Punkte geben. Von Rollenspielen bin ich gewohnt, dass sie mich über Wochen hinweg an den Bildschirm fesseln und nicht mich langweilen! Dennoch vergebe ich ein \"Empfehlenswert\", da ich denke das man es wegen der 3D-Erfahrung im Rollenspiel mal ausprobieren sollte.
Was ist neu?
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Neverwinter Nights wartet als erstes Rollenspiel mit einer komplett in 3D-gerenderten Spielumgebung auf. Um nicht völlig den Überblick zu verlieren sieht der Spieler durch eine frei drehbare Kamera die in der Nähe des Hauptcharakters fixiert ist. Dies hat jedoch einen entscheidenden Nachteil: Steht der Charakter kann man nur zoomen bzw, die Kamera schwenken, ein schneller Blick in die Weite eines Gangs oder ähnliches wird dadurch leider unmöglich, was manchmal schon recht schmerzhaft werden kann wenn man unverhofft in die Fänge eines übermächtigen Gegners rennt :(
Als zweite Rollenspiel-Neuerung soll die Umsetzung des neusten Regelwerks der ad&d-Richtlinie gelten. Diese beinhaltet neue Charakter-Klassen sowie Zaubersprüche und Spezialfähigkeiten der einzelnen Charakterklassen. Zur Auswirkung dieses neuen Regelwerks später mehr…
Spielprinzip
=========
Wie immer ist der Spieler vor Einstieg ins Rollen-Leben aufgefordert seinen Hauptcharakter zu erschaffen. Dem Spieler stehen sieben Rassen zur Auswahl (Mensch, Zwerg, Gnom, Elf, Halbling, Halbelf, Halbork) wobei auch eigene Kombinationen möglich sind. Ist diese Auswahl getroffen, gilt es eine von 11 Klassen (wobei diese im späteren Spielverlauf manipulierbar sind) zu wählen. Zur Wahl stehen die klassischen Charakterklassen wie Kämpfer, Dieb, Paladin, Magier, Waldläufer etc… Jede dieser Charakterklassen kann dann noch Spezialisiert werden um so die späteren Entwicklung des Charakters bereits in die Wege zu leiten (Bsp.: Magier können als Nekromanten, Beschwörer, Illusionisten etc. spezialisiert werden und beherrschen so entsprechende Zaubersprüche eher und besser) Neben der Charakterisierung des Spieler gehören auch andere typische Einstellung wie Geschlecht, Aussehen, Gesinnung, Eigenschaften (Stärke, Intelligenz, Charisma etc.) dazu und vervollständigen so die erschaffene Person.
Hat man sich durch den schier endlos erscheinenden Charakterbogen durchgearbeitet geht’s endlich ans Werk! Der Charakter erscheint auf der Bildfläche und das Spiel steigt in das Tutorial ein. Hier wird man in aller Fülle in die Spielweise von NN eingeführt. Controller, Charakterbogen, Inventar und andere Dinge werden hinreichend erklrät, so dass man sich schnell in die Bedienung einfindet. Zusätzlich knüpft das Tutorial gleich an die bevorstehende Handlung im ersten Kapitel an, der Übergang wird dann nicht so künstlich.
Im Hauptspiel angekommen (Ja, endlich durchs Tutorial durch :) weiß man sofort was Sache ist: Die Stadt Niewinter wird von einer fürcherlichen Seuche heimgesucht, dem heulenden Tod. Bisher konnte kein Heilmittel gefunden werden, und für die einzige Hoffnung, eine Mixtur aus 4 Kreaturen (*ekel*), wurden die Ingredienzien geklaut. Wie sollte es anders ein, euer Auftrag ist es diese Kreaturen wieder zu beschaffen, was alles andere als leicht werden wird.
Da NN ein Rollenspiel ist, kann und muss man es eigentlich mit dem bisherigen Rollenspiel-Klassenbesten vergleichen :Baldurs Gate
Vergleich
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1. Spieltiefe
Der Punkt für Spieltiefe geht an BG! NN kann hier nicht mithalten, da die Hauptquests zu linear sind (gehe hierhin, gehe dann dahin, hol das, brings dann dahin etc…). Auch die Nebenquest (die nicht besonders zahlreich sind) lassen Wünsche offen. In BG konnte man sich stundenlang nur an Nebenquest aufhalten, deren Handlung ebenso spannend war, wie die des Hauptquests. Dies vermisst man in NN!
2. Charaktere
Der zweite Punkt, der an Baldurs Gate geht! Auch hier kann NN nicht mithalten, da die Entwickler auf einen Kompromiss zwischen dem Aktion-Klassiker „Diablo 2“ und eben BG gesetzt haben. Das Ergebnis kann mit keinem der beiden Kandidaten mithalten. Eine Gruppe wie in Baldurs Gate, die aus bis zu 6 autonomen Persönlichkeiten mit eigenem Charakter, Fähigkeitenbogen und Inventar besteht, vermisst man gänzlich. Der Hauptcharakter ist eher ein Einzelkämpfer, dem ein einziger Gefolgsmann zur Seite gestellt werden kann. Dieser Gefolgsmann hat jedoch keinerlei Rollenspiel-Qualitäten da er keinen eigenen Charakter hat, kein Inventar und auch keine offensichtliche Fähigkeiten-Entwicklung. Dem Hauptcharakter könnte man demnach auch einen kämpfenden Kartoffelsack zur Seite stellen, dieser hätte eine ähnliche Charakterfülle zu bieten!
3. Spannung, Atmosphäre
Der dritte Punkt für Baldur’s Gate! Leider bereiten bei NN die Dialoge keine besonders große Freude, auch wenn die Entwickler spezielle Fähigkeiten des Charakters, wie bespielsweise die Fähigkeit „Überzeugen“, interaktiv im Dialog nutzbar machen. Langwierig, spannungslos und noch dazu miserabel übersetzt und synchronisiert bereiten sie eher Missmut beim Spieler als das sie die Spielfreude steigern würden. Auch die Atmosphäre im Spiel kommt etwas zu kurz, was auf die mangelnde Geräuschkulisse zurückzuführen ist. Die Stadt beispielsweise, wirkt weniger lebhaft das Geräusche wie das Plaudern auf einem Markt, der Wind oder das Zwitschern der Vögel fehlen.
4. Grafik
Der einzige Punkt der An NN geht, da durch die Übertragung in die 3D-Realität ein besserer Eindruck von der Umgebung gewonnen werden kann (ist ja auch irgendwie logisch ;) Leider muss man auch hier Mängel ankreiden, da die Kameraführung und Steuerung teilweise die Sicht zu stark begrenzen bzw. etwas lästig sind. Für einen Dialog fährt die Kamera immer bis zur höchsten Zoomstufe heran (in Kreisbewegung um den Charakter) um nach dem Gespräch diesen Weg zurückzufahren. Bei drei knappen Dialogen nacheinander kann einem da schnell schwindelig werden!
Multiplayer
===========
Leider kann ich dazu nicht allzuviel sagen, weil ich es selbst noch nicht ausprobiert hab. Es heißt jedoch, dass NN eines der besten Multi-Player-Modi im Rollenspiel-Genre besitzt... wie auch immer ;-)
Systemanforderungen
===============
Der Vollständigkeit halber…
Mindestvorraussetzungen:
300 MHz Prozessor
64 MB RAM
2 GB HDD
Empfohlen:
750 MHz Prozessor
128 MB RAM
2 GB HDD
Fazit
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Aus einem Rollenspiel kann man wesentlich mehr herausholen, wenn man sich nur an bestehende Regeln hält! Das Fehlen einer Charaktere-Gruppe, die aus eigenständigen Personen besteht, nimmt diesem Rollenspiel einen sehr wichtigen Spaßfaktor und Bugs in der Steuerung (manchmal findet die Person den einfachsten Weg von a nach b nicht, oder bleibt an der Ecke einer Kiste hängen) verderben den Spielspaß zusätzlich. Baldur’s Gate hat in zwei Teilen gezeigt wie es geht, aber die Entwickler von NN mussten das Rad unbedingt neu erfinden. Leider ohne Erfolg denn ich kann dem Spiel nicht mehr als 3 Punkte geben. Von Rollenspielen bin ich gewohnt, dass sie mich über Wochen hinweg an den Bildschirm fesseln und nicht mich langweilen! Dennoch vergebe ich ein \"Empfehlenswert\", da ich denke das man es wegen der 3D-Erfahrung im Rollenspiel mal ausprobieren sollte.
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